Straftaten sowjetischer Soldaten sollten in der DDR möglichst nicht bekannt werden. Die Entführung einer vierköpfigen Familie durch einen Rotarmisten war allerdings sogar Thema in der „Aktuellen Kamera“, denn der Fall ereignete sich kurz nach der Wende – am 25. Juni 1990. Der mit einer Maschinenpistole bewaffnete Sowjetsoldat
zwang ein Magdeburger Ehepaar mit zwei Kindern in deren Familienfahrzeug. Volkspolizisten und sowjetische Spezialkräfte verfolgten das Auto, bis es an einer Straßensperre gestoppt werden konnte. Dann fielen Schüsse. Erstmals berichten die Familie und ehemalige Volkspolizisten über das dramatische Geschehen. (Text: mdr)