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    • Vietnam – Kinder des Drachens

      „Noch vor zehn Jahren stand Konfuzius in einem Schuppen. Dort konnte er mit den Käfern über Philosophie reden“. Mit Witz umschreibt der Publizist Huu Gnoc die Wende, die sein Land geschwind und radikal umkrempelt. Vietnam erfindet sich neu, und keiner hat einen besseren Überblick als der 85-jährige Intellektuelle, der in einem halben Jahrhundert den Kolonialkrieg gegen Frankreich, die berauschenden ersten Monate der Unabhängigkeit, den grausamen Bombenregen der US-Streitkräfte, die Not der radikalen Kollektivierung und die risikoreiche Öffnung zum Weltmarkt miterlebt hat. Täglich marschiert Huu Gnoc am Literaturpalast von Hanoi vorbei, drei Kilometer weit geht er zu Fuß in sein Büro, in dem er jede Woche Artikel für die französisch- und die englischsprachigen Zeitungen Vietnams schreibt. Der Literaturpalast war die erste Universität des Landes, in der die Weisheiten des Konfuzius gelehrt wurden. Von den Kommunisten einst als Reaktionär verpönt, wird der Philosoph heute wieder verehrt. „Er sitzt im Blut unseres Volkes“, versichert Huu Gnoc. Was in ihrem Blut sitzt, ist den Vietnamesen heilig, denn ihre Kultur geht auf die Bronzezeit vor über drei Jahrtausenden zurück. Tausend Jahre war ihr Stammesgebiet
      im Delta des Roten Flusses von Chinesen besetzt, doch die Vietnamesen ließen sich nicht assimilieren. Ohne Unterlass kämpften sie für ihre Identität als eigenständiges Volk. Alleine in den vergangenen fünfzig Jahren besiegten sie drei Mächte: Frankreich, die USA und, einmal mehr, China. Hartnäckigkeit, Stolz und die Bereitschaft, sich anzupassen und sich ein besseres Leben zu erkämpfen, sind die Eigenschaften der Vietnamesen, die dem Besucher sofort ins Auge springen. Das verbindet sie, eint sie und macht sie stark. Der Drache in der Ursprungslegende Vietnams ist dazu ein passendes Symbol. Doch bald entdeckt man auch die Vielfalt dieses Landes. Szenen aus dem Mittelalter finden sich heute direkt neben Bildern aus einer modernen Industriegesellschaft. Vietnams Kontraste begeistern; die Energie, die Freundlichkeit und der Optimismus der Menschen verführt. Das energische Chaos der Hauptstadt Hanois, seine malerische Unordnung mit französischem Flair verlockt. Dort möchte man länger verweilen. Der Film von Walter Tauber skizziert Menschen, zeigt Ausschnitte aus radikal verschiedenen Lebenswelten, die zusammen die fantastische Palette einer alten Kultur zeigen, die sich täglich neu erfindet. (Text: hr-fernsehen)
      Deutsche TV-Premiere So. 18.04.2004 Südwest Fernsehen
      von Walter Tauber

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    Sendetermine

    Di. 04.08.2009
    13:30–14:15
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    Sa. 09.02.2008
    11:03–12:00
    11:03–
    Do. 07.02.2008
    20:15–21:00
    20:15–
    Sa. 02.02.2008
    17:03–18:00
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    Mi. 30.01.2008
    13:30–14:15
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    Sa. 04.08.2007
    05:45–06:30
    05:45–
    Fr. 03.08.2007
    01:45–02:30
    01:45–
    Do. 02.08.2007
    21:45–22:30
    21:45–
    Mi. 01.08.2007
    17:45–18:30
    17:45–
    Di. 31.07.2007
    13:45–14:30
    13:45–
    Mo. 30.07.2007
    09:45–10:30
    09:45–
    So. 23.04.2006
    14:15–15:00
    14:15–
    So. 18.04.2004
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