Länder – Menschen – Abenteuer Hokkaido – Japans wilder Norden
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Hokkaido – Japans wilder Norden
ARD-Korrespondent Mario Schmidt besucht mit seinem Team Hokkaido zu verschiedenen Jahreszeiten. Auf der japanischen Nordinsel Hokkaido gibt es unberührte Natur, weite Flächen, wilde Tiere – von Bären bis zu Riesenadlern. Eine Landschaft mit Vulkanen, Bergen und glasklaren Seen. Im Nordosten liegt das „Ende der Welt“, so haben Hokkaidos Ureinwohner die Landzunge Shiretoko genannt. Im Nationalpark leben 200 Braunbären und im Sommer auch die Familie Ogura, sie ernten Seealgen. Im Sommer hat auch Takayuki Hayashi Hochsaison. Er fängt Tintenfisch an der Westküste. 150 Meter lange Leinen lässt er ins Meer hinab, um sie mit schnellen Winden sofort wieder einzuholen. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Hokkaido von den Japanern vollständig
besiedelt. An die Pionierzeiten erinnern bis heute die kräftigen Banei-Pferde. Schneller sind die Motorradfahrer unterwegs, für die Hokkaido die japanische Version der amerikanischen Route 66 ist: lange, leere Straßen, und abends schlafen viele in einem „Riders Inn“. In umgebauten Kühlcontainern beherbergt Yoichi Ura für wenig Geld seine Gäste. Er selbst ist leidenschaftlicher Motorradfahrer und liebt die Insel besonders während der Laubfärbung im Herbst, dann ist er oft mit seinem Freund Takeki Fujito, einem Ainu, unterwegs. Die Winter auf Hokkaido sind hart. Kälte und Treibeis kommen aus Sibirien, ebenso wie die majestätischen Riesenadler. Im tiefen Schnee beginnt ein besonderes Naturspektakel: der Tanz der Mandschurenkraniche. (Text: BR Fernsehen)