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Die Anden Ecuadors – Eine mystische Bergwelt
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Im Herzen der Anden, überragt von den Vulkanen Cotopaxi und Chimborazo, liegt Ecuador, ein Land voller lebendiger Traditionen. Wie das Fest La Mama Negra in Latacunga zum Beispiel, bei dem Elemente indigener, afroecuadorianischer und katholischer Riten verschmelzen. Zentrale Figuren sind die sogenannten Ashangueros, die einen bis zu 180 Kilogramm schweren Opferkorb in einer prächtigen Prozession durch die Stadt tragen. Die Gaben für Virgen de la Merced werden direkt anschließend von den Gläubigen verzehrt.
Machachi ist die heimliche Hauptstadt der Chagras. Die berittenen Viehhirten der Anden, sind stolz auf ihren Lebensstil und bewahren ihn über Generationen hinweg. In Cuenca ist das traditionelle Handwerk des Panama-Hut-Flechtens lebendig. Eigentlich heißt der
weltberühmte Hut Sombrero de Toquilla und stammt aus Ecuador. Die Flechterinnen tragen dieses kulturelle Erbe weiter, das von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt ist. Am Chimborazo, dem höchsten Berg Ecuadors, züchtet eine Bauernkooperative wieder Alpakas.
Deren Haltung schont, anders als vormals die von Schafen, die sensible Andenvegetation und ist Existenzgrundlage vieler Kleinbauern. Der landesweit bekannte Bergsteiger Marco Cruz schließlich setzt sich für den Erhalt von Kultur und Natur ein. Diese vielfältigen Geschichten zeigen, dass Tradition in Ecuador lebendig und identitätsstiftend ist. Eine Kraft, die in einer sich wandelnden Welt Halt gibt und zeigt, wie hier Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbunden sind. (Text: NDR)