Kaum jemand hat die Performancekunst so verändert wie Marina Abramović. „Kulturzeit“ porträtiert die Künstlerin, die den Schmerz und ihren eigenen Körper zum Mittelpunkt ihrer Kunst macht. Marina Abramović, eine der bekanntesten Performancekünstlerinnen der Gegenwart, wird am 30. November 2026 80 Jahre alt. Ihre Ausdauer und die direkte Begegnung mit dem Publikum sind ihre Markenzeichen. In den 1970er-Jahren begann sie damit, ihren eigenen Körper als künstlerisches Mittel einzusetzen. Sie ging in extremen Performances wie „Rhythm Zero“ bis an ihre physischen und psychischen Grenzen.
Über ein Jahrzehnt lang lebte und arbeitete sie mit ihrem Partner Ulay, mit dem sie in legendären Aktionen die Performancekunst neu erfand. Die beiden erforschten die Grenzen ihrer eigenen Psyche und Körper immer wieder aufs
Neue. Ihren Durchbruch zum weltweiten Superstar der Kunstszene feierte sie 2010 mit der Performance „The Artist Is Present“ im Museum of Modern Art in New York. Heute gilt sie als die „Großmutter der Performancekunst“. Sie widmet sich durch ihr eigenes Institut der Weitergabe ihrer radikalen Methoden an jüngere Generationen.
Die „Kulturzeit“-Reportage zu ihrem 80. Geburtstag zeigt, wie sie körperliche und psychische Grenzen auslotet und die Wahrnehmung der Performancekunst über Jahrzehnte verändert hat. Der Film stellt Marina Abramović und ihr Schaffen vor, zeichnet ihre künstlerische Entwicklung nach und ordnet ihre Lebensleistung sowie ihren Einfluss auf die Performancekunst ein. Redaktionshinweis: Mehr Hintergrundberichte finden sich in der werktäglichen Regelsendung „Kulturzeit“ und auf Kulturzeit.de. (Text: 3sat)