Bergretter der Bergwacht Grainau: Franz Dörfler in der Nähe des Zugspitzgipfels. Weiteres Bildmaterial finden Sie unter www.br-foto.de.
Bild: BR/Timeline Production
Am Höllentalgletscher ist die Lage mittlerweile dramatisch eskaliert. Ein unbeteiligter Bergsteiger ist in eine Gletscherspalte gestürzt, und das Gewitter hat die Einsatzstelle der Bergwacht Grainau schneller und heftiger erreicht als erwartet. Der Klettersteig wird zum Blitzableiter, Starkregen verwandelt die Spalten in reißende Bäche, Blitze schlagen ein, Hagel und Steinschlag prasseln auf Retter und Patienten ein, die alledem schutzlos ausgeliefert sind. Der Helikopter kann bei solchen Bedingungen nicht fliegen. Ohne Steigeisen ist ein Abstieg vom Gletscher zu Fuß lebensgefährlich. Also heißt es: ausharren und hoffen.
Nicht nur
die in Not geratenen Bergsteiger, auch die Bergretter selbst stoßen bei diesem Einsatz an ihre körperlichen und mentalen Grenzen. Erschöpft am Watzmann Die Bergregion um den Watzmann ist Einsatzgebiet der Bergwacht Ramsau. Bei der langen und kräftezehrenden Watzmann-Überschreitung geraten immer wieder Bergsteigerinnen und Bergsteiger an ihre konditionellen Grenzen. Diesmal hat es einen Vater und seine Tochter erwischt: Krämpfe, Unterzuckerung, völlige Erschöpfung. Bei über 30 Grad Hitze und nach stundenlanger Wanderung kein ungewöhnliches Szenario – für die Bergwacht dennoch jedes Mal eine ernstzunehmende Angelegenheit. (Text: ARD)