Das Igel-Krankenhaus: Im Winter schlafen Igel. So die Regel! Doch in Wuppertal machen 120 Exemplare gerade eine Ausnahme von dieser Regel. Sie machen noch keinerlei Anstalten, sich entsprechend einzuigeln. Der Grund: die Tiere sind Patienten eines Igelkrankenhauses. Sie sind unterernährt, verletzt oder krank. Hundkatzemaus Reporterin Diana Eichhorn besucht Stationsleiterin und „Oberschwester“ Monika Thomas, um ihr bei der Versorgung der Notfälle zu helfen. Erster Programmpunkt bei Dianas Einsatz: Wiegen. Mindestens 500 Gramm braucht ein Igel, um den kräftezehrenden Winterschlaf zu überleben. Davon sind viele Patienten der Station aber weit entfernt. Mittlerweile fehlen den Igeln die Futtertiere mit denen sie sich die nötigen Fettreserven vor dem Winter anfressen. Die Ursachen dafür sind der Einsatz von Pflanzenschutz- und
Insektenvernichtungsmittel, aber auch die Vernichtung der natürlichen Lebensräume. Wo Beton statt Blätter und Erde sind, finden sie weder Futter noch Schlafmöglichkeit. Doch auch Verletzungen durch herumliegenden Müll, Hunde oder Autos gefährden eine stabile Igelpopulation. Monika Thomas kämpft deshalb auch um jedes einzelne Tier. Mit ihrem Verein „Netzwerk Igel“ versorgt sie rund 400 stachelige Schützlinge pro Jahr. Und zwar so lange, bis die so fit sind, dass sie die Station gen Winterquartier verlassen können. Denn schlafen muss jeder Igel, das liegt einfach in seiner Natur. Und auch für einen Schützling des Igel-Krankenhauses naht heute der Auszug. Doch vorher muss „Schwesternschülerin“ Diana Eichhorn erst noch checken, ob seine Wunden verheilt sind, sein Gewicht stimmt und ihm ein kuscheliges „Bett“ bereiten. (Text: VOX)