Heimatleuchten Folge 419: Zwischen Dachstein und Tennengebirge – Das Lammertal
Folge 419
419. Zwischen Dachstein und Tennengebirge – Das Lammertal
Folge 419 (47 Min.)
Rudi Wintersteller und Familie vor dem Dachstein.
Bild: ServusTV / Alpsolut / Johannes Mair / ALPSOLUT PICTURES
„Wir arbeiten da, wo andere längst nicht mehr gehen können“, sagt Bauer Peter Pernthaner über den spektakulären Almauftrieb. Seit 7000 Jahren treiben die Abtenauer Bauern ihre Tiere aufs Tennengebirge, wo sie den Sommer verbringen. Conny Schwarzenbacher aus Rußbach ist Rauchfangkehrerin mit voller Leidenschaft. Sie kehrt die umliegenden Almhütten im Lammertal und damit gleich alte Rollenbilder von den Dächern mit: „Sie trauen es dir nicht zu, dass eine Frau einen Männerjob macht. Und dann zeigt sich doch, dass Frauen oft recht haben.“ Ihren 28. Almsommer feiert Hüttenwirtin Julinde Posch. Heute erwartet sie zur Einweihung des Gipfelkreuzes am Kl. Traunstein eine volle Almhütte. Aufgetischt wird eine echte Lammertaler Spezialität: die
Haubeikrapfen.
Pfarrer Virgil Steindlmüller beendet die Kreuzeinweihung mit den Worten: „Wahrscheinlich werdet ihr es heute wieder gut katholisch halten: schnelle Messe, lange Almhütte.“ Dass Höhen und Tiefen oft eng beieinanderliegen, weiß Rudi Wintersteller von der Bodenbergalm. In seinem Leben musste er gleich zwei schwere Schicksalsschläge verkraften. „Je mehr auf uns zuakemma ist, desto besser schweißt einen das zam.“ Vom ältesten Hof im Lammertal, der Wildau, bis hin zu Profisportlern wie Max Franz und Matthias Walkner – das Lammertal zeigt sich als Tal der Lebensmutigen: Wer hier seinen Weg nach oben geht, tut dies mit Ausdauer, Standhaftigkeit und dem Blick voraus, immer positiv und bereit, neue Herausforderungen zu meistern. (Text: ServusTV)