Heimat Folge 4: Auf und davon und zurück / Heimatfront (1938 – 1943)
Folge 4
4. Auf und davon und zurück / Heimatfront (1938–1943)
Folge 4 (113 Min.)
Im Herbst 1938 ist der Bau der Reichshöhenstraße beendet. Diese führt nicht wie üblich von Dorf zu Dorf, sondern von Bunker zu Bunker. Otto und Maria verbringen eine glückliche Zeit miteinander, bis ein Brief von Paul aus Amerika die Idylle zerstört. Die Familie Simon bereitet sich auf die Wiederkehr von Paul vor, der in Detroit eine eigene Elektronik-Firma aufgebaut hat. Maria, völlig verwirrt, beschließt, dass Otto die Familie verlassen muss. Ein dreiviertel Jahr später fahren Maria und ihr Sohn Anton nach Hamburg, um Paul abzuholen, doch bekommen sie von der Kaimauer aus nur einen Mann mit Hut zu sehen. Paul hat keinen Arier-Nachweis und darf deshalb nicht das Schiff verlassen. Als Deutschland am nächsten Tag Polen den Krieg erklärt, verlässt das Schiff mit Paul an
Bord den Hamburger Hafen; Maria bleibt mit ihrem Anton zurück, sie hat das Gefühl, alles falsch gemacht zu haben. Der Krieg wird immer weiter ausgedehnt und alle Männer müssen an die Front, außer den Alten und den Parteifunktionären. Wilfried hat als Ortsgruppenführer die Aufsicht über französische Kriegsgefangene. Als ein britischer Bomber im Wald nahe Schabbach abstürzt, erschießt Wilfried ihn kaltblütig. Anton ist in Russland und wird per Ferntrauung mit der hochschwangeren Hamburgerin Martha vermählt. Umringt von Familie, Kameraden und einem Team der Wochenschau darf das Ehepaar ein kurzes Telefonat führen. Otto, als Sprengmeister an der Front in der Eifel, erfährt von Ernst Simon, dass er einen schon vierjährigen Sohn namens Hermann mit Maria hat. (Text: arte)