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Kevin Weatherill (Steve Pemberton) erscheint auf dem Polizeirevier und meldet der Polizistin Catherine Cawood (Sarah Lancashire) ein Verbrechen, das er selbst geplant hatte: Er wollte die Tochter seines Chefs entführen und vom Lösegeld eine Privatschule für seine Kinder bezahlen. Doch nun hat der Drogenkönig Ashley Cowgill (Joe Armstrong) den Plan in die Tat umgesetzt und Ann Gallagher (Charlie Murphy) in seine Gewalt gebracht. Catherine ist für den Fall verantwortlich und sieht sich mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert: Schließlich ist sie überzeugt davon, den Tod ihrer eigenen Tochter nur rächen zu können, indem sie Ann rettet und die Täter vor Gericht bringt. (Text: DT)
*Zustimmend nickend*. Die Serie wurde ja bewusst so inszeniert, also auch mit den sozialkritischen Betrachtungen, etc. Von daher ist sie auch gut umgesetzt, auch darstellerisch gibt es so nichts zu meckern. Das ist dann eben auch eine Sache des persönlichen Geschmacks. Die Schwester Clare (Siobhan Finneran, die mit dem Hippie-Look) kam mir irgendwie bekannt vor und habe mal nachgeschaut, wo sie so mitgewirkt hat. Ich habe sie in der Coben-Verfilmung "Ich schweige für dich" gesehen, daneben ist sie als Detective in der neueren Serie "Protection" sowie der etwas älteren Serie "Loch Ness" zu sehen, beide muss ich mir noch anschauen. Loch Ness soll eine sehr spannende Krmiserie sein.
Frommi am
Die Feststellung, dass es sich zunehmend um eine Dramaserie handelt, trifft zu, wobei Krimi- und Thrillerelente weiterhin vorhanden sind. Diese werden in S3 besonders durch den Strang mit dem Apotheker und dem Mord an der psychisch labilen Frau des Lehrers eingearbeitet. Tatsächlich wird dieser Strang nicht konsequent zuende geführt und verwirrt deswegen vielleicht etwas.
Frommi am
Vielen Dank für die Info. Meine Bemerkung sollte sich auf die Szene in der ersten Folge, in der Catherine sich knallhart mit dem Schlagstock durchsetzt, beziehen, um zu zeigen, wie konsequent sie im Einsatz ist.
DerGlotzer am
Eine insgesamt gut gemachte Serie, die insbesondere auch dramaturgische Züge aufweist, und demzufolge vor allem als Krimidrama bzw. Dramaserie angesehen werden muss und in Großbritannien auch als Dramaserie ausgezeichnet wurde. Mein Vorredner hat das Inhaltlich auch passend beschrieben. Genau deshalb würde ich die Serie allerdings nicht als (reine) Krimi- oder gar Thrillerserie bezeichnen. Lediglich die erste Staffel, die ich auch am spannendsten fand, fällt m.E. darunter. Die 2. und insbesondere 3. Staffel ist von dramaturgischen, gesellschaftlichen und auch familiären Verwicklungen um die Hauptprotagonistinnen geprägt. Das zerfasert die Handlung dann etwas, wo die Krimihandlung öfter in den Hintergrund gerät. Immerhin wird in der 2. Staffel noch ein Serienmörder gesucht neben einem weiteren Mord. Daneben steht die Schwesternbeziehung und die Alkoholabhängigkeit der Cara im Vordergrund. In der 3. Staffel steht klar die Auseinandersetzung von Catherine und dem Tommy und die Konflikte in der eigenen Familie deswegen im Vordergrund, der Leichenfund zu Beginn spielt letztlich keine Rolle mehr und ein Mord als Nebenhandlung wird dann in dem letzten 5 Minuten noch von der Catherine aufgeklärt. Gerade in der 3. Staffel wusste ich nicht immer, worum es gerade geht, da Handlungsfäden und Personen immer wieder wechselten. Eine besondere Krimi- oder Thrillerspannung kam bei mir da nicht auf.
Positiv fand ich, dass der zeitliche Abstand zur dritten Staffel in der Serie auch den tatsächlichen zeitlichen Abstand widerspiegelt und da die Akteure dann auch entsprechend gealtert waren, war das insofern realistisch nachzuvollziehen. Auch dass das Entführungsopfer ab der 2. Staffel weiter präsent war, noch dazu als Polizeikollegin, gefiel mir. Mein Fazit: 1. Staffel spannend und sehr gut, auch krimi- oder thrillerlike, ab der 2. Staffel dann zunehmend Dramaserie mit etwas Krimi, was mich nicht immer so mitgenommen hat.Wer gute britische Thrillerserien sehen will, sollte eher Red Eye oder The Capture schauen.
Monday Rose am
@Frommi Die englische Polizei trägt im normalen Streifendienst (als "Bobbies") traditionell keine Schusswaffen. Stattdessen sind sie mit einem Schlagstock (Tonfa), Pfefferspray und oft einem Taser (Distanz-Elektroimpulsgerät) ausgestattet. Schusswaffen werden ausschließlich von speziell ausgebildeten Einheiten, sogenannten Authorised Firearms Officers (AFO), getragen.