Gut zu wissen Folge 327: Folge 5/2025: Täuschung als Therapie – Das Rätsel des Placebo-Effektes
Folge 327
Folge 5/2025: Täuschung als Therapie – Das Rätsel des Placebo-Effektes
Folge 327 (45 Min.)
Tabletten, Cremes und Spritzen ohne medizinischen Wirkstoff, die trotzdem bei Beschwerden helfen: Bei solchen Scheinmedikamenten zeigt sich der sogenannte Placebo-Effekt. Wichtiger Faktor dabei ist die Erwartung des Patienten, dass die Behandlung helfen wird. „Gut zu wissen“ geht einem der rätselhaftesten Phänomene der Medizin auf den Grund. Ein Filmteam begleitet zwei unterschiedliche Placebo-Studien. Das Besondere: In einer der Studien weiß die Testpersonen Ana schon vor Behandlungsbeginn, dass sie ein Placebo erhalten wird. Die 20-Jährige aus Nürnberg leidet unter starken Menstruationsbeschwerden. Mediziner haben Hinweise darauf, dass die Gabe von Placebos Schmerzen auch dann lindern kann, wenn die Patienten Bescheid wissen. An der Universitätshautklinik Essen
begleitet „Gut zu wissen“ eine Studie mit Patienten, die unter Schuppenflechte leiden. Die Teilnehmenden erhalten ein teures Medikament, jedoch bekommen nicht alle die übliche Dosis, sondern manche nur ein Viertel. Durch ein spezielles Getränk, das zusätzlich verabreicht wird, soll ihr Körper so konditioniert werden, dass das reduzierte Medikament trotzdem die volle Wirkung zeigt. Mediziner versuchen seit Jahrzehnten, der genauen Wirkweise von Placebos auf die Spur zu kommen: Wie steuert unser Gehirn die Schmerzempfindung und unser Immunsystem? Wodurch wird die körpereigene Apotheke im Gehirn angeregt, so dass sich der Einsatz von Medikamenten reduzieren lässt? Die Dokumentation zeigt, was die Forschung schon weiß. und welche Fragen offen bleiben. (Text: BR)