• Folge 9 (5 Min.)
    Als es um die Zukunft eines vom Borkenkäfer gezeichneten Landstriches ging, startete Peggy Volk zusammen mit Kollegen und einem Förster das Projekt Schulwald. Auf 7.000 Quadratmetern sind die Schülerinnen und Schüler der Michaelisschule und Montessori-Gemeinschaftsschule Bad Lobenstein für die Wiederaufforstung und Pflege der Bäume verantwortlich. Peggy Volk sah den Wald sterben, das tat ihr in der Seele weh. Sie möchte nicht jammern, sondern Bewusstsein fördern und selbst Hand anlegen. Als Christin freut es sie, dass in der Mitte des Schulwaldes ein Kreuz aus unterschiedlichen Baumarten wächst. Es wird aus der Vogelperspektive deutlich erkennbar sein, bei Google Maps zum Beispiel. Doch bis dahin dauert es noch einige Jahre. Jugendliche Schüler und die Kleinen aus der Grundschule werkeln zusammen auf einem Gelände, das einmal gesunder Mischwald werden soll. Sie sind motiviert, sich anzustrengen, durchzuhalten und Verantwortung zu übernehmen – Peggy Volk weiß, wie gut gemeinsame praktische Arbeit beim Lernen hilft. Genau für diesen Ansatz ist sie vor 25 Jahren Montessori-Pädagogin geworden. (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 27.06.2026 MDR
  • Folge 10 (5 Min.)
    Angus Rocha Vogel ist in seinem Leben schon viel herumgekommen. Der 30-Jährige wurde in Portugal geboren, wuchs im Ruhrpott auf und lebt und arbeitet heute als Chemiker und Doktorand in Magdeburg. Sein Fachgebiet – die Umweltwissenschaft. Er ist auch ehrenamtlicher Vorsitzender der Initiative „Junge Umweltchemie und Ökotoxikologie“. Wenn der Chemiker Feierabend hat, radelt er gern an der Elbe entlang. Oft führt ihn sein Weg in Richtung Kirche. Er engagiert sich auch hier – wie könnte es anders sein – für die Umwelt. Angus Rocha Vogel bringt sich auch praktisch ein: Im Kirchspiel Magdeburg Südost spielt er Orgel, bereitet Gottesdienste vor und kümmert sich um Neuankömmlinge. „Als ich herzog, hatte auch ich niemanden. Also bin ich in die Studentengemeinde gegangen und hab mich gleich viel aufgehobener gefühlt. So geht Kirche“, findet er. (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 04.07.2026 MDR
  • Folge 11 (5 Min.)
    Wenn die Amerikanerin Lauren Leiderman vor Jugendlichen spricht, wird Geschichte plötzlich lebendig. Mit viel Energie und Leidenschaft erzählt sie vom jüdischen Leben in Görlitz – und schafft es, junge Menschen wirklich zu berühren. Gemeinsam mit ihrem jüdischen Ehemann und ihren drei Kindern lebt Lauren Leiderman seit einigen Jahren in Görlitz. Aus persönlicher Verbundenheit begann sie, nach Spuren der ehemaligen jüdischen Einwohner der Stadt zu suchen. Durch intensive Recherchen, internationale Kontakte und persönliche Gespräche fand sie zahlreiche Nachkommen jüdischer Familien. Heute verbindet ihr Netzwerk Menschen aus den USA, Israel, Großbritannien, Australien und Deutschland. Familiengeschichten werden geteilt, Erinnerungen bewahrt und Görlitz wird für viele wieder zu einem wichtigen Ort ihrer eigenen Geschichte. Lauren Leiderman stammt selbst nicht aus einer jüdischen Familie. Ihre intensive Beschäftigung mit jüdischer Geschichte und Tradition und ihr Familienleben führten sie jedoch zu einer sehr persönlichen Annäherung an das Judentum und den Entschluss zu konvertieren. Zwischen ihren drei kleinen Kindern, historischen Recherchen und den Vorbereitungen zu der von ihr initiierten dritten „Jewish Remembrance Week“ in Görlitz ist ihr Alltag dabei alles andere als ruhig. (Text: MDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 18.07.2026 MDR

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