• Staffel 1, Folge 5
      Unter den Kuppeln des „Eden Project“ im englischen Cornwall wachsen tropische und subtropische Pflanzen. – Bild: ZDF
      Unter den Kuppeln des „Eden Project“ im englischen Cornwall wachsen tropische und subtropische Pflanzen.
      Weltweit entstehen Bauwerke nach dem Vorbild der Natur. Moderne Ingenieurskunst verbindet Ästhetik, Funktion und Nachhaltigkeit – neue Wege für eine Architektur der Zukunft. Innovative Gebäude in London, Singapur und Cornwall zeigen, wie sich Prinzipien aus der Natur auf moderne Architektur übertragen lassen. Die Baukomplexe schonen Ressourcen und schaffen neue urbane Räume. Ein neuer Blick auf das Bauen im 21. Jahrhundert. Im Londoner Finanzdistrikt entsteht zu Beginn der 2000er-Jahre mit „30 St Mary Axe“ ein Hochhaus, das rasch ein architektonisches Wahrzeichen der Stadt wird. Besser bekannt als „The Gherkin“, orientiert sich die markante Form an biologischen Strukturen, unter anderem an Tiefseeschwämmen. Seine besondere Trag- und Fassadenstruktur ermöglicht flexible Raumkonzepte und trägt zu einem möglichst energieeffizienten Betrieb bei. In Singapur wächst im Stadtzentrum ein futuristischer Garten: die „Supertrees“. Die bis zu 50 Meter hohen Stahlkonstruktionen tragen vertikale Gärten, sammeln Regenwasser und sind in das Energiekonzept des Parks eingebunden. Nach Einbruch der Dunkelheit verwandeln sie sich in eine Licht- und Klanglandschaft – ein eindrucksvolles Beispiel für das Zusammenspiel von Technik, Natur und urbanem Grünraum. Ein stillgelegter Steinbruch in Cornwall beherbergt das „Eden Project“, einen einzigartigen Naturpark. Unter riesigen, lichtdurchlässigen Kuppeln gedeihen tropische und subtropische Pflanzenarten. Die neuartigen Gewächshäuser ziehen jährlich Hunderttausende Besucher an. Sie stehen exemplarisch für nachhaltige Architektur und innovative Nutzungskonzepte im Umgang mit Landschaft und Ressourcen. Die Reihe „Geniale Bauwerke der Geschichte“ von ZDFinfo präsentiert Bauten von der Antike bis zur Neuzeit. Meisterhafte Ingenieurskunst am Rande des Machbaren. Was verraten diese Konstruktionen über ihre Erbauer – und ihre Zeit? (Text: ZDF)
      Deutsche TV-Premiere Mi. 23.09.2026 ZDFinfo
    • Staffel 1, Folge 6
      Die fast 2000 Jahre alte Zitadelle der türkischen Stadt Gaziantep wird durch ein Erdbeben schwer beschädigt.
      Seit Jahrtausenden baut der Mensch für die Ewigkeit. Doch was, wenn technische Fehler gemacht werden und gewagte Konstruktionen versagen? Immer wieder kommt es zu verheerenden Unglücken. Drei dramatische Ereignisse in Italien, Brasilien und der Türkei zeigen, wie anfällig monumentale Bauwerke sein können – und welche Folgen Konstruktionsfehler, Materialermüdung und äußere Einflüsse haben. Am 14. August 2018 geschieht in Genua das Undenkbare: Mitten in der Stadt stürzt ein Teil der Morandi-Brücke ein. Die Schrägseilbrücke aus Spannbeton gilt lange als ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Doch gravierende Probleme in der Konstruktion haben fatale Folgen. Der Einsturz fordert 43 Menschenleben. Experten rekonstruieren die Ursachen der Katastrophe. Im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais bricht 2019 der Damm der Erzmine Córrego do Feijão. Jahrzehntelang hatte er Abfälle aus dem Bergbau zurückgehalten. Nach dem Dammbruch wälzen sich Millionen Kubikmeter durch die Landschaft und töten 272 Menschen. Die Doku fragt, warum der Damm den Belastungen nicht standhielt. Auch im türkischen Gaziantep gibt es schwere Schäden an einem jahrtausendealten Bauwerk. Nach schweren Erdbeben im Februar 2023 stürzen Teile der antiken Zitadelle ein. Andere Abschnitte überstehen das Beben unbeschadet. Warum versagen manche Strukturen und andere nicht? Die Reihe „Geniale Bauwerke der Geschichte“ von ZDFinfo präsentiert Bauten von der Antike bis zur Neuzeit. Meisterhafte Ingenieurskunst am Rande des Machbaren. Was verraten diese Konstruktionen über ihre Erbauer – und ihre Zeit? (Text: ZDF)
      Deutsche TV-Premiere Mi. 23.09.2026 ZDFinfo
    • Staffel 1, Folge 7
      Die Stadt Yazd liegt in einer Wüstenregion, in der kaum Niederschläge fallen. Dennoch wohnen Hunderttausende hier.
      Auf Gipfeln, in Wüsten und im ewigen Eis bauen Menschen an der Grenze des Möglichen. Die Doku zeigt, wie Technik Leben dort ermöglicht, wo die Natur extreme Bedingungen setzt. Drei Orte zeigen, wie Menschen mithilfe ingenieurtechnischen Wissens extreme Landschaften bewohnbar machen. Bauwerke in Peru, in Iran und in Sibirien zeugen von Anpassungsfähigkeit, Erfahrung und technischem Einfallsreichtum. Hoch in den peruanischen Anden errichten die Inka Machu Picchu auf rund 2400 Metern Höhe. Ohne Eisenwerkzeuge, Räder oder Schrift schaffen sie eine Stadt mit Hunderten Terrassen, die Nahrung liefern und Regenwasser kontrolliert ableiten. Ein ausgeklügeltes Drainagesystem schützt die Anlage vor Erosion und Starkregen. Präzise behauene Granitblöcke verleihen der Anlage Stabilität – bis heute trotzt Machu Picchu Wind, Wasser und Erdbeben. Mitten in der iranischen Wüste liegt die Stadt Yazd. Trotz extremer Hitze und Trockenheit ist sie seit Jahrhunderten die Heimat für Hunderttausende. Unterirdische Kanäle – sogenannte Qanate – leiten Wasser aus den umliegenden Bergen über viele Kilometer in die Stadt. Windtürme sorgen für Kühlung, dicke Lehmwände speichern Kälte. Selbst die Lagerung von Eis gelingt unter diesen Bedingungen – ein Beispiel für nachhaltige Klimaanpassung ohne moderne Technik. Im Osten Sibiriens steht Jakutsk vor der gegenteiligen Herausforderung: Extreme Kälte bis zu minus 60 Grad bestimmt das Leben in den meisten Monaten des Jahres. Die Großstadt ist auf dauerhaft gefrorenem Boden, dem Permafrost, gebaut. Doch die steigenden Temperaturen lassen den Untergrund tauen. Gebäude verlieren an Stabilität, Risse entstehen. Wie geht die Stadt mit den extremen Bedingungen um? Und was unternehmen Ingenieurinnen und Ingenieure, um die Bebauung an das veränderte Klima anzupassen? Die Reihe „Geniale Bauwerke der Geschichte“ von ZDFinfo präsentiert Bauten von der Antike bis zur Neuzeit. Meisterhafte Ingenieurskunst am Rande des Machbaren. Was verraten diese Konstruktionen über ihre Erbauer – und ihre Zeit? (Text: ZDF)
      Deutsche TV-Premiere Mi. 23.09.2026 ZDFinfo
    • Staffel 1, Folge 8
      Die Stoosbahn gilt als die steilste Standseilbahn der Welt. Sie verbindet Schwyz mit dem autofreien Bergdorf Stoos – mit Kabinen, die sich der Hangneigung anpassen.
      Kugelförmige Häuser, ungewöhnliche Festungen, steile Bahnstrecken. Manche Bauwerke wirken bizarr. Welche technischen Ideen stecken hinter den außergewöhnlichen Konstruktionen? Diese Folge führt zu drei Orten, an denen Architektur besonders auffällt – und sich bei genauerem Hinsehen als präzise durchdachte Ingenieursleistung erweist: in die Niederlande, nach Kolumbien und in die Schweiz. In ’s-Hertogenbosch in den Niederlanden wirken die sogenannten Bolwoningen, kugelförmige Wohnhäuser, als seien sie ihrer Zeit voraus und plötzlich in einer ganz normalen Vorstadt gelandet. Tatsächlich folgt ihre Form einem klaren statischen Prinzip: Die Kugel verteilt Lasten gleichmäßig und lässt sich aus vorgefertigten Elementen effizient montieren. Das Ergebnis sind experimentelle Wohnbauten, die funktional gedacht sind, aber radikal mit gewohnten Raumkonzepten brechen. Aber ist ein Haus alltagstauglich, das so gut wie keine geraden Wände hat? Über der kolumbianischen Hafenstadt Cartagena de Indias erhebt sich eine massive Festungsanlage, über mehrere Jahrzehnte errichtet von den spanischen Kolonialherren. Ihre ungewöhnliche Formgebung ist kein Zufall: Abgewinkelte Mauern, unterirdische Gänge und Vorrichtungen zur Selbstzerstörung sollten die Anlage gegen Angriffe widerstandsfähig machen – angepasst an die Waffen und Belagerungstechniken ihrer Zeit. In der Zentralschweiz steht das Bergdorf Stoos vor der Herausforderung, eine sichere Verbindung ins Tal zu schaffen. Die Lösung ist eine außergewöhnlich steile Standseilbahn. Mit Neigungen bis zu 110 Prozent führt die Trasse geradlinig den Hang hinauf – auch ein Schutz vor Lawinen. Speziell konstruierte, drehbare Kabinen sorgen dafür, dass der Fahrgastraum trotz extremer Steigung stets waagerecht bleibt. Die Reihe „Geniale Bauwerke der Geschichte“ von ZDFinfo präsentiert Bauten von der Antike bis zur Neuzeit. Meisterhafte Ingenieurskunst am Rande des Machbaren. Was verraten diese Konstruktionen über ihre Erbauer – und ihre Zeit? (Text: ZDF)
      Deutsche TV-Premiere Mi. 23.09.2026 ZDFinfo

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