Des Henkers Bruder

    DDR 1979
    Kinder (84 Min.)
    Im 16. Jahrhundert, am Vorabend des Bauernkrieges, lebt die verarmte Bauernfamilie Herlinger in einem Dorf im Thüringischen. Da sie nichts mehr zum Essen haben, will der Vater in die nächste Stadt, um eine Kuh zu verkaufen. Im eigenen Ort will keiner mit ihnen Geschäfte machen, denn der ältere Sohn arbeitet als Henker für die Herrschenden. Da die Kuh selbst schon sehr schwach ist, geht der jüngere Sohn Christoph seinem Vater hinterher, um ihm zu helfen. Als sie an einer Schänke vorbeikommen, geht der Vater hinein und betrinkt sich. Da er die Zeche nicht begleichen kann, gibt er die Kuh als Bezahlung. In der Gaststätte saßen auch die zwei Fuhrmänner Joß und Hieronymus, die den Vater Herlinger nach Hause bringen wollen, da er nicht mehr in der Lage ist zu laufen. Auf dem Weg geraten sie in eine Falle, die von den Gefolgsleuten des Burgherrn von Scharfenstein eingerichtet wurde. Zwar haben diese es auf einen reichen Kaufmann abgesehen, der die gleiche Reiseroute hat, doch die Fuhrleute waren eher da. Diese wehren sich erfolgreich gegen den Überfall und nehmen dabei den Sohn des Grafen als Geisel. Christoph bekommt die Aufgabe, diesen mit einem Messer am Hals an der Flucht zu hindern. Die Scharfensteiner rächen sich deshalb an der Familie Herlinger, indem sie ihr Grundstück niederbrennen, in dem auch Christophs Eltern umkommen. Joß und Hieronymus nehmen den Jungen zu sich und versuchen ihm eine Ausbildung zum Bauern zu geben. Aber auch das Lesen und Schreiben sowie das Fechten muss er erlernen, denn seine Lehrer sind führende Mitglieder des Geheimbundes der Bauern. Auch Christoph wird in diesen aufgenommen. Als Hieronymus eine Fahne, die das Zeichen für den Beginn des Aufstandes sein soll, aus einem Versteck holen will, erfährt Christoph, dass der überall gegenwärtige Octavio ein Spitzel sein soll und reitet Hieronymus hinterher, um ihn zu warnen. Er kommt aber zu spät und kann nur noch zusehen, wie dieser verhaftet wird. Also holt er selbst die Fahne, wird aber auf dem Rückweg von den Leuten des Burgherrn Scharfenstein gestellt. Hier erkennt ihn der Sohn des Burgherrn wieder und fordert ihn zum Kampf heraus. Da Christoph inzwischen kämpfen gelernt hat, gewinnt er und tötet seinen Gegner. Nun wird er gefangen genommen und in die Stadt zum Henker gebracht. Im Kerker trifft er Hieronymus wieder, der gefoltert und gequält wurde und im Sterben liegt. Aber auch seinen Bruder Jakob, den Henker, sieht er wieder. Dieser ist bestürzt darüber, auf welcher Seite sein kleiner Bruder kämpft. Doch er ist auch erschüttert über das Schicksal seiner Eltern. Er lässt Christoph heimlich laufen und dieser bringt die Fahne zum Geheimbund, der Aufstand kann beginnen.
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    Deutscher Kinostart20.09.1979

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