Steffis unerfüllter Kinderwunsch beeinträchtigt das Verhältnis zu ihrem Mann Bernd. Endlich kann sie ihn überreden, ein kleines Mädchen auf Probe aus dem Heim zu holen. Aber Bernd verzögert den Adoptionsantrag so lange, bis das Kind einer anderen Familie zugesprochen wird. Lange braucht Steffi, ehe sie diese doppelte Enttäuschung verwinden kann. In den folgenden Jahren wird ihr die Leere in ihrem Leben immer schmerzlicher bewusst. Als Bernd, der mit dem bestehenden Zustand eigentlich ganz zufrieden ist, in einer letzten Aussprache keine Bereitschaft zeigt, daran etwas zu ändern, trennt sie sich von ihm. Mutter Rechlin stellt
verbittert fest, wie die Familie immer mehr auseinanderfällt.
Ihre Tochter Beate, die in Westberlin lebt, kommt nicht einmal zum 50. Geburtstag ihres Vaters. Stattdessen schickt sie ihm Glückwünsche über den RIAS. Nun steht Ingelores eigener Geburtstag ins Haus. Stiller geworden, versucht sie noch einmal wenigstens zwischen ihrem Sohn Bernd und Schwiegertochter Steffi zu vermitteln. Da erreicht sie die Nachricht, dass Tochter Beate nach einem Autounfall in Lebensgefahr schwebt. Eilig beantragt Mutter Rechlin ein Visum und fährt zum ersten Mal nach über zehn Jahren wieder in den Westteil der Stadt. (Text: MDR)