Folge 543

  • Das Geheimnis der Tierwanderungen mit Dirk Steffens

    Folge 543 (45 Min.)
    Dirk Steffens sitzt vor einer Zebraherde in der Masai Mara in Kenia. Millionen von Gnus und Zebras ziehen hier jedes Jahr durch die Savanne; eine der größten Landwanderungen von Tieren überhaupt. – Bild: NDR/​ARD/​Doclights/​Oliver Rötz
    Dirk Steffens sitzt vor einer Zebraherde in der Masai Mara in Kenia. Millionen von Gnus und Zebras ziehen hier jedes Jahr durch die Savanne; eine der größten Landwanderungen von Tieren überhaupt.
    Billionen Tiere sind täglich auf der ganzen Welt unterwegs, von winzigen Insekten bis zu den größten Walen der Erde. Dirk Steffens folgt den erstaunlichsten Tierwanderungen rund um den Globus: Er begleitet die gewaltigen Gnuherden Ostafrikas, taucht mit Riesenhaien vor Irland und trifft Forschende, die mit modernster Satelliten- und Sendertechnik die Wege der Tiere erstmals sichtbar machen. Jeden Winter ziehen die heimischen Singvögel und Störche nach Afrika, das ist bekannt. Doch die wahren Dimensionen der Tierwanderungen sprengen jede Vorstellung und können erst jetzt in ihrem vollen Ausmaß erforscht werden. Tag für Tag sind Billionen von Tieren auf der ganzen Welt unterwegs, von winzigen Blattläusen, die in unglaublichen Mengen über den Ärmelkanal ziehen, bis zum Blauwal, der jährlich um die 13.000 Kilometer zurücklegt. Und wenn man genau hinschaut, wird klar: alles hängt miteinander zusammen. Dirk Steffens begibt sich auf eine Reise rund um den Globus. Er wird von Hunderttausenden Gnus umzingelt, die mit ihrem eigenen „Ökosystem auf Hufen“ jedes Jahr durch Tansania und Kenia ziehen. Er taucht mit den größten Fischen der Welt, den Riesenhaien, deren Wanderverhalten die Forschung vor Rätsel stellt. Denn die Tiere, groß wie ein
    Bus, machen sich allein auf die Reise, kommen von der US-amerikanischen, der afrikanischen oder grönländischen Küste und versammeln sich einmal im Jahr in der Irischen See zu einem geheimnisvollen Ritual. Eine Entdeckung, die erst kürzlich gemacht wurde. Was die Forscher auch gerade erst herausfinden: Motten wandern möglicherweise von Deutschland bis nach Afrika. Und die größte Wanderung? Überraschenderweise findet sie vertikal statt – von der Tiefsee bis zur Meeresoberfläche. Dank neuester Technologie können diese Tierreisen nun erstmals hautnah verfolgt werden: Mikroskopisch kleine Sender, die selbst an Insekten haften, und ein neues Satellitennetzwerk, das unterwegs ins All ist. Das Max-Planck-Institut baut mit dem „Icarus“-Projekt ein globales Monitoring-System für diese Bewegungen auf. Ein verzahntes Netzwerk von Tierwanderungen, das langsam seine Geheimnisse preisgibt. Wie orientieren sich die Tiere, was treibt sie an? Andere Aspekte sind für die Menschen besonders relevant: Dieses Netzwerk der Tiere könnte dabei helfen, Naturkatastrophen vorherzusagen, bedrohte Regionen zu identifizieren, sogar geheime Konflikte aufzudecken. Das faszinierende Internet der Tiere – man muss nur lernen, seine Signale zu deuten. (Text: ARD)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 28.09.2026 Das Erste

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Sendetermine

Mo. 28.09.2026
20:15–21:00
20:15–
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