Echt Folge 281: Wracktauchen – Zwischen Geisternetzen und Grabräubern
Folge 281
Wracktauchen – Zwischen Geisternetzen und Grabräubern
Folge 281 (30 Min.)
September 2017. Das Segelschiff „Zephir“ ist auf dem Weg zu einer gefährlichen Expedition. Mit an Bord sind einige der besten Taucher Europas. Ihr Plan: Tauchen zu den gesunkenen Schiffen auf dem Grund der Ostsee, den Wracks der „Wilhelm Gustloff“, „Steuben“ und „Goya“. Der Untergang dieser Schiffe gilt bisher als größte Schiffskatastrophe aller Zeiten. Torpediert von russischen U-Booten fanden hier 20.000 Menschen am Ende des Zweiten Weltkriegs den Tod. Seitdem liegen diese Wracks in etwa einhundert Metern Tiefe, bedeckt mit Schlamm und Algen. „Echt“-Moderator Sven Voss ist mit auf Expedition und trifft an Bord der „Zephir“ Wolfgang Frank. In der DDR Berufstaucher, ist das Wracktauchen in großen Tiefen trotzdem für ihn eine enorme Herausforderung. Allein die Ausrüstung, die jeder im Team anlegen muss, wiegt 80 Kilo. Dazu gehören verschiedene Flaschen mit Atemgas, dessen Zusammensetzung jeder vorher
akribisch genau berechnen muss – es ist schließlich ihre Lebensversicherung. Denn allein bei einem 20-minütigen Tauchgang in 100m Tiefe benötigen die Taucher zweieinhalb Stunden, um wieder an die Oberfläche zu gelangen. Bisher sind die Wracks nicht offiziell betaucht worden. Tauchen in so großen Tiefen war bislang technisch nicht möglich. Dazu lauern schwer kalkulierbare Gefahren. Die Schiffe sind mit so genannten „Geisternetzen“ überzogen. Für Taucher, die sich darin verfangen, bedeutet das Lebensgefahr. „Echt“ ist exklusiv dabei – bei der Expedition, die die Wracks jetzt erstmalig untersuchen und vermessen soll, dazu werden die Taucher auch in die gesunkenen Schiffe hineintauchen. In welchem Zustand befinden sich diese Seekriegsgräber? Inzwischen ist bekannt geworden, dass Grabräuber dort gewildert haben. Welchen Schaden haben sie verursacht? Und was werden die Taucher noch beim Wracktauchen in der Ostsee erleben? (Text: mdr)