20 Folgen

  • Folge 1 (51 Min.)
    Die im Fernsehen erstmals gezeigte Dokumentation berichtet von sechs Männern, die vor 25 Jahren im Rahmen von Cousteaus Versuchsreihe „Précontinent“ den Beweis antraten, dass es möglich ist, drei Wochen lang in einer Unterwasserstation in 100 Metern Tiefe zu leben und zu arbeiten. Dieses außergewöhnliche Experiment der beiden Meeresforscher Jacques Cousteau und Jean Alinat öffnete den Weg für die Erschließung des Kontinentalschelfs, das heißt des küstennahen Meeresbodens in bis zu 200 Metern Tiefe. Während der beiden ersten Tauchgänge „Précontinent I“ und „Précontinent II“ verbrachten die ersten „Ozeanauten“ jeweils mehrere Tage in einer Kammer in zehn beziehungsweise 20 Metern Tiefe und legten damit den Grundstein für den Erfolg der Mission „Précontinent III“. Unter strenger medizinischer Aufsicht führte die Mannschaft der „Précontinent III“, bestehend aus dem Leiter André Laban, dem Physiker Jacques Rollet, dem Fotografen und Filmemacher Philippe Cousteau sowie den Berufstauchern Christian Bonnici, Raymond Coll und Yves Omar, eine Vielzahl von Experimenten durch. Dabei beobachteten die Mediziner, dass sich die Männer den schwierigen Bedingungen unter Wasser hervorragend anpassten und sich ihre Leistungsfähigkeit von Tag zu Tag steigerte. Ihre wichtigste Aufgabe, die darin bestand, 100 Meter unter der Meeresoberfläche und 30 Meter von der Unterwasserstation entfernt einen Ölbohrkopf zu reparieren, erledigten sie in Rekordzeit. Für Taucher, die von der Meeresoberfläche aus starten, wäre dies nicht zu bewältigen gewesen. In 21 Arbeitstagen und drei langen Tagen in der Dekompressionskammer hatten sie den Weg für tausende von Tiefseetauchern bereitet, die heute schwierigste Arbeiten unter Wasser verrichten. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 01.08.2005 arte
  • Folge 2 (51 Min.)
    Vor der Küste Alaskas beobachten die Taucher der Calypso mit ihren Kameras die Wanderung der roten Lachse. Fünf Jahre zuvor hatten die Männer befruchteten Rogen im Fraser-See ausgesetzt, in dem es zuvor keine Lachse gab. Die jungen Lachse wuchsen heran, zogen ins offene Meer und kehrten fünf Jahre später zum Ablaichen an den Ort ihrer Geburt zurück. Ihre Wanderung von den eisigen Wassern des nördlichen Pazifik den Fraser River hinauf zum Fraser-See ist voller Hindernisse und Gefahren. Überall können sie zur Beute von Fischern werden. Die Taucher der Calypso filmen die Lachse beim Springen über die Stromschnellen. Mit unglaublicher Kraft schnellen sie aus dem Wasser empor, stets in Gefahr, am Fels zu zerschellen. Um zu ihren Laichgründen zu gelangen, gehen die Lachse jedes Risiko ein. Sie verausgaben sich bis zur Erschöpfung und werden so zu einer leichten Beute für Adler, Bären und Füchse. Die Taucher beobachten die Lachse auch beim Liebestanz. Sie schauen den Weibchen beim Bau des „Nestes“ zu, in das sie ihre Eier ablegen. Nach dem Ablaichen sterben viele Lachse an Entkräftung. Doch schon bald schlüpfen Larven aus den abgelegten Eiern, die zu jungen Lachsen heranwachsen und – dem ewigen Kreislauf des Lebens folgend – hinaus ins Meer schwimmen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 02.08.2005 arte
  • Folge 3 (51 Min.)
    Freundschaften zwischen Mensch und Delfin regten bereits in der Antike die Fantasie der Dichter und Philosophen an. Am Anfang von Cousteaus Film sieht man Bilder aus Florida, die von dieser engen Beziehung zwischen Mensch und Delfin zeugen. Vor Gibraltar beobachtet die Mannschaft der Calypso die Delfine in ihrem natürlichen Element, dem offenen Meer. Nach dem behutsamen Einfangen eines jungen Weibchens, dem später ein Delfinmännchen zugeführt wird, bietet sich dem Team die Gelegenheit, das Verhalten der Tiere genauer zu studieren und ihr Sonarsystem zu erforschen. Dieses System diente den Menschen als Vorbild für eigene Erfindungen wie zum Beispiel Ultraschallbrillen für Blinde. Diese Brillen senden Wellen aus, die zurückgeworfen werden, wenn sie auf Hindernisse stoßen. Auf diese Weise helfen sie ihren Trägern, sich zu orientieren. Diese Funktionsweise entspricht der des Ortungssystems von Delfinen. In manchen Kulturen, wie zum Beispiel auf den Kanarischen Inseln, verständigen sich die Menschen ähnlich wie Delfine mit Hilfe von Pfeiflauten. Das Team der Calypso hat auch sie beobachtet und ihnen zugehört. Das schönste Beispiel für die enge Beziehung zwischen Mensch und Delfin finden die Männer der Calypso in Mauretanien. Dort helfen Delfine den einheimischen Fischern bei der Arbeit, indem sie ihnen Meeräschen in die Netze treiben. Der Film zeigt traumhaft schöne Aufnahmen eines faszinierenden Wasserballetts mit Meeräschen, Delfinen und Fischern in den Hauptrollen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 03.08.2005 arte
  • Folge 4 (51 Min.)
    Cousteau und sein Team wollen herausfinden, wie die Biber den Winter im hohen Norden Kanadas überstehen. Sie sind dort nicht nur von Schnee und Eis, sondern auch von den Menschen bedroht. Cousteau zeigt die Biber beim Bau ihrer Burg, beim Sammeln und Einlagern von Wintervorräten und vor allem beim Anlegen von Gängen auf dem Grund des Sees, in denen die Biber sich unter dem Eis fortbewegen. Den ganzen Winter über verbringen die Taucher in eisiger Kälte in einem speziell ausgestatten Unterstand. Die Hauptrolle im Film fällt einem Biberpärchen zu, das Cousteau und seine Leute aus einer Notlage gerettet hat. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 04.08.2005 arte
  • Folge 5 (51 Min.)
    Cousteau und seinem Team ist es erstmals gelungen, Seevögel bei der Jagd nach Beutefischen unter Wasser zu filmen. Die Calypso ist vor Isabel Island, einer winzigen Felseninsel im Pazifik vor Mexiko, vor Anker gegangen. Vom Schiff, von Bord des Flugzeugs Catalina und vom Beiboot Serenade aus beobachten die Forscher das Verhalten der blaufüßigen Tölpel, der Pelikane und vor allem der Fregattvögel. Mit einer Spannweite von bis zu zwei Metern sind sie die unangefochtenen Herrscher der Lüfte und der See. In den neun Monaten vor Isabel Island dokumentiert das Team der Calypso filmisch das Balzverhalten der Vögel, den Nestbau, die Brutzeit und die Aufzucht der Jungen. Riesige Schwärme hungriger Vögel, die den Himmel verdunkeln, wecken Erinnerungen an die düstersten Szenen aus Hitchcocks Thriller „Die Vögel“. Cousteau hat die mexikanische Regierung aufgefordert, Isabel Island zum Schutzgebiet für bedrohte Seevogelarten zu erklären. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 05.08.2005 arte
  • Folge 6 (48 Min.)
    Vier Monate lang war Kapitän Jacques-Yves Cousteau mit seinem Forschungsschiff Calypso und seiner Mannschaft auf gefährlicher Fahrt durch die eisigen Wasser des Südpolarmeeres unterwegs. „Zwischen Feuer und Eis“ ist einer von vier Filmen, die auf dieser Expedition entstanden sind. Er zeigt die Mannschaft der Calypso bei Tauchgängen zwischen den Eisbergen und beim Besteigen eines noch aktiven Vulkans auf Deception Island: ein Feuerschlund inmitten der Eiswüste. Kälte und Sturm trotzend, erledigen die Wissenschaftler ihre Arbeit. Sie entdecken unter anderem versteinerte Baumreste. Zeugnisse der Vegetation, die diese unwirtliche Gegend vor tausenden von Jahren überzog. Neben den Aufnahmen zahlreicher Tierarten wie den Weddellrobben, Krabbenfresser-Robben und Pinguinen besticht der Film auch durch seine grandiosen Bilder der überwältigenden Antarktis. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 08.08.2005 arte
  • Folge 7 (48 Min.)
    Ein Film von Cousteaus Antarktis-Reihe ist den Pinguinen gewidmet. Diese faszinierenden, drolligen Vögel führen ein echtes Doppelleben. Das eine spielt sich auf dem Festland und im Eis ab. Es ist ein bürgerliches Dasein, Fortpflanzung und Brutaufzucht stehen im Mittelpunkt. Pinguine sind zärtliche, treue Gefährten und hingebungsvolle Eltern. Ihre Eier brüten sie in Nestern aus zusammengetragenen Steinen aus. Das andere Leben verbringen die hervorragenden Schwimmer in den Weiten des Meeres, auf der Suche nach Abenteuern zwischen Wellen und Sturm. Die Erforschung der Lebensweise der Pinguine hat den Wissenschaftlern der Calypso zu wertvollen Erkenntnissen über das reichhaltige Nahrungsangebot der Antarktis verholfen, insbesondere über den Krill: Schwärme von Kleinkrebsen, die sich nach der massiven Jagd auf Wale besonders stark vermehrt haben und eines Tages vielleicht sogar auf unserem Speiseplan landen werden. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 09.08.2005 arte
  • Folge 8 (48 Min.)
    Die Calypso, das Forschungsschiff des Ozeanographen Jacques-Yves Cousteau, setzt seine Reise durch die Antarktis fort. Weit im Süden geht sie vor einem 80 Meter hohen Eisberg vor Anker. Unter Wasser ist der Eisberg noch einmal 450 Meter tief. Die Taucher der Calypso erforschen ihn auf der Suche nach jeglicher Form von Leben im Polarmeer. Da das Wetter außergewöhnlich gut ist, beschließt Cousteau, den Heißluftballon der Calypso aufsteigen zu lassen. Von dort oben können die Forscher die Tiere auf dem Packeis beobachten, ohne sie durch Motorengeräusche zu stören. Während der Tauchgänge nehmen Cousteaus Leute die Rufe der Robben auf. Er selbst gleitet unterdessen in seiner „Tauchenden Untertasse“ am Eisberg entlang in die Tiefe und nimmt mit seiner Kamera Bilder eigenartiger Kreaturen auf, die in diesem Eismeer leben. Eine Welt, in der das Leben trotz extremer Bedingungen blüht. Außerdem zeigt der Film überwältigende Bilder von Kristallgrotten unter dem Packeis, in welche die Taucher unter Lebensgefahr vordringen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 10.08.2005 arte
  • Folge 9 (48 Min.)
    Je tiefer der Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau mit seinem Schiff Calypso in die Antarktis eindringt, desto enger wird die Passage zwischen den Eisbergen. Cousteau lässt den Bordhubschrauber aufsteigen. Dieser soll die Calypso durch das Eis lotsen. Plötzlich schlägt das Wetter um. Schnee und Eis werden zur Bedrohung. Die Calypso wird von zwei Eisblöcken gerammt. Eine Schiffsschraube wird verbogen. Die Sicht ist gleich Null. Um die Calypso herum tobt der Schneesturm. Cousteau bemüht sich, das Schiff aus dem Sturm hinauszusteuern, doch eine weitere Eisscholle rammt die Calypso am Heck. Die Welle der Backbordschraube ist gebrochen. Die Taucher versuchen, die Schraube im eiskalten Wasser notdürftig zu reparieren. Drei Tage und drei Nächte lang treibt die Calypso fast manövrierunfähig mit einer überdies noch verbogenen Schraube in einer 400 Meter breiten Bucht. Einzige Navigationshilfe ist das Radar. Die Mannschaft schafft es, ein Loch im Rumpf des Schiffes zu schließen. Wasser ist eingedrungen und zu über 30 Tonnen Eis gefroren, das die Männer zurück ins Meer werfen müssen. Der Sturm legt eine Pause ein. Cousteau und seine Männer nutzen sie, um die angeschlagene Calypso mit einer Geschwindigkeit von fünf Knoten mühsam durch die Drake-Passage zu steuern. Endlich erreichen sie Palmer Station. Hier endet ihre dramatische Expedition in die gefährlichsten Gewässer der Erde. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 11.08.2005 arte
  • Folge 10 (48 Min.)
    Vor Jamaika erforscht die Besatzung der Calypso das artenreichste Korallenriff der Karibik. Die Taucher gleiten durch eine traumhafte Unterwasserlandschaft aus Kalkalgen, Riesenschwämmen, Seegurken, Seefedern, Korallen unterschiedlichster Form und Farbe sowie den zerfallenden Wracks gesunkener Schiffe. Auf ihren nächtlichen Tauchgängen beobachten die Männer der Calypso im Scheinwerferlicht dramatische Szenen. Das intensive Leben der Riffbewohner spielt sich überwiegend im Schutz der Dunkelheit und der Korallen ab. Überraschend sind Aufnahmen von aggressiven Korallenarten, die Artgenossen mit Giftstößen aus ihren Tentakeln töten. Sie zerstören sie, fressen sie auf und nehmen ihren Platz ein. Einzelbilder im 40-Sekunden-Takt zeigen erstmals den aggressiven und unerbittlichen Verdrängungskampf im Reich der Korallen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 12.08.2005 arte
  • Folge 11 (48 Min.)
    An einem Frühlingsmorgen des Jahres 1930 ereignete sich etwas Einzigartiges. Zwei australische Abenteurer entdeckten zu ihrer großen Überraschung in einem Tal im Bergland, das heute Neu-Guinea heißt, ein Volk mit über einer Million Menschen, die bis dato keinen Kontakt zur Außenwelt gehabt und nie zuvor einen weißen Mann zu Gesicht bekommen hatten. Das Erstaunen war auf beiden Seiten groß. Dieses Volk kannte weder das Rad noch Werkzeuge aus Metall. In den folgenden fünf Jahrzehnten hielt der Fortschritt langsam Einzug auf der riesigen Insel nördlich von Australien, doch weite Landstriche sind von ihm noch heute unberührt. Die Bergstämme jagen wie von alters her mit Pfeil und Bogen. Auf manchen kleinen Inseln paddeln Männer wie eh und je allein in ihrem Einbaum aufs Meer hinaus, um mit klappernden Kokosnussschalen Haie anzulocken und sie anschließend mit dem Lasso zu fangen. Zusammen mit seinem Sohn Jean-Michel startet der Ozeanforscher Jacques-Yves Cousteau eine Expedition nach Neu-Guinea. Es ist sein gewagtestes Abenteuer seit der Fahrt der Calypso nach Amazonien. Sie wollen bislang unerforschte Unterwassergebiete, den die Flussläufe säumenden Urwald und die Traditionen der Einheimischen erkunden. Fünf Monate durchstreift die Expedition in drei Gruppen aus Tauchern, Wissenschaftlern, Seeleuten und Kameraleuten abwechselnd mit zwei Booten, einem Wasserflugzeug einem Hubschrauber und mehreren Geländefahrzeugen das Land. Die Ausbeute dieser Expedition sind drei Filme. Im ersten treffen sich die Calypso und die turbosegelbetriebene Alcyone in einer kristallklaren Lagune. Die Calypso und ihr erfahrener Kapitän Albert Falco haben die Aufgabe, die 600 wie Konfetti vor der Küste Neu-Guineas verstreuten Eilande zu erforschen. In der Salomonsee und der Milne Bay erkunden die Taucher unberührte Korallenriffe. Gewerblicher Fischfang findet hier nicht statt, und auch die weltweite Verschmutzung der Ozeane hat dieses Gebiet offenbar verschont. Die Riffe zeigen eine Unterwasserwelt im Urzustand, bevölkert von Schwärmen riesiger Barrakudas, Tridacna, den Riesenmuscheln, die bis zu 250 Kilo wiegen können, und schwerelosen Seeanemonen, die bereits lange vor dem Zeitalter der Dinosaurier das Meer bewohnten. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 15.08.2005 arte
  • Folge 12 (48 Min.)
    Während die Calypso die Inseln und ihre fantastische Unterwasserwelt vor Neu-Guinea erforscht, steuert die Alcyone unter dem Kommando von Jean-Michel Cousteau den Sepik flussaufwärts. Für Kunstfreunde in der ganzen Welt ist diese abgeschiedene Flusslandschaft ein magischer Ort, der wahre Kleinode authentischer indigener Kunst beheimatet. Der Sepik ist der Amazonas Neu-Guineas. Über 1.000 Kilometer lang schlängelt er sich in unzähligen Mäandern durch Wälder und Sümpfe, die nicht breiter als 400 Kilometer sind. Am aufregendsten sind die Menschen, die an seinen Ufern leben. Entlang des Sepik spricht man 200 verschiedene Sprachen. Jedes Dorf stellt die unterschiedlichsten, wunderbar gearbeiteten Gegenstände her, wie z.B. Musikinstrumente. Kunst ist Alltag für die Menschen an den Ufern des Sepik. Auf ihrer Fahrt flussaufwärts entdeckt die Mannschaft der Alcyone die erstaunliche Tierwelt, beheimatet in den Wäldern und Landschaften entlang des Flusses. Die Alcyone legt gerade rechtzeitig an, um in einem Dorf Zeuge der Jagd auf Kuskuse zu werden. Die Einheimischen klettern hoch hinauf in die Baumwipfel, um die Waschbär großen Beuteltiere zu fangen. Cousteaus Team erhält einen Kuskus als Begrüßungsgeschenk. Die Männer machen ihn zu ihrem Maskottchen und werden ihn später wieder freilassen. Der wahre Herrscher des Sepik ist das Krokodil. Der Legende zufolge hat ein Krokodil den Fluss erschaffen. Die Menschen am Fluss verehren es als Gottheit und jagen es dennoch wegen seines Fleisches und seiner Haut. In Korogo beobachtet Cousteaus Team junge Männer, die hüfthoch im Sumpf waten. Sie jagen Krokodile. Wird eines entdeckt, taucht der Mann blitzschnell ab, um das Maul des Reptils mit beiden Händen zuzudrücken, bevor es zubeißen kann. Die Dorfbevölkerung verzehrt immer noch Krokodilfleisch, doch inzwischen werden gefangene Tiere häufig an Krokodilfarmen verkauft, wo man sie mästet, bis sie groß genug sind, um ihre Haut nach Europa oder Japan zu verkaufen. Eine solche Farm hat das Team besucht. 25.000 Krokodile werden hier gehalten. Ihr Futter – täglich bis zu 19.000 Hühner – liefert die benachbarte Geflügelfarm. Die Fütterung der Krokodile ist ein beeindruckendes Schauspiel. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 16.08.2005 arte
  • Folge 13 (48 Min.)
    In nur einer Generation vollzog sich in Neu-Guinea die Entwicklung von der Steinzeit zum Zeitalter der Raumfahrt. Der Schock der Moderne traf das Land unvorbereitet, als Japan und die Alliierten die Insel im Zweiten Weltkrieg zu einem Schlachtfeld machten. Auf ihrer Reise entlang der Küste und den friedlichen Wäldern Neu-Guineas stoßen Cousteau und sein Team immer wieder auf rostende Zeugen schrecklicher Kämpfe. Hunderttausende Fremde hatten das Land besetzt. Sie hinterließen bleibende Spuren und veränderten die Traditionen der Einheimischen dauerhaft. Die Taucher entdecken Wracks abgestürzter Bomber, abgeschossene Kampfflugzeuge und versenkte japanische Schiffe, in denen zum Teil noch die Skelette der Besatzung zu sehen sind. Seit einiger Zeit überrollen große Minengesellschaften diesen verschlafenen Winkel der Welt. Die unermesslichen Bodenschätze Neu-Guineas locken sie an, vor allem die riesigen Vorkommen an Gold und Kupfer. Cousteau und sein Team besichtigen die Minen und die umliegenden Dörfer und versuchen herauszufinden, wie diese neue Welle Fremder das Leben der Einheimischen verändert. Wie lange noch werden sie sich mit Federn und Muscheln schmücken? Wie lange noch werden sie den Brauteltern als Brautpreis Schweine „zahlen“? Wie lange noch werden sie wie einst ihre Vorfahren im Einklang mit der Natur leben? (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 17.08.2005 arte
  • Folge 14 (48 Min.)
    Die Donau wird in ihrem riesigen Becken aus tausend Quellen gespeist. Ist es denkbar, dass der Strom, einer Kanalratte gleich, plötzlich aus einem Loch heraus an die Oberfläche drängt? Im Schwarzwald streitet man sich um die Frage, wo genau der Fluss seinen Ursprung hat. Der Winter breitet eine Decke aus weißen Kristallen über den Schwarzwald. Eingezwängt in wasserdichte Neoprenanzüge steigen die Taucher durch Löcher in der Eisdecke des Gurensees in die Tiefe hinab. Auf dem Boden des Sees, wo nur wenige Wasserpflanzen wachsen, entspringen Quellen. Sie füllen den See und nähren einige Bäche, die in die Donau münden. Vor den Augen der Kamera schnappt sich ein Hecht sein Frühstück. In Begleitung seines Sohnes Pierre-Yves fährt Jacques-Yves Cousteau auf dem Rhein von der Mündung in der Nordsee flussaufwärts bis zur Donau. Seit September 1992 verbindet der Rhein-Main-Donaukanal die beiden Flüsse. Davon träumte bereits Karl der Große vor über tausend Jahren. Cousteau schließt sich seiner Mannschaft auf der Jegtörö an. Das Schiff ist den Launen des ungebändigten Flusses ausgesetzt. Bei Hochwasser tritt die Donau über ihre Ufer und befruchtet die Ebene. Die Orte am Flussufer werden von den Hochwassern nicht verschont. In Städten wie Melk in Österreich heißt es dann „Land unter“. Bis Wien ist der Fluss gezähmt, weiter flussabwärts strömen seine Wasser weitgehend ungebändigt in Richtung Meer. In der Slowakei hat man einen gigantischen Staudamm vollendet, um Strom zu produzieren. Dafür musste der Flusslauf verlegt werden. Einen weiteren großen Staudamm hat man in der Djerdap-Schlucht am Eisernen Tor errichtet. Seit 30 Jahres werden Serbien und Rumänien dadurch mit Elektrizität versorgt. Dem größten Wasserkraftwerk Europas mussten ganze Dörfer weichen. Sie liegen heute auf dem Grund des Stausees. Doch beim Bau der Anlage wurden auch Überreste einer bis dahin unbekannten Zivilisation entdeckt. Die Lepenski Vir lebten vor 7.000 Jahren. Es waren zivilisierte Menschen. Ihren Gott, die Donau, verewigten sie bereits in Form von Steinfiguren, als die Menschen anderswo in Europa noch in Höhlen hausten. Im rumänischen Isverna fließt die Donau über die Hälfte der Strecke unterirdisch. Mit Unterwasserscootern erforschen die Taucher die traumhaften Unterwasserhöhlen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 18.08.2005 arte
  • Folge 15 (48 Min.)
    Wir sind im „Land der fallenden Seen“: Am Ufer eines zugefrorenen Sees im kroatischen Nationalpark Plitivice machen sich die Taucher für einen Tauchgang bereit. In diesem wundervollen Tal in Dalmatien wollen sie insgesamt 16 kaskadenförmig gelegene Seen erforschen, aus denen sich die Save, ein entfernter Zufluss der Donau, speist. 16 Wasserfälle stürzen von See zu See ins Tal. Sie bilden die 16 Stufen eines grandiosen Bauwerks, das die Natur in 4.000 Jahren durch Kalkablagerungen an Gräsern schuf und das heute zum Weltkulturerbe zählt. François Sarano und Bertrand Sion erkunden mit ihrem Zodiac den Unterwasser-Märchenwald im ungarischen Gemenc. Hier erweisen sich Überschwemmungen als Segen. Die Erde filtert das Wasser und wird fruchtbar. Die Fischer fangen längst nicht mehr so viele Fische wie früher, doch das Flusswasser ist noch sauber genug, um sie darin zuzubereiten. Die Donau hat viele Überraschungen parat. So vereinigten sich in einem Flussabschnitt, in dem die Strömung nicht sehr stark ist, die Eisschollen, die der Strom seit mehreren Tagen mit sich führte, innerhalb einer einzigen Nacht zu einer dichten Eisdecke. Der Eisbrecher kommt zum Einsatz und schlägt mit großem Getöse eine Furt in das Eis, das den Fluss gefangen hält. Die Mannschaft wird nicht müde, Tierarten zu beobachten, die längst aus unseren Wäldern verschwunden sind, so zum Beispiel Königshirsche und Karpatenbären. Die Taucher filmen den sagenumwobenen Donauwels. Am eindrucksvollsten ist jedoch das Reich der Pelikane im Schilf. Der größte flugfähige Vogel der Erde ist der eigentliche Herrscher der Donau. Solange der Fluss lebt, wird auch der Pelikan überleben! (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 19.08.2005 arte
  • Folge 16 (48 Min.)
    Die Alcyone nimmt Kurs nach Norden, in Richtung Beringsee. Cousteau und seine Mannschaft wollen das Leben der Ureinwohner der Arktis, der Inuits, Alëut und Indianer, sowie deren Verhältnis zu ihrer einzigen Nahrungsquelle, der See, erforschen. Das Zusammenprallen von traditioneller und moderner Lebensweise nimmt hier oben im hohen Norden oft dramatische Züge an. Cousteau und sein Team folgen den Spuren der Eisbären, deren Wanderungen von Satelliten beobachtet werden. Die mächtigen Tiere durchstreifen ein Territorium, das sich über hunderte von Kilometern auf amerikanischem und sowjetischem Gebiet erstreckt. Die Männer filmen den Andrang der Fischer und der Grizzlybären an den Ufern der Flüsse, wenn die Lachse zu ihren Laichplätzen hinaufziehen. Sie beobachten Walrosse, die man heute nur noch wegen ihrer kostbaren Stoßzähne jagt. Früher jagte man sie auch wegen ihres Fleisches, ihres Fettes und ihrer Knochen. Das Team begleitet Eskimos auf der gefährlichen Jagd nach dem weißen Wal. Für die Inuit ist der weiße Wal ein Geschenk des Meeres – und ein Symbol für die kulturelle Identität ihres Stammes. Cousteau und seine Leute begleiten die Alëut bei dem alljährlichen grausamen Ritual der Robbenfelljagd. Babyrobben werden durch einen Schlag auf den Kopf betäubt, dann zieht man ihnen das Fell ab. Doch die Alëut jagen nur so viel, wie ihr Dorf zum Überleben braucht. Die Ureinwohner der Arktis gehen mit den natürlichen Ressourcen der Natur sorgsam um und schätzen es gar nicht, dass die Regierungen ihnen Fangquoten auferlegt. Mit Vergnügen beobachten die Taucher die lebensfrohen Robben. Jäger schlachten sie seit Jahrhunderten ab, ohne auch nur zu ahnen, mit welcher Wonne diese verspielten und eleganten Tiere sich in ihrem Element tummeln. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 22.08.2005 arte
  • Folge 17 (48 Min.)
    Der berühmte Mekong in Südostasien ist einer der zehn größten Flüsse der Erde. Ein Quell des Lebens für 50 Millionen Menschen, die an seinen Ufern nach Jahrtausende alten Traditionen leben. Zwei Filme haben Jean-Michel Cousteau und sein Team auf ihrer Reise an Bord der Calypso und auf traditionellen Flussschiffen gedreht. Sie führen uns in eine Fremden lange verschlossene Schatzkammer der Natur und zeigen unter anderem die seltsamsten Tierarten, wie zum Beispiel den riesenhaften Katzenfisch, der ausgewachsen eine Länge von zweieinhalb Metern und ein Gewicht von 300 Kilogramm erreichen kann. Außerdem zeigt das Team das Leben der einheimischen Bevölkerung, die noch immer unter den Folgen des Vietnamkriegs leidet. Gelegentlich explodieren noch verstreute Minen. Die Menschen hier haben einen erstaunlichen Überlebenswillen. Doch sie misstrauen den instabilen Kräften der Politik. Sie bauen auf den Reichtum des Flusses. Ihr Leben wird bestimmt vom Rhythmus des Mekong, den sie „Mutter des Wassers“ nennen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 23.08.2005 arte
  • Folge 18 (48 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 24.08.2005 arte
  • Folge 19 (48 Min.)
    In der Provinz Qinghai im Quellland des Gelben Flusses, dem „Vater aller Flüsse“, beginnt Jacques-Yves Cousteaus filmische Reise durch das Reich der Mitte. China ist das drittgrößte und mit 1,3 Milliarden Einwohnern das am dichtesten besiedelte Land der Erde. Cousteau und sein Team wollen bis zur Quelle des Huang He vorstoßen. Seinen Namen verdankt der Gelbe Fluss der Farbe des Löß, den er über weite Strecken bis zur Mündung in die Bo-Hai-See mit sich führt. Die Entdeckungsreisenden erkunden die Gewässer des N’Goring Sees, der in über 4.300 Metern Höhe gelegen ist. Eine echte Herausforderung! Sie überqueren das Gebiet im Heißluftballon. Anschließend folgen sie den Nomaden und ihren Yakherden bis zu einer Quelle im Hochgebirge: der Höhenmeter zeigt 4.920 Meter an. Auf dem Weg ins Tal schließen sich Cousteaus Leute dem Morgengebet der buddhistischen Mönche des Klosters von Yushu an. Die Anlage ist terrassenförmig in den Hang des Berges Bayan Har Shan gebaut. Der herabrieselnde Schnee dämpft kaum den Klang der Gebetsmühlen, die Pilger bei ihren Runden um das Dorf unablässig in Bewegung setzen. In der Provinz Gansu, in der Nähe der Hauptstadt Lanzhou, einst Raststation der Karawanen der Seidenstraße, verlässt das Team den Landweg, um seine Reise durch die grandiose Landschaft auf dem Flussweg fortzusetzen. Cousteau und sein Team erreichen schließlich die Wanderdüne von Shapotou in der Region Ningxia. Die Menschen wollen das Wandern der Düne in Richtung Fluss aufhalten, indem sie versuchen, sie mit Strohmatten zu befestigen. Das Team setzt seine Reise auf dem Rücken von Kamelen fort. Entlang der Großen Mauer, durch die Wüste, bis zum Tempel von Shikong. Er steht auf den Grundmauern von Grotten aus der Zeit der Tang-Dynastie, die erst kürzlich wieder freigelegt wurden. Hierher pilgern Paare, um von Buddha Boddisatuna männlichen Nachwuchs zu erflehen. Der Flug über das Gebiet von Shanxi zeigt die Weite der in den Löß gegrabenen Terrassenlandschaften. Bis hierher waren einst die Barbaren vorgedrungen. Heute wüten noch die eisigen Winde der mongolischen Steppe. Typisch für diese Gegend sind die Höhlenstädte. Sie beherbergen 30 Millionen Menschen. Eine alte Frau erzählt, dass die Jungen lieber in festen Häusern wohnen. Die bieten ihnen mehr Komfort und moderne Errungenschaften wie Fernsehen und Klimaanlagen. Hundert Kilometer vor der Mündung des Gelben Flusses erschließt sich dem Team, welch ungeheuere Massen Löß der Strom bis hierher mit sich führt. In dieser trockenen Jahreszeit werden seine Wasser das Meer nie erreichen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 25.08.2005 arte
  • Folge 20 (48 Min.)
    An der Grenze zwischen Sibirien und der Äußeren Mongolei, 4.200 Kilometer östlich von Moskau, erforschen die Taucher der Calypso die kristallklaren Wasser des Baikalsees, der Perle Sibiriens. Das Süßwassermeer liegt über einer Erdspalte, die sich Jahr für Jahr um zweieinhalb Zentimeter weiter öffnet. Mit 1.637 Metern Tiefe und 23.000 Kubikkilometern Wasser ist der Baikalsee das größte Binnengewässer der Erde. Er ist auch das älteste. Im Laufe der Jahrtausende entwickelte sich im See eine üppige, artenreiche Flora und Fauna. Immerhin ist der Baikalsee zehn Mal älter als der Tanganjika-See. Im Baikalsee findet man über 1.500 verschiedene Tierarten. Gegen Ende des Frühlings, in den Tagen der Schneeschmelze, filmen die Taucher das wiedererwachende Leben im See. Das Wasser ist mit ein bis zwei Grad Celsius eiskalt. Ideale Temperaturen für die Vermehrung von Algen und Plankton, von denen sich zahlreiche Schalentiere ernähren. Tausende Lenok-Lachse an der Mündung des Kabanias leben jetzt im Überfluss. Myriaden von Mückenlarven vollenden in diesen Maitagen ihre Metamorphose. Schwarze Insektenwolken steigen auf und verdunkeln den Himmel über dem See. Ein Festmahl für die Vögel. Auch die aus ihrem Winterschlaf erwachten Bären lecken die angespülten Insekten von den Steinen am Ufer des Sees. Auf den letzten Eisschollen am nördlichen Ufer des Sees aalen sich Seehunde und Robben in der Sonne. Die Buriaten haben sie aus ihrem Dorf Ongurjany vertrieben. Die Taucher gleiten entlang steiler Canyons in die Tiefe. An deren Hängen wachsen Wälder aus bis zu 70 Zentimeter hohen Schwämmen. Sie bieten tausenden stacheliger Krebse ebenso Schutz wie Fischen, die über Wochen im Dickicht der Schwämme ihre Eier ablegen. Zu Beginn des Sommers steigen die Omuls (eine endemische Coregonus-Gattung) auf und sammeln sich in den Buchten. Gewaltige Knäuel aus Fischleibern lassen den See aufschäumen. Es wimmelt von schlagenden Fischschwänzen und springenden Fischen. In dieser Zeit entstehen die schönsten Bilder auf den nächtlichen Tauchgängen, wenn Plankton und Milliarden Schalentiere im Licht der Scheinwerfer leuchten. Schon zu Dschingis Khans Zeiten brachen die buriatischen Reiter in dieser Jahreszeit mit ihren Pferden zur Bärenjagd auf. Die Buriaten halten an ihren Traditionen fest. Im Hafen von Khoujir auf der Insel Oleron finden noch heute jedes Jahr Reiterspiele mit Bogenschießen und Kämpfen statt. Der Baikalsee ist nicht nur für die Buriaten, sondern auch für russische Intellektuelle und Dissidenten ein heiliger Ort. Die Stadt Irkutsk ist ihr „sibirisches Paris“. Sie wehren sich gegen den geplanten Bau einer riesigen Zellulosefabrik an den Ufern des Baikal, die Wälder zu zerstören und das Wasser des Sees zu verunreinigen droht. Doch wie weit ist die Umweltverschmutzung tatsächlich schon fortgeschritten? Im Februar-März wird das Eis dünn und durchsichtig. Dann zeigt der Baikalsee sein wahres, einzigartiges Gesicht. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 26.08.2005 arte
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