Die Abenteuer des Kapitän Cousteau Folge 14: Donau: Der Traum Karls des Großen
Folge 14
14. Donau: Der Traum Karls des Großen
Folge 14 (48 Min.)
Die Donau wird in ihrem riesigen Becken aus tausend Quellen gespeist. Ist es denkbar, dass der Strom, einer Kanalratte gleich, plötzlich aus einem Loch heraus an die Oberfläche drängt? Im Schwarzwald streitet man sich um die Frage, wo genau der Fluss seinen Ursprung hat.
Der Winter breitet eine Decke aus weißen Kristallen über den Schwarzwald. Eingezwängt in wasserdichte Neoprenanzüge steigen die Taucher durch Löcher in der Eisdecke des Gurensees in die Tiefe hinab. Auf dem Boden des Sees, wo nur wenige Wasserpflanzen wachsen, entspringen Quellen. Sie füllen den See und nähren einige Bäche, die in die Donau münden. Vor den Augen der Kamera schnappt sich ein Hecht sein Frühstück.
In Begleitung seines Sohnes Pierre-Yves fährt Jacques-Yves Cousteau auf dem Rhein von der Mündung in der Nordsee flussaufwärts bis zur Donau. Seit September 1992 verbindet der Rhein-Main-Donaukanal die beiden Flüsse. Davon träumte bereits Karl der Große vor über tausend Jahren. Cousteau schließt sich seiner Mannschaft auf der Jegtörö an. Das Schiff ist den Launen des ungebändigten Flusses ausgesetzt. Bei Hochwasser tritt die Donau über ihre Ufer
und befruchtet die Ebene. Die Orte am Flussufer werden von den Hochwassern nicht verschont.
In Städten wie Melk in Österreich heißt es dann „Land unter“. Bis Wien ist der Fluss gezähmt, weiter flussabwärts strömen seine Wasser weitgehend ungebändigt in Richtung Meer. In der Slowakei hat man einen gigantischen Staudamm vollendet, um Strom zu produzieren. Dafür musste der Flusslauf verlegt werden. Einen weiteren großen Staudamm hat man in der Djerdap-Schlucht am Eisernen Tor errichtet. Seit 30 Jahres werden Serbien und Rumänien dadurch mit Elektrizität versorgt. Dem größten Wasserkraftwerk Europas mussten ganze Dörfer weichen.
Sie liegen heute auf dem Grund des Stausees. Doch beim Bau der Anlage wurden auch Überreste einer bis dahin unbekannten Zivilisation entdeckt. Die Lepenski Vir lebten vor 7.000 Jahren. Es waren zivilisierte Menschen. Ihren Gott, die Donau, verewigten sie bereits in Form von Steinfiguren, als die Menschen anderswo in Europa noch in Höhlen hausten. Im rumänischen Isverna fließt die Donau über die Hälfte der Strecke unterirdisch. Mit Unterwasserscootern erforschen die Taucher die traumhaften Unterwasserhöhlen. (Text: arte)
Deutsche TV-PremiereDo. 18.08.2005arte
Sendetermine
Do. 18.08.2005
20:00–20:45
20:00– NEU
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