Miniserie in 3 Teilen, Folge 1–3

    • Folge 1

      Kassel, im November 1775. Um Geld für seine kostspieligen Vergnügungen zu bekommen, lässt der Landgraf von Hessen-Kassel den reichen Kaufmann Gottfried Haynau in den erblichen Adelsstand erheben. Der hohe Herr verfolgt damit noch eine Nebenabsicht: Haynaus Sohn Claus soll pro forma die hübsche Christine von Sonsfeld heiraten, bevor der Landgraf sie zu seiner neuen Mätresse macht. Claus ist Offizier im Jägerregiment des Obersten Rall. Er macht verbissen Jagd auf den Deserteur Soerman, der aus der Festung Ziegenhain geflohen ist. Sein Stiefbruder Robert von Haynau hilft dagegen dem Deserteur, ohne zunächst zu ahnen, dass dieser ein früherer Gefährte seines leiblichen Vaters Robert Skelnik ist. Skelnik und Soerman gingen vor Jahren mit 60 000 Golddukaten des früheren Landgrafen nach Amerika durch, bevor Robert geboren wurde. Als der junge Mann nunmehr von Soerman erfährt, dass sein Vater drüben einen großen Besitz am Delaware-Fluss hat, beschließt er, ebenfalls nach Amerika zu gehen. Nur eines fällt ihm dabei nicht leicht: die Trennung von seiner Mutter Anna von Haynau, die ihren jetzigen Mann seinerzeit geheiratet hat, weil sie glauben musste, Roberts Vater sei tot. (Text: HR)

    • Folge 2

      Der Landgraf von Hessen-Kassel ist ständig in Geldnöten. Darum kommt ihm das Angebot des englischen Königs, ihm gegen entsprechende finanzielle Vergütung Soldaten für den Kampf gegen die rebellischen Kolonisten in Amerika zu stellen, keineswegs ungelegen. 12 000 Söldner sollen für dreißig Taler pro Kopf an die Engländer vermietet werden. Bald ist kaum noch ein jüngerer Mann in Hessen-Kassel vor den Nachstellungen der Werbeoffiziere sicher. Als einer dieser Menschenfänger umgebracht wird, gerät Robert von Haynau in den Verdacht, dabei mitgewirkt zu haben. Der Landgraf lässt daraufhin den gesamten Besitz von Roberts Stiefvater Gottfried von Haynau konfiszieren, Robert selbst soll hingerichtet werden, nachdem ihn sein Stiefbruder Claus an die Verfolger ausgeliefert hat. Stattdessen landet Robert bei den hessischen Söldnern, die für Amerika bestimmt sind. Oberst Rall teilt ihn dem Bataillon zu, das Claus von Haynau befehligt. Gottfried von Haynau nimmt sich das Leben. Claus gibt Robert die Schuld an dieser Verzweiflungstat; für ihn ist sie ein Grund mehr, um bei nächster Gelegenheit mit Robert abzurechnen. Als sich die hessischen Söldner in Karlshafen einschiffen, um weserabwärts nach Bremerlehe und von dort weiter nach Amerika zu fahren, geht Anna von Haynau mit an Bord. Sie will bei ihren Söhnen sein, zugleich aber hofft sie, in Amerika Roberts leiblichen Vater Robert Skelnik wiederzusehen, den sie immer noch liebt. (Text: HR)

    • Folge 3

      Nach ihrer Landung in Amerika verbreiten die hessischen Söldner Furcht und Schrecken unter den rebellierenden Kolonisten. Das Regiment von Oberst Rall, dem auch Robert von Haynau und Fred Soerman zugeteilt sind, schlägt am 26. August 1776 bei Flatbush seine erste Schlacht. Im Dezember desselben Jahres beziehen die Rallschen Jäger Quartier in Trenton am Delaware. Claus von Haynau schikaniert seinen Stiefbruder Robert, wo er nur kann. Robert wiederum erfährt von Soerman, dass Redford, der Besitz seines leiblichen Vaters Robert Skelnik, nur knapp zehn Meilen entfernt auf der anderen Seite des Flusses liegt. Zusammen mit Soerman und einigen anderen hessischen Söldnern will er eine günstige Gelegenheit nutzen, um über den Fluss dorthin zu entkommen. Auch seine Mutter, Anna von Haynau, geht mit der kleinen Gruppe. Claus will die Flucht seines Stiefbruders im letzten Augenblick verhindern. Damit erreichen die Auseinandersetzungen zwischen den beiden ihren dramatischen Höhepunkt. Als General Washington in den Weihnachtstagen des Jahres 1776 mit seinen Männern über den Delaware setzt, um Oberst Rall und die Hessen in Trenton zu überrumpeln, will Robert von Haynau endgültig mit seinem Stiefbruder Claus abrechnen.

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