10 Folgen, Folge 1–10

    • Folge 2 (25 Min.)

      „Also da ham sie uns den Ferdinand erschlagen“ sagte Frau Müller zu Herrn Schwejk, der vor Jahren den Militärdienst quittiert hatte, nachdem er von der militärärztlichen Kommission endgültig für blöd erklärt worden war. Nun ernährte er sich von Hunden, hässlichen, schlechtrassigen Scheusalen, deren Stammbäume er fälschte. Außer dieser Beschäftigung war er von Rheumatismus geplagt. Sein Stammlokal ist das Gasthaus zum Kelch und hier trifft er auf den Zivilpolizisten Bretschneider, der den Geheimauftrag bekommt, sich näher mit Schwejk mittels dessen Hundegeschäften bekannt zu machen. Dies wird für Bretschneider – wie es sich zeigt – zum Verhängnis. (Text: SWR)

    • Folge 3 (25 Min.)

      Der erste Weltkrieg, Österreich erinnert sich wieder an Josef Schwejk, den Rheumatiker und Nichtsoldaten, der einst wegen Blödheit für dienstuntauglich erklär worden war. Dieses Mal wird er als tauglich befunden und in die Klinik zu den Simulanten des Hauptarztes Grünstein eingeliefert, der mit ziemlich drastischen Methoden zu kurieren pflegt. Einem vaterländischen Festmahl, das die Baronin von Botzenheim spendiert, folgt Fastenzeit: Schwejk wird in den Garnisonsarrest gesteckt. In der Gefängniskapelle trifft er mit Feldkurat Katz zusammen und wird sein Putzfleck. Seite an Seite kämpfen sie lange tapfer zusammen, bis eines Tages den Feldkuraten das Glück mit der Karte verließ – wodurch Putzfleck bei Oberleutnant Lukasch wurde. (Text: SWR)

    • Folge 4 (25 Min.)

      Schwejks Dienst bei Oberleutnant Lukasch beginnt damit, dass die Katze den Kanarienvogel auffrisst und die hübsche Frau Wendler den Oberleutnant besuchen kommt. Bald ist dieser jedoch der schönen Kati überdrüssig. Es bleibt kein anderer Ausweg, als dem Ehegatten ein Telegramm zuschicken, damit er sich die Gnädige wieder nach Hause holt. Unterdessen hat Schwejk dem Oberleutnant Lukasch einen wunderschönen Stallpinscher besorgt, der – wie es sich gleich beim ersten Spaziergang herausstellt- dem Herrn Oberst persönlich gestohlen worden war. Oberleutnant Lukasch und Josef Schwejk erhalten deshalb vom Herrn Oberst die Fahrkarten für das Marschbataillon, das heißt: Ab an die Front. (Text: SWR)

    • Folge 5 (25 Min.)

      Die Abkommandierung Schwejks an die Front beginnt mit einer Eisenbahnfahrt nach Budweis. Die Reise verläuft im ganzen glatt – bis auf drei Kleinigkeiten: Noch in Prag stiehlt ihnen ein Schwindler am Bahnhof einen Koffer. Dann verwechselt Schwejk einen kahlköpfigen Herrn im Kupee mit einem gewissen Herrn Purkrabek, der Vertreter der Bank Slawia war. Aus dem kahlköpfigen Individuum entpuppt sich jedoch der Generalmajor von Schwarzburg, der sich auf einer Inspektionsreise befindet. Drittens lässt sich Schwejk von dem Schaffner die Wirksamkeit der Notbremsen geben, die damit endet, dass sie gemeinsam den Zug zum Stehen bringen. / In Tabor angekommen wird Schwejk dem Stationsvorstand vorgeführt, danach ohne Geld und ohne Dokumente von einer Militärpatrouille festgehalten. Bis alles geklärt ist, ist der Zug längst weg und Schwejk macht sich auf den Weg nach Budweis – zu Fuß. So beginnt seine berühmte Anabasis… (Text: SWR)

    • Folge 6 (25 Min.)

      Schwejks Wanderung nach Budweis findet ein Ende, als der Wachtmeister Falnderka aus Putim die Frage an ihn stellt: „Wohin des Wegs?“ Erst wird angenommen, dass Schwejk als gewöhnlicher Deserteur von seinem Regiment davongelaufen sei. Als er jedoch auf die Frage, ob er russisch könne, verneint, wird er mit einem Mal für einen äußerst raffinierten russischen Spion gehalten. Demnach wird er dann auch gebührend behandelt. Ein schönes Essen, Bier und Schnaps, eine Leibwache. Am nächsten Morgen geht es in Begleitung des Zugführers zum Bezirkskommandanten. Und weil es nach Pisek nicht weit und der Winter eiskalt war, mussten sich die beiden hin und wieder unterwegs stärken. Mitten in der Nacht erreichen sie den Herrn Rittmeister und der lässt den braven Soldaten Schwejk zu seinem Regiment zurückführen. Oberleutnant Lukasch hat eine derartige Freude, dass er vor Schreck die Sinne verliert. (Text: SWR)

    • Folge 7 (24 Min.)

      Josef Schwejk büßt zusammen mit dem Freiwilligen Marek eine dreitägige Gefängnisstrafe ab, als das einundneunzigste Regiment von Budweis Abschied nehmen muss und über Bruck an der Leitha nach Kiralyhida übersiedelt. Am Bahnhof in Wien trifft Schwejk endlich seinen Oberleutnant wieder, um ihm auch weiterhin treu zu dienen. In Bruck verliebte sich der Herr Oberleutnant Lukasch in die schöne Frau Kakonyi und schickt Schwejk mit einem Liebesbrief zu ihr. Auf dem Weg in die Stadt trifft Schwejk unglücklicherweise seinen alten Kameraden Vodicka, der liebt die Magyaren nicht sonderlich und so wurde aus dem Liebesabenteuer eine Rauferei voll Schimpf und Schande für die Armee. Oberleutnant Lukasch und sein Bursche handeln sich dafür Fahrkarten an die russische Front ein. Beim Abschied versprechen sich Schwejk und der Soldat Vodicka um sechs nach dem Kriege wieder im Wirtshaus ‚Zum Kelch‘ zusammenzutreffen. (Text: SWR)

    • Folge 8 (24 Min.)

      Während Schwejk avanciert und Kompanieordonnanz wird, erhält Oberleutnant Lukasch einen neuen Burschen namens Baloun, der an unersättlicher Fresslust leidet. Mit dabei auf dem Wege an die Front ist auch der eben entlassene Einjährigfreiwillige Marek, den man zum Bataillonsgeschichtsschreiber ernennt. Während die anderen in den Waggons Karten spielen, schreibt Marek die ruhmreichen Seiten der Kriegsgeschichte der 11. Kompanie auf, die sich allerdings erst in Zukunft erfüllen sollten. Auf der Reise durch Ungarn frisst Baloun dem Oberleutnant seine Pastete auf und die Soldaten versuchten auf den Haltestellen Hühner einzufangen. In Budapest am Bahnhof erwartet sie anstatt einer Portion Gulasch ein Inspektionsgeneral, berühmt als ‚Latrinen-General‘, der davon überzeugt ist, dass der Weg zum kriegerischen Ruhm durch die Därme der Soldaten führt und der Sieg Österreichs aus der Latrine auferstehen wird. (Text: SWR)

    • Folge 9 (25 Min.)

      Schwejks Bataillon nähert sich der galizischen Front, und Leutnant Dubs Schwachsinn kommt zur allerhöchsten Entfaltung. „Dieses Flugzeug da haben wir den Russen abgeschossen“, verkündet er den Soldaten. Völlig gleichgültig war ihm dabei, dass auf dem Flugzeugrumpf die Aufschrift ‚Wiener Neustadt‘ zu lesen war. Oberleutnant Lukasch beauftragt Schwejk, ihm aus einer Baracke in der Nähe des Bahnhofs eine Flasche Kognak zu holen. Aber Leutnant Dub ist bei all seiner Blödheit ein überaus wachsamer Offizier. Als Schwejk behauptet, in der Flasche sei nur Brunnenwasser, der Farbe nach etwas eisenhaltiges, zu haben, wird er von Dub gezwungen, die Flasche bis auf den Grund auszutrinken. Für Schwejk, der seinen Oberleutnant schützen will, und für Dub, der dieses Brunnenwasser unbedingt kosten muss, führt der Vorfall zu einem unrühmlichen Ende. (Text: SWR)

    • Folge 10 (25 Min.)

      Langsam näherte sich der Zug mit dem 91. Regiment der Stadt Sanok in Galizien. Dabei konnte das gesamte Bataillon alle Freuden des Krieges eindrucksvoll wahrnehmen und wurde vorbereitet auf die Ereignisse, die auf dem Feld der Ehre zu erwarten waren. Eine Ansprache des Brigadegenerals zum Thema Feldpost erweckte außerdem den Eindruck, dass es für jeden Soldaten die größte Freude sei, für das Vaterland zu sterben. Als Schwejk von Oberleutnant Lukasch den Befehl erhält zur Quartiersuche in Richtung Feldstein vorauszumarschieren, geht er erst einmal verloren, gerät in Gefangenschaft und wird der Spionage verdächtigt. Und sofern sich die Lage später nach einer anderen Richtung hin als Schwejk voraussetzte entwickelt hat, sollte der Betrachter berücksichtigen, dass er keinerlei Vorbildung für eine diplomatische Laufbahn besaß. (Text: SWR)

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