bisher 311 Folgen, Folge 291–311
291. Alkoholfrei aus der Weinkrise – die neuen Wege der Winzer
Folge 291 (45 Min.)Weil viele Menschen gesünder leben wollen, nimmt der Alkoholkonsum in Europa ab – in den letzten zwei Jahrzehnten um rund 20 Prozent. Auch Wein ist von diesem Trend betroffen. Besonders in Gefahr sind die arbeitsintensiven Steillagen, die nicht nur charaktervollen Wein hervorbringen, sondern auch die Kulturlandschaft prägen. In der spanischen Weinregion Toro wagt der Winzer Iván Alonso Gil ein Experiment: Er lässt einige Flaschen seines Weins in Deutschland entalkoholisieren. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 18.02.2026 BR 292. Tabuthema Periodenarmut – Wenn das Geld für Monatshygiene fehlt
Folge 292 (45 Min.)Am Berliner Alexanderplatz leben viele Frauen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind, und für die ihre Monatsblutung schnell zum Problem wird. Nach Angaben der Hilfsorganisation „Plan International“ ist rund ein Viertel aller Mädchen und Frauen in Deutschland von Periodenarmut betroffen. In Polen ist das Thema Menstruation noch immer stark schambehaftet, deshalb setzt sich die Künstlerin Martyna Baranowicz mit ihrer „Pink Box Foundation“ für kostenlose Periodenprodukte ein. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 11.03.2026 BR 293. Gefährliche Intelligenz – Kindesmissbrauch mit KI
Folge 293 (45 Min.)Täter generieren mithilfe von KI Abbildungen von sexualisierter Gewalt an Kindern und tauschen online Anleitungen aus, wie man dieses Material am besten herstellen kann.Bild: Lisa-Marie Schnell / BR/Spiegel TVKI-generierte Darstellungen sexualisierter Gewalt an Kindern verbreiten sich online rasant. Mithilfe von frei verfügbaren KI-Modellen entstehen in Sekunden täuschend echte Bilder. Täter trainieren Modelle gezielt mit echter Kinderpornographie und manipulieren harmlose Kinderfotos. Sie tauschen Anleitungen aus und bestärken sich gegenseitig im Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Die Bilder sind kein harmloses Spiel: Sie normalisieren Täterverhalten, befeuern die Nachfrage und gefährden Kinder weltweit. Der Film fragt, warum die Herstellung solcher Abbildungen so einfach ist. Was bedeutet diese Entwicklung für die Opfer, die heute längst erwachsen sind? Und wie wappnen sich Ermittlungsbehörden, Strafverfolgerinnen und Strafverfolger und Meldestellen für das technische Wettrüsten mit den Kriminellen? (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 25.03.2026 BR 294. Pendler-Stress – Eine Nation auf Achse
Folge 294 (45 Min.)Morgens früh um fünf in Wittenberge (Brandenburg). Stefan Hoch verlässt sein Einfamilienhaus und steigt ins Auto. Vor ihm liegt der tägliche Arbeitsweg. Wenn er gegen acht Uhr auf der Arbeit ankommt, hat er schon eine dreistündige Reise hinter sich. Nach dem Arbeitstag macht er sich wieder auf diesen Weg, nur in entgegengesetzter Richtung. Vierzehn Stunden nach seinem Aufbrechen ist er wieder zuhause, und am nächsten Morgen geht es wieder los. Fünf Tage die Woche – ein Leben auf Achse. Stefan ist einer von mehr als 20 Millionen Menschen, die in Deutschland täglich für den Beruf pendeln. Längst nicht alle haben so weite Wege zu fahren wie er, aber die meisten können dennoch ein Lied singen von langen Tagen und nervenaufreibenden Unwägbarkeiten, mit denen sie konfrontiert sind, bevor sie auch nur eine Minute auf der Arbeit verbracht haben.Und zum Pendel-Stress wird die Fahrt, wenn Langzeitbaustellen, marode Brücken oder die schiere Menge an Autos zu unvermeidlichen Stausituationen führen, oder wenn Züge der Deutschen Bahn entweder verspätet kommen oder ganz ausfallen. Nach dem Motto: das einzig Zuverlässige ist die Unplanbarkeit. Täglich pendeln tausende Menschen in die großen Städte ein; eine enorme Belastung für die Metropolen, die tagsüber eine Vielzahl von Menschen, aber auch von Autos aufnehmen müssen. Von Verkehrswende ist da kaum etwas zu spüren. Zwei Drittel der Pendler benutzen das Auto, die allermeisten sitzen allein in ihrem Fahrzeug. Mit welchen Maßnahmen könnte Abhilfe geschaffen werden? Wie können Verkehrssysteme noch resilienter und Städte noch nachhaltiger gestaltet werden, wie Verkehrsmittel noch umweltfreundlicher, um auch in Zukunft den riesigen Pendlerströmen standzuhalten? Denn klar ist, dass es eine absehbare Zukunft ohne Pendeln wohl kaum geben wird. In der ARD Story „Pendler-Stress. Nation auf Achse“, begleitet Autor Kristof Kannegießer Menschen in ihrem Alltag und auf den Arbeitswegen. Welche Probleme erleben sie und welche Vorteile erkaufen sie sich durch das Pendeln? Wie wirkt sich das Pendeln auf das Leben der Betroffenen aus – auf ihre Gesundheit, auf die Leistungsfähigkeit im Beruf, auf soziale Beziehungen und die Partnerschaft? Und welche Träume können sie dadurch auch verwirklichen? Und er spricht mit Experten und Wissenschaftlern darüber, wie sich das Pendeln auf die Einzelnen und die Gesellschaft auswirkt und was unternommen werden könnte, um die Situation zu verbessern. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 01.04.2026 BR 295. Gefährliche Raben – Schützen oder abschießen?
Folge 295 (45 Min.)Töten Raben Lämmer oder Kälber? Darüber streiten Tierhalter:innen und Naturschützer:innen seit Jahren. Schafe, Rinder, Gänse und Schweine würden von Raben attackiert, sagen Landwirt:innen. Wissenschaftler:innen widersprechen: Raben fressen Aas, töten keine gesunden Tiere. Die Dokumentation sucht nach Antworten und zeigt seltene Jagdszenen. Sind Raben gefährlich für Nutztiere? Töten Raben Nutztiere wie Lämmer oder Kälber? Um diese Frage tobt seit Jahren ein emotionaler Streit zwischen Tierhalter:innen und Naturschützer:innen. Raben seien schlimmer als der Wolf, sagen Landwirt:innen. Andere reden von der „Mär vom Lämmerkiller“. Fest steht: Der Rabe ist streng geschützt, darf nicht bejagt werden.Doch Tiere in der Freilandhaltung wie Lämmer, Ferkel und Kälber würden auf Weiden attackiert und getötet, so berichten es viele Freilandhalter:innen bundesweit. Nur es glaubt ihnen keiner, sie fühlen sich mit dem Thema seit Jahren allein gelassen. Wissenschaftler:innen bestreiten Attacken auf gesunde Weidetiere, dafür fehle die Evidenz: Der Rabe sei ein Aasfresser, der Tiere nur testweise attackiere und höchstens Kranke ausmerze. Die Dokumentation sucht Antworten mithilfe einer bundesweiten Umfrage und versucht, tödliche Attacken zu dokumentieren. Dabei gelingen seltene Aufnahmen von Raben, die Tiere jagen. Was stimmt nun? Sind Raben gefährlich für Nutztiere? (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 15.04.2026 BR 296. GenZ und die Buchparty – wie junge Frauen New Adult feiern
Folge 296 (45 Min.)Mit Beginn der Pandemie 2020 startete der digitale Buchclub BookTok seine Erfolgsgeschichte. Ihn nutzen auch junge Frauen, die sich für New-Adult-Bücher begeistern. Aber nicht nur online kultivieren die Leserinnen den leidenschaftlichen Austausch über ihre Lieblingsbücher. Die Buchbloggerin Jess trifft ihre Follower auf Events wie dem Buchball auf Burg Namedy; und auch die Autorin Kim Leopold aus Rheine ist oft unterwegs, um ihren Fans nahe zu sein. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 22.04.2026 BR 297. Kritisch Reisen: Gardasee: Wo ALLE Urlaub machen
Folge 297 (45 Min.)Der 73-jährige Raffaello Boni engagiert sich in der Umweltorganisation Legambiente. Er will das Gewässer und die Region vor dem Tourismus retten und fordert ein Umdenken der Behörden. Der Journalist Paolo Biondani war vor 15 Jahren einer der ersten, der auf die Gefahr von Bauspekulationen, Geldwäsche und den Einfluss der Mafia am Gardasee hingewiesen hat. Die Urlauber, die durch historische Orte wie Sirmione schlendern, bekommen davon nichts mit. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 29.04.2026 BR 298. Sushi-Hunger – Lifestyle mit Schattenseiten
Folge 298 (45 Min.)Sushi überall – einst teures Gourmet-Essen für Gutverdienende – ist heute ein weltweites Fastfood-Phänomen. Egal ob im Asia-Imbiss oder aus dem Supermarktregal in der To-Go-Box: Sushi gilt als trendy, kalorienarm, gesund – und erschwinglich. Doch der riesige Hunger auf Sushi bringt auch Probleme mit sich. Die „ARD-Story“ begibt sich auf eine Spurensuche entlang der Lieferketten von Lachs und Thunfisch, den beliebtesten Sushi Zutaten. Woher kommt all der frische Fisch in rauen Mengen? Was bedeutet die große Nachfrage für Natur und Umwelt – und für die Menschen, die dort leben, wo der Fisch gefangen oder gezüchtet wird? Die filmische Reise führt entlang umkämpfter Fanggründe für Thunfisch im Indischen Ozean und riesigen Aqua-Zuchten für Lachs in Nordeuropa, bishin zu gigantischen Fabriken der Fischindustrie.In der Nähe von Danzig etwa werden täglich 115.000 Sushi-Boxen produziert, das sind rund 23 Tonnen Fertig-Sushi auch für deutsche Supermärkte. Der für Sushi besonders beliebte Gelbflossen-Thunfisch ist inzwischen vom Aussterben bedroht. Fischereiexperte Philipp Kanstinger von der Naturschutzorganisation WWF rät deshalb zu kritischem Konsum, denn: „Richtig nachhaltigen Gelflossenthunfisch gibt es so gut wie gar nicht“. Überfischung durch aggressive Fangmethoden, aber auch Massentierhaltung und moderne Arbeitssklaverei sind die Schattenseiten des großen Sushi-Hungers. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 17.06.2026 BR Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 15.10.2025299. Die Russland-Route – Wie deutsche Waren den Weg in Putins Russland finden
Folge 299 (45 Min.)Ein packender Film über geheime Handelswege zwischen Deutschland und Russland mitten im Krieg. Deutschland steht offiziell fest an der Seite der Ukraine. Sanktionen sollen verhindern, dass westliche Technologie in russischen Waffen landet. Politik und Wirtschaft versichern immer wieder, dass Lieferketten unterbrochen seien. Doch stimmt das wirklich? Filmemacher Michael Höft und sein Team machen sich im kältesten Winter der Kriegsjahre auf den Weg nach Kyjiw. Der Himmel über der ukrainischen Hauptstadt wird fast jede Nacht vor allem von einer Waffe bedroht: der Drohne Geran-2. Diese Drohne wurde ursprünglich im Iran als Shahed-Drohne entwickelt und wird inzwischen in Russland selbst produziert.Immer wieder schlagen diese unbemannten Flugkörper in Wohnhäusern ein. Zivilisten sterben in ihren Wohnungen. Bei einem Termin beim ukrainischen Militärgeheimdienst erhält das NDR Team Zugang zu den Überresten abgeschossener Drohnen. Auf Tischen liegen zerlegte Elektronikteile, Kabel und Chips. Experten zeigen den Journalisten Bauteile aus westlicher Produktion. Besonders häufig tauchen elektronische Komponenten deutscher Hersteller auf. Ohne diese Bauteile würden viele der Drohnen nicht fliegen, erklären die Spezialisten dem Team. Doch wie gelangen solche Komponenten trotz der Sanktionen nach Russland? Auch im zivilen Bereich zeigen sich Widersprüche. Zu Beginn der Sanktionen wurde erwartet, dass die russische Luftflotte ohne westliche Ersatzteile schnell stillstehen würde. Doch zahlreiche Maschinen sind weiterhin im Einsatz. Recherchen des NDR deuten darauf hin, dass Komponenten, auch aus dem Umfeld des Luftfahrtkonzerns Airbus mit seinem großen Standort in Hamburg, über Drittstaaten nach Russland gelangen. Eine Spur führt dabei über Kirgistan. Geleakte russische Zollpapiere zeigen detailliert, welche Firmen welche Waren nach Russland geliefert haben und welchen Weg diese Güter genommen haben. Immer wieder führt die Spur nach Zentralasien. Vor allem Kasachstan spielt eine Schlüsselrolle. Die ehemalige Sowjetrepublik hat eine Zollunion und ein Freihandelsabkommen mit Russland. Gleichzeitig können europäische Firmen ihre Produkte problemlos nach Kasachstan exportieren. Seit Beginn des Krieges sind die Handelszahlen stark gestiegen. Mithilfe eines russischen Journalisten im Exil macht sich Michael Höft auf die Suche nach den Zwischenhändlern. In unauffälligen Lagerhallen in Almaty liegen unter anderem Kugellager „Made in Germany“. Von hier aus werden sie weiterverteilt, oft Richtung Russland. Das NDR Team verfolgt Lieferketten, spricht mit anonymen Händlern und konfrontiert deutsche Unternehmen mit ihren Recherchen. Dabei zeigt sich: Offiziell liefert niemand nach Russland. Doch über Umwege funktioniert der Handel weiterhin, präzise organisiert und äußerst lukrativ. Die „NDR Story“ folgt den Spuren deutscher Technologie von deutschen Industriegebieten über Zentralasien bis nach Russland. Der Film zeigt ein System aus Zwischenhändlern, Freihandelszonen und logistischen Schlupflöchern und stellt eine unbequeme Frage: Wenn Sanktionen den Krieg stoppen sollen, warum funktionieren die Lieferketten trotzdem weiter? (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 24.06.2026 BR 300. Unterm Radar: Linksextremismus in Deutschland
Folge 300 (45 Min.)Die investigative Dokumentation zeigt Fälle linksextremistischer Gewalttaten und untersucht, woher die Täter Unterstützung bekommen. Diese sollen ihre Opfer, die zumeist der rechtsextremen Szene zugerechnet werden, brutal attackiert haben. Weil sie dabei mit Hämmern, Teleskopschlagstöcken und Totschlägern vorgingen, werden sie als „Hammerbande“ bekannt. Auch Angriffe auf Infrastrukturen könnten auf das Konto linksextremistischer Täter gehen. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 01.07.2026 BR 301. Gefährliche Apps – Im Netz der Datenhändler
Folge 301 (45 Min.)Apps sammeln detaillierte Standortdaten. Die Informationen landen in einem weltweiten Netzwerk aus Datenhändlern und Werbefirmen. Sie verraten Wohnorte und Arbeitsplätze – bis hin zu Bordellbesuchen oder Klinikaufenthalten. Die Dokumentation zeigt, wie leicht Nutzer ins Visier von Stalkern, Kriminellen oder Geheimdiensten geraten können. Was viele Smartphone-Nutzer wissen: Die Apps auf ihren Handys sammeln detaillierte Standortdaten. Was den meisten jedoch nicht bewusst ist: Die Informationen landen oft in einem undurchsichtigen, weltweiten Netzwerk aus Datenhändlern und Werbefirmen. Es geht um vermeintlich anonyme Daten, die aber Wohnorte und Arbeitsplätze offenbaren – bis hin zu Bordellbesuchen oder Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken.Die Dokumentation zeigt, wie leicht ahnungslose Nutzer ins Visier von Stalkern, Kriminellen oder Geheimdiensten geraten können, und macht deutlich, wie harmlos erscheinende Apps zum Sicherheitsrisiko werden – für Regierungen und auch für Soldaten im Krieg. Grundlage ist eine der bislang größten Recherchen dieser Art: Ein Team aus Bayerischem Rundfunk, netzpolitik.org, Le Monde und weiteren Partnermedien hat rund zehn Milliarden Standortdaten ausgewertet. Eine Spurensuche, die um die halbe Welt führt: zu einer ägyptischen Exiljournalistin in Berlin, die bedroht wird. Nach Brüssel, wo hochrangige Mitarbeitende der EU-Kommission betroffen sind. Nach Washington, wo Politiker ein Sicherheitsrisiko für US-Agenten in Europa sehen. Oder an die ukrainische Front, wo Soldaten in den Datensätzen ihre eigenen Stellungen wiedererkennen. Schließlich führt die Recherche zu einem Händler in Florida, der die Standortdaten deutscher und französischer Smartphone-Nutzer verkauft hat. So entsteht ein Beitrag, der deutlich macht, welch immense Risiken dieses Milliardengeschäft mit sich bringt – auch für Menschen in der Europäischen Union mit ihren vermeintlich strengen Datenschutzregeln. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 08.07.2026 BR 302. Made in Korea – K-Pop und die Superfans
Folge 302 (45 Min.)Mit BTS ist eine der bekanntesten-K-Pop-Bands zurück. In München hat Nhi eine eigene Tanzgruppe gegründet; David hat K-Pop schon als Kind entdeckt, als er im ländlichen Bayern aufgewachsen ist – die androgynen Idole prägen sein Verständnis von Männlichkeit. Für die Ultra-Fans Nathalie und Joana wird ein Traum wahr: Sie werden erstmals BTS live sehen. Ein Filmteam tauchte in die Fanszene ein und erlebte die Leidenschaft, aber auch die Schattenseiten dieser glitzernden Welt. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 15.07.2026 BR 303. Drohnen über der Siedlung – Wer schützt unsere Privatsphäre?
Folge 303 (45 Min.)Jens Wagner von der JVA Frankenthal auf dem Gefängnishof nach einem Drohnenalarm.Bild: Björn Schneider / BR;NDR;rbb;Nordend film / BR/NDR/rbb/Nordend film/Björn SchneiderAls Elena plötzlich eine Drohne vor ihrem Badezimmerfenster entdeckt, ist sie geschockt. Das Fluggerät schwebt nur wenige Meter entfernt in der Luft. Filmt jemand direkt in ihre Räume? Das Gefühl, in den eigenen vier Wänden beobachtet zu werden, lässt sie seitdem nicht mehr los. Drohnen sind Teil unseres Alltags geworden. Für wenige Hundert Euro kann heute nahezu jeder ein leistungsfähiges Fluggerät kaufen. Die Dokumentation begleitet Menschen, die sich durch Drohnen beobachtet, gestört oder sogar ausgespäht fühlen. Gleichzeitig stellt sie rechtliche Fragen: Darf ich mir einfach eine Drohne kaufen und losfliegen? Und was kann ich tun, wenn mein Nachbar immer wieder mit einer Drohne über meinem Grundstück auftaucht? Kann ich herausfinden, wem eine Drohne gehört? Im LKA Nordrhein-Westfalen beschäftigt sich inzwischen ein Drohnen-Forensiker mit dieser Frage.Hansjürgen Köhler aus dem Odenwald ist Deutschlands wohl ungewöhnlichster Drohnen-Ermittler. Der frühere UFO-Forscher betreibt seit Jahrzehnten eine Hotline für rätselhafte Himmelsphänomene. Doch statt fliegender Untertassen melden Menschen inzwischen vor allem eines: unbekannte Drohnen. Immer mehr Menschen fragen sich, wer dort oben unterwegs ist – und warum. „Drohnen über der Siedlung – Wer schützt unsere Privatsphäre?“ erzählt von einem Spielzeug, das sich in unserem Alltag zunehmend zu einem Ärgernis und einer Bedrohung entwickelt hat. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 22.07.2026 BR 304. Geheimtipp Montenegro – Aufbruch oder Ausverkauf?
Folge 304 (45 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 29.07.2026 BR 305. Pornoflut und erste Liebe – Zwischen Verbot und Aufklärung
Folge 305 (45 Min.)Kinder sehen Pornografie immer früher – und haben gleichzeitig ihre ersten sexuellen Erfahrungen so spät wie keine Generation zuvor. Wie passt das zusammen? Für viele Kinder beginnt die sexuelle Sozialisation heute nicht mehr mit Gesprächen in der Familie oder der ersten Verliebtheit, sondern im Internet. Die Reportage verbindet persönliche Geschichten mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und politischen Hintergründen. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 09.09.2026 BR 306. Zwischen Schulbank und Schießstand – Wie Europas Armeen um Nachwuchs werben
Folge 306 (45 Min.)Die Bundeswehr soll laut Verteidigungsminister Pistorius zur konventionell stärksten Armee Europas werden.Bild: Erik Häußler / BR / BR/Erik HäußlerPolitiker befürchten, dass es schon in wenigen Jahren zu einem Angriff Russlands auf NATO- und EU-Gebiet kommen könnte. Europa versucht deshalb, die eigenen Verteidigungsfähigkeiten so schnell wie möglich zu stärken. Bis 2035 soll die Truppe von derzeit 186.000 auf 260.000 aktive Soldaten anwachsen. Deshalb wirbt die Bundeswehr massiv um Nachwuchs – mithilfe von einwöchigen Schnupperangeboten für Jugendliche und junge Erwachsene. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 16.09.2026 BR Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 22.07.2026307. Gemeinsam das Klima retten – Baupläne für eine bessere Zukunft
Folge 307 (45 Min.)Meeting am Küchencontainer von Project Kamp, der Wochenplan wird besprochen.Bild: BR/Sorin DragoiDer Niederländer Dave Hakkens gehört zu einer neuen Generation von Designern, welche die Art und Weise, wie wir unsere Welt gestalten, grundsätzlich hinterfragt. Mit „Precious Plastic“ hat er ein Instrument für lokales Plastikrecycling geschaffen. Vor fast sechs Jahren kaufte er mit Gleichgesinnten in Zentralportugal ein Stück Land. Dort gründete er mit dem „Project Kamp“ ein Labor für eine nachhaltige Zukunft. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 30.09.2026 BR 308. Trügerische Etiketten – Chinas Modemafia in Europa
Folge 308 (45 Min.)In deutschen Fußgängerzonen, auf Wochenmärkten und Flohmärkten kommt man nicht daran vorbei: In unglaublichen Mengen wird Kleidung mit dem Label „Made in Italy“ verkauft, aber zu Billigpreisen, die kaum zu erklären sind. Was steckt dahinter? Danilo Ceccarelli, „Senior Coordinator“ der Europäischen Staatsanwaltschaft EPPO, sagt dazu: „In den letzten 20 Jahren hat sich ein verborgenes System chinesischer Organisationen in der europäischen Textilindustrie ausgebreitet. Niemand hat es gemerkt, auch wir nicht. Bis jetzt.Wir müssen nun massiv gegen ein riesiges EU-weites Netzwerk aus halblegalen, illegalen, teilweise mafiösen und staatli-chen chinesischen Strukturen bei uns vorgehen.“ Die „ARD Story“ geht auf die Spur dieser Geschichte; die Suche führt zunächst in die alte toskanische Textilstadt Prato. Hier werden traditionell edle Stoffe für italienische Mode hergestellt; das Label „“Made in Italy“ ist hier seit Generationen in erster Linie ein Qualitätsversprechen. Aber hier entstand auch das chinesische Fast-Fashion-System, das sich in ganz Europa ausgebreitet hat. In endlosen Fabrikhallen wird hier unter weitgehend unkontrollierten Arbeitsbedingungen Massenware für den europäischen Markt produziert. Mitten in der EU, mit dem attraktiven Label „Made in Italy“. Dieses „System Prato“ floriert und wächst. Längst haben die Summen, um die es geht, vor Ort zu einer spezifischen Form von Gewalt und Kriminalität geführt. Im sogenannten „Kleiderbügelkrieg“, über den die italienischen Medien immer wieder berichten, kommt es regelmäßig zu Bedrohung, Einschüchterung und Schutzgelderpressung; auch einige Mordfälle der vergangenen Monate werden dem Milieu der Fast Fashion zugerechnet. Ermittler und investigative Journalisten gehen davon aus, dass die chinesische Mafia dabei eine entscheidende Rolle spielt. Unterstützung bei der Bekämpfung des „System Prato“ kommt jetzt von ganz anderer Seite; neuerdings gibt es Ermittlungen der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) wegen Schmuggels und Zollbetrugs. Staatsanwalt Ceccarelli und sein Team gehen davon aus, dass der EU seit Jahren Milliarden Euro an Importzöllen und Steuern entgehen. Denn die Stoffe für die Billigmode aus Prato kommen aus China und werden in die EU geschmuggelt, in der Regel über Häfen, die dank der Seidenstraßen-Initiative der chinesischen Regierung bereits teilweise oder mehrheitlich China gehören. Dabei werden Schwachstellen in den Zollbehörden und verschiedene eher laxe EU-Handelsregeln gezielt ausgenutzt. Im Hafen von Piräus, der mehrheitlich dem chinesischen Staatskonzern COSCO gehört, hat die EPPO im Rahmen der „Operation Calypso“ vor einigen Monaten über 2.400 Container aus China beschlagnahmt, korrupte Zöllner und Zwischenhändler verhaftet und der organisierten Kriminalität einen Schaden von über 700 Millionen Euro zugefügt. „Das war erst der Anfang“, sagt Staatsanwalt Ceccareli. Aber die Dimensionen sind gewaltig. Mittlerweile wird das „System Prato“ auch als Blaupause für große Produktionsstätten außerhalb von Paris und Madrid genutzt. Und wie sehr sich die illegalen chinesischen Organisationen in Italien etabliert haben, zeigt ein Phänomen, das selbst erfahrenen Mafiajägern die Sprache verschlägt: Mit Hilfe des Fast Fashion Handels wird europaweit Geld gewaschen, auch das der italienischen Mafia. Der zuständige Staatsanwalt in Prato, Luca Tescaroli, spitzt das so zu: „Jeder, der in Europa ein Modestück von diesen Produzenten kauft, muss wissen, dass er damit die Mafia unterstützt.“ Die „ARD Story“ zeigt das sogenannte „System Prato“ und seine europaweite Dimension auf und macht es sichtbar. Autor Dominik v. Eisenhart-Rothe begleitet EU-Staatsanwalt Ceccarelli und sein Team bei ihren Ermittlungen und Aktionen. In Prato trifft er italienische Investigativjournalisten, die seit Jahren zur Kriminalität rund um die chinesische Fast Fashion recherchieren, Gewerkschafter, die gegen die Ausbeutung in diesen Unternehmen kämpfen, und Aktivisten, die die Umweltschäden durch chemiehaltige Müllberge dokumentieren. Es geht um nicht weniger als – auf der einen Seite – Korruption und Wirtschaftskriminalität in gigantischem Ausmaß und – auf der anderen Seite – um chinesische organisierte Kriminalität, die über Leichen geht. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 07.10.2026 BR 309. Kritisch Reisen: Jakobsweg – Ich bin dann mal anstehen
Folge 309 (45 Min.)Er gehört zu den bedeutendsten Pilgerwegen der Welt. Und die ganze Welt ist auf ihm unterwegs: der Jakobsweg. Seitdem Hape Kerkeling mal weg war, hat sich der Strom der Pilger verfünffacht, zur Hauptsaison kommen mittlerweile Tag für Tag 5000 Pilger am Grab des heiligen Jakobus in Santiago de Compostela an: „Ich kann das Klackern der Wanderstöcke auf dem Asphalt nicht mehr hören,“ sagt Montserat Vilar, die sich in einer Nachbarschaftsinitiative engagiert. Viele Anwohner ärgern sich über grölende Gruppen, stinkende Funktionskleidung, die in der Altstadt zum Trocknen ausgebreitet wird oder Badende im Barockbrunnen.Das Problem beginnt in Sarria, 117 Kilometer östlich von Santiago de Compostela. Hier starten die meisten Pilger, denn sie müssen mindestens 100 Kilometer gewandert sein, um die begehrte Pilgerurkunde zu bekommen. Als Sigrid Möricke (62) in Sarria ankommt, hat sie bereits gut 600 Kilometer auf dem Buckel. Sie geht den Pfad aus spirituellen Gründen. „Bis Sarria war ich oft völlig alleine unterwegs“, sagt sie. Jetzt aber findet sie sich zwischen jungen Menschen, die ihren Rucksack von einem Gepäckservice transportieren lassen, laut Musik hören oder Videos für Social Media machen. Freizeittourismus, findet Sigrid Möricke. Wenn die Pilger an der Kathedrale in Santiago der Compostela ankommen, fallen sich viele weinend in die Arme, skandieren Schlachtrufe, ziehen ihre Schuhe aus. All das betrachtet Bürgermeisterin Goretti Sanmartín vom Rathaus gegenüber. Sie möchte, dass sich etwas ändert in ihrer Stadt. „Wir wollen hin zu einem qualitativen Tourismusmodell, das vor allem Menschen wertschätzt, die hier mehrere Tage verbringen und unsere Kultur kennenlernen möchten und die nicht nur ein paar Runden um die Kathedrale drehen, ein Souvenir kaufen und wieder abreisen.“ Die mächtige Regionalregierung Galiziens dagegen findet: Je mehr, desto besser – davon würde die Region doch enorm profitieren. Das bringt etliche Einwohner Santiago de Compostelas auf die Palme. Ein Protestmarsch zieht um die Altstadt, die zum Unesco Weltkulturerbe gehört. Demonstranten rufen: „Wir wollen Nachbarn und keine Touristen.“ „Ich soll ab sofort 200 € mehr für meine Wohnung zahlen,“ sagt Schauspielerin Iolanda Muiños, die hier seit 25 Jahren lebt. Bezahlbarer Wohnraum wird knapper, auch weil viele Wohnungen legal oder illegal an die Besucher vermietet werden. „Ich werde Santiago verlassen“, sagt Iolanda Muiños. WDR Reporter Ulf Eberle hat sehr unterschiedliche Pilger kennengelernt: Marcello, der mit seiner Katze unterwegs ist. Babette, die die Asche ihres verstorbenen Mannes mit sich trägt. Veronica und ihre Freundinnen, für die Spaß wichtiger ist als Spiritualität. Wie kann es gelingen, dass Pilger und Anwohner besser miteinander auskommen und wie erhält man trotz des Massenandrangs den Zauber des Jakobswegs? Diesen Fragen geht diese Dokumentation nach. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 14.10.2026 BR 310. Bye Bye Bavaria – lassen uns die Amis im Stich?
Folge 310 (45 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 28.10.2026 BR 311. Nächster Halt: Auf die Fresse? Angst in Bus und Bahn
Folge 311 (45 Min.)Viele Menschen fühlen sich in Bus und Bahn nicht mehr sicher. Die „ARD Story“ fragt, wie es um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr steht und was nötig ist, damit Fahrgäste sowie Fahrerinnen und Fahrer sich wieder geschützt fühlen. Die Doku begleitet Beschäftigte und Fahrgäste im Nahverkehr und zeigt, wie sie mit Gewalt, Bedrohungen und Angst umgehen. Fahrerinnen und Fahrer der Rheinbahn in Düsseldorf berichten von Beleidigungen, Bedrohungen und Übergriffen. „Wenn Männer aggressiv und laut werden, hat man immer ein mulmiges Gefühl“, sagt Straßenbahnfahrerin Sabine Weigle. Die Rheinbahn reagiert mit neuen Sicherheitskonzepten. Dazu gehören KI-gestützte Kameras, Bodycams und zusätzliche Sicherheitskräfte.„Ich möchte, dass die Menschen – sowohl die Fahrgäste als auch die Mitarbeiter – spüren, dass wir ihre Ängste und Sorgen ernst nehmen, handeln und dass wir darauf einzahlen wollen, jeden Tag besser zu werden“, sagt Vorstandsvorsitzende Anette Grabbe. Die Doku nimmt auch die Perspektive der Fahrgäste in den Blick und fragt nach den Möglichkeiten und Grenzen von Zivilcourage. Ein Dresdener Fahrgast berichtet, wie er in einen Streit in der Bahn verwickelt war: „Da haben die Leute weggeguckt. Ich würde sagen aus Angst. Aus Angst nicht zu wissen, was vielleicht als nächstes passiert“. „Nächster Halt: Auf die Fresse? Angst in Bus und Bahn“ sucht Antworten auf die Frage, wie der öffentliche Nahverkehr wieder ein sicherer Ort für alle werden kann. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 04.11.2026 BR
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