Vor fast 650 Millionen Jahren tauchten die Quallen in der Erdgeschichte auf, sie schwebten schon lange vor den Fischen durch die Ozeane und überlebten als Meister der Anpassung die großen Massensterben auf der Erde. Nun fluten gut sechzig Quallenarten die französischen Küsten und setzen den Badegästen zu. Der Klimawandel und die Verschmutzung der Meere fördern ihre Verbreitung und auch die Überfischung der Meere, denn viele Fische fressen Quallen. All diese Begebenheiten
sichern ihnen ihre Existenz. Diese Quallen-Flut, nicht nur am Mittelmeer, ist ein ökologisches Alarmsignal. Wissenschaftler erforschen nun vermehrt das Leben, die Fortpflanzung und die Verbreitung von Quallen. Labore versuchen angesichts der Quallen-Flut, ihren möglichen Nutzen für die Industrie zu ermitteln. Und an den Stränden der französischen Mittelmeerküste kümmern sich Ärzteteams um die Opfer der äußerst schmerzhaften Stiche der Quallen. (Text: arte)