ARTE Re: Folge 1693: Nationalparks – Brandherde und Naturparadiese?
Folge 1693
Nationalparks – Brandherde und Naturparadiese?
Folge 1693 (30 Min.)
Jaroslaw Hocko startet eine Drohne mit Wärmebildkamera im Mai 2026 beim Brand im Böhmischen Nationalpark
Bild: MDR/Bettina Wobst
Forciert durch den Klimawandel geraten Nationalparks in Europa unter Druck. Längere Trockenperioden, steigende Temperaturen und immer heftigere Waldbrände verschärfen einen grundlegenden Konflikt: Schützen Nationalparks die Natur – oder gefährden sie auch die Menschen, die in und mit ihr leben? Die Reportage führt in das deutsch-tschechische Grenzgebiet. Dort spitzt sich der Konflikt in den benachbarten Nationalparks Sächsische und Böhmische Schweiz zu. Im tschechischen Grenzort Mezná trifft „Re:“ das Ehepaar Hrdlička, dessen Haus 2022 durch einen großen Waldbrand zerstört wurde.
Verlust, Angst und Wut prägen ihren Blick auf den Nationalpark. Für sie ist klar: Zu wenig Brandvorsorge und große Mengen abgestorbenen Holzes haben das Feuer begünstigt. Dem gegenüber steht der Auftrag der
Nationalparks, die Natur weitgehend sich selbst zu überlassen – bei gleichzeitiger Verantwortung für die Sicherheit der Menschen. Die Waldbrandexperten der Nationalparks, Louis Georgi und Jaroslav Hocko, arbeiten grenzüberschreitend zusammen. Sie entwickeln Strategien zur Früherkennung und Bekämpfung von Bränden, koordinieren Einsatzwege und setzen zunehmend auf Drohnen.
Zwischen diesen Positionen stehen Ranger wie Frank Strohbach, die Tiere und Pflanzen schützen, Besucher sensibilisieren und Brandrisiken minimieren. Kritiker wie der Kartograph Rolf Böhm fordern hingegen mehr Eingriffe. Doch wie belastbar sind diese Strategien? Als im Frühjahr 2026 erneut ein Brand im Nationalpark Böhmische Schweiz ausbricht, steht Brandschützer Jaroslav Hocko mit seinem Team vor der nächsten Bewährungsprobe. (Text: arte)
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Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 16.06.2026