Dokumentation in 5 Teilen, Folge 1–5

    • Folge 2
      Die 60er Jahre waren für die Berliner ein bewegtes Jahrzehnt. In dieser Zeit zwischen Mauerbau und Studentenbewegung erschien die geteilte Stadt immer wieder als Zentrum und Symbol des Kalten Krieges. Der Dokumentarfilm zeigt das alltägliche Leben in Ost und West. Anfangs gab es noch Kuhställe im Wedding, doch bald ärgerten die Jugendlichen ihre Eltern mit Beatles-Frisuren und Twist, Männer wollten keine Hüte mehr tragen, Hobby-Keller waren der letzte Schrei. Der Fernsehturm wurde zum neuen Wahrzeichen Ost-Berlins, man wollte beim Aufbau im Ostteil der Stadt mit dem Westen mithalten. Die Frauen entdeckten Pille und Minirock. Werbefilme aus den 60er Jahren geben die Atmosphäre der Zeit ebenso wieder wie die damals „angesagte“ Musik: In Ost-Berlin reichte die Geschmackspalette von Bärbel Wachholz bis zum Oktober-Club, im Westen von Bill Ramsey bis Jimi Hendrix. (Text: rbb)
      Deutsche TV-PremiereFr 18.04.2003RBB Brandenburg
    • Folge 3
      Bunt, laut, politisch aufwühlend – eine Stadt im Wandel, so erlebten die Berliner die siebziger Jahre. Erich Honecker wurde zum ersten Mann der DDR, die Ost/​West-Beziehungen entspannten sich, die Ölkrise brachte die Wirtschaft ins Schleudern, Atomkraftgegner formierten sich und Terroranschläge erschütterten die Bundesrepublik. In dem Feature „Alltag in Berlin – Die siebziger Jahre“ stehen diese historischen Ereignisse allerdings nicht im Mittelpunkt. Es geht viel mehr um das alltägliche Leben in der geteilten Stadt. Es war viel los in Berlin: Hippies inspirieren mit ihren Gewändern die Maximode. Die Trimm-Dich-Bewegung löst eine Fitnesswelle aus. Junge Leute kaufen ihre Möbel beim Trödler. Die Jesus-Bewegung findet immer mehr Anhänger. Ein neuer Stadtteil namens Marzahn entsteht. Spanien wird zum Urlaubsziel Nummer Eins.
      Das Jahr der Frau will mit alten Klischees aufräumen. Der Palast der Republik wird eröffnet. In Wohngemeinschaften werden neue Formen des Zusammenlebens ausprobiert. Die Discowelle lockt Teenager in die Tanzschulen. Punks artikulieren ein neues Lebensgefühl. Viele Aufnahmen sind zum ersten Mal seit fast 30 Jahren wieder im Fernsehen zu sehen. Das Ganze wird ergänzt durch historische Werbeclips und reichlich Musik: Puhdys, Daliah Lavi, Ton Steine Scherben, Vader Abraham, The Sweet, Renft, Nina Hagen, Michael Holm, Abba und Village People – sie alle prägten den Sound der siebziger Jahre. (Text: rbb)
      Deutsche TV-PremiereFr 03.10.2003RBB Brandenburg
    • Folge 4
      Am Anfang der achtziger Jahre herrschte scheinbar Ruhe in Ost und West, am Ende gab es gewaltige Veränderungen: Berlin, die eingezäunte Frontstadt bzw. die Hauptstadt der DDR wurde zur wiedervereinten Metropole inmitten eines sich wandelnden Europas. Aber auch sonst gab es Ereignisse, die dieses Jahrzehnt und diese Stadt prägten – Tschernobyl, Aids, die Hausbesetzungen und rechter Terror, die Friedensbewegung und Ausreisewelle. Und es gab die Politiker dazu: Ronald Reagan, Michail Gorbatschow und Helmut Kohl. Doch der Film von Stephan Düfel erinnert nicht nur an die Eckdaten der Geschichte. Es geht in erster Linie um den Alltag in Ost- und Westberlin. Um Popper und Punks, um New-Wave-Mode und FKK-Clubs, um Reisen in ferne Länder und Urlaub im Schatten der Mauer.
      Die Aerobic-Welle erfasst in den Achtzigern die West-Berliner, und wer was auf sich hält, trägt teure Markenklamotten und isst feine Delikatessen. In Ostberlin wird das Stadtzentrum ordentlich renoviert und DDR-Bürger können Kreuzfahrten nach Kuba unternehmen. Dennoch flüchten immer mehr Menschen in Botschaften, in der Hoffnung, so ihre Ausreise aus der DDR zu erzwingen. (Text: rbb)
      Deutsche TV-PremiereMo 31.05.2004rbb
    • Folge 5
      e Mauer ist weg. Was nun? Es soll zusammenwachsen, was zusammengehört. Die 90er Jahre in Berlin sind geprägt von den Annäherungsversuchen zwischen Ost und West. Nach der ersten Euphorie wird den Berlinern in beiden Teilen der Stadt schnell klar, dass die Vereinigung viele Probleme mit sich bringt: Stasi-Akten, ungeklärte Besitzverhältnisse, Besserwessis und Ostalgiker. Der Film von Stephan Düfel zeigt, wie sich Berlin in den 90er Jahren verändert hat. Es ist eine ereignisreiche Zeit, auch für das alltägliche Leben der Berliner. Plötzlich eröffnen illegale Clubs, die Oranienburger Straße wird der Ku’damm des Ostens, auf dem Potsdamer Platz wachsen Häuser in die Höhe, der Palast der Republik muss schließen, und die Love Parade lockt über 200.000 Techno-Fans in die neue Hauptstadt Deutschlands.
      Der kurzweilige Rückblick auf die bewegten 90er Jahre wird abgerundet mit Nachrichten aus aller Welt und reichlich Musik: Guildo Horn, DJ Marusha, Element of Crime, Silly, Rosenstolz, Max Raabe, die Fantastischen Vier oder Pur – sie alle prägten den Sound der 90er Jahre (Text: rbb)
      Deutsche TV-PremiereMi 27.12.2006rbb

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