2026 (Folge 3696⁠–⁠3715)

  • Folge 3696 (46 Min.)
    Bild: Arte
    Deutsche TV-Premiere Fr. 02.01.2026 arte
  • Folge 3697 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 03.01.2026 arte
  • Folge 3698 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 05.01.2026 arte
  • Folge 3699 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 07.01.2026 arte
  • Folge 3700 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 08.01.2026 arte
  • Folge 3701 (46 Min.)
    (1): Alex Lutz: Wenn Trauer zu einem witzigen und bewegenden Dialog wird Alex Lutz, zweifacher Molière-Preisträger und César-Gewinner als bester Schauspieler, kehrt mit „Sexe, Grog et Rocking Chair“ auf die Bühne zurück. In dem neuen Stück würdigt der Schauspieler, Regisseur und Komiker seinen 2022 verstorbenen Vater und versucht, seine eigene Generation mit der seines Vaters zu versöhnen. Begleitet von seinem Pferd und dem Gitarristen Vincent Blanchard bewegt sich die Show zwischen Humor und Emotion. Zu sehen ist sie ab dem 5. Januar 2026 im Cirque d’hiver in Paris. Alex Lutz ist heute Abend unser Gast. (2): Venezuela: Trump und die „Donroe“-Doktrin – ein neuer US-Imperialismus? In der Nacht vom 2. auf den 3. Januar 2026 führten die USA in Caracas eine groß angelegte Militäroperation durch. Ziel war die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro und seiner Frau sowie ein Machtwechsel in Venezuela. Maduro, derzeit in einem New Yorker Gefängnis inhaftiert, soll am Montag, den 5. Januar, wegen „Drogenterrorismus“ vor einen US-Richter treten. Die internationalen Reaktionen auf die Entführung des venezolanischen Staatschefs fallen unterschiedlich aus. Donald Trump kündigte an, auch Kuba, Kolumbien und Grönland ins Visier zu nehmen. Mit dem Einsatz beruft er sich auf die sogenannte „Donroe“-Doktrin, nach der die amerikanische Vorherrschaft in der westlichen Hemisphäre nicht mehr in Frage gestellt werden dürfe. Außerdem: Xavier Mauduit zum Auftakt des „Dry January“ über die Ursprünge des Kampfes gegen den Alkoholismus in Frankreich Ende des 19. Jahrhunderts und Marie Bonnisseau darüber wie Eidechsen ihre Paarungschancen zu erhöhen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 09.01.2026 arte
  • Folge 3702 (46 Min.)
    (1): Trump will venezolanisches Öl: Schwarzes Gold, eine amerikanische Obsession? Die USA haben ihre Macht teilweise auf Öl aufgebaut und es zu einer Säule ihrer Außenpolitik gemacht. Die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär am 3. Januar fügt sich in diese Geschichte ein. Donald Trump erklärte anschließend, amerikanische Ölkonzerne würden nach Venezuela reisen, Milliarden investieren, die beschädigte Infrastruktur reparieren und Einnahmen für das Land schaffen. Zugleich kündigte er an, die USA würden „große Mengen Öl verkaufen“. Venezuela verfügt über die weltweit größten Ölreserven. Über die Rolle fossiler Energie in der amerikanischen Außenpolitik spricht „28 Minuten“ mit Marc-Antoine Eyl-Mazzega, Energiegeopolitik-Experte und Leiter des Zentrums für Energie und Klima am Ifri (Französisches Institut für internationale Beziehungen). (2): Proteste im Iran: Gnadenstoß für das Mullah-Regime oder ein Schlag ins Wasser? Am 28. Dezember begannen Juweliere und Devisenhändler im Teheraner Basar gegen den Verfall der Landeswährung Rial zu protestieren. Die Bewegung weitete sich rasch auf andere Händler und Universitäten aus. Wirtschaftliche Forderungen gingen in politische Parolen über, darunter „Tod dem Diktator“. Die Regierung reagiert mit Repression, erkennt aber zugleich wirtschaftliche Nöte an. Am 4. Januar kündigte sie eine monatliche Unterstützung von zehn Millionen Rial (umgerechnet sechs Euro) pro Person für vier Monate an. Diese vergleichsweise versöhnliche Haltung erklärt sich durch die regionale Schwäche des Regimes: der Verlust Syriens unter Baschar al-Assad, der Einflussverlust der Hisbollah sowie israelische und amerikanische Angriffe auf iranische Nuklearanlagen. Donald Trump drohte zudem mit militärischem Eingreifen, sollte es bei den Protesten zu zivilen Todesopfern kommen. Außerdem: Xavier Mauduit über die Ursprünge der ambulanten Medizin anlässlich des Streiks niedergelassener Ärzte und Marie Bonnisseau über den wachsenden Erfolg virtueller Kaminfeuer auf YouTube und Netflix. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 10.01.2026 arte
  • Folge 3703 (46 Min.)
    Unbegleitete Minderjährige in Frankreich: Superhelden „Alles ist gut“ – Diese drei Worte schicken unbegleitete Minderjährige nach ihrer Ankunft in Frankreich an ihre Familien. Sie stehen für Zurückhaltung und geben dem ersten abendfüllenden Dokumentarfilm von Thomas Ellis seinen Titel. Der Journalist und Mitbegründer der Agentur Babel begleitete in Marseille mit seiner Kamera fünf Jugendliche aus Guinea, der Elfenbeinküste und Algerien. Der Film zeigt ihren Alltag, ihre Hoffnungen und die Schwierigkeiten einer Gesellschaft, die Mühe hat, sie zu verstehen. Zum Kinostart am Mittwoch, den 7. Januar, begrüßen wir Thomas Ellis und Junior Tano, einen der Protagonisten. Ukraine, Grönland: Sind die Amerikaner Verbündete oder Gegner der Europäer? Am 6. Januar trafen sich in Paris die 35 Mitgliedstaaten der sogenannten „Koalition der Willigen“, zu der fast alle europäischen Länder, Kanada sowie die Führung von NATO und EU gehören. Ziel war es, Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Fall eines Waffenstillstands mit Russland zu beraten. Anwesend waren die amerikanischen Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner sowie der ukrainische Präsident Volodymyr Selenskyj. Die Koalition kündigte die mögliche Entsendung einer „multinationalen Truppe“ in die Ukraine sowie einen „Mechanismus zur Überwachung des Waffenstillstands unter amerikanischer Führung“ an. Doch nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten durch die USA und Donald Trumps wiederholten Äußerungen zur Souveränität Grönlands wächst in Europa die Frage, ob die Vereinigten Staaten weiterhin als verlässlicher Sicherheitsgarant gelten können. Eisige Luft aus der Arktis weht über Frankreich: Anlass für Xavier Mauduit, über Wilson Bentley zu berichten, einen Amerikaner, dem 1885 die erste präzise Fotografie einer Schneeflocke gelang. Marie Bonnisseau beschäftigt sich mit „Smart Bricks“, die neuen technologischen Bausteine von Lego. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 12.01.2026 arte
  • Folge 3704 (46 Min.)
    Die Gärtnerin der Korallen: Kampf um die Artenvielfalt Im Oktober 2025 warnten 160 Forschende in einem Bericht vor einem ökologischen Kipppunkt durch das massenhafte Absterben der Korallenriffe infolge der globalen Erwärmung. Rund 25 % der marinen Artenvielfalt leben in, auf und um diese Riffe. Sandrine Treyvaud, bekannt als „Korallengärtnerin“, engagiert sich seit 2017 für deren Schutz. Als Leiterin des französischen Zweigs der Organisation Ocean Quest Global arbeitet sie an der Regeneration geschädigter Riffe und bildet sogenannte „Korallengärtner“ aus. Mercosur: Verliert die französische Landwirtschaft alles? Am 8. Januar fuhren trotz eines Präfekturverbots Traktoren der Coordination rurale nach Paris. Die Demonstranten zogen über die Place de l’Étoile bis zum Eiffelturm, um gegen die mögliche Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und den Mercosur-Staaten zu protestieren. Seit mehr als 25 Jahren wird über das Abkommen verhandelt. Französische Landwirte beklagen unlauteren Wettbewerb durch südamerikanische Importe zu sehr niedrigen Preisen. Um die Vorbehalte einzelner Mitgliedstaaten, insbesondere Frankreichs, zu überwinden, stellte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zusätzliche Garantien in Aussicht. Die französische Regierung reagierte mit einem Erlass, der den Import von Agrarprodukten aussetzt, die mit in Europa verbotenen Substanzen behandelt wurden. Außerdem: 30 Jahre nach dem Tod von François Mitterrand führt uns Xavier Mauduit nach Jarnac, dem Geburtsort des ehemaligen Präsidenten, wo eine Gedenkfeier geplant ist. Marie Bonnisseau befasst sich mit dem Kampf gegen Haarausfall in Südkorea. Dort schlägt der Staatschef eine Erstattung von Haarimplantaten vor. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 13.01.2026 arte
  • Folge 3705 (46 Min.)
    Am Freitag analysierte Renaud Dély die Woche zusammen mit unseren Clubmitgliedern. Mit dabei: Jean Quatremer (Journalist, Experte für europäische Fragen), Laetitia Strauch-Bonart (Publizistin und freie Journalistin), Nesrine Slaoui (Schriftstellerin und Journalistin) und der Pressezeichner Pascal Gros. Mercosur-Abkommen: Frankreich sagt nein Am 8. Januar gingen in Paris Hunderte von Landwirten auf die Straße. Sie protestierten gegen die systematische Keulung von Rinderherden, die an der Knötchenkrankheit erkrankt sind, sowie gegen die bevorstehende Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und den Mercosur-Staaten. Am Freitag stimmte eine Mehrheit der europäischen Länder für das Abkommen, Frankreich jedoch dagegen. Reicht das Nein der Regierung aus, um die Sorgen der Landwirte zu beantworten? Laut Weißem Haus prüft Donald Trump „aktiv“ den Kauf von Grönland In Krisenzeiten rückt Europa zusammen. Donald Trumps Ambitionen, sich das autonome dänische Gebiet Grönland anzueignen, haben die Europäer in der Frage ihrer Souveränität zusammengeschweißt. Spanien, Dänemark, Deutschland, das Vereinigte Königreich, Italien, Polen und Frankreich erklärten gemeinsam: „Grönland gehört seinem Volk“. Washington schließt nicht aus, Gewalt anzuwenden, um seine Ziele zu erreichen. Wir begrüßen den Romancier Richard Gaitet, der sein erstes Jugendbuch Les ours blancs ne perdent pas le nord (Die Eisbären verlieren nicht die Orientierung, Verlag École des loisirs) veröffentlicht. Der Roman erzählt von dem Eisbären Ob, der vor den Folgen der Erderwärmung aus der Arktis flieht, und von der jungen Inuit Kara, die bereit ist, gegen die Verantwortlichen der Umweltzerstörung zu kämpfen. Seit Renee Nicole Good am Rande einer Demonstration gegen die Trump-Regierung in Minneapolis von einem Beamten der Einwanderungspolizei ICE erschossen wurde, ist die Stadt in Aufruhr. Laut US-Innenministerin Kristy Noem handelte der Beamte in Notwehr gegen einen „Angriff auf ein Fahrzeug“. Diese Darstellung wird jedoch durch Videos und zahlreiche Zeugenaussagen in Frage gestellt. Der demokratische Bürgermeister der Stadt forderte ICE daraufhin auf, Minneapolis zu verlassen. Das Duell der Woche von Frédéric Says. Am 5. und 7. Januar sorgten starke Schneefälle in Paris und der Region Île-de-France für zahlreiche Unfälle. Wer trägt die Verantwortung – Meteo France, die Stadt oder die Autofahrer? Im Internet tobt die Debatte, kann aber die vielen lustigen Momente und Rutschpartien nicht überschatten. Julia Van Aelst berichtet in ihrem Point Com. Außerdem: die Internationale Schlagzeile zur Entführung von Nicolás Maduro, die von unseren Gästen ausgewählten Fotos der Woche sowie David Castello-Lopes’ „Welt der Dinge“ über Rum. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 14.01.2026 arte
  • Folge 3706 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 15.01.2026 arte
  • Folge 3707 (46 Min.)
    (1): Evangelikale Kirchen – eine Macht, die die Welt erobert? Der Evangelikalismus hat seine Wurzeln im 16. Jahrhundert und entwickelte sich im Zuge der protestantischen Reformation. Heute stellt er mit über einer Million Gläubigen die drittgrößte christliche Strömung in Frankreich dar. Charakteristisch für diese Bewegung sind die bewusste Entscheidung zur Gläubigentaufe, die zentrale Bedeutung der Bibel sowie ein ausgeprägter missionarischer Anspruch. Über dieses Phänomen spricht der Historiker und Soziologe Sébastien Fath, Autor des Buches „Le nouveau pouvoir évangélique“ (Grasset). Im Gespräch analysiert er die Entwicklung und den Einfluss der evangelikalen Bewegung in Frankreich. (2): Streik der niedergelassenen Ärzte: Steht das Gesundheitssystem in Frankreich vor dem Aus? Am 10. Januar gingen in Paris mehrere tausend Allgemein- und Fachärzte aus ganz Frankreich auf die Straße. Während die Organisatoren von 20.000 Teilnehmern sprachen, bezifferte die Polizei die Zahl auf 5.000. Auslöser des Protests war das Mitte Dezember verabschiedete Gesetz zur Finanzierung der Sozialversicherung. Es erlaubt der Krankenkasse, Honorare für medizinische Leistungen einseitig zu kürzen, sofern bestimmte Tätigkeiten als übermäßig profitabel eingestuft werden – ohne vorherige Verhandlungen mit den Gewerkschaften. Hinter dem Widerstand steht jedoch eine grundlegendere Unzufriedenheit: Die Protestierenden bemängeln den Mangel an ausgebildeten Ärzten in bestimmten Fachrichtungen sowie geplante Einschränkungen der Niederlassungsfreiheit, mit denen die Regierung dem Ärztemangel in strukturschwachen Regionen begegnen will. Die Protestierenden hatten bereits zu einem zehntägigen Streik vom 5. bis 15. Januar aufgerufen. Nicht dringende Behandlungen wurden abgesagt, Operationen verschoben. Am 11. Januar eskalierte der Konflikt: Über 2.000 Ärzte reisten nach Brüssel, um gegen mögliche Zwangsrekrutierungen in Frankreich zu protestieren. Außerdem: Während das Mullah-Regime im Iran derzeit gewaltsam gegen die eigene Bevölkerung vorgeht, blickt Xavier Mauduit auf die Islamische Revolution von 1979 zurück, die zum Sturz des Schahs führte. Marie Bonnisseau erzählt die Geschichte von Karl Bushby, der seine Weltumrundung zu Fuß nach mehr als 27 Jahren bald beendet hat. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 16.01.2026 arte
  • Folge 3708 (46 Min.)
    (1): Die Vorsitzende des Vereins für kleinwüchsige Menschen kämpft gegen Klischees In Frankreich leben rund 10.000 Menschen mit Kleinwuchs. Es existieren etwa 500 verschiedene Formen dieser Behinderung, die noch immer häufig zu Diskriminierung führt. Neben medizinischen Einschränkungen bedeutet Kleinwuchs auch eine erhebliche psychologische Belastung, geprägt von Blicken und gesellschaftlichen Zuschreibungen. Violette Viannay ist Vorsitzende des Vereins für Menschen mit Kleinwuchs, Kabinettschefin im Kulturministerium und Vizepräsidentin des Nationalen Beratungsgremiums für Menschen mit Behinderung. Sie engagiert sich für realistischere Darstellungen von Kleinwuchs. Darüber berichtet sie in „Pour quelques centimètres en moins“, einem von ihr herausgegebenen Sammelband mit persönlichen Erzählungen. (2): Berufungsverfahren: Ist Marine Le Pen geschwächt, während der RN gestärkt wird? Ob Marine Le Pen 2027 als Kandidatin des Rassemblement National zur Präsidentschaftswahl antreten kann, entscheidet sich im Berufungsverfahren zur Affäre um mutmaßlich fiktive Stellen von EU-Parlamentsassistenten des FN. Das Verfahren beginnt am 13. Januar, das Urteil wird vor dem Sommer erwartet. In erster Instanz wurde Le Pen zu vier Jahren Haft, davon zwei ohne Bewährung, sowie zu fünf Jahren Unwählbarkeit mit vorläufiger Vollstreckung verurteilt, sodass die Berufung keine aufschiebende Wirkung entfaltet. Seitdem bereitet die Partei mit RN-Chef Jordan Bardella einen alternativen Kandidaten für 2027 vor. Diese Strategie scheint bei der Wählerschaft anzukommen: Laut der jährlichen Studie des Beratungsunternehmens Verian für „L’Hémicycle“ und „Le Monde“ halten 70 Prozent der RN-Sympathisanten den 30-Jährige für den aussichtsreicheren Kandidaten. Außerdem: Xavier Mauduit zur Intelligenz von Primaten nach dem Tod von Ai, einem Schimpansenweibchen, das die Forschung maßgeblich geprägt hat. Marie Bonnisseau berichtet über „Gangsta Fishing“, eine illegale Fischereipraxis, die in Frankreich zunehmend Anhänger findet. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 17.01.2026 arte
  • Folge 3709 (46 Min.)
    Die Wiege der Menschheit liegt in Afrika In Marokko entdeckte Fossilien, die kürzlich auf ein Alter von 773.000 Jahren datiert wurden, stützen die Hypothese, dass Homo sapiens und Homo erectus ihren Ursprung in Afrika haben. Damit wird die Theorie in Frage gestellt, nach der unsere Vorfahren außerhalb Afrikas entstanden und erst später dorthin wanderten. Jean-Jacques Hublin ist Paläoanthropologe, eine Disziplin, die sich mit der Erforschung der Evolution der menschlichen Abstammungslinie befasst, und Professor am Collège de France. Er ist Hauptautor einer Anfang Januar in der Zeitschrift Nature veröffentlichten Studie, die unser Verständnis der geografischen Ursprünge der Menschheit neu ordnet. Kann die iranische Gesellschaft das Mullah-Regime allein überwinden? Nach Angaben der NGO HRANA (Human Rights Activists News Agency) hat das gewaltsame Vorgehen des iranischen Regimes gegen die landesweiten Proteste bereits mehr als 2500 Todesopfer gefordert. Zudem wurden demnach über 18.000 Demonstranten festgenommen. Das US-Außenministerium spricht von 10.600 Verhaftungen und erklärt, dass am Mittwoch die erste Hinrichtung eines Demonstranten bevorstehen könnte. Donald Trump kündigte an, die USA würden im Falle von Hinrichtungen „sehr hart“ reagieren. Zugleich rief er die iranischen Demonstrierenden auf, „die Kontrolle über die Institutionen zu übernehmen“. Außerdem: Während in französischen Supermärkten die Eier knapp werden, erinnert Xavier Mauduit an Alexandre Dumas’ Grand dictionnaire de cuisine, in dem das Thema Eier mehrere Seiten einnimmt. Marie Bonnisseau analysiert, warum viele Mädchen im Teenageralter den Sport aufgeben. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 19.01.2026 arte
  • Folge 3710 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Di. 20.01.2026 arte
  • Folge 3711 (46 Min.)
    Iran: Wird sich das Regime dank beispielloser Unterdrückung halten können? Seit Beginn der Massenproteste gegen das Mullah-Regime Ende Dezember wurden nach Angaben der in Norwegen ansässigen NGO Iran Human Rights mehrere Tausend Menschen getötet. Seit dem 8. Januar hat das Regime das Internet vollständig abgeschaltet. Grönland – Ukraine: Muss Frankreich stärker aufrüsten? Angesichts der Spannungen mit den USA wegen Grönland zeigte sich Emmanuel Macron bei seinen Neujahrsgrüßen an die Streitkräfte am 15. Januar offensiv. „Um in dieser so brutalen Welt mächtig zu sein, muss man schneller und stärker handeln“, erklärte er. Er forderte eine zusätzliche Anstrengung von 36 Milliarden Euro, um die Wiederbewaffnung Frankreichs zu beschleunigen. „28 Minuten“ begrüßt Nathalie Bittinger, Autorin und Dozentin für Filmstudien, die das Buch „Gardez l’œil sur le donut, pas sur le trou! Dans la tête de David Lynch“, veröffentlicht hat. Anhand von Zitaten taucht sie in das Werk des amerikanischen Regisseurs ein, der vor einem Jahr gestorben ist. Die zweitgrößte Landwirtschaftsgewerkschaft Frankreichs, die Coordination rurale, musste Polizeisperren durchbrechen, um mit ihren Traktoren nach Paris zu gelangen und gegen das EU-Mercosur-Abkommen zu protestieren. Die FNSEA, die größte Gewerkschaft, durfte hingegen mehr als 300 Traktoren in die Nähe der Nationalversammlung bringen: das Duell der Woche von Frédéric Says. Der RN-Abgeordnete Matthias Renault aus dem Departement Somme reichte in der Nationalversammlung einen Änderungsantrag ein, um Subventionen für „ideologische und militante“ Festivals, darunter die Trans Musicales in Rennes, zu kürzen. Dieses Musikfestival hat jedoch nichts mit Transgender-Personen zu tun. Natacha Triou berichtet. Außerdem: die Internationale Schlagzeile über das Finale des Afrika-Cups, die von unseren Gästen ausgewählten Fotos der Woche sowie die David Castello-Lopes’ Welt der Dinge zum Thema Tauchen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 21.01.2026 arte
  • Folge 3712 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 22.01.2026 arte
  • Folge 3713 (46 Min.)
    (1): Made in France: Ein Theaterstück über das Überleben einer Fabrik Made in France greift ein wirtschaftliches und soziales Thema auf, das Frankreich seit Jahren bewegt: die Deindustrialisierung. Das von Samuel Valensi in Zusammenarbeit mit Paul-Éloi Forget geschriebene und inszenierte Stück wird bis Ende April im Théâtre de la Renaissance gezeigt. Es erzählt die Geschichte von Emile, einem Häftling, der eine Strafmilderung erhalten hat und tagsüber in einer Fabrik arbeiten darf. Kaum dort angekommen, erfährt er, dass die Fabrik geschlossen werden soll. Es beginnt ein erbitterter Kampf der Gewerkschaften. Samuel Valensi ist zu Gast bei „28 Minuten“. (2): Grönland: Welchen Preis sind die Europäer bereit zu zahlen? Nach der Entsendung europäischer Soldaten in das autonome dänische Gebiet Grönland, das Donald Trump begehrt, haben sich die Spannungen mit dem amerikanischen Präsidenten verschärft. Er nahm acht europäische Länder ins Visier, die sich „zu einem unbekannten Zweck nach Grönland begeben haben“, und droht ihnen mit einem Zollaufschlag von zehn Prozent ab dem 1. Februar. Diese Woche soll ein Sondergipfel der 27 stattfinden, um auf diese wirtschaftliche Offensive zu reagieren. Der französische Wirtschaftsminister Roland Lescure reist am Montag nach Berlin, um sich mit seinem deutschen Amtskollegen über die Aktivierung des Anti-Zwangsinstruments der EU zu sprechen. Dieses bislang nie eingesetzte Handelsinstrument erlaubt es, Importe aus einem Land zu begrenzen, seinen Zugang zu öffentlichen Märkten zu beschränken und Investitionen zu blockieren. Außerdem: Während der Piton de la Fournaise auf La Réunion ausgebrochen ist, erzählt Xavier Mauduit die Geschichte zweier Expeditionen zur Erforschung des Vulkans in den Jahren 1768 und 1801. Marie Bonnisseau berichtet über Kim Ju-ae, die Tochter von Kim Jong-un in Nordkorea. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 23.01.2026 arte
  • Folge 3714 (58 Min.)
    (1): Im Schatten von Donald Trump: Die Machtübernahme der Neoreaktionäre Vor einem Jahr wurde Donald Trump für seine zweite Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Seitdem scheint er zentrale Vorstellungen neoreaktionärer Denker umzusetzen. Einer von ihnen ist Nick Land, ein libertärer britischer Philosoph, der den Begriff der „Dunklen Aufklärung“ geprägt hat. Diese Strömung richtet sich gegen den Universalismus der Aufklärung, stellt die Menschenrechte im Namen von Effizienz und Leistungsfähigkeit infrage und will progressive Institutionen zerstören, die aus ihrer Sicht den Staat schwächen. Der Politikwissenschaftler Arnaud Miranda analysiert diese Ideologie, die in der Trump-Bewegung an Einfluss gewinnt, in seinem Buch „Les lumières sombres“ (Die dunkle Aufklärung), das am 22. Januar bei Gallimard erscheint. (2): Ein Haushalt für 2026 – aber zu welchem Preis? Um den Haushalt 2026 zu verabschieden, greift Premierminister Sébastien Lecornu „mit Bedauern und Bitterkeit“ auf Artikel 49.3 zurück und umgeht damit die Abstimmung im Parlament. Anfang Oktober hatte er noch angekündigt, auf dieses Verfahren zu verzichten. „La France insoumise“ kündigte bereits einen Misstrauensantrag an. Der „Parti socialiste“ wird ihn voraussichtlich nicht unterstützen, nachdem er Zugeständnisse wie der Erhöhung der Aktivitätsprämie und die allgemeine Einführung von Ein-Euro-Mahlzeiten für Studierende erreicht hat. Auch der „Rassemblement National“ reichte einen Antrag ein. Der Haushalt sieht vor, große Unternehmen stärker zu belasten. So bleibt die Sondersteuer auf die Gewinne großer Konzerne in Höhe von acht Milliarden Euro bestehen, statt halbiert zu werden. Außerdem: Xavier Mauduit über die Geschichte des Golden Retrievers, der erstmals zur beliebtesten Hunderasse der Franzosen wurde, und Marie Bonnisseau über die scharfe Kritik von Matt Damon an Netflix und den Regeln, die die Plattform für Filme und Serien vorschreibt. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 24.01.2026 arte
  • Folge 3715 (58 Min.)
    (1): Diese Neurowissenschaftlerin stürzt Prominente von ihrem Sockel Ein Name, ein Gesicht, eine Unterschrift, eine Stimme: Gehören diese Merkmale zu einer anerkannten Persönlichkeit, wirken sie sofort vertrauenserweckend und greifbar. In ihrem neuesten Essay „Contre les figures d’autorité“ (Gegen Autoritätspersonen, Verlag Rue de l’échiquier) untersucht die Neurowissenschaftlerin Samah Karaki die Mechanismen des Gehirns im Umgang mit solchen „Autoritätspersonen“. Sie ist heute Abend unser Gast. (2): Rollt Donald Trumps chaotische Politik China den roten Teppich aus? Mit einem Handelsüberschuss von mehr als 1.200 Milliarden Dollar im Jahr 2025 erreichte China einen historischen Rekord. Zugleich musste sich die zweitgrößte Wirtschaftsmacht mit einem von Donald Trump geführten Handelskrieg auseinandersetzen. Auf dem Höhepunkt der Krise wurden die Zölle auf chinesische Importe in die USA auf bis zu 145 Prozent erhöht. Peking passte daraufhin seine Handelsstrategie an, um den wirtschaftlichen Aufschwung zu sichern. Auch diplomatisch verfolgt China einen anderen Kurs: Während Washington mit lautstarken Initiativen auftritt, setzt Peking auf Beschwichtigung und Zurückhaltung. Außerdem: Während außergewöhnlich starke, mit bloßem Auge sichtbare Nordlichter das ganze Land faszinierten, widmet sich Xavier Mauduit den Mythen und Legenden rund um dieses atemberaubende Naturphänomen. Marie Bonnisseau berichtet über die Rückkehr der Zauberkunst, die derzeit vor allem in New York wieder großen Zulauf hat. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 26.01.2026 arte

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