2026 (Folge 3716⁠–⁠3735)

  • Folge 3716 (58 Min.)
    Bild: Arte
    (1): Leugnung des Krieges: Ist Europa blind gegenüber der Realität? „Nach dem Zusammenbruch der UdSSR im Jahr 1991 glaubten wir, für immer von der Möglichkeit einer Kriegskatastrophe in Europa befreit zu sein“, schreibt der Historiker Stéphane Audoin-Rouzeau in seinem jüngsten Essay Notre déni de guerre (Unsere Leugnung des Kriegs, Verlag Seuil Libelle). Der russische Angriff auf die Ukraine 2022 habe diese Gewissheit zerstört und den Krieg auf den europäischen Kontinent zurückgebracht. Stéphane Audoin-Rouzeau ist heute Abend unser Gast. (2): Syrien: Muss man sich Sorgen über ein Wiederaufleben des Islamischen Staates machen? Seit mehreren Tagen führen die syrischen Streitkräfte eine Offensive gegen die Syrischen Demokratischen Kräfte, die vorwiegend aus Kurden bestehen, in den von ihnen kontrollierten Gebieten im Nordosten des Landes. Mit der gewaltsamen Rückeroberung bestimmter Zonen übernimmt die Regierung in Damaskus wieder die Verwaltung der Lager für Gefangene des Islamischen Staates und deren Angehörige. Bislang waren die Kurden für diese Lager zuständig, nachdem sie im Kampf gegen den IS eine zentrale Rolle gespielt hatten. Nach Angaben des US-Außenministeriums werden dort 9.000 mutmaßliche IS-Kämpfer festgehalten, darunter etwa ein Drittel Ausländer. Außerdem: Xavier Mauduit über die Geschichte der ältesten bekannten Höhlenmalerei, einer mit Schablone gemalten Hand, die in Indonesien entdeckt wurde, und Marie Bonnisseau über die Kampagne „Too much?“ der Kunststofflobby, die Kunststoffverpackungen wieder salonfähig machen will. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 27.01.2026 arte
  • Folge 3717 (58 Min.)
    Am Freitag entschlüsselt Renaud Dély die Ereignisse der Woche zusammen mit unseren Clubmitgliedern. Heute dabei: Iannis Roder (Geschichtslehrer an einem Collège in Seine-Saint-Denis), Catherine Tricot (Leiterin der Zeitschrift Regards), Julie Graziani (Publizistin) sowie die Pressezeichnerin Louison. Misstrauensanträge abgelehnt: Bleibt Sébastien Lecornu im Amt? Der Premierminister hatte zunächst angekündigt, auf Artikel 49.3 zu verzichten, um den Haushalt zu verabschieden. Am 21. Januar entschied er sich schließlich doch dafür und stellte damit die Stabilität seiner parlamentarischen Mehrheiten auf die Probe. Bislang wurden zwei Misstrauensanträge eingebracht, von denen keiner zum Sturz der Regierung führte – vor allem wegen der Enthaltung der sozialistischen Abgeordneten. Trump wird Grönland nicht angreifen – ein Pyrrhussieg für Europa? Nachdem Donald Trump zunächst angekündigt hatte, Grönland notfalls mit Gewalt einnehmen zu wollen, verzichtete er nach einem Gespräch mit dem NATO-Generalsekretär schließlich auf eine militärische Intervention. Wir begrüßen Frédéric Ferrer, Dramatiker und Theaterregisseur, der sein Stück „Comment Nicole a tout pété“ vorstellt. Es ist bis zum 7. Februar im Théâtre du Rond-Point in Paris zu sehen und rekonstruiert eine öffentliche Debatte, die von der Commission Nationale du Débat Public organisiert wurde. Diese Woche traten 26 neue Mitglieder dem von Donald Trump gegründeten „Friedensrat“ bei. Unter dem lebenslangen Vorsitz des amerikanischen Präsidenten präsentiert sich dieses Gremium offen als Konkurrent der UNO – das Duell der Woche von Frédéric Says. Um gegen die zahlreichen Beschimpfungen und Falschinformationen auf X vorzugehen, richtete das französische Außenministerium dort einen Account ein, der sich den Codes des Internets anpasst und somit entgegen der Diplomatie handelt – zur großen Freude der Internetnutzer. Natacha Triou berichtet in ihrem Point Com. Außerdem: die Internationale Schlagzeile über die Niederschlagung der Demonstrationen im Iran, die von unseren Gästen ausgewählten Fotos der Woche sowie die Geschichte der Woche von Frédéric Pommier über die Versteigerung von Gemälden Adolf Hitlers. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 28.01.2026 arte
  • Folge 3718 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 29.01.2026 arte
  • Folge 3719 (58 Min.)
    Aurélien Barrau, der Astrophysiker, der wieder Poesie in die Wissenschaft bringen will Alexander Grothendieck zählt zu den bedeutendsten Mathematikern des 20. Jahrhunderts – vor allem, weil er die algebraische Geometrie von Grund auf neu prägte. Doch sein Verhältnis zur wissenschaftlichen Gemeinschaft war zeitlebens von kritischer Distanz geprägt. 1970 gehörte er zu den Mitbegründern der pazifistischen und ökologischen Bewegung „Survivre et Vivre“ („Überleben und Leben“). Nun setzt sich der Astrophysiker Aurélien Barrau, ein ausgewiesener Experte für Schwarze Löcher, in seinem neuen Buch „Trahir par fidélité. Contre la fin du monde, avec Alexander Grothendieck“(„Verrat aus Treue. Gegen das Ende der Welt, mit Alexander Grothendieck“) mit dem Erbe des Mathematikers auseinander. Dabei verbindet er Grothendiecks politische und philosophische Positionen mit seinen eigenen Überzeugungen. Barrau ist heute zu Gast in der Sendung „28 Minuten“. Soziale Netzwerke für Unter-15-Jährige verbieten: Wundermittel oder Illusion? Am 24. Januar 2026 kündigte Emmanuel Macron in einer Videobotschaft an, dass die französische Regierung ein beschleunigtes Gesetzgebungsverfahren für einen neuen Gesetzentwurf einleiten werde. Ein zentraler Bestandteil des Vorhabens: Ab dem Schuljahr 2026 soll die Nutzung von Mobiltelefonen in der Oberstufe verboten werden. Der Entwurf wird zunächst in der Nationalversammlung beraten, bevor er dem Senat vorgelegt wird. Eine Mitte Januar veröffentlichte Studie der französischen Gesundheitsbehörde unterstreicht die Risiken exzessiver Nutzung sozialer Netzwerke – darunter Mobbing, der Kontakt mit gewalthaltigen Inhalten, negative Auswirkungen auf das Verhalten sowie Schlafmangel. Doch ein breiter Konsens über die geplanten Maßnahmen zeichnet sich nicht ab. Die Partei „La France insoumise“ kündigte bereits an, einen Antrag auf Ablehnung des Gesetzes einzubringen. Sie kritisiert das Vorhaben als „digitalen Paternalismus“. Außerdem: Nach dem Tod von Renée Good durch den ICE erschossen Bundesagenten am Samstag in Minneapolis Alex Pretti – Xavier Mauduit erzählt die Geschichte dieser blutigen Stadt. Marie Bonnisseau berichtet über den rasanten Aufstieg von Alex Honnold, einem Kletterer, der live auf Netflix den höchsten Wolkenkratzer Taiwans ohne Sicherung bezwungen hat. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 30.01.2026 arte
  • Folge 3720 (58 Min.)
    Catherine Ringer lässt Alice Mendelsons Poesie lebendig werden Catherine Ringer, bekannt als Sängerin der legendären Band Rita Mitsouko, hat für den Sammelband „L’érotisme de vivre“ (Die Erotik des Lebens, Verlag Points Poésie) Gedichte ihrer Freundin Alice Mendelson ausgewählt und mit einem Vorwort versehen. Über 60 Mal hat Ringer die Werke der Dichterin auf der Bühne interpretiert – oft vertont und mit musikalischem Leben gefüllt. Alice Mendelson, die im Januar 2025 im Alter von 100 Jahren starb, war die Tochter polnisch-jüdischer Eltern. Ihr Vater wurde deportiert und kehrte nie aus dem deutschen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau zurück; sie selbst entkam mit ihrer Mutter der Razzia im Vel d’Hiv. Nach dem Krieg arbeitete sie als Französischlehrerin und schrieb bis zu ihrem Tod Gedichte – trotz fast vollständiger Erblindung. Catherine Ringer zu Gast bei „28 Minuten“. Kanada – ein „Leuchtturm für eine Welt im Abdriften“? In einer vielbeachteten Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat der kanadische Premierminister letzte Woche die sogenannten „mittleren Mächte“ dazu aufgerufen, sich gegen die Vorherrschaft der Großmächte zu positionieren. Ohne die USA oder China direkt zu nennen, warnte er vor dem „Zerbrechen der Weltordnung“ und dem „Ende einer angenehmen Fiktion“ – ein klarer Verweis auf die zunehmenden globalen Spannungen. Sein Appell: Mittlere Staaten sollten sich in wertebasierten Koalitionen zusammenschließen, um Souveränität, Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung zu verteidigen. Doch die Reaktion aus Washington ließ nicht lange auf sich warten. Donald Trump drohte Kanada mit neuen Zöllen von bis zu 100 Prozent und wiederholte seine Forderung, das Nachbarland solle Teil der Vereinigten Staaten werden. Ein Konflikt, der die neue „brutale Realität“ der internationalen Beziehungen einmal mehr unterstreicht. Außerdem: Mit beispielloser Härte geht Chinas Präsident Xi Jinping gegen Korruption in den Reihen der Volksbefreiungsarmee vor. Die aktuelle „Säuberungswelle“ erreicht ein Ausmaß, das selbst seit Maos Zeiten nicht mehr gesehen wurde. Xavier Mauduit analysiert die Hintergründe und Ziele dieser radikalen Maßnahmen. Marie Bonnisseau stellt Balendra Shah vor, einen ehemaligen Rapper, der vier Monate nach dem Aufstand der „Gen Z“ die Führung Nepals übernehmen will. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 31.01.2026 arte
  • Folge 3721 (58 Min.)
    (1): Sind wir dazu verdammt, mit immer weniger Trinkwasser auszukommen? Ein in der vergangenen Woche veröffentlichter Bericht der Vereinten Nationen warnt vor einer globalen Zäsur: Die Welt sei von einer „globalen Wasserkrise“ in eine Phase des „Wasserbankrotts“ eingetreten. Dieser Begriff soll den endgültigen Charakter der Entwicklung beschreiben. Dem Bericht zufolge leiden mehr als 4 Milliarden Menschen mindestens einen Monat pro Jahr unter Wasserknappheit, 75 % der Weltbevölkerung leben in Ländern mit unsicherer Wasserversorgung. Um diese Lage einzuordnen, begrüßen wir Anne Sénéquier, Forscherin und Co-Direktorin des Observatoriums für globale Gesundheit am Iris. (2): Kommunalwahlen, Präsidentschaftswahlen: Belastungstests für die „Union der Linken“? Die Vorwahlen der „Front Populaire“, bei denen ein gemeinsamer Kandidat der linken Parteien für die Präsidentschaftswahlen 2027 bestimmt werden soll, sind für den 11. Oktober 2026 angesetzt. Bei einem Treffen in Tours skizzierten Clémentine Autain, Olivier Faure, Marine Tondelier und François Ruffin die Konturen einer möglichen gemeinsamen Kandidatur. Zwei zentrale Figuren fehlten jedoch: Jean-Luc Mélenchon und Raphaël Glucksmann, die beide derzeit auf einen Alleingang setzen. Auch die Kommunistische Partei hat ihre Teilnahme bislang nicht angekündigt. Obwohl Olivier Faure in Tours anwesend war, muss die Beteiligung der Sozialistischen Partei an den Vorwahlen noch parteiintern beschlossen werden. Derzeit bereiten sich die linken Parteien zunächst auf die Kommunalwahlen am 15. und 22. März vor, bevor der Blick auf die Präsidentschaftswahlen gerichtet wird. Außerdem: Anlässlich des erstmaligen Anstiegs des Goldpreises auf über 5000 Dollar pro Unze erzählt Xavier Mauduit die Geschichte des Goldwaschens in Frankreich. Marie Bonnisseau befasst sich mit dem Musiker Neil Young, der angekündigt hat, seinen gesamten Musikkatalog den Bewohnern Grönlands ein Jahr lang kostenlos zur Verfügung zu stellen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 02.02.2026 arte
  • Folge 3722 (58 Min.)
    Der Philosoph Marcel Gauchet am Krankenbett der Demokratie Von „Le désenchantement du Monde“ (Die Entzauberung der Welt) bis „Le Nœud démocratique“ (Der demokratische Knoten) lädt Marcel Gauchet in seinen Essays dazu ein, über den Zustand der Demokratie nachzudenken. In seinem neuesten Werk „Comment pensent les démocraties“ (Wie Demokratien denken, Verlag Albin Michel) untersucht der Historiker und Philosoph die verborgenen Triebfedern politischer Ideologien im Zusammenhang mit der Entwicklung demokratischer Systeme. Im Zentrum steht dabei die Entstehung von Konservatismus, Sozialismus, Nationalsozialismus, Faschismus und Neoliberalismus. Er ist heute Gast bei „28 Minuten“. Repressionen im Iran: Ist die „amerikanische Armada“ bereit zu intervenieren? Laut durchgesickerten Schätzungen der iranischen Innen- und Gesundheitsministerien, die vom „Time Magazine“ veröffentlicht wurden, sollen bei den Protesten in Teheran am 8. und 9. Januar mehr als 30.000 Demonstranten von den Sicherheitskräften getötet worden sein. Die iranische Regierung hatte zuvor von etwas mehr als 3.000 Todesopfern gesprochen. Seit Ende Dezember gehen die Iraner landesweit gegen die Islamische Republik auf die Straße. Das Mullah-Regime reagierte mit massiver Gewalt und kappte den Internetzugang im ganzen Land. 20 Tage nach der Abschottung ist das Netz inzwischen fast vollständig wiederhergestellt. Seit Beginn der tödlichen Repression haben sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran weiter verschärft. Donald Trump erklärte am Mittwoch, dem 28. Januar, auf seiner Plattform Truth Social, „die Zeit werde knapp“, bevor die USA Teheran angreifen könnten, sollte das Regime nicht zu Verhandlungen bereit sein – insbesondere über sein Atomprogramm. Im Falle einer amerikanischen Aggression werde der Iran „wie nie zuvor reagieren“, erklärte die iranische UN-Mission am selben Tag auf X. Außerdem: Der Eiffelturm wird 72 Wissenschaftlerinnen für die Nachwelt ehren und Xavier Mauduit berichtet über den Kampf gegen die Unsichtbarmachung von Frauen in der Wissenschaft. Marie Bonnisseau geht auf den Gesetzesvorschlag zur Abschaffung der sogenannten „ehelichen Pflicht“ ein, der in der Nationalversammlung verabschiedet wurde. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 03.02.2026 arte
  • Folge 3723 (58 Min.)
    Am Freitag entschlüsselt Renaud Dély die Ereignisse der Woche zusammen mit unseren Clubmitgliedern. Heute dabei: Rokhaya Diallo (Journalistin, Autorin und Regisseurin), Sylvie Brunel (Geografin und Schriftstellerin), Philippe Manière (Publizist, Co-Gründer und Vorsitzender von Vae Solis Communications) und die Pressezeichnerin Coco. (1): Soziale Netzwerke für unter 15-Jährige verbieten – drohen Fehlentwicklungen? Der entsprechende Gesetzentwurf wurde am 26. Januar, von der Nationalversammlung verabschiedet. Er sorgt jedoch für heftige Diskussionen. Wird das Gesetz in der Praxis durchsetzbar sein? Und ist es überhaupt sinnvoll, soziale Netzwerke zu verbieten, wo sie doch der wichtigste Informationskanal für Menschen unter 25 Jahren sind? (2): Indien – EU: Ein „historisches“ Abkommen mit strategischer und wirtschaftlicher Bedeutung? Am 27. Januar, reiste Ursula von der Leyen nach Neu-Delhi, um ein Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien zu unterzeichnen. Das seit Jahren verhandelte Abkommen, das von europäischen und indischen Staats- und Regierungschefs gefeiert wird, sieht eine Senkung der Zölle auf zahlreiche Produkte vor und steht damit im Gegensatz zur protektionistischen Handelspolitik der USA. Wir begrüßen den Regisseur Clément Poirée, der im Pariser Théâtre de la Tempête eine Neuinterpretation von Molières Der Geizige präsentiert. In dieser interaktiven Version liefert das Publikum die Elemente des Stücks – vom Bühnenbild bis zu den Kostümen. Neben einer Reflexion über Degrowth stellt sich eine weitere Frage: Was wäre, wenn das Publikum selbst Der Geizige wäre? (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 04.02.2026 arte
  • Folge 3724 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 05.02.2026 arte
  • Folge 3725 (58 Min.)
    Lorraine de Sagazan: Der theatralische Prozess der Pornoindustrie Mit ihrem Stück „Chiens“ (Hunde), das vom 29. Januar bis zum 14. Februar im Théâtre des Bouffes du Nord aufgeführt wird, sorgt Lorraine de Sagazan erneut für Aufsehen in der französischen Theaterszene. Die Regisseurin greift darin den Prozess „French Bukkake“ wieder auf. 16 Männer sollen im Jahr 2026 wegen „Vergewaltigung“, „Gruppenvergewaltigung“ und „Menschenhandels“ vor Gericht gestellt werden. Im Mai 2025 erkannte das Kassationsgericht zudem erschwerende Umstände wie „Rassismus“ und „Sexismus“ im Verfahren gegen den französischen Produzenten von Pornovideos an. Lorraine de Sagazan ist zu Gast bei „28 Minuten“. Ist die UNO hirntot oder gar vom Untergang bedroht? Am 30. Januar warnte UN-Generalsekretär Antonio Guterres die Mitgliedstaaten vor einem drohenden „finanziellen Zusammenbruch“ der Vereinten Nationen. Er verwies auf mehr als 1,6 Milliarden Dollar an unbezahlten Beiträgen im Jahr 2025 – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Diese Zahlungsrückstände führten zu einer Kürzung des Budgets für 2026 um sieben Prozent, zum Abbau von fast 2.400 Stellen und sogar zur Einstellung bestimmter Missionen. Zu den Ländern, die ihre obligatorischen Beiträge verzögern oder verweigern, gehören insbesondere die USA. Anfang Januar ordnete der US-Präsident den Austritt des Landes aus 66 internationalen Organisationen an, darunter 31 mit direktem Bezug zur UNO. Mit der Gründung seines sogenannten „Friedensrats“ in Davos versucht Donald Trump nun, der Weltorganisation Konkurrenz zu machen. Außerdem: Xavier Mauduit erzählt die Geschichte der Teppiche des Sonnenkönigs, die mehr als 350 Jahre nach ihrer Entstehung erstmals gemeinsam im Grand Palais zu sehen sind. Marie Bonnisseau berichtet aus Spanien, wo Gläubige die Seligsprechung von Antonio Gaudí, dem Architekten der Sagrada Família, fordern. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 06.02.2026 arte
  • Folge 3726 (58 Min.)
    Öffnung des Grenzübergangs Rafah – ein Hoffnungsschimmer für die Bewohner des Gazastreifens? Der Grenzübergang Rafah zwischen dem Gazastreifen und Ägypten wurde am 2. Februar unter israelischer und ägyptischer Kontrolle wieder in beide Richtungen geöffnet. Er war seit Mai 2024 fast durchgehend geschlossen, was die Evakuierung der Bewohner der palästinensischen Enklave, insbesondere der Kranken und Verletzten, nahezu unmöglich machte. Nun können sie im Ausland behandelt werden. Am Sonntag, den 1. Februar, teilte die israelische Regierung mit, dass Ärzte ohne Grenzen, eine der aktivsten NGOs im Gazastreifen, das Gebiet bis Ende des Monats verlassen müsse, nachdem sie sich geweigert hatte, eine detaillierte Liste ihrer palästinensischen Mitarbeitenden vorzulegen. Zu Gast bei „28 Minuten“: Claire Magone, Generaldirektorin von Ärzte ohne Grenzen. Produzieren oder untergehen: Muss die EU eine Revolution des „Made in Europe“ starten? In einem am 1. Februar in der Zeitung „Les Échos“ veröffentlichten Gastbeitrag fordert Stéphane Séjourné, Vizepräsident der Europäischen Kommission mit Zuständigkeit für Wohlstand und Industriestrategie, die Einführung einer „echten europäischen Präferenz in unseren strategisch wichtigsten Sektoren“. Der Text, der von mehr als tausend Unternehmensleitern aus der Europäischen Union mitunterzeichnet wurde, plädiert für ein „Made in Europe“, um gegenüber den USA und China wettbewerbsfähiger zu werden und die Abhängigkeiten zu verringern. Bereits im September 2024 hatte Mario Draghi, der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank, einen Bericht mit 170 Vorschlägen vorgelegt, der massive Investitionen in Schlüsselbranchen empfiehlt, um die europäische Produktion zu stärken. Eine solche Strategie würde einen Wendepunkt für das europäische Projekt bedeuten, das bislang auf Freihandel und freiem Wettbewerb – auch zwischen seinen Mitgliedern – beruht. Außerdem: Xavier Mauduit erzählt die Geschichte des Trevi-Brunnens in Rom, zu dem Touristen nun nur noch gegen Gebühr Zugang haben. Marie Bonnisseau berichtet über „Moltbook“, ein soziales Netzwerk der besonderen Art, in dem KIs miteinander kommunizieren. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 07.02.2026 arte
  • Folge 3727 (58 Min.)
    (1): Stanislas Dehaene: Die Geometrie entstand in einer Höhle Lange bevor geometrische Figuren in Schulhefte gezeichnet wurden, bedeckten sie die Wände von Höhlen wie Lascaux oder Blombos in Südafrika. Der Homo sapiens beschäftigte sich also bereits mit Geometrie. Doch warum ist die Fähigkeit, Dreiecke, Rechtecke und Linien zu zeichnen, dem menschlichen Gehirn so tief eingeschrieben? Dieser Frage untersucht Stanislas Dehaene, Neurowissenschaftler und Professor am Collège de France, in seinem neuen Buch „Le rectangle de Lascaux. Et Homo Sapiens inventa la géométrie“ (Das Rechteck von Lascaux. Und Homo sapiens erfand die Geometrie). (2): Soll die Kommunalpolizei mehr Befugnisse erhalten? Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts Elabe hat für 45 Prozent der Franzosen das Thema Sicherheit im Hinblick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen höchste Priorität. Der Senat befasst sich diese Woche mit einem Gesetzentwurf zur Ausweitung der Befugnisse und Mittel sowie der Organisation und Kontrolle der Kommunalpolizei und der ländlichen Ordnungskräfte. Der Text würde kommunalen Polizeikräften erlauben, bei Delikten auf frischer Tat Pauschalstrafen zu verhängen – etwa bei Drogenkonsum, Alkoholverkauf an Minderjährige, sexistischer Beleidigung oder illegalem Straßenverkauf. Claire Hédon, die Bürgerbeauftragte, warnte vor einer „Verlagerung hoheitlicher Aufgaben der Kriminalpolizei auf lokale Polizeikräfte“. Außerdem: Xavier Mauduit berichtet aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo der Bau einer mit Gold bedeckten Straße angekündigt wurde. Marie Bonnisseau blickt auf das Leben von Jean Widmer zurück: Der Gestalter des Logos des Centre Pompidou und der touristischen Beschilderung auf französischen Autobahnen ist im Alter von 96 Jahren gestorben. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 09.02.2026 arte
  • Folge 3728 (58 Min.)
    Wie Sana der Hölle des IS in Syrien entkam An einem Augustabend 2014 wird Sana (Pseudonym), eine junge Französin aus Roubaix, von ihrer Mutter nach Syrien gebracht – obwohl sie glaubt, es handle sich um einen Familienurlaub in Algerien. Mit 15 Jahren findet sie sich im Gebiet des IS wieder, wo sie mit einem 18-jährigen belgischen Dschihadisten zwangsverheiratet wird, der sie mehrfach vergewaltigt. In Rakka und später auf der Flucht nach dem Zusammenbruch des IS bringt sie zwei kleine Mädchen „unter Bomben“ zur Welt. Dieses tragische Schicksal schildert sie in ihrem Comicband „En quête de liberté. Comment je me suis sortie de l’enfer de Daesh“ („Auf der Suche nach Freiheit. Wie ich der Hölle von Daesh entkam“), den sie gemeinsam mit der Journalistin Gaële Joly verfasst hat; illustriert wurde er von Tudge Audoire. Sana ist heute zu Gast bei „28 Minuten“. Steigende Arbeitslosenzahlen: Ist das Ziel der Vollbeschäftigung unerreichbar? Im Wahlkampf 2022 versprach Emmanuel Macron Vollbeschäftigung und eine Arbeitslosenquote unter fünf Prozent. Die zuletzt veröffentlichten Zahlen deuten jedoch auf das Gegenteil hin: Im dritten Quartal 2025 lag die Quote bei 7,7 Prozent und die Zahl der Arbeitslosen ganz ohne irgendeine Beschäftigung stieg im vergangenen Jahr um 6,8 Prozent. Der Arbeitsminister verweist dennoch auf eine „historisch hohe Beschäftigungsquote“ und erklärt dies unter anderem damit, dass seit dem Gesetz zur „Vollbeschäftigung“ auch Empfänger des RSA (Sozialhilfe) in der Arbeitslosenstatistik erfasst werden. Angesichts zunehmender Sozialpläne und angekündigter Stellenstreichungen dürfte die Arbeitslosigkeit weiter steigen. Außerdem: Xavier Mauduit erzählt eine Geschichte über Abrüstung, während das letzte Abkommen zur Kontrolle von Atomwaffen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland am Donnerstag ausläuft, und Marie Bonnisseau berichtet über das unerwartete neue Maskottchen des chinesischen Neujahrsfests: Draco Malfoy. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 10.02.2026 arte
  • Folge 3729 (58 Min.)
    Am Freitag entschlüsselt Renaud Dély die Ereignisse der Woche zusammen mit unseren Clubmitgliedern. Heute dabei: Jean Quatremer (Journalist, Experte für europäische Themen), Blanche Leridon (Leiterin der Frankreichstudien am Institut Montaigne), Thomas Porcher (Ökonom, Mitglied der Economistes Atterrés) sowie der Pressezeichner Éric Truant. (1): Lehrerin niedergestochen: Sind wir machtlos angesichts solcher Tragödien? Am Dienstag, dem 3. Februar, stach ein 14-jähriger Schüler in der Gemeinde Sanary-sur-Mer im Unterricht auf seine Lehrerin ein. Sie liegt weiterhin im Krankenhaus und schwebt in Lebensgefahr. Der Jugendliche wurde angeklagt und inhaftiert. Muss die Sicherheit in Schulen weiter verstärkt werden – oder sollte der Schwerpunkt stärker auf Prävention und die psychische Gesundheit junger Menschen gelegt werden? (2): Sinkender Lebensstandard: Sollte sich Frankreich an seinen europäischen Nachbarn orientieren? Befindet sich Frankreich im Niedergang? Das durchschnittliche Pro-Kopf-BIP wächst langsamer als in anderen europäischen Ländern. Gleichzeitig steigen Sparquote und Kaufkraft. Sollte die Lage des Landes ausschließlich anhand wirtschaftlicher Kriterien bewertet werden? Wir begrüßen die Romanautorin Adèle Rosenfeld, die uns mit ihrem Buch L’Extinction des vaches de mer (Das Aussterben der Seekühe) ins 18. Jahrhundert und in die eisigen Gewässer der Beringstraße entführt. Eine Tierart, die durch die Maßlosigkeit des Menschen ausgelöscht wurde, und deren Geschichte Rosenfeld mit ihrer eigenen Familiengeschichte verknüpft. Am 3. Februar beantragte die Generalstaatsanwaltschaft des Pariser Berufungsgerichts für die Vorsitzende der RN-Fraktion in der Nationalversammlung fünf Jahre Unwählbarkeit und vier Jahre Haft, davon drei auf Bewährung. Die zuständige Staatsanwältin Marie-Suzanne Le Quéau begründet dies mit der „Einrichtung eines organisierten Systems zur Veruntreuung europäischer öffentlicher Gelder“ durch die Partei von Marine Le Pen – das Duell der Woche von Frédéric Says. Der Super Bowl ist weltweit auch für seine musikalischen Einlagen bekannt. In diesem Jahr sollen Bad Bunny und Green Day auftreten, zwei Künstler, die sich offen gegen Donald Trump aussprechen. Trump kündigte daraufhin an, das Finale zu boykottieren. Natacha Triou berichtet in ihrem Point Com. Außerdem: die Internationale Schlagzeile über die neuesten Enthüllungen aus den Epstein-Akten, die von unseren Gästen ausgewählten Fotos der Woche sowie Die Welt der Dinge von David Castello Lopes, der uns anlässlich einer Spielzeugmesse in unsere Kindheit zurückversetzt. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 11.02.2026 arte
  • Folge 3730 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 12.02.2026 arte
  • Folge 3731 (46 Min.)
    Von Brustkrebs betroffen, prangert sie Pestizide und die Agrarindustrie an 2023 wurden in Frankreich mehr als 430.000 neue Krebsfälle registriert – doppelt so viele wie vor 30 Jahren. Fleur Breteau erkrankte innerhalb von fünf Jahren zweimal an Brustkrebs. Seit ihrer ersten Diagnose engagiert sie sich als Aktivistin, gründete im Januar 2025 die Initiative „Cancer Colère“ und wurde zu einer Symbolfigur im Kampf gegen das Duplomb-Gesetz. In ihrem Buch „Cancer colère“ (Krebs und Wut, Verlag Seuil), blickt sie auf ihren persönlichen Kampf zurück, der zu einem politischen wurde. Donald Trump gerät in den USA in Schwierigkeiten: Ein Glücksfall für die demokratische Opposition? Wie jedes Jahr lud die NFL für den Super Bowl einen Musik-Superstar zur Halftime-Show ein. Diesmal trat Bad Bunny auf, der meistgehörte Künstler des Jahres 2025. Der Puerto-Ricaner kritisiert Donald Trumps Politik, insbesondere in der Einwanderungsfrage, offen – zuletzt bei seinem Auftritt bei den Grammy Awards. In den USA werden die Stimmen gegen den Präsidenten lauter, darunter auch die früheren demokratischen Präsidenten Bill Clinton und Barack Obama. Auch Trumps Popularität sinkt: Seine Zustimmungsrate liegt aktuell bei 40 Prozent. Außerdem: Xavier Mauduit erzählt die Geschichte des Belem-Palastes, nachdem der Sozialist Antonio José Seguro am 8. Februar gegen den Rechtsaußenpolitiker André Ventura zum Präsidenten Portugals gewählt wurde. Marie Bonnisseau berichtet von der Rückkehr des Drachenfests Basant in Pakistan, das 19 Jahre lang wegen seiner Gefährlichkeit verboten war. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 13.02.2026 arte
  • Folge 3732 (46 Min.)
    Kuba und Alaska: Lachen als Lebensruf an der ukrainischen Front Yulia, alias „Kuba“, und Oleksandra, alias „Alaska“, Rettungshelferinnen an der Front in der Ukraine, sind zwei Freundinnen und „Waffenschwestern“. Nach einer Verletzung bei einem Drohnenangriff kann Oleksandra heute nicht mehr im Einsatz sein. Sie kümmert sich jetzt um die Wiedereingliederung traumatisierter Soldaten. Gemeinsam waren sie in der Region Charkiw im Einsatz, um Verwundete – Zivilisten wie Soldaten – zu evakuieren und Erste Hilfe zu leisten. Der Regisseur Yegor Troyanovsky hat den Dokumentarfilm „Kuba und Alaska“ gedreht, der am 26. Februar auf ARTE ausgestrahlt wird und bereits auf arte.tv zu sehen ist. Die beiden Freundinnen sind heute zu Gast. Japan: Nationalistischer Aufschwung und Eskalationsgefahr im asiatisch-pazifischen Raum? Am 8. Februar gewann die LDP, die ultra-nationalistische Partei von Premierministerin Sanae Takaichi, die vorgezogenen Parlamentswahlen in Japan und errang allein eine Zweidrittelmehrheit im Unterhaus. Takaichi sprach sich für eine Änderung von Artikel 9 der japanischen Verfassung aus, der Japans friedliches Engagement garantiert und seine militärischen Kapazitäten einschränkt. Bereits im November hatte sie gewarnt, Japan könne im Fall eines chinesischen Angriffs auf Taiwan militärisch intervenieren. Gestern zeigte sie sich dennoch offen für einen Dialog mit Peking. Auf der anderen Seite des Pazifiks wollen die USA ihre Beziehungen zu Japan stärken, um China gemeinsam entgegenzutreten – ein Kurs, der das Gleichgewicht in der Region verändern könnte. Außerdem: Xavier Mauduit erzählt anlässlich der Ankündigung des Gouverneurs der Banque de France, die Institution zu verlassen und zur Stiftung Apprentis d’Auteuil zu wechseln – die Geschichte dieser Einrichtung. Marie Bonnisseau berichtet über die Kontroverse um die Medaillen der Olympischen Winterspiele 2026, die kurz nach den ersten Siegen der Athleten zerbrachen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 14.02.2026 arte
  • Folge 3733 (46 Min.)
    Anhand der Geschichte ihrer Großmutter erzählt Lea Ypi von den Umwälzungen auf dem europäischen Kontinent Ein vergilbtes Foto gab Lea Ypi den Anstoß zu einer literarischen und familiären Spurensuche. Auf der Schwarz-Weiß-Aufnahme entdeckt die albanische Autorin ein junges Paar in einem italienischen Skiort im Jahr 1941: ihre Großeltern Leman und Asllan Ypi. Von diesem Bild ausgehend erforscht sie das Leben ihrer Großmutter, die Faschismus und Stalinismus in Albanien durchlebt hat. Lea Ypi veröffentlicht Indignité (Unwürdigkeit, Verlag Calmann-Levy). Sophie Adenot bereit zum Abheben: Sind unsere Astronauten im Wettlauf zu den Sternen gut aufgestellt? Am Freitag, dem 13. Februar, startet Sophie Adenot als zweite französische Astronautin in der Geschichte ins All. An Bord der Trägerrakete Falcon 9 von SpaceX wird sie von zwei Amerikanern und einem Russen begleitet. Ziel der acht- bis neunmonatigen Mission zur Internationale Raumstation ISS ist die Durchführung von 200 Experimenten, vor allem zur Gesundheitsforschung. Der Flug findet im Rahmen der Mission „Crew-12“ statt; in Frankreich trägt Adenots Einsatz den Namen „Epsilon“. Sophie Adenot profitiert von der enormen Medienpräsenz ihres Vorgängers Thomas Pesquet, der Frankreich wieder ins Rampenlicht der Raumfahrt rückte. Dennoch scheint Europa der Weltraumforschung weiterhin keine Priorität einzuräumen. Trotz steigender Budgets der Europäischen Weltraumorganisation warnen Experten, Europa könnte künftig von großen Mond- und Marsmissionen ausgeschlossen werden – insbesondere angesichts des angekündigten Endes der ISS. Außerdem: Xavier Mauduit erzählt die Geschichte von Pater Jean-Baptiste Labat und der Süßkartoffel, während Frankreich und Europa mit einer Überproduktion von Kartoffeln zu kämpfen haben. Marie Bonnisseau stellt Relooted vor, ein afrikanisches Videospiel, in dem es darum geht, die während der Kolonialisierung gestohlenen Kunstwerke zurückzuholen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 16.02.2026 arte
  • Folge 3734 (46 Min.)
    Joann Sfar zeichnet die Zeit nach dem 7. Oktober zwischen Paris, Ramallah und Tel Aviv Der Zeichner, Schriftsteller, Regisseur und Professor an der École des Beaux-Arts Joann Sfar veröffentlicht mit Terre de sang. Le temps du désespoir (Land des Blutes. Die Zeit der Verzweiflung, Verlag Les Arènes) den dritten und letzten Band eines Zyklus über die Folgen des 7. Oktobers 2023, nach Nous vivrons (Wir werden leben) und Que faire des Juifs? (Was tun mit den Juden?). Darin untersucht er das Wiederaufleben des Antisemitismus in Frankreich und dessen historische Kontinuität. Für dieses neue Werk in Form einer Comic- Reportage traf Sfar Menschen im Nahen Osten in Ramallah, Nablus, Hebron und Jerusalem. Ist der Fall Epstein ein schleichendes Gift für die Demokratie? Über drei Millionen freigegebene Dokumente, 2.000 Videos und Zehntausende Bilder Der Fall Epstein hat am 30. Januar eine neue Dimension erreicht. Im November 2025 verabschiedete der US-Kongress mit großer Mehrheit das Gesetz zur Transparenz der Epstein-Akten, das kurz darauf von Donald Trump unterzeichnet wurde. Jeffrey Epstein war im Juli 2019 unter anderem wegen des mutmaßlichen Betriebs eines umfangreichen Netzwerks zur Prostitution Minderjähriger verhaftet worden. Er starb wenige Wochen später im Gefängnis, ohne je vor Gericht gestellt worden zu sein. Die Veröffentlichung der Akten deckte in den USA, im Vereinigten Königreich und in Norwegen Verbindungen zwischen Epstein und hochrangigen Persönlichkeiten auf. In Frankreich trat der ehemalige Kulturminister Jack Lang vom Vorsitz des Institut du monde arabe zurück, nachdem die Nationale Finanzstaatsanwaltschaft wegen seiner Verbindungen zu Epstein Ermittlungen eingeleitet hatte. Außerdem: Xavier Mauduit erzählt die Geschichte der jungen Eiskunstläuferin Lidwine, die von Papst Leo XIII. heiliggesprochen wurde, während Laurence Fournier Beaudry und Guillaume Cizeron gerade olympisches Gold im Eistanz gewonnen haben. Marie Bonnisseau berichtet über die Entfernung der Regenbogenfahne vom Stonewall National Monument in New York – einem symbolträchtigen Ort für die Verteidigung der Rechte der LGBTQI+-Community – durch die Trump-Regierung. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 17.02.2026 arte
  • Folge 3735 (46 Min.)
    Am Freitag entschlüsselt Renaud Dély die Ereignisse der Woche zusammen mit unseren Clubmitgliedern. Heute dabei: Pascal Blanchard (Historiker), Paul Piccarreta (Herausgeber der Zeitschrift Le Cri), Géraldine Woessner (Chefredakteurin von Le Point) und die Pressezeichnerin Marie Morelle. (1): Rechnungshof, Banque de France … Sollte man „die Willkür der Mächtigen“ abschaffen? Am 9. Februar ernannte Emmanuel Macron Amélie de Montchalin zur Leiterin des Rechnungshofs. Ihre Kompetenzen im Bereich Wirtschaft sind unbestritten. Der Interessenkonflikt bleibt jedoch: Die für die Kontrolle der Verwendung öffentlicher Gelder zuständige Person war zuvor Ministerin für öffentliche Finanzen. Sie hat also den Haushalt aufgestellt, den sie nun selbst kontrollieren muss. (2): Frankreich vor der Herausforderung der erneuerbaren Energien: Aufschwung oder Stillstand? Sébastien Lecornu stellte am 12. Februar den Fahrplan für die französische Energieerzeugung in den nächsten Jahren vor. Dieser sieht eine Erhöhung der Anzahl von Atomreaktoren, aber einen geringeren Ausbau von Wind- und Solarkraft vor. Die Opposition kritisiert den Plan: Für den RN sind es zu viele erneuerbare Energien, für die Grünen zu wenige. Wir begrüßen Émile Sornin und den Roboter Melchior, die ihr gemeinsames Album vorstellen. „Melchior Vol. 1“ enthält Musik, die von einem aus Resten zusammengebauten Roboter gemacht wurde. Friedrich Merz und Emmanuel Macron haben sich darauf geeinigt, die europäische Wirtschaft zu beleben. Doch zwischen den beiden europäischen Spitzenpolitikern gibt es grundlegende Meinungsverschiedenheiten – das Duell der Woche von Frédéric Says. Britney Spears soll beabsichtigen, ihren gesamten Musikkatalog für 200 Millionen Dollar zu verkaufen. Diese Entscheidung sorgt in den sozialen Netzwerken bei ihren Fans für Aufruhr. Natacha Triou berichtet in ihrem Point Com. Am 11. Februar gewann ein französisches Duo olympisches Gold im Eistanz. Guillaume Cizeron und Florence Fournier Beaudry brauchten nur wenige Monate, um ihr Programm zu perfektionieren. Doch das Duo sieht sich mit Fragen zu sexualisierter Gewalt konfrontiert. Das ist die Geschichte der Woche von Claude Askolovitch. Außerdem: die Internationale Schlagzeile über den Fortschritt der israelischen Besiedlung in Palästina, die von unseren Gästen ausgewählten Fotos der Woche sowie „Theoretisch“ von Aurore Vincenti, die sich fragt, ob man sich wirklich erkältet, wenn man mit nassen Haaren nach draußen geht. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 18.02.2026 arte

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