2025 (Folge 3674⁠–⁠3695)

  • Folge 3674 (43 Min.)
    Bild: Arte
    Deutsche TV-Premiere Do. 04.12.2025 arte
  • Folge 3675 (46 Min.)
    Der Tanz der Moleküle: Eine Ode an die kulinarischen Kreationen Der Physikochemiker Hervé This, Mitbegründer der molekularen und physikalischen Gastronomie, erforscht die physikalischen und chemischen Mechanismen des Kochens. In „Inventions culinaires, gastronomie moléculaire“ [Kulinarische Erfindungen, molekulare Gastronomie, Verlag Odile Jacob], präsentiert er „46 kulinarische Erfindungen mit 120 unveröffentlichten Rezepten“. Er ist heute Abend unser Gast. Ukraine: Ist Volodymyr Selenskyj noch legitimiert, über Frieden zu verhandeln? Emmanuel Macron empfing den ukrainischen Präsidenten zweimal innerhalb von zwei Wochen im Élysée-Palast. Selenskyj tritt geschwächt auf – durch Korruptionsskandale in seinem Umfeld und durch die laufenden Verhandlungen über einen Friedensplan. Am 28. November reichte Andrij Jermak, Selenskyjs einflussreicher Berater und Präsidialamtschef seinen Rücktritt ein. Ihm wird vorgeworfen, in die Veruntreuung von Geldern im Energiesektor verwickelt zu sein. Sein Abgang fällt in eine Phase intensiver Gespräche mit den USA und Europa, in denen er als zentraler Vermittler galt. Selenskyj entsandte am Sonntag eine hochrangige Delegation nach Florida, um über den amerikanischen Friedensplan zu beraten. Moskau empfängt seinerseits am Dienstag Donald Trumps Sonderbeauftragten Steve Witkoff, um über denselben Plan zu diskutieren. Witkoff steht wegen seiner Russland-Nähe unter Druck. Außerdem: Xavier Mauduit zeichnet die Geschichte der Papstreisen nach, während Papst Leo XIV. seine erste Auslandsreise in den Nahen Osten führt. Marie Bonnisseau besucht Riquewihr im Elsass, ein 1500-Einwohner-Dorf, das jedes Jahr zu Weihnachten fast 450.000 Besucher anzieht. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 05.12.2025 arte
  • Folge 3676 (46 Min.)
    (1): Dieser Forscher will ein Heilmittel für seine eigene Myopathie finden Mit sechs Monaten erhielt Matthias Lambert die Diagnose einer angeborenen Myopathie, einer neurodegenerativen Muskelerkrankung. Mit 15 fasste er den Beschluss, Forscher zu werden. Seine Doktorarbeit widmete er dem Gen TPM3, das bei ihm selbst defekt ist. Später arbeitete er im Harvard-Labor weiter an den Mechanismen der Krankheit. In „Le combat d’une vie“ erzählt er von seinem Werdegang und seiner Krankheit und widmet dieses Werk „allen, die mit einer Krankheit ringen und sich allein fühlen“. (2): Der Papst im Nahen Osten: Was kann die Kirche gegen den Krieg tun? Papst Leo XIV. beendete am 2. Dezember seine erste große Auslandsreise. Seit dem 29. November besuchte er die Türkei und den Libanon – eine Region, in der das Zusammenleben religiöser Gemeinschaften zunehmend unter Druck steht. Im Libanon, wo Christen rund ein Drittel der Bevölkerung ausmachen, wandern besonders junge Menschen wegen Instabilität, des Gaza-Kriegs und der Präsenz der Terrororganisation Hisbollah aus. Der Papst rief die Libanesen auf, „weiter zu hoffen, auch wenn um sie herum die Waffen grollen“. Die Frage bleibt, ob christliche Gemeinschaften im Nahen Osten unter anhaltenden Bedrohungen und wachsender Auswanderung bestehen können. Außerdem: Xavier Mauduit berichtet über die erste Meinungsumfrage von 1938 zum Münchner Abkommen. Marie Bonnisseau befasst sich mit Schneckenfarmen, mit denen britische Landbesitzer Steuern umgehen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere So. 07.12.2025 arte
  • Folge 3677 (46 Min.)
    Expo David im Louvre: Marats Freund, der Napoleons Maler wurde Bis zum 26. Januar zeigt der Louvre die gesamte Spannweite des Werks von Jacques-Louis David, dem führenden Maler des Neoklassizismus und politischen Akteur der Französischen Revolution. Die Ausstellung, co-kuratiert von Sébastien Allard, Leiter der Gemäldesammlung des Louvre, versammelt Schlüsselwerke wie La Mort de Marat (Der Tod des Marat), Le serment des Horaces (Der Schwur der Horatier) sowie frühe Entwürfe des Serment du Jeu de paume (Der Ballhausschwur). Sébastien Allard ist heute Abend unser Gast. Von der Meritokratie zur „Erbokratie“? Frankreich vor einem Wendepunkt Der Conseil des prélèvements obligatoires, eine mit dem Rechnungshof verbundene unabhängige Einrichtung, empfiehlt in seinem neuen Bericht eine tiefgreifende Reform der Vermögensbesteuerung. 2024 brachte sie 113 Mrd. Euro ein, gilt aber als wenig wirksam im Hinblick auf die Ziele der öffentlichen Politik, die sie unterstützen soll. In Frankreich stammen heute 60 % des Gesamtvermögens aus Erbschaften. Bis 2040 dürften Vermögen im Wert von 9 Billionen Euro übertragen werden – nahezu das Dreifache der aktuellen Staatsverschuldung. Außerdem: Xavier Mauduit blickt auf die Entwicklung der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Europa zurück, während Emmanuel Macron zu einem Besuch in Peking eintrifft. Marie Bonnisseau berichtet über die Kontroverse im italienischen Pesaro, wo eine neu eingerichtete Eislaufbahn die Statue des international bekannten Tenors Pavarotti einschließt. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 08.12.2025 arte
  • Folge 3678 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Di. 09.12.2025 arte
  • Folge 3679 (46 Min.)
    Am Freitag entschlüsselt Renaud Dély die Ereignisse der Woche gemeinsam mit unseren Clubmitgliedern. Heute dabei: Natacha Polony (Publizistin, Leiterin der Zeitschrift l’Audace), Thomas Porcher (Ökonom, Mitglied der Économistes Atterrés), Jean Quatremer (Europa-Korrespondent der Zeitung Libération) und der Pressezeichner Eric Truant. Ein Label für Medien: Gegenmittel gegen Desinformation oder Illusion? Emmanuel Macron löste mit einem einzigen Satz heftige Reaktionen aus. Am 28. November sprach er sich in den Vogesen gegenüber der Regionalpresse für ein Mediensiegel nach dem Vorbild des JTI-Labels von Reporters Sans Frontières aus, das journalistische Standards garantieren soll. Obwohl er betonte, dass es nicht Aufgabe des Staates sei, die Informationen der Medien zu überprüfen, starteten Republikaner und RN Petitionen gegen eine angebliche „Kontrolle der Informationen“ durch den Staatschef. Bruno Retailleau warnte sogar vor einem „Ministerium für Wahrheit“. Europa dreht den Hahn für russisches Gas zu – ein schwerer Schlag für Putin? Die EU will spätestens im Herbst 2027 alle Importe russischen Erdgases beenden. Die Einigung zwischen Parlament und Mitgliedsstaaten wartet noch auf die formale Bestätigung. Vor dem Krieg stammten 45 Prozent der EU-Gasimporte aus Russland; 2024 waren es nur noch etwa 19 Prozent. Welche Folgen hat dieser Schritt für Moskau? Wir begrüßen Coco, Pressezeichnerin bei Charlie Hebdo und Libération. Sie präsentiert ihr Buch Signé Coco (Gezeichnet Coco, Les Arènes BD), das 500 veröffentlichte und abgelehnte Zeichnungen der vergangenen vier Jahre sowie unveröffentlichte Werke versammelt. Sébastien Lecornu betont, er werde nicht zum 49.3 greifen, um seinen Haushalt zu verabschieden. Doch Bruno Retailleau und andere fordern genau diesen verfassungsrechtlichen Hebel, um den Haushalt 2026 durchzusetzen. Das Duell der Woche von Frédéric Says.. Ein viral gegangenes Video zeigt Donald Trump mit minutenlang geschlossenen Augen während Marco Rubios Rede im Kabinett – ein gefundenes Fressen für das Netz. Natacha Triou berichtet in ihrem Point Com. Außerdem: die Internationale Schlagzeile zu Macrons dreitägigem Staatsbesuch in China, die von unseren Gästen ausgewählten Fotos der Woche sowie David Castello-Lopes’ Welt der Dinge über Wohnmobile. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 10.12.2025 arte
  • Folge 3680 (43 Min.)
    Das täglich frische und freche Polit-Magazin, montags bis donnerstags moderiert von Élisabeth Quin, freitags und samstags von Renaud Dély. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Do. 11.12.2025 arte
  • Folge 3681 (46 Min.)
    Soja – die kleine Bohne, die viel über weltweite Spannungen verrät In nur einem Jahrhundert wurde die Sojabohne zu einem zentralen Rohstoff des Welthandels. Rund 80 Prozent der globalen Produktion stammen aus drei Ländern: Brasilien, den USA und Argentinien. Das Wachstum hat massive ökologische Folgen, von Entwaldung bis zu hohem Pestizideinsatz. Der Geopolitologe und Agrarrohstoff-Experte Olivier Antoine analysiert diese Verflechtungen in seinem Buch Géopolitique du soja (Geopolitik von Sojabohnen, Verlag Armand Colin). Er ist heute Abend unser Gast. Die Welt nach Trump: Historischer Bruch mit Europa? Die Trump-Regierung veröffentlichte in der Nacht vom 4. auf den 5. Dezember ihre neue „Nationale Sicherheitsstrategie“. Ein Routinevorgang – doch diesmal widmet das 33-seitige Dokument ein eigenes Kapitel der Kritik an Europa, die schärfer ausfällt als je zuvor. Es verurteilt „europäische Werte“, warnt vor einer angeblichen „zivilisatorischen Auslöschung“ durch Migration und kritisiert „Zensur der Meinungsfreiheit“ sowie den „Verlust nationaler Identitäten“. Bereits im Februar hatte Vizepräsident J.D. Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz die EU-Politik frontal angegriffen. Die neue Strategie setzt diese Linie fort und vertieft den Graben zwischen den beiden historischen Verbündeten. Außerdem: Xavier Mauduit blickt auf die Erfindung der Brailleschrift durch Louis Braille im Jahr 1825 zurück. Marie Bonnisseau würdigt den großen britischen Fotografen Martin Parr, der kürzlich im Alter von 73 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben ist. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 12.12.2025 arte
  • Folge 3682 (46 Min.)
    (1): Gehörlosigkeit, Brüderlichkeit und das Bedürfnis, gehört zu werden: Manons Kampf Seit über 25 Jahren begleitet die Regisseurin Dominique Fischbach Manon Altazin-Raimbault, die erste und einzige gehörlose Pilotin Frankreichs, und ihre Familie mit der Kamera. Nach drei Dokumentarfilmen über ihre Behinderung kehrt Fischbach mit „Elle entend pas la moto“ (Sie hört das Motorrad nicht) zurück. Der Film, der am 10. Dezember in die Kinos kommt, erzählt die Geschichte der Familie anhand von Archivmaterial und aktuellen Aufnahmen der Regisseurin. Die beiden Frauen sind bei „28 Minuten“zu Gast. (2): Syrien, ein Jahr danach: Demokratischer Wandel oder neuer Autoritarismus? Im Dezember 2024 endete nach 14 Jahren Bürgerkrieg und mehr als fünf Jahrzehnten Unterdrückung die Herrschaft der Assad-Dynastie. Zum ersten Jahrestag gingen in Damaskus zahlreiche Syrer auf die Straße. Ahmed al-Charaa, seit März selbsternannter Interimspräsident, rief in Militäruniform zu Einheit und Wiederaufbau auf und sprach vom „Beginn eines neuen Zeitalters von Gerechtigkeit, Koexistenz und Wohlwollen“. Die ersten Parlamentswahlen im Oktober werden von vielen Beobachtern jedoch als verfälscht eingestuft: Drusen und Kurden nahmen nicht teil, Kandidaten und Wähler wurden teils von der amtierenden Regierung bestimmt. Seit Bildung der neuen Regierung tagte der Ministerrat erst zweimal. Außerdem: Xavier Mauduit erzählt eine Geschichte über Dinosaurier, nachdem Frankreich nach jahrelangem Rechtsstreit Fossilien an die Mongolei zurückgegeben hat. Marie Bonnisseau berichtet über die Wiederweihe der Jungfrau de la Macarena in Sevilla nach der Kontroverse um ihre Restaurierung. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 13.12.2025 arte
  • Folge 3683 (46 Min.)
    Fabienne B., „das böse Mädchen“ und die Rückeroberung ihres Lebens „Ich wurde für ein tragisches Schicksal geboren. Ich erlebte alles: Verlassenheit, Gewalt, Ungerechtigkeiten. ( …) Dennoch ist mein Leben es wert, gelebt zu werden.“ Mit diesen Worten eröffnet Fabienne Bichet ihre autobiografische Erzählung Moi, Fabienne B., mauvaise fille (Ich, Fabienne B, das böse Mädchen, Verlag Textuel). Darin blickt die 60-Jährige auf ein Leben voller Brüche und Resilienz zurück, das sie schließlich zu einer anerkannten Casting-Direktorin machte. Sie ist heute Abend unser Gast. Migration: Warum verschärft die Europäische Union ihre Politik? Am 8. Dezember beschlossen die Innenminister der 27 Mitgliedstaaten eine deutliche Verschärfung der europäischen Migrationspolitik. Unter dem Druck rechter und rechtsextremer Parteien stimmte eine große Mehrheit strengeren Regeln für Einreise und Rückführung zu. Künftig können Auffanglager für abgelehnte Asylbewerber außerhalb des EU-Gebiets eingerichtet werden. Zudem sollen Sanktionen verschärft werden, wenn Personen ohne Aufenthaltsgenehmigung das Hoheitsgebiet trotz Aufforderung nicht verlassen. Rückführungen in Länder, aus denen die Migranten nicht stammen, wären möglich. Frankreich und Spanien stellen die Rechtmäßigkeit und Wirksamkeit einzelner Maßnahmen infrage. Außerdem: Xavier Mauduit berichtet über die Darstellung des Gefängnisses in der Literatur, während Nicolas Sarkozy Journal d’un prisonnier (Tagebuch eines Häftlings) veröffentlicht. Marie Bonnisseau befasst sich mit dem französischen Basketballspieler Rudy Gobert, der den Holzmöbelhersteller Gautier vor der Insolvenz rettet, den früheren Sponsor seines Jugendvereins Cholet. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 15.12.2025 arte
  • Folge 3684 (46 Min.)
    (1): 15 Jahre nach der Revolution: Steuert Tunesien wieder auf eine Diktatur zu? Am 17. Dezember 2010 setzte sich Mohamed Bouazizi in Tunesien selbst in Brand, nachdem seine Waren wegen fehlender Genehmigungen beschlagnahmt worden waren. Sein Tod wurde zum Auslöser der tunesischen Revolution und zum Symbol eines Umbruchs, der weit über das Land hinaus wirkte. Fünfzehn Jahre später warnt Human Rights Watch vor einer autoritären Rückentwicklung. Mehrere politische Gegner der Regierung sitzen in Haft. Zu Gast ist Myriam Marzouki. Die französisch-tunesische Regisseurin und Dramatikerin greift die Revolution und die darauf folgenden Ernüchterungen in ihrem neuen Stück Nos ailes brûlent aussi (Auch unsere Flügel brennen) auf, das vom 21. bis 23. April an der Comédie de Saint-Étienne zu sehen ist. (2): Frankreich produziert zu viel Strom – Segen oder Fluch für die Verbraucher? Drei Jahre nach der Energiekrise infolge des Kriegs in der Ukraine produziert Frankreich viel Strom – zu viel laut Prognosen des französischen Stromübertragungsnetzes (RTE) für den Zeitraum 2025⁠–⁠2035! Milde Temperaturen erklären dies nur teilweise. Nach zwei Jahren mit zahlreichen Reaktorabschaltungen wegen Korrosionsproblemen läuft der französische Atompark wieder auf Normalniveau – bei gleichzeitig sinkendem Verbrauch. Die Überproduktion bringt jedoch Probleme: Strom lässt sich nur begrenzt speichern und kaum verkaufen, da auch die Nachbarländer keinen zusätzlichen Bedarf haben. Trotz des Überangebots dürften die Preise weiter steigen. Außerdem: Xavier Mauduit erzählt die Geschichte Miamis, das nach der Wahl von Eileen Higgins erstmals seit 28 Jahren wieder von den Demokraten regiert wird. Théophile Cossa erklärt die Funktionsweise des Grippeimpfstoffs, während Frankreich 200.000 zusätzliche Dosen bereitstellt. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 16.12.2025 arte
  • Folge 3685 (46 Min.)
    Am Freitag entschlüsselt Renaud Dély die Ereignisse der Woche gemeinsam mit unseren Clubmitgliedern. Heute dabei: Pascal Blanchard (Historiker), Blanche Leridon (Redaktionsleiterin des Institut Montaigne), Pierre Jacquemain, (Chefredakteur der Wochenzeitung Politis), und die Pressezeichnerin Marie Morelle. Sozialversicherungshaushalt: Endlich eine Kultur des Kompromisses? Der Sozialversicherungshaushalt wurde in der Nationalversammlung mit einer knappen Mehrheit von 13 Stimmen verabschiedet. Sébastien Lecornu erreichte damit sein Ziel: ein verabschiedeter Haushalt ohne Rückgriff auf Artikel 49.3. Möglich wurde dies durch Zugeständnisse und Verhandlungen. LFI und RN werfen ihm Absprachen vor. PS-Chef Olivier Faure verschaffte der Regierung eine Atempause, indem er seine Partei zur Zustimmung aufrief. Für den Staatshaushalt ist eine Einigung jedoch noch nicht in Sicht. Donald Trump gegen Europa: Warum so viel Hass? Donald Trump attackiert Europa so scharf wie nie zuvor. In einem Interview mit Politico spricht er von einem Kontinent „im Niedergang“, regiert von „schwachen“ Politikern. Die Aussagen fügen sich in die nationalistische und offen anti-europäische Strategie ein, die das Weiße Haus zuletzt bekräftigte. Wir begrüßen den berühmten französischen Segler Loïck Peyron, dreifacher Gewinner der englischen Transatlantikregatta. In seinem Dictionnaire amoureux illustré de la voile (Illustriertes Lexikon des Segelns – persönlich erzählt), gemeinsam herausgegeben von Gründ und Plon, zeichnet er die Etappen seiner Karriere nach. Seit einigen Monaten liefern sich der Fernsehkonzern Paramount Skydance und die Streaming-Plattform Netflix einen gigantischen Kampf um Warner Bros. Discovery (WBD). Paramount legte ein Angebot in Höhe von 108,4 Milliarden Dollar vor, während Netflix eine Einigung über die Übernahme ankündigte -das Duell der Woche von Frédéric Says.. Feministische Aktivistinnen, die sich gegen einen Auftritt von Ary Abittan ausgesprochen hatten, sollen von Brigitte Macron mit der Beleidigung sales connes (Schlampen) bedacht worden sein. Das Video, auf dem die Äußerung zu hören ist, soll versehentlich von der Agentur Bestimage, die von „Mimie“ Marchand, einer engen Vertrauten der First Lady, geleitet wird, verbreitet worden sein. Natacha Triou berichtet in ihrem Point Com. Außerdem: die Internationale Schlagzeile zur spektakulären Flucht der venezolanischen Oppositionellen Maria Corina Machado, die von unseren Gästen ausgewählten Fotos der Woche sowie David Castello-Lopes’ Welt der Dinge über Proteine.. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 17.12.2025 arte
  • Folge 3686 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 18.12.2025 arte
  • Folge 3687 (58 Min.)
    (1) Vincent Munier lädt zum Schauspiel der Natur in unseren Wäldern Nach seiner Suche nach dem Schneeleoparden in einem Film, in dem er den Schriftsteller Sylvain Tesson auf die Suche nach diesem faszinierenden Tier mitnahm, präsentiert der Fotograf Vincent Munier einen neuen Film über die Schönheit des nicht-menschlichen Lebens. Le Chant des forêts (Der Gesang der Wälder) führt in Nebel und Stille der Vogesen, Muniers Heimatregion. Gemeinsam mit seinem Vater Michel, Botaniker, und seinem Sohn Simon durchstreifen drei Generationen den Wald auf der Suche nach Spechten, Eulen und dem Luchs. Der Film erinnert auch an das Verschwinden des Auerhuhns, das dort über 10.000 Jahre lebte und infolge der globalen Erwärmung ausgestorben ist. (2): Knötchenkrankheit der Rinder: Bringt die Epidemie die französische Viehzucht ins Wanken? Drei Buchstaben sorgen für Unruhe in der Landwirtschaft: DNC – Dermatose nodulaire contagieuse (Knötchenkrankheit der Rinder). Die Krankheit, die Rinder befällt aber nicht auf den Menschen übertragbar ist, wurde am 29. Juni in Savoyen erstmals auf französischem Grund festgestellt. Um ihre Ausbreitung zu stoppen, setzt der Staat auf ein striktes Protokoll: Keulung betroffener Herden, gezielte Impfungen und Transportbeschränkungen. Diese Maßnahmen stoßen auf Widerstand, insbesondere im Departement Ariège. Die Coordination rurale und die Confédération paysanne lehnen die Tötung ganzer Herden ab. Landwirtschaftsministerin Annie Genevard reiste am Montag in die Haute-Garonne, um eine Impfkampagne für eine Million Tiere zu starten und die gesundheitliche wie politische Krise zu entschärfen. Außerdem: Anlässlich der Eröffnung der ersten städtischen Seilbahn in der Île-de-France blickt Xavier Mauduit auf die Geschichte dreier Standseilbahnen zurück, die im 19. Jahrhundert in Paris gebaut wurden. Marie Bonnisseau befasst sich mit der „Kreide-Revolution“ in der Slowakei, ein Symbol des Protests gegen Robert Fico. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 19.12.2025 arte
  • Folge 3688 (58 Min.)
    (1): Philippe Boxho: Tödliche Chroniken am offenen Herzen „Sex und Geld.“ Mit dieser Formel erklärt Philippe Boxho rund 80 Prozent aller Morde. Der 60-jährige belgische Gerichtsmediziner hat Massengräber im Kosovo exhumiert, mehr als 3.000 Autopsien durchgeführt und an über 300 Schwurgerichtsverfahren teilgenommen. In seinem neuen Buch La mort c’est ma vie (Der Tod ist mein Leben, Verlag Kennes) erzählt er vom Tod, um das Leben besser zu verstehen – mit manchmal verstörenden Anekdoten und überraschende Geschichten. (2): Attentat in Sydney: Ausdruck eines globalen antisemitischen Hasses? Am 14. Dezember wurden am Bondi Beach in Sydney während der Feierlichkeiten zum jüdischen Chanukka-Fest bei einem antisemitischen Terroranschlag mindestens 15 Menschen im Alter zwischen 10 und 87 Jahren getötet, 42 weitere verletzt. Unter den Opfern war der 27-jährige Franzose Dan Elkayam. Die mutmaßlichen Täter waren ein 50-jähriger Mann und sein 24-jähriger Sohn. Der Vater wurde getötet, der Sohn schwebt in Lebensgefahr. Nach ersten Ermittlungen sei der Anschlag „von der Ideologie des Islamischen Staates motiviert“, erklärte Premierminister Anthony Albanese. Seit den Hamas-Massakern vom 7. Oktober 2023 nehmen antisemitische Vorfälle in Australien stark zu. Zwischen Oktober 2024 und September 2025 wurden mehr als 1650 Taten registriert. Die australische Regierung ließ einen Bericht zur Bekämpfung des Antisemitismus erstellen. In Australien leben rund 100 000 Juden, etwa 0,5 Prozent der Bevölkerung. Der Anstieg antisemitischer Gewalt betrifft auch Frankreich und andere westliche Länder. Außerdem: Xavier Mauduit über die Geschichte des Nansen-Preises des UN-Flüchtlingshilfswerks, der an einen kamerunischen Dorfvorsteher ging, und Marie Bonnisseau über den Erfolg des Babybel in den USA, wo er als „gesunder Snack“ gilt. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 20.12.2025 arte
  • Folge 3689 (58 Min.)
    (1): Wie der Hund zum besten Freund des Menschen wurde Genetisch ist der Hund dem Menschen fern, dennoch gilt er als sein engster tierischer Gefährte. Ohne gemeinsame Sprache entwickelte sich über Jahrtausende eine enge Bindung zwischen beiden Arten. Wie konnte das gelingen? Die Neurowissenschaftlerin Anne-Lise Giraud untersucht diese seit mehr als 35.000 Jahren bestehende Beziehung in Parlons-nous chien ou pensent-ils humains? (Sprechen wir Hund oder denken sie Mensch?, Verlag Hermann. (2): Geburtenrate im Keller: Muss Frankreich wieder mehr Kinder bekommen? Am 1. Januar 2025 verzeichnete Kontinentalfrankreich erstmals seit hundert Jahren außerhalb von Kriegszeiten eine negative Geburtenbilanz. Laut dem jüngsten Bericht des Instituts Ined gab es 2024 mehr Todesfälle als Geburten. Dennoch wuchs die Bevölkerung um 169.000 Menschen, getragen von Zuwanderung und höheren Geburtenraten in den Überseegebieten. Die Ursachen für diesen historischen Wendepunkt sind vielfältig: sinkender Kinderwunsch, geprägt von geopolitischen Krisen und Klimasorgen, steigende Lebenshaltungskosten sowie ein Rückgang der Fruchtbarkeit. Emmanuel Macron sprach 2024 von einer notwendigen „demografischen Aufrüstung“. Die Frage bleibt, ob eine aktive Familien- und Geburtenpolitik wiederbelebt werden soll, um die Franzosen und Französinnen dazu zu bewegen, wieder Kinder zu bekommen. Außerdem: Während die EU erwägt, auf ein vollständiges Verbot von Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 zu verzichten, erzählt Xavier Mauduit eine Geschichte über Elektroautos. Marie Bonnisseau reist derweil nach Schweden, um einen klavierspielenden Tintenfisch zu besuchen, der auf YouTube Millionen Menschen begeistert. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 22.12.2025 arte
  • Folge 3690 (58 Min.)
    Cyberangriff auf das Innenministerium: Wo bleibt die Polizei? In der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember wurde das französische Innenministerium Ziel eines Cyberangriffs. Wie Innenminister Laurent Nuñez bestätigte, wurden „einige Dutzend Einträge“ aus vertraulichen Polizeidaten von den Servern extrahiert. Ein 22-jähriger Verdächtiger wurde im Zuge der Ermittlungen festgenommen. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Hackerangriffen ein, die zuletzt auch den französischen Schützenverband sowie Krankenhäuser und deren Patientenakten trafen. Zu Gast ist Amaelle Guiton, auf Cybersicherheit spezialisierte Journalistin bei der Zeitung Libération. Grüner Deal, Elektroautos, Mercosur … Hat Europa seinen Kompass verloren? Am 16. Dezember verzichtete die Europäische Kommission darauf, den Automobilherstellern eine vollständige Umstellung auf Elektrofahrzeuge bis 2035 vorzuschreiben. Die Maßnahme gilt als Kernstück des Grünen Deals von 2019, mit dem die EU bis 2050 Klimaneutralität erreichen wollte. Der Kurswechsel erlaubt es den Herstellern, weiterhin in begrenztem Umfang Neuwagen mit Verbrennungs- oder Hybridmotoren zu verkaufen. Parallel dazu wird ein sogenanntes „Omnibus“-Gesetzespaket vorbereitet, das unter anderem eine Vereinfachung der Vorschriften für Pestizide vorsieht. Zudem könnte das seit 25 Jahren verhandelte Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur in den kommenden Tagen ratifiziert werden. Außerdem: Xavier Mauduit über die Inseln Matthew und Hunter und den Territorialstreit zwischen Frankreich und Vanuatu. Théophile Cossa beschäftigt sich mit der Logistik des großen Weihnachtspaketrauschs zwischen Abholstellen und Schließfächern. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 23.12.2025 arte
  • Folge 3691 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 24.12.2025 arte
  • Folge 3692 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 26.12.2025 arte
  • Folge 3693 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 27.12.2025 arte
  • Folge 3694 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 29.12.2025 arte
  • Folge 3695 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 31.12.2025 arte

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