2025 (Folge 3650⁠–⁠3673)

  • Folge 3650 (43 Min.)
    Bild: Arte
    Deutsche TV-Premiere Do. 06.11.2025 arte
  • Folge 3651 (46 Min.)
    (1): Martin Parr: Ein Land – und ein Leben im Bild Der britische Dokumentarfotograf veröffentlicht mit „Complètement paresseux et étourdi“ (Heillos faul und zerstreut, Verlag Michel Lafon) seine erste Autobiografie: 150 Fotos, die sein Leben erzählen. In farbiger, unverkennbar „Parr’scher“ Sicht porträtiert er erst Englands soziale Schichten und dann die Welt. Er ist heute zu Gast bei „28 Minuten“. (2): Serbien am Scheideweg zwischen Europa und Russland? Am 1. November 2025 legte Serbien 16 Schweigeminuten für die 16 Toten des Unglücks am Bahnhof Novi Sad ein. Laut AFP erwiesen mindestens 100.000 Menschen den Verstorbenen die letzte Ehre. Ein Jahr zuvor waren dort beim Einsturz des Vordachs 14 Menschen ums Leben gekommen, zwei weitere erlagen später ihren Verletzungen. Die Tragödie wurde zum Symbol für ein Jahr der Revolte: landesweite, von Studierenden angeführte Proteste gegen Korruption, Forderungen nach vorgezogenen Parlamentswahlen. Präsident Aleksandar Vučić stellt Neuwahlen in Aussicht, ohne jedoch ein genaues Datum zu nennen. Stabilisiert Serbien den Balkan oder trägt es zur Destabilisierung zwischen Russland und Europa bei? Außerdem: Xavier Mauduit führt in die Geschichte der Pariser Katakomben, deren Museum vor einer Renovierung schließt. Marie Bonnisseau befasst sich mit den irreführenden Emojis, die Eltern ihren Kindern schicken – und den mehr oder weniger lustigen Missverständnissen, die daraus entstehen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 07.11.2025 arte
  • Folge 3652 (46 Min.)
    Finanzierung des islamistischen Terrors: Macht der Lafarge-Prozess Geschichte? Nach achteinhalb Jahren Ermittlungen hat am 4. November vor dem Pariser Strafgericht der Prozess gegen Lafarge begonnen. Der Konzern soll zwischen 2013 und 2014 mehrere Millionen Euro an dschihadistische Gruppen – darunter den IS – gezahlt haben, um sein Werk in Jalabiya (Nordsyrien) weiter zu betreiben. Auf der Anklagebank sitzen neun Beschuldigte, darunter ehemalige Führungskräfte, syrische Mittelsmänner und das Unternehmen selbst. Sie werden wegen Terrorismusfinanzierung und in einigen Fällen wegen Verstößen gegen internationale Finanzsanktionen angeklagt. Zur Einordnung begrüßen wir die Journalisten Marie-Christine Tabet und Christophe Dubois. Sexpuppen auf Shein: Entgleitet der Online-Handel der Kontrolle? Kurz vor der Eröffnung seines Stores im Pariser BHV geriet das chinesische E-Commerce-Unternehmen Shein ins Visier der französischen Generaldirektion für Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung: Auf der Website waren „kindlich aussehenden Sexpuppen“ angeboten worden. Shein erklärte, die betreffenden Produkte inzwischen entfernt zu haben. Wirtschaftsminister Roland Lescure droht im Wiederholungsfall mit einem Verbot in Frankreich. Dies ist nicht das erste Mal, dass ein chinesischer Online-Gigant unter Druck gerät: Im Juli warf die EU-Kommission Temu Verstöße gegen ihre Gesetzgebung zu digitalen Dienstleistungen (DSA) vor – vor allem wegen unzureichender Produktkontrollen. Außerdem: Xavier Mauduit berichtet anlässlich der diesjährige Verleihung des Prix Goncourt über Literaturpreise. Marie Bonnisseau führt nach Japan, wo ein Rentner in einer Telefonzelle um seinen Cousin trauert. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 08.11.2025 arte
  • Folge 3653 (46 Min.)
    Von Montbéliard zur Oper: Die fulminante Karriere von Tamara Bounazou Als Kind prägte sie die Stimme von Maria Callas in Carmen, der Lieblingsoper ihrer Mutter. Aufgewachsen in einer großen französisch-algerischen Familie in einem Arbeiterviertel von Montbéliard, wurde Tamara Bounazou 2014 am Conservatoire national supérieur de musique de Lyon aufgenommen. Jetzt gibt sie an der Opéra-Comique in Paris ihre erste Titelrolle: Iphigenie auf Tauris in einer Inszenierung von Wajdi Mouawad (2. bis 12. November). Massaker im Sudan: Kann die Welt weiterhin wegsehen? Satellitenbilder belegen das Ausmaß der jüngsten Gräueltaten. Nach 18 Monaten Belagerung, in denen fast 200.000 Zivilisten verhungert sein sollen, fiel Ende Oktober El-Fasher, die Hauptstadt von Nord-Darfur, an den Warlord Mohammed Hamdan Dogolo („Hemetti“). Seit April 2023 verwüstet ein Krieg zwischen Hemettis schnellen Eingreiftruppen und der regulären Armee unter General Abdel Fattah Al-Bourhane das Land, das zu zwei Dritteln von der Armee kontrolliert wird. Berichtet werden summarische Hinrichtungen, Vergewaltigungen, Plünderungen und Angriffe auf Helfer durch die Paramilitärs. In den letzten zwei Jahren sind im Sudan 150.000 Menschen ums Leben gekommen, 13 Millionen wurden vertrieben und fast 30 Millionen – zwei Drittel der Bevölkerung – sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Außerdem: Xavier Mauduit ordnet nach der angekündigten Freilassung der beiden letzten im Iran inhaftierten französischen Geiseln, Cécile Kohler und Jacques Paris, die Geiseldiplomatie ein. Marie Bonnisseau berichtet über den Rechtsstreit einer Amerikanerin, die zum fünfzehnten Mal Mutter werden will. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 10.11.2025 arte
  • Folge 3654 (46 Min.)
    (1): Hinter den Kulissen des Nürnberger Prozesses Am 20. November 1945 beginnt in Nürnberg der bis dahin größte Prozess der Geschichte. In der Stadt stehen 21 ehemalige Führer des Dritten Reichs vor Gericht, darunter Hermann Göring. Erstmals wird wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ angeklagt – ein Rechtsbegriff, der während des Verfahrens geprägt wird. Alfred de Montesquiou erhielt für seinen Essay „Le crépuscule des hommes“ (Die Dämmerung der Menschen, Verlag Robert Laffont), den Prix Renaudot. Darin öffnet er, aus der Perspektive eines amerikanischen Fotografen und einer deutsch-tschechischen Dolmetscherin, den Blick hinter die Kulissen dieses weltgeschichtlich einzigartigen Prozesses, der die größten Journalisten der Zeit anzog. (2): Klimaskeptizismus auf dem Höhepunkt: Was kann die COP30 in Brasilien bewirken? Vom 10. bis 21. November tagt in Brasilien die 30. COP, rund 50 Staats- und Regierungschefs werden erwartet. Laut UNO steuert die Welt trotz bestehender nationaler Pläne auf plus 2,3 Grad Celsius bis plus 2,5 Grad Celsius zu – weit entfernt vom Ziel des Pariser Abkommens, die Erwärmung auf 2 Grad Celsius zu begrenzen. Die USA sind im Januar aus dem Pakt ausgestiegen; eine US-Delegation wird in Belém nicht anwesend sein. Der Klimaskeptizismus ist weltweit auf dem Vormarsch, und der Kampf gegen die globale Erwärmung rückt immer weiter von der weltweiten politischen Agenda ab. Selbst die EU ringt trotz ihres 2019 präsentierten „Green Deals“ um ehrgeizige Ziele bis 2050. Außerdem: Xavier Mauduit blickt auf die Geschichte der Thermalkuren, deren Erstattung sinken könnte. Théophile Cossa erklärt die Buvette der Nationalversammlung, in der ein Alkoholverbot im Raum steht. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 11.11.2025 arte
  • Folge 3655 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 12.11.2025 arte
  • Folge 3656 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 13.11.2025 arte
  • Folge 3657 (46 Min.)
    Die Regisseure Valérie Lesort und Christian Hecq stellen ihr neues Stück La „Petite boutique des horreurs“ (Der kleine Horrorladen) vor; der Schriftsteller Cédric Sapin-Defour erzählt in „Où les étoiles tombent“ (Wo die Sterne fallen) von der Genesung seiner Partnerin nach ihrem Gleitschirmunfall; die Biologin Pascale Cossart erklärt die Antibiotikaresistenz; die Seglerin Isabelle Autissier ruft zum Handeln für den Schutz der Ozeane auf; Gaëlle Paty berichtet von ihren Erfahrungen im Prozess gegen den Mörder ihres Bruders Samuel Paty, der von einem islamistischen Terroristen getötet wurde; der iranische Regisseur Jafar Panahi präsentiert seinen Film „Un simple accident“ (Ein einfacher Unfall), Goldenen Palme 2025. Rückblick auf eine aktuelle Debatte: Psychische Gesundheit – „großes nationales Anliegen“ oder großes vergessenes Anliegen? „28 Minuten“ begrüßt Stéphane Henriette, Psychiater und Generalsekretär der Gewerkschaft der Krankenhauspsychiater, Angèle Malâtre-Lansac, Generaldelegierte der Allianz für psychische Gesundheit, und Isabelle Carré, Schauspielerin und Regisseurin, deren Film „Les rêveurs“ (Die Träumer) am 12. November in die Kinos kommt. Außerdem: Xavier Mauduit zur Geschichte der Pommes frites, dem berühmtesten Kartoffelgericht, und Marie Bonnisseau zum Schicksal dreier über 80-jähriger österreichischer Nonnen, die aus dem Altenheim flohen, um in ihr früheres Kloster in den Alpen zurückzukehren. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 14.11.2025 arte
  • Folge 3658 (46 Min.)
    (1): Das Beste des 28 Minuten-Clubs! Auf dem Programm stehen die Debatte über die Zucman-Steuer, eine britische Fernsehsendung, die die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt analysiert – aber selbst von einer KI moderiert wird, das Duell zwischen der Sozialistin Cathie Bourdoncle und dem UDR/​RN-Kandidaten Pierre-Henri Carbonnel in der Stichwahl zum Nationalrat im Département Tarn-et-Garonne sowie der mit großem Pomp begleitete Besuch Donald Trumps im Vereinigten Königreich. (2): An unserem Tisch nehmen dann vier Gäste mit unseren Clubmitgliedern Platz: Mickaël Delis, Autor, Schauspieler und Regisseur, der in La fête du slip ou le pipo de la puissance (Das Unterhosenfest oder der Schwindel der Macht) in der Scala zu sehen ist, Solrey, musikalische Leiterin und Dirigentin, die ihre Filmoper Ciao Casanova vorstellt, Corentin de Chatelperron, Ingenieur, der L’appart du Futur (Die Wohnung der Zukunft) im Verlag Actes Sud veröffentlicht hat, Bruno Fuligni, Historiker und Schriftsteller, für sein Werk Voyage en France australe (Reise in die französischen Südgebiete, Verlag Allary). Außerdem: Le Monde des choses von David Castello-Lopes, der in der Seine auf Welse angelt! (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 15.11.2025 arte
  • Folge 3659 (46 Min.)
    (1): Blanche Gardin auf der Suche nach Sinn in der Weite Grönlands Blanche Gardin spielt Coline, eine berühmte Nordpolforscherin auf Abwegen: In L’incroyable femme des neiges (Die unglaubliche Schneefrau) von Sébastien Betbeder führt der Weg von den Bergen des Jura bis zu den unendlichen Weiten Grönlands – eine Region, die die Folgen der Erderwärmung unmittelbar spürt. Beraten wurde der Regisseur vom französischen Abenteurer Nicolas Dubreuil, Spezialist für Polarwelten. Blanche Gardin und Nicolas Dubreuil sind heute Abend unsere Gäste. (2): Mercosur: Zu welchem Preis unterschreibt Frankreich? Am 6. November zeigte sich Emmanuel Macron am Rande der COP30 in Brasilien „eher positiv“ zum Freihandelsabkommen EU-Mercosur, verlangte aber weiterhin „klare Antworten“ zu mehreren „roten Linien“, wie Landwirtschaftsministerin Annie Genevard betonte. Nach 25 Jahren Verhandlungen wurde der Text im Dezember 2024 zwischen der EU und dem Bündnis aus Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay unterzeichnet. Vor Inkrafttreten müssen noch die 27 Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament zustimmen. Seit Macrons Äußerung rumort es in der französischen Landwirtschaft: Man fürchtet einen Kurswechsel des Präsidenten, der das Abkommen bislang ablehnte. Die FNSEA, Frankreichs größte Agrargewerkschaft, ruft für den 12. November in Toulouse, wo der Staatschef erwartet wird, zur Mobilisierung auf. Außerdem: Xavier Mauduit befasst sich mit der von Donald Trump ausgerufenen „Anti-Kommunismus“-Woche und Théophile Cossa erklärt die Physik interstellarer Kometen – aktuell am Beispiel von 3I/​Atlas, dem dritten in unserer Geschichte beobachteten interstellaren Kometen. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 17.11.2025 arte
  • Folge 3660 (46 Min.)
    (1): Sprechen heißt Widerstand leisten: Ta-Nehisi Coates und die Sprache als politische Waffe Ta-Nehisi Coates – Journalist, Schriftsteller, Professor und Drehbuchautor – zählt zu den einflussreichsten afroamerikanischen Denkern seiner Generation. In „The message“, entstanden nach Reisen in den Senegal, nach South Carolina und nach Palästina, untersucht er die Macht des Schreibens: Wie weit taugt Sprache als Waffe? Coates entzaubert Mythen um die Sklaverei-Insel Gorée, hinterfragt die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten und analysiert Mechanismen der Segregation in Palästina. (2): Mali: Wird Afrika zum Epizentrum des globalen Dschihadismus? Frankreich rät seinen Staatsangehörigen, Mali angesichts der dschihadistischen Bedrohung umgehend zu verlassen. Bamako ist von Truppen der JNIM (Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime) umzingelt. Seit zwei Monaten blockiert die Al-Qaida-nahe Organisation zahlreiche Dörfer, auch Treibstoffkonvois. Laut dem Chef des französischen Auslandsgeheimdienstes strebt die Gruppe die Einsetzung eines „Kalifen“ an. Der Terror eskaliert: Am vergangenen Freitag wurde die 20-jährige malische TikTokerin Mariam Cissé öffentlich hingerichtet, weil sie Videos zugunsten der regierenden Junta veröffentlicht hatte. Diese hatte unter General Assimi Goïta 2022 das Ende der Operation Barkhane gefordert; seither ersetzten russische Kräfte („Africa Corps“, Nachfolger von Wagner) die französischen Truppen – und geraten nun selbst unter Druck. Ist die JNIM, die sowohl Al-Qaida als auch IS-Ablegern nahesteht, eine Gefahr für Frankreich? Außerdem: Xavier Mauduit zur Begnadigung des französisch-algerischen Schriftstellers Boualem Sansal – und zu Dostojewski, der einst ebenfalls begnadigt wurde, und Théophile Cossa über die fragile Ökonomie der Schlafwagenzüge – und Nachtzüge, die man unbedingt ausprobiert haben sollte. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 18.11.2025 arte
  • Folge 3661 (46 Min.)
    Am Freitag entschlüsselt Renaud Dély die Ereignisse der Woche zusammen mit unseren Clubmitgliedern. Heute dabei: Pascal Blanchard (Historiker), Jean-Loup Bonnamy (Publizist, Doktor der Philosophie und Experte für Geopolitik), Catherine Tricot (Leiterin der Zeitschrift Regards) sowie die Pressezeichnerin Louison. (1): Terroranschläge: Ist restaurative Justiz denkbar? Zehn Jahre nach den Anschlägen vom 13. November 2015 (132 Tote) kündigt die Nationale Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft an, den Zugang zur restaurativen Justiz für Opfer und Täter von Terrorakten auszuweiten. Dabei treffen Betroffene und Täter desselben Delikttyps – jedoch aus unterschiedlichen Fällen – aufeinander. (2): Aussetzung der Rentenreform: Rückzug mit Anlauf? Die Abgeordneten stimmten mit 255 zu 146 Stimmen für eine Aussetzung der Rentenreform bis Januar 2028. Dafür votierten vor allem Sozialisten, Grüne und RN; Renaissance und große Teile von MoDem enthielten sich, LFI und Kommunisten stimmten dagegen. Damit ruhen die Anhebung des Rentenalters auf 64 Jahre und die Verlängerung der Beitragszeiten. Können wir mit einer neuen Reform bis zu den nächsten Präsidentschaftswahlen warten? Wir begrüßen Arnaud Guerin, Geologe und Naturfotograf, der sein Buch Une histoire de l’exploration des vulcans (Eine Geschichte der Erforschung der Vulkane, Verlag Glénat) vorstellt, eine Reise in die faszinierende Welt der Vulkane und derer, die ihnen ihr Leben gewidmet haben. Japans neue Premierministerin Sanae Takaichi erklärte, chinesische Angriffe auf Taiwan könnten ein Eingreifen Japans rechtfertigen. Aus China folgte daraufhin eine indirekte Drohung in einem inzwischen gelöschten Beitrag auf X: das Duell der Woche von Frédéric Says. Nach zwanzig Tagen U-Haft wurde Nicolas Sarkozy am 10. November unter Auflagen freigelassen. Bei der Anhörung wurde sein Einkommen offengelegt: fast 4,5 Millionen Euro im Jahr 2023. Dies löste breite Reaktionen in den sozialen Netzwerken aus. Natacha Triou berichtet in ihrem Point Com. Fünf junge, unerfahrene Wanderer folgen TikTok-Sonnenuntergängen in die Alpen. In der Kälte treten sie den Abstieg an – und verirren sich: die Geschichte der Woche von Frédéric Pommier. Außerdem: die Internationale Schlagzeile zur Begnadigung Boualem Sansals in Algerien, die von unseren Gästen ausgewählten Fotos der Woche sowie Aurore Vincenti über die Befruchtung von Eizellen durch Spermien. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 19.11.2025 arte
  • Folge 3662 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 20.11.2025 arte
  • Folge 3663 (46 Min.)
    (1): Francesca Albanese, die Stimme, die die Welt auf das Schicksal der Palästinenser aufmerksam macht „Wenn die Welt schläft, werden die Ungeheuer geboren. [ …] Das erste von ihnen: unsere Gleichgültigkeit.“ Die Juristin für internationales Recht Francesca Albanese, UN- Sonderberichterstatterin für die besetzten palästinensischen Gebiete seit 2022, veröffentlicht „Quand le monde dort. Récits, voix et blessures de la Palestine“ (Wenn die Welt schläft. Erzählungen, Stimmen und Wunden Palästinas, Verlag Mémoire d’Encrier). Sie verknüpft ihre Analyse mit zehn exemplarischen Lebensgeschichten – ein Weckruf an die internationale Gemeinschaft. Am 17. November stimmt der UN-Sicherheitsrat über Donald Trumps Friedensplan ab, der den Einsatz einer internationalen Truppe im Gazastreifen ermöglichen soll. (2): Selenskyj in Paris: Ein Wendepunkt für den Krieg in der Ukraine? Am Montag, 17. November, unterzeichneten Volodymyr Selenskyj und Emmanuel Macron in Paris eine Absichtserklärung zur „Zusammenarbeit beim Erwerb französischer Verteidigungsgüter durch die Ukraine“. Vereinbart wurden der künftige Kauf von rund hundert Rafale-Kampfflugzeugen; Selenskyj sprach von einem „historischen“ Schritt zur Stärkung von Luftkrieg und Luftverteidigung der Ukraine. Der neunte Frankreich-Besuch des ukrainischen Präsidenten fällt in eine kritische Phase: Der Druck an der Ostfront, insbesondere auf die Stadt Pokrowsk, ist so hoch wie nie. Deren Einnahme mitten im Donbass wäre ein symbolträchtiger Beleg für Wladimir Putins Vormarsch in einer Region, deren Annexion Moskau seit 2022 beansprucht. Außerdem: Xavier Mauduit erzählt die Geschichte der Tartiflette, nachdem in Savoyen ein neuer Rekord für das größte Gericht aufgestellt wurde. Marie Bonnisseau führt nach Vantara in Indien, in den größten Privatzoo der Welt, der dem reichsten Mann Asiens gehört. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 21.11.2025 arte
  • Folge 3664 (46 Min.)
    (1): COP30: Den Planeten retten – mit mehr Macht für Bürger? Seit dem 10. November tagt die COP30 in Brasilien; Schluss ist am 21. November. Die Erwartungen sind hoch – die Folgen der Erderwärmung spürt die Welt trotz solcher Gipfel überall. Der flämische Archäologe, Journalist und Autor David Van Reybrouck plädiert für eine neue Weltordnung, in der die „Vernunft der Erde“ die Staatsräson ablöst. Ergänzend zu den COPs fordert er Bürgerversammlungen. Sein neues Buch „Die Welt und die Erde. Wie können wir sie bewahren?“ erscheint bei Suhrkamp. (2): Terrorismusfälle: Kann restaurative Justiz helfen? Am 13. November 2015 wurden in Paris 132 Menschen bei den bis dahin tödlichsten Terroranschlägen in Frankreich getötet. Zehn Jahre später will die Nationale Anti-Terror-Staatsanwaltschaft den Zugang zur restaurativen Justiz für Opfer und Täter von Terrorakten ausweiten. Dabei treffen Betroffene und Täter desselben Delikttyps – aus demselben oder aus anderen Verfahren – aufeinander. Vor den Gedenkfeiern erklärte die Anwältin von Salah Abdeslam, dem einzigen überlebenden Täter vom 13. November, ihr Mandant wolle Kontakt zu Zivilparteien aufnehmen. Das spaltet die Überlebenden und ihre Familien: Riss (Charlie Hebdo), nennt diesen Schritt „pervers“, Georges Salines, dessen Tochter Lola im Bataclan starb, befürwortet ihn. Außerdem: Xavier Mauduit erzählt vom Verkauf von „Pascaline“, der ersten Rechenmaschine, und ihrer Erfindung durch Blaise Pascal im 17. Jahrhundert. Marie Bonnisseau führt nach Leipzig, wo zwei Orgelwerke von Bach wiederentdeckt und erstmals seit drei Jahrhunderten aufgeführt wurden. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 22.11.2025 arte
  • Folge 3665 (46 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 24.11.2025 arte
  • Folge 3666 (46 Min.)
    (1): Sophie Calle enthüllt ihre „Phantomwerke“: Die Liebe zum Unvollendeten Die 72-jährige Sophie Calle ist vieles zugleich: Videokünstlerin, Detektivin, Fotografin – sogar Striptease-Tänzerin in Pigalle war sie. In ihrem Catalogue raisonné de l’inachevé (Werkverzeichnis der Unvollendeten, Actes Sud) versammelt sie rund 40 unvollendete Projekte. Ein roter Stempel nennt jeweils den Grund fürs Scheitern. Darunter: eine Sammlerschachtel für La Vache qui rit, auf der ein Stier ihr die Brüste leckt. „Das Unvollendete als Ergebnis, der Versuch und das Scheitern als Begleiterscheinungen des künstlerischen Handelns“, sagt sie. Sie ist heute Abend unser Gast. (2): Drogenhandel: Wie können die verlorenen Gebiete der Republik zurückerobert werden? Vor einer Woche wurde in Marseille der 22-jährige Mehdi Kessaci am hellichten Tag von einem Motorroller-Kommando erschossen. Er wollte Polizist werden. Sein Bruder, der Anti-Drogen-Aktivist Amine Kessaci, vermutet einen Zusammenhang mit seinem Engagement gegen den Drogenhandel. „Ich stehe aufrecht“, ruft er zur Mobilisierung auf: mehr öffentliche Dienste in benachteiligten Vierteln, Kampf gegen Schulversagen, mehr Mittel für Ermittlungsbeamte. Le Parisien berichtet, der Anführer der DZ-Mafia habe diesen Mord aus seiner Gefängniszelle heraus in Auftrag gegeben. Laut Innenminister Laurent Nuñez handelt es sich um einen „Einschüchterungsdelikt“. Der französische Drogenmarkt wird von der Anti-Drogen-Behörde auf sieben Milliarden Euro geschätzt – getrieben vom steigenden Kokainkonsum. Außerdem: Anlässlich der Versteigerung eines Gemäldes von Gustav Klimt – das teuerste jemals verkaufte Gemälde – erzählt Xavier Mauduit aus dem Leben des Malers. Marie Bonnisseau berichtet über „Baby Shark“ – das Kinderlied wurde zu einem multinationalen Unternehmen mit einem Wert von 400 Millionen Dollar. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 25.11.2025 arte
  • Folge 3667 (46 Min.)
    Am Freitag entschlüsselt Renaud Dély die Ereignisse der Woche gemeinsam mit unseren Clubmitgliedern. Heute dabei: Julie Graziani (Publizistin), Antoine Bueno (Publizist), Nesrine Slaoui (Schriftstellerin und Journalistin) und die Pressezeichnerin Marie Morelle. Nationalversammlung sucht verzweifelt nach Haushalt: Sind die Abgeordneten schuld? „Die Gefahr für die französische Wirtschaft ist das Fehlen eines Haushaltsplans“, warnte Premierminister Sébastien Lecornu am 17. November. Diese Gefahr wird konkreter, da sich beim Kapitel „Einnahmen“ des Finanzgesetzentwurfs eine neue Blockade abzeichnet. Bedeutet das das Scheitern des Parlamentarismus? Sind wir angesichts der Kriegsgefahr bereit, den Verlust unserer Kinder in Kauf zu nehmen? Am 18. November erklärte Generalstabschef Fabien Mandon vor dem Bürgemeister- Kongress, Frankreich sei nicht bereit, „den Verlust seiner Kinder“ in einem Konflikt mit Russland in Kauf zu nehmen. Diese Aussage löste eine Welle der Kritik aus – von LFI bis RN. Wir begrüßen Thomas VDB. Der Humorist, Schauspieler und ehemalige Journalist enthüllt in Fiascorama (Verlag Buchet Chastel) seine Fiaskos – mit viel Selbstironie. Der Schlagabtausch zwischen Medien aus dem Bolloré-Umfeld und dem öffentlich- rechtlichen Rundfunk landet vor Gericht: Radio France und France Télévision klagen wegen Verleumdung – das Duell der Woche von Valérie Brochard. Der Ausfall der Sicherheitsplattform Cloudflare legte Giganten wie X oder ChatGPT kurzzeitig lahm – und wirft Fragen nach unserer Abhängigkeit von digitaler Infrastruktur und wenigen Betreibern auf. Natacha Triou berichtet in ihrem Point Com. Die Zwillingsschwestern Alice und Ellen Kessler, Ikonen der 1950er- und 1960er-Jahre, nahmen sich gemeinsam im Rahmen einer Sterbehilfe-Prozedur das Leben: die Geschichte der Woche von Frédéric Pommier. Außerdem: die Internationale Schlagzeile zum Treffen zwischen Donald Trump und Mohamed bin Salman, die von unseren Gästen ausgewählten Fotos der Woche sowie Aurore Vincenti über die Vorteile körperlicher Aktivität für unsere Gesundheit. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 26.11.2025 arte
  • Folge 3668 (43 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Do. 27.11.2025 arte
  • Folge 3669 (46 Min.)
    (1): Die geheimnisvolle Welt der Meeresschildkröten Meeresschildkröten sind Meister der Resilienz: Seit fast 240 Millionen Jahren trotzen sie Umweltkatastrophen, überlebten das Aussterben der Dinosaurier vor 66 Millionen Jahren, und halten bislang auch dem Klimawandel Stand. Akute Gefahr droht jedoch durch Beifang in Fischfanggeräten – besonders im Mittelmeer. Darüber berichtet der Ozeanograph und Biologe David Grémillet in seinem Buch „Les discrètes: rêves de tortues marines“ (Actes Sud). Er ist heute zu Gast bei „28 Minuten“. (2): COP30 in Brasilien: Ist das Glas halb voll oder halb leer? Nach zwei Wochen Verhandlungen endete die Konferenz am 22. November 2025 mit gemischter Bilanz. Positiv: Die Delegation der 194 Länder beschloss, die Finanzmittel bis 2035 zu verdreifachen, um die Ärmsten bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Trotz der Abwesenheit der USA lobte Brasiliens Präsident Lula den Sieg des Multilateralismus. Verfehlt wurde hingegen ein konkreter Fahrplan für den Ausstieg aus fossilen Energien. Bereits bei der COP28 in Dubai (2023) hatten sich über 190 Staaten zu einem „gerechten, geordneten und fairen Übergang“ bekannt. In Brasilien drängten 80 Länder darauf, diesen Ausstieg ins Abschlussdokument zu schreiben – der finale Text enthält ihn nicht. Außerdem: Xavier Mauduit beleuchtet die Geschichte der Schulrhythmen, nachdem der Bürgerkonvent „Zeiten des Kindes“ seine 20 Vorschläge vorgelegt hat. Marie Bonnisseau erzählt die Geschichte von dem ersten Ukrainer, der ein professionelles Sumo- Turnier in Japan gewonnen hat. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 28.11.2025 arte
  • Folge 3670 (46 Min.)
    (1): 50 Jahre nach Franco: Ein Roman über Exil, Erinnerung und die Schatten der Diktatur 50 Jahre nach dem Tod des Diktators Franco ringt Spanien noch immer mit seinem Erbe. Die renommierte Schriftstellerin und Violinistin Léonor de Récondo, Tochter einer spanischen Familie, die 1936 vor dem Spanischen Bürgerkrieg ins Exil floh, geht diesem Riss in ihrem neuen Roman „Marcher dans tes pas“ (In deinen Fußstapfen wandeln, L’Iconoclaste) nach. Erinnerungen, Fiktion und Poesie verschmelzen darin zu einer Suche nach Herkunft – und nach der spanischen Staatsbürgerschaft. Sie ist heute zu Gast bei „28 Minuten“. (2): Anstieg der Feminizide in Frankreich Frankreich erlebte 2024 einen dramatischen Anstieg der Feminizide. Laut der Ministerialmission zum Schutz von Frauen (Miprof) werden täglich mehr als drei Frauen getötet oder schwer verletzt. Insgesamt starben 107 Frauen durch ihren Partner oder Ex-Partner, gegenüber 96 im Jahr 2023. Hinter diesen Zahlen stehen ein kollektives Versagen und fehlende Schulungen für Polizei und Justiz. Dabei hatte Emmanuel Macron den Kampf gegen Gewalt an Frauen zu Beginn seiner beiden Amtszeiten zum „nationalen Anliegen“ erklärt. Am 25. November, dem nationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen, legten zwei Richter Innenminister Gérald Darmanin nun zehn Maßnahmen vor, darunter die Einführung eines speziellen Richters für innerfamiliäre Gewalt. Außerdem: Zum Tod von Jimmy Cliff mit 81 Jahren blickt Xavier Mauduit zurück auf die Ursprünge des Reggae in den 50er Jahren in Jamaika. Marie Bonnisseau nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit zu Techno-Partys, auf denen keltische Flöten und Dudelsäcke überraschend zum Hit werden. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 29.11.2025 arte
  • Folge 3671 (46 Min.)
    (1): Pattsituation im Parlament: Droht Frankreich 2026 ohne Haushalt dazustehen? Das Kapitel „Einnahmen“ des Finanzgesetzentwurfs fiel in der Nationalversammlung mit nur einer Gegenstimme durch – ein beispielloser Vorgang in der Fünften Republik. Der Text ging am 24. November zurück an den Senat, wo eine stabile Mehrheit die für den 15. Dezember geplante Abstimmung erleichtert. Danach muss der Gemischte Ausschuss eine Fassung erarbeiten, die bis zum 23. Dezember beiden Kammern erneut vorgelegt wird. Parallel dazu verabschiedete der Senat heute, am 26. November, den PLFSS (Gesetzentwurf zur Finanzierung der Sozialversicherung). Auch dieser Text soll noch am Abend in den Gemischten Ausschuss gehen. Wir begrüßen den Verfassungsrechtler Benjamin Morel, um diese politische Blockade einzuordnen. (2): Wiederaufnahme des Wehrdienstes: Sind die Franzosen bereit, sich der Kriegsgefahr zu stellen? Könnte der Wehrdienst in Frankreich wieder eingeführt werden? Emmanuel Macron besucht am Donnerstag, den 27. November, die Kaserne der Landstreitkräfte in Varces im Departement Isère, wo er laut Elysée-Palast „die Vorbereitung der Nation“ auf wachsende Bedrohungen betonen wird. Generalstabschef Fabien Mandon hatte zuvor beim Bürgermeister-Kongress erklärt, Frankreich müsse angesichts der russischen Gefahr bereit sein, „zu akzeptieren, dass es seine Kinder verliert“. Die Wiedereinführung des Wehrdienstes könnte in Form eines freiwilligen Nationaldienstes erfolgen. Mehreren Quellen zufolge wären zunächst 2.000 bis 3.000 Personen für eine Dienstzeit von zehn Monaten betroffen. Außerdem: Xavier Mauduit geht auf den dreitägigen landesweiten Streik in Belgien gegen den „Sozialkahlschlag“ der Regierung ein und erzählt vom ersten belgischen Generalstreik, der 1893 stattfand. Marie Bonnisseau berichtet über die sogenannten Sushi-Diplomatie vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen Japan und China. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 01.12.2025 arte
  • Folge 3672 (46 Min.)
    Der Maori-Schriftsteller, der die Warnrufe der Wale in die Welt trägt Mit Le Pacte des baleines (Der Pakt der Wale, Verlag Au vent des îles) knüpft der neuseeländische Maori-Schriftsteller Witi Ihimaera an sein 1987 erschienenes Buch La Baleine tatouée (Der tätowierte Wal) an. Er führt uns von Marseille bis nach Rurutu in Französisch-Polynesien, entlang der Route der Wale. Das ökologische Märchen verbindet Humor und traditionelle Kultur und folgt den Meeressäugern in einer vom Klimawandel erschütterten Welt. Witi Ihimaera ist heute Abend unser Gast. Krieg in der Ukraine: Frieden unter russischem Einfluss in Sicht? Nach fast vier Jahren Krieg liegt der Ukraine ein von den USA und Russland gemeinsam verfasster Friedensplan vor. Die ursprüngliche Version umfasste 28 Punkte und sah vor, dass die Ukraine die bereits von Russland kontrollierten Gebiete, die Krim sowie Teile der vier südöstlichen Oblaste, abtritt. Dieser Text bildete die Grundlage für Gespräche zwischen amerikanischen und ukrainischen Delegationen in Genf. Nach den Verhandlungen wurde der Plan auf 19 Punkte reduziert; die vorgesehene Verkleinerung der ukrainischen Armee wurde gestrichen. Russland wiederum distanziert sich von dieser neuen Fassung, die aus Moskauer Sicht weniger vorteilhaft ist. Außerdem: Xavier Mauduit blickt auf die Geschichte der 1868 gegründeten „Hong Kong Fire Brigade“, nachdem ein Großbrand mindestens 55 Menschenleben gefordert hat. Marie Bonnisseau berichtet aus den USA, wo der Verkehrsminister gegen zunehmende Unhöflichkeiten in Flugzeugen kämpft. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Di. 02.12.2025 arte
  • Folge 3673 (46 Min.)
    Am Freitag entschlüsselt Renaud Dély die Ereignisse der Woche gemeinsam mit unseren Clubmitgliedern. Heute dabei: Pascal Blanchard (Historiker), Isabelle Saporta (Publizistin und Kolumnistin), Noémie Halioua (Publizistin) und der Pressezeichner Thibault Soulcié. Bardella im Élysée-Palast: Eine Umfrage wie ein Elektroschock? Die Zahlen gelten als vorsichtig zu interpretieren, aber erstmals sieht eine Odoxa-Umfrage Jordan Bardella als Favoriten für die Präsidentschaftswahlen. Eineinhalb Jahre vor dem Urnengang würde der RN-Chef in der Stichwahl gegen alle getesteten Gegner (Édouard Philippe, Gabriel Attal, Raphaël Glucksmann und Jean-Luc Mélenchon) klar gewinnen. Freiwilliger Militärdienst als Faktor für den nationalen Zusammenhalt? Emmanuel Macron kündigt die Rückkehr des Wehrdienstes an, der seit 1997 ausgesetzt war. Der freiwillige Nationaldienst über zehn Monate soll im kommenden Sommer starten. Die Freiwilligen im Alter von 18 bis 25 Jahren werden „ausschließlich auf nationalem Gebiet“ dienen. Laut Odoxa befürworten acht von zehn Franzosen die Maßnahme. Wir begrüßen Laurent Galmot, Autor und Produzent im Bereich Popkultur. Er stellt Phénomènes de cour de récré. Encyclopédie des jouets qui ont été à la mode … un jour (Schulhofphänomene. Eine Enzyklopädie der Spielzeuge, die einst in Mode waren, Ynnis Éditions) vor und erkundet die ikonischen Spielzeuge der Kindheit. Wer führt die amerikanische Diplomatie? Steve Witkoff, Donald Trumps Sonderbeauftragter für Friedensverhandlungen in der Ukraine, laut Bloomberg eng am Kreml, oder Außenminister Marco Rubio, der Putin distanzierter gegenübersteht? Das Duell der Woche von Frédéric Says. Rachida Dati, Kandidatin für das Amt des Bürgermeisters von Paris, inszeniert sich im gelben Müllabfuhrhemd, in Jeans und High Heels und prangert den Schmutz in Paris an. Das Video erzielt über fünf Millionen Aufrufe und löst zahlreiche Parodien aus. Natacha Triou berichtet in ihrem Point Com. Außerdem: die Internationale Schlagzeile zur Schießerei auf Nationalgardisten in Washington, die von unseren Gästen ausgewählten Fotos der Woche und David Castello- Lopes’ Welt der Dinge über Basilikum. (Text: arte)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 03.12.2025 arte

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