Roots

    Roots

    USA 1977
    Deutsche Erstausstrahlung: 26.02.1978 ARD

    11-tlg. US-Familiensaga nach dem Roman von Alex Haley („Roots“; 1977).

    Der junge Afrikaner Kunta Kinte (LeVar Burton; in älteren Jahren gespielt von John Amos), Sohn von Omoro (Thalmus Rasulala) und Binta Kinte (Cicely Tyson), wird 1765 von Captain Davies (Edward Asner) und seinem Maat Slater (Ralph Waite) auf die Sklaven-Plantagen der amerikanischen Südstaaten verschleppt. Er rebelliert und versucht mehrfach erfolglos, dort auszubrechen. Bei einem Aufstand wird ihm ein Fuß abgehackt. So verbringt Kunta Kinte den Rest seines Lebens als Sklave, John Reynolds (Lorne Greene) ist sein Besitzer.

    Während dieser Zeit wird Kunta Kintes Tochter Kizzy (Leslie Uggams) geboren, deren Mutter Bell (Madge Sinclair) ist. Kizzy bringt später Sohn Chicken George (Ben Vereen) zur Welt. Um der Sklaverei zu entkommen, geht George um 1820 nach England. 30 Jahre später kehrt er mit seinem Sohn Tom (Georg Stanford Brown) nach Amerika zurück, wo Tom während des Bürgerkriegs in die Army berufen wird. Er beginnt später in Tennessee ein neues Leben in Freiheit.

    Die Geschichte um Kunta Kinte ist wahr. Autor Alex Haley, ein direkter Nachfahre Kunta Kintes, hatte sie über seine eigene Familie geschrieben. Die Verfilmung wurde ein weltweiter Überraschungserfolg und mit mehr als 100 Preisen ausgezeichnet. Über 100 Millionen Zuschauer setzten im US-Fernsehen eine neue Rekordmarke. Die ARD schnitt die acht Original-Folgen um und machte daraus einen langen Pilotfilm und zehn Folgen à 45 Minuten. Das neue freie Leben von Tom war der Inhalt der Fortsetzung Roots – Die nächste Generation. (aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier)

    Neue Version als Roots (2016)

    Roots auf DVD

    Roots – Community

    Voyager am 10.06.2008: Eine der besten Serien, die je in den USA produziert wurde. Es spricht für das politische Klima jener Zeit, daß sich amerikanische Produzenten derart intensiv mit einem nicht gerade ruhmreichen Kapitel der amerikanischen Geschichte auseinandergesetzt haben. Interessant an "Roots" ist auch, daß viele bekannte Serienstars von einst in dieser Serie gegen ihr Image spielen, wie z.B. Ralph Waite als skurpelloser Sklavenjäger, Lorne Greene als etwas zwielichter Großgrundbesitzer oder Chuck Connors Großgrundbesitzer, der sich hemmungslos an seinen Sklawinnen vergreift. Kurzum, "Roots" ist ein großes Stück Fernsehgeschichte. Schön, daß diese Serie derzeit auf Arte wiederholt wird.
    Stefan (geb. 1963) am 10.06.2008: Sehe die Serie jetzt zum fünften Mal (1978 - ARD 1980 - NDR/RB/SFB III 2000 - "tm 3" 2002 - "Premiere Serie") - und verfolge sie noch immer mit großer Spannung. Ob die Figur "Kunta Kinte" wirklich existiert hatte, sie mal dahin gestellt. Da die Serie nach einem Roman basiert, gehe ich mal davon aus, daß Nebenfiguren wie z. B. der Sklave "Fiddler" einfach dazu erfunden wurden, um die Serie familienfreundlicher zu machen. Auch behaupten böse Zungen, daß Alex Haley zwar nachgeforscht hatte in Afrika, aber die Figur des "Kunta Kinte" einfach zu seinem Vorfahren benannt hatte, ohne eines wirklichen Beweises. Deswegen kommen mir irgendwie Zweifel, ob das wirklich alles so stimmt, was in dem Roman beschrieben wird bzw. die TV-Serie einfach mal eben so behauptet und darstellt.
    tommi am 05.04.2007: Leider lief bei mir die Special DVD überhaupt nicht, habe es an 2 Geräten und am PC ausprobiert, aber nichts zu machen, nur Kästen, Ruckeln und Sprünge....Total ärgerlich! Was mir beim Kauf auch nicht klar war: diese DVD enthält nur die erste Staffel von Roots 1977 und nicht die Fortsetzung von 1979. Die Enttäuschung war groß, zumal die 2.Staffel scheinbar nicht auf DVD erschienen ist. WEISS JEMAND ETWAS DARÜBER??- ÜBER EINE ANTWORT WÜRDE ICH MICHT FREUEN!! Schöne Feiertage T.Guski
    unbekannt am 14.06.2006: Zu Martina: Ja, das stimmt allerdings. Leider hatte ich die Serie nicht aufgenommen (lief ja zuletzt vor vier Jahren auf "Premiere Serie"). Bei der Nachfolgeserie ist mir bei einer Folge der "Premiere"-Decoder abgestürzt. Auch da hoffe ich sowohl als auch auf eine Wiederholung...
    Jürgen (geb. 1972) am 07.03.2006: Tolle Serie, kommt aber leider nicht an die literarische Vorgabe von Alex Haley heran, da die Geschichte von Kizzy und ihres Sohnes "Chicken George" zu knapp gehalten wird. Ein oder zwei Teile mehr hätten der Serie sehr gut getan, da vor allem in den letzten zwei Folgen Zeitsprünge von bis zu 20 Jahren gemacht wurden. Jedenfalls war "Roots" zum Zeitpunkt der Erstaustrahlung, Ende der 70er; eine wichtige und längst überfällige Konfrontation mit einem der dunkelsten Kapitel der amerikanischen Geschichte. Und ist es bis heute geblieben.

    Roots – News

    Cast & Crew

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