Richterin Barbara Salesch

Richterin Barbara Salesch

D 1999–2012
Deutsche Erstausstrahlung: 27.09.1999 Sat.1
Alternativtitel: Barbara Salesch Spezial – Nachbar gegen Nachbar

Barbara Salesch startet als erste echte Richterin im Jahr 1999 mit einer werktäglichen Sendung, in der fiktive Kriminalfälle mit Laiendarstellern in einem als Gerichtssaal aufgebauten Studio verhandelt werden. Auf der Tagesordnung steht alles von Diebstahl und diversen Betrügereien über Körperverletzung und sexuellen Missbrauch bis hin zu Mordfällen. Saleschs professionelle Expertise und ihr sachliches, aber auch pointiertes Redetalent machen die Sendung zum erfolgreichen Dauerbrenner.

Richterin Barbara Salesch auf DVD
Richterin Barbara Salesch im Fernsehen
Do
17.04.201411:00–12:00 UhrSat.1Richterin Barbara Salesch
11:00–12:00 Uhr
Do
17.04.201414:25–15:10 UhrSat.1 Gold168010.230Die Tote im Sessel
14:25–15:10 Uhr
Fr
18.04.201404:00–04:45 UhrSat.1 Gold168010.230Die Tote im Sessel
04:00–04:45 Uhr
Sa
19.04.201410:00–11:00 UhrSat.1203713.1490190
10:00–11:00 Uhr
Sa
19.04.201411:00–12:00 UhrSat.1203813.150Crääm Brüläää
11:00–12:00 Uhr
Sa
19.04.201414:30–15:15 UhrSat.1 Gold162610.176Meneater
14:30–15:15 Uhr
Di
22.04.201411:00–12:00 UhrSat.1188712.087Zum Abschuss feigegeben
11:00–12:00 Uhr
Di
22.04.201414:30–15:10 UhrSat.1 Gold162710.177Nepper, Schlepper, Omafänger
14:30–15:10 Uhr
Mi
23.04.201403:30–04:10 UhrSat.1 Gold162710.177Nepper, Schlepper, Omafänger
03:30–04:10 Uhr
Mi
23.04.201411:00–12:00 UhrSat.1Richterin Barbara Salesch
11:00–12:00 Uhr
Mi
23.04.201414:30–15:10 UhrSat.1 Gold162810.178Angriff von rechts
14:30–15:10 Uhr
Do
24.04.201404:10–04:55 UhrSat.1 Gold162810.178Angriff von rechts
04:10–04:55 Uhr
Richterin Barbara Salesch – Community
Frank (geb. 2020) am 28.09.2012: Hallo, ich hoffe jemand kann mir weiterhelfen ich suche einen Anwalt aus der Serie ich mein mich noch zu erinnern das diese Rheinbach geheisen hat.Es war ein Anwalt mit Pferdeschwanz kann man vielleicht noch irgend wo ätere Anwälte sehen oder gibt es eine Liste von Anwälten die bei Salesch waren? ich habe schon gegoogelt aber leider nix gefunden ich hoffe ihr könnt mir helfen.
YEMERAINDIA (geb. 1952) am 14.05.2012: Endlich vorbei, Saleschs Wutausbrüche, ihre Voreingenommenheit gegenüber Machos und dazu noch mühsam konstruierten Fälle, waren doch teilweise nur oberpeinlich. Läuft dann noch RA Krechel Amok und pöbelt sich durch die Verhandlung, wird das Rechtswesen komplett verarscht. Und dann noch RA Hösch mit seinem Lattenzaun auf dem Kopf, kann ich nur noch den Kopf schütteln. UNd das sind promovierte Juristen, das tut weh.
salesch-fan (geb. 1997) am 08.05.2012: ich finde es echt schade, dass es vorbei mit Salesch ist. Ich würde mich freuen, wenn Sat.1 nicht mehr die Fälle von 2007 zum 20 000. mal wiederholen würde, sondern mal die echten Fälle von 1999 - Schiedsgericht.
unbekannt am 11.02.2012: Also, auf den Dvd's sind Folgen der 1.Staffel des Strafgerichtes RBS. Es sind nicht die echten Fälle des Schiedsgerichtes von 1999! Es sind je Folge 2 Fälle, 1 Folge dauert etwa 42 min. In den Fällen geht es meistens um kleine Delikte wie Kaufhausdiebstahl, Sachbeschädigung, Betrug oder Körperverletzung. Ich persöhnlich finde die Dvd's gut, würde mir auch weitere Kaufen.
temprence am 21.12.2011: Ich find die Ulrike Tasic ist die einzige die selten dumme Bemerkungen Richtung Staatsanwalt macht, die nix mit dem Fall zu tun haben, oder auf dumme Bemerkungen desselben eingeht. Das find ich sehr, sehr sympatisch an ihr. Da gibts einige Anwälte die es nicht lassen können, als ginge es tatsächlich um einen Kampf den man gewinnen muss, und nicht um Gerechtigkeit. Obwohl diese Fälle erfunden sind nehm ich sie doch soweit ernst, weils echte (Staats-) Anwälte und Richter sind. Ich nehm an, in Wirklichkeit läufts auch so.
Richterin Barbara Salesch – News
Schauspieler
VerteidigerinUlrike Tasic
VerteidigerMalte Höch
 Uwe Krechel
Mitwirkende
StaatsanwaltBernd Römer
ModerationBarbara Salesch
Crew
Produktion Filmpool
Dies und das

Nach 2356 Folgen wurde das Format eingestellt. Nach Dreh der letzten Folge sägte Barbara Salesch sich ein Stück Holz aus ihrem Richtertisch.

Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

Gerichtsshow, in der sich Streitende dem Schiedsspruch von Barbara Salesch beugen müssen.

In dieser Show war anfangs nichts nachgestellt: Die Klagenden waren echt, Barbara Salesch tatsächlich Vorsitzende Richterin am Landgericht Hamburg – für den TV-Job hatte sie sich zwei Jahre Urlaub genommen – und ihre im Fernsehen gefällten Urteile rechtskräftig. Nach deutschem Recht durften allerdings keine Strafprozesse im Fernsehen übertragen werden. Barbara Salesch konnte somit nur als Richterin eines privaten Schiedsgerichtes über vergleichsweise harmlose Fälle urteilen. Sie klärte solche Fragen wie die, wer für den Schaden eines Rasenmähers aufkommen muss, den der Nachbar sich ausgeborgt und dabei beschädigt hatte. Streng genommen war das „rechtskräftige Urteil“ daher ein Schiedsspruch. Als Reporter befragte Hakim Meziani nach der Verhandlung die Betroffenen.

Vorbild für die Reihe war die in den USA sehr erfolgreiche Gerichtssendung „Judge Judy“. Die deutsche Sendung wurde plötzlich bekannt, als Regina Zindler aus Sachsen gegen ihren Nachbarn Gerd Trommer klagte, weil dessen Knallerbsenstrauch zu nah an ihrem Maschendrahtzaun wuchs, und TV Total-Moderator Stefan Raab aus den sächsisch gesprochenen Wörtern „Maschendrahtzaun“ und „Knallerbsenstrauch“ einen Nummer-Eins-Hit produzierte.

Die Einschaltquoten der deutschen Ausgabe blieben dennoch eher durchschnittlich – zu läppisch und einander ähnlich waren die Fälle, die das deutsche Recht in diesem Rahmen zu verhandeln erlaubte. Sat.1 entschied sich deshalb für ein radikal neues Konzept: Im Oktober 2000 wurde die Show auf 15.00 Uhr verlegt, ihre Sendezeit auf eine Stunde verdoppelt, und nachdem der Sender vorher gebetsmühlenhaft betont hatte, dass die Fälle und die Betroffenen echt seien, nahm er jetzt genau davon Abstand. Nun wurden fiktive strafrechtliche Fälle verhandelt; Angeklagte, Nebenkläger und Zeugen wurden von Laiendarstellern gespielt. Das Konzept ging auf: Richterin Salesch erreichte jetzt hervorragende Marktanteile bis über 30 % und war zu ihrer Sendezeit mit Abstand Marktführer. Es stand außer Frage, dass sie ihre zweijährige Beurlaubung wegen des großen Erfolgs verlängerte.

Der Erfolg löste eine Schwemme von Nachahmern aus: Das Jugendgericht, Richter Alexander Hold, Das Strafgericht, Das Familiengericht. Auch Sendungen, die nicht im Gerichtssaal spielten, entdeckten, dass sie durch den Verzicht auf echte Gäste viel härtere, absurdere und dramaturgisch genau planbare Geschichten erzählen konnten. Dazu gehörten z. B. Zwei bei Kallwass, Die Jugendberaterin und Das Geständnis.

Im Sommer 2002 verursachte die Berichterstattung zur Fußball-Weltmeisterschaft einen offenen Sendeplatz am Dienstagabend um 20.15 Uhr. Dadurch durfte die Richterin zweimal zur besten Sendezeit antreten und erreichte auch dort ordentliche Quoten. Eine regelmäßige Primetime-Version würde nach Ansicht der Produzentin Gisela Marx allerdings nicht funktionieren.

Die Reihe lief zunächst werktäglich um 18.00 Uhr, dann um 15.00 Uhr und errang den Deutschen Fernsehpreis 2002 als beste tägliche Sendung.

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