Nummer 6

    Nummer 6

    GB 1967–1968 (The Prisoner)
    Deutsche Erstausstrahlung: 16.08.1969 ZDF

    Ein hochrangiger Agent gibt eines Tages seinen Job auf, wird entführt und findet sich als „Nummer 6“ in einem „goldenen Käfig“ – der Ort – gefangen. Dort versucht man an sein Wissen und hinter die Beweggründe für seinen Rückzug vom Dienst zu kommen.

    Wer regiert den „Ort“, wer hat ihn entführt – die eigene Seite, die „Anderen“? Wird ihm die Flucht gelingen? Wer ist die mysteriöse Nummer 1?

    Patrick McGoohan ist Nummer 6. Allegorisch, fantastisch, symbolgeladen, ausgeflippt und zeitlos ist diese 17-teilige englische Serie von 1967 (deutsch 1969). Mit das beste, was Fernsehunterhaltung jemals hervorgebracht hat. (Text: Arno Baumgärtel,

    Nummer 6 auf DVD

    Nummer 6 im Fernsehen

    Sa
    10.12.21:15–22:15Blizz11Das Amtssiegel
    21:15–22:15
    Sa
    17.12.21:15–22:15Blizz12Sinneswandel
    21:15–22:15
    Sa
    24.12.21:15–22:15Blizz132 : 2 = 2
    21:15–22:15
    Sa
    31.12.21:15–22:15Blizz14Harmony
    21:15–22:15
    Sa
    07.01.21:15–22:15Blizz153 – 2 – 1 – 0
    21:15–22:15
    Sa
    14.01.21:15–22:15Blizz16Pas de deux
    21:15–22:15

    Nummer 6 – Community

    Alexander Kulik (geb. 1956) am 20.10.2015 11:22: Es gibt Dinge, die sich in den Gehirnspeicher einbrennen, selbst wenn man nur kurz Kontakt mit ihnen hat. Wer das dann ergründet, verfolgt, wird davon gefangen. Auch befangen, weil er anfängt, die Realität an der Fiktion zu messen. Sie zu bewerten, sie einzuordnen. Dagegen ist nichts einzuwenden, das ist beabsichtigt. Ob wir es Philosophie nennen, Medienkritik, politisches Bewusstsein, oder ob wir uns mit dem Menschen, dem Individuum und der Gesellschaft beschäftigen: wer Nummer 6 annimmt, gewinnt Erkenntnisse. Doch Vorsicht: Ihr Umfeld könnte Sie für besessen halten. Recht so. Wir sehen uns!
    nr6de (geb. 1956) am 02.01.2012: Habe ich was übersehen, hat hier niemand bisher geantwortet? Den Ort, den Drehschauplatz der Außenaufnahmen - the Village - gibt es wirklich. Es handelt sich um Portmeirion im Norden von Wales an der Cardigan Bay. Nachgebaut ist da nichts. Portmeirion ist seit 1926 eine Hotelanlage und besteht aus Gebäuden und Gebäudeteilen, die der Gründer, Sir Clough Williams-Ellis, über Jahrzehnte in ganz Großbritannien erworben und dort wiedererrichtet hatte. Seit Mitte der 1970er Jahre findet dort jährlich die Prisoner Convention statt, in früheren Jahren im Sommer, nunmmehr in der Vorsaison des Hotels, also Ende März, Anfang April. In dieser Zeit steht praktisch das gesamte Village für die Aktivitäten zur Verfügung. Man kann dort auch für die Dauer der Convention wohnen, wenn man Mitglied bei der "Prisoner Appreciation Society SIX OF ONE" geworden ist. Besonders attraktiv sind die Außenveranstaltungen, der Wahlkampfumzug aus "Freie Wahl" oder das Schachspiel mit lebenden Figuren aus "Schachmatt". Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind nur für angemeldete Teilnehmer zugänglich. SIX-OF-ONE-Mitlgieder werden kann man hier: http://www.sixofone.co.uk/application_form_cc.htm Mehrüber NUMMER 6 gibt es hier: http://www.nummer6-theprisoner.de - Wir sehen uns
    Birgit (geb. 1964) am 27.11.2011: Ich habe mal davon gehört, dass es einen ort in großbritanien geben soll, der dem Ort von Nummer 6 nachgebaut ist. Weiß jemand was davon ? Angeblich gibt es da sogar einmal jährlich festivals zu Ehren von Nummer 6. Da mein Freund ein großer Fan von Nummer 6 ist, wollte ich ihm eine Freude machen und mit ihm da hin fahren. Wie komme ich an Adressen, Termine? Hat einer ne Ahnung?
    Jedermann (geb. 1952) am 13.11.2010: Die neue DVD Box Nummer 6 ist am 12. November bei Koch Media erschienen: http://www.kochmedia.de/haendler/shop/pu blic/DVM000817D.jsf Alle 17 Episoden (Disc 1-6, je 3 Folgen auf einer Disc) können wahlweise in deutscher Synchronfassung oder im englischen Original angeschaut werden. Untertitel gibt es leider nur in deutsch. Die Bildqualität ist exzellent! Sie hat die gleiche HD Qualität wie die arte Ausstrahlung. Das Bonusmaterial (Disc 7) dürfte identisch sein mit dem Bonusmaterial der ersten Box. Schade, dass es da keine Aktualierung gegeben hat. Ein besonderes Highlight ist das 36-seitige Booklet, das wieder in bewährter Weise von Uwe Huber verfasst wurde. Es bietet eine umfassende Einführung in die Welt von Nummer 6 und die Idee von Patrick McGoohan und beeindruckt mit soliden Prisonerkenntnissen. Alle Episoden werden gebührend gewürdigt und es gibt zusätzliche Hintergrundinformationen zur Produktion und Synchronisation. Damit liegt nun erstmals der anspruchsvolle Kult-Klassiker Nummer 6 vollständig synchronisiert und in der bestmöglichen Qualität auch bei uns in Deutschland vor.
    Jedermann (geb. 1952) am 22.08.2010: Hier findet man die Info: http://www.kochmedia.de/haendler/shop/pu blic/DVM000817D.jsf Koch Media bringt ab 5. November die erneuerte Box auf den Markt: Nummer 6 - The Prisoner (7 DVDs). Neu abgetastet in HD erstrahlt der Serienklassiker in nie gesehener Brillanz und vollständig synchronisiert auf DVD und Blu-ray Disc

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    13 tlg. brit. Mysteryserie von Patrick McGoohan („The Prisoner“; 1967–1968).

    Ein Geheimagent (Patrick McGoohan) wird von einer namenlosen Organisation entführt, weil er seinen Job an den Nagel gehängt hat. Er wacht in einem Ort namens „The Village“ auf. Er trägt ein blaues Sakko mit weißer Paspel und einem Button am Revers – darauf ein Hochrad mit einem Sonnenschirm und die Zahl 6. Er ist jetzt nur noch eine Nummer, wie alle anderen in diesem mysteriösen Ort auch. Niemand weiß, wer die Gefangenen sind und wer die Wärter. Ein total überwachter Ort, der einen abgeschlossenen Kosmos aus reiner Paranoia darstellt.

    Sein Gegenspieler ist Nummer 2. In jeder Folge versucht Nummer 2 erneut herauszubekommen, warum Nummer 6 den Dienst quittiert hat. Wenn er dieses Geheimnis preisgibt, wird er auch alles andere erzählen. Dabei werden alle Register gezogen: Täuschung durch eine falsche Liebhaberin, Drogen, Hypnose, Amnesie, Konfrontation mit einem Doppelgänger, der seinen Platz einnimmt, um ihn wahnsinnig zu machen, bis hin zu einem Körpertausch! Doch man hat die Rechnung ohne Nummer 6 gemacht – die Inkarnation des freien Willens. Nummer 6 widersteht allen Versuchen, und Nummer 2 muss jeweils gehen, weil er oder sie versagt hat. In der letzten Folge gelingt es Nummer 6, das System zur Implosion zu bringen und sogar Nummer 1 zu enttarnen. Es ist: Nummer 6.

    Der verwegene Schluss, der den Zuschauergewohnheiten nicht entsprach, indem er keinen „bösen Oberschurken“ lieferte, rief in England bei der Erstausstrahlung einem solchen Sturm der Entrüstung hervor, dass McGoohan Morddrohungen erhielt und mit seiner Familie auswanderte.

    Gedreht wurde die Serie – außer im Studio – in dem walisischen Küstenort Portmeirion. Hier hatte sich der reiche Architekt Sir Clough Williams-Ellis im 19. Jh. eine künstliche Kleinstadt bauen lassen, die aus bizarren architektonischen Versatzstücken verschiedener Gegenden und Jahrhunderte besteht. Die zeit- und ortlose Atmosphäre war der perfekte Hintergrund für Nummer 6. Noch heute pilgern jährlich Tausende von Fans hierher, halten die jährlichen „Prisoner Conventions“ ab und decken sich im Andenkengeschäft mit Fanartikeln jeder Art ein.

    Viele Spekulationen gab es darüber, ob McGoohan die Rolle des Agenten aus Geheimauftrag für John Drake, die er zuvor gespielt hatte, hier fortsetzte. Immerhin war auch Nummer 6 ein früherer Geheimagent, und sein Name wurde nie genannt. McGoohan selbst bestritt, dass es sich um Drake handle. Zumindest das Geheimnis um das Hochrad mit Sonnenschirm lüftete er in einem seiner wenigen Interviews – es sei eine tragische Karikatur darauf, dass der Mensch mit all seinem Streben nach Fortschritt und der Entdeckung des Unbekannten immer auch Sicherheit garantiert haben will. Einer von vielen menschlichen Widersprüchen und Abgründen in den Klüften zwischen Denken und Fühlen, die den Stoff für die Serie darstellten. Für viele Fernsehkritiker gilt Nummer sechs als eine der größten Leistungen des Mediums, die mit ihrer Rätselhaftigkeit und Originalität ein Phänomen produzierte, das höchstens noch mit Das Geheimnis von Twin Peaks vergleichbar ist. Vier besonders verstörende Folgen wurden in Deutschland nicht gezeigt.

    Jede Folge war eine Stunde lang. Das ZDF strahlte sie im Abstand von jeweils mehreren Wochen samstags gegen 23.00 Uhr aus.

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