Adolf-Grimme-Preis 2011: Die Nominierungsliste

Besondere Ehrung an Thomas Gottschalk

Michael Brandes – 26.01.2011

Adolf-Grimme-Preis 2011: Die Nominierungsliste – Besondere Ehrung an Thomas Gottschalk – Bild: ARD

Die Nominierungen für den 47. Grimme-Preis stehen fest. Erster Preisträger ist Thomas Gottschalk. Er bekommt die vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) gestiftete Besondere Ehrung für herausragende Verdienste um das Fernsehen. Als Entertainer spiele und verkörpere Gottschalk seit gut drei Jahrzehnten „in einzigartiger Form eine unverwechselbare Rolle“.

Aus den insgesamt 599 Vorschlägen haben die Vorauswahl-Kommissionen der drei Wettbewerbsbereiche insgesamt 61 Beiträge auf die Nominierungsliste gesetzt. „Der aktuell zu beurteilende Jahrgang bestätigt“, so Grimme-Direktor Uwe Kammann, „dass es im deutschen Fernsehen weiterhin eine große Bandbreite an sehenswerten und diskussionswürdigen Angeboten gibt und dass von einem sehr erfreulichen Gesamtspektrum gesprochen werden kann“. Dieser oft unterschätzte Programmreichtum sei aber für das Publikum im Gesamtangebot nicht immer leicht ausfindig zu machen und werde oft auf ungünstige Sendezeiten gelegt.

Zur positiven Gesamteinschätzung des Jahrgangs trugen aus Sicht der Kommissionen beispielsweise die längeren Dokumentationen wie „Auge um Auge“ und „NoBody’s Perfect“ bei, aber auch starke Serien-Angebote wie „Im Angesicht des Verbrechens“. Im Bereich der Unterhaltung hätten zwar „längst nicht alle Vorschläge ein preisverdächtiges Niveau gehabt“, jedoch habe es erfreulich viele Entdeckungen gegeben.

Nur bei acht der insgesamt 61 Nominierungen handelt es sich um Beiträge der Privatsender, allesamt der Kategorie „Unterhaltung“ zugeordnet. In „Fiktion“ sowie „Information & Kultur“ wurden ausschließlich öffentlich-rechtliche Sendungen nominiert. Die Preisverleihung findet am 1. April im Theater der Stadt Marl statt. Die Gewinner werden vorab am 16. März verkündet.

Die Nominierungen:

1. Fiktion


Serien & Mehrteiler:

Spezial:
  • Martin Brambach für seine schauspielerische Leistung in unterstützenden Rollen: „Tatort: Wie einst Lilly“, „Tatort: Schön ist anders“, „Fasten à la Carte“

2. Unterhaltung


Serien & Mehrteiler:

Spezial:
  • Pierre M. Krause für den schnurrig-schrägen und gleichzeitig trockenen Humor der von ihm kreierten Figur in den Formaten „SWR Late-Night-Show“ und „Es geht um mein Leben“
  • Tobias Schlegel als Mitautor und Protagonist der entlarvenden, satirischen Polit-Attacken im Rahmen der Rubrik „Extra 3“-Aktion
  • Frank Buschmann (Sport1)

3. Information & Kultur

  • „Aghet – Ein Völkermord“ (ARD/​NDR)
  • „Geheimsache Ghettofilm“ (arte)
  • „NoBody’s Perfect“ (ARD/​WDR)
  • „Die Frau mit den 5 Elefanten“ (3sat/​ZDF/​SF)
  • „Auge in Auge“ (WDR/​SWR)
  • „Wohin marschiert die Armee?“ (ARD/​NDR)
  • „die Story: Die Schiedsrichter“ (ARD/​WDR)
  • „Lost Town“ (ARD/​BR/​WDR)
  • „Irans Elections 2009“ (WDR/​arte)
  • „Der Dokumentarfilm: Hunger“ (ARD/​SWR)
  • „Chancen“ (ZDF)
  • „Kleine Wölfe“ (ZDF)
  • „Mauerhasen“ (ARD/​BR)
  • „Die Anwälte – Eine deutsche Geschichte“ (WDR/​NDR/​rbb/​arte)
  • „Musik mon amour“ (arte)
  • „Wir sitzen im Süden“ (ZDF)

Serien & Mehrteiler

Spezial
  • „20x Brandenburg“ (rbb)
  • Hubert Seipel („die story: Die Welt des Josef Ackermann“, „Gier und Größenwahn“, „Wohin marschiert die Armee?“)

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