Deutsche Erstausstrahlung: 02.01.1984 Bayerisches Fernsehen
    Alternativtitel: Live aus dem Nachtwerk / Live aus dem Schlachthof

    Live-Jugendabend des Bayerischen Rundfunks, der neben politischen und gesellschaftlichen Diskussionsrunden auch Live-Musik und bis 1987 die ARD-Hitparade „Formel Eins“ enthielt. Dabei wurden brisante Themen nicht ausgespart und sorgten regelmäßig für Proteste und Beschwerden bei bayerischen Landespolitikern. 1986 bekam die Sendung einen „Adolf-Grimme-Preis“ für eine Ausgabe zum Thema Aids.

    Die Live-Show zog 1988 aus der „Alabama“-Halle in den „Schlachthof“, 1991 in das „Nachtwerk“ und schließlich 1994 zurück in die neu erbaute „Alabama“-Halle, aus der sie noch bis 1997 produziert wurde.

    DVD-Tipps von Live aus dem Alabama-Fans

    Live aus dem Alabama – Community

    Michael_1967 (geb. 1967) am 04.02.2014: Hallo, Sandy Sandifer! Wenn Sie damals bei den Sendungen mitgewirkt haben, können Sie mir vielleicht helfen. Ich war in meiner Jugend mal bei einer Sendung im Publikum, die Künstler, die damals aufgetreten sind und ihren ersten Auftritt im TV hatten, habe ich Jahre später kennengelernt, mittlerweile sind wir befreundet. Ich würde was drum geben, von eben dieser Sendung einen Mitschnitt zu bekommen - beim Bayerischen Rundfunk habe ich schon nachgefragt, aber angeblich wurde von dieser Sendereihe nichts archiviert (kaum zu glauben ...). Gibt's eine andere Möglichkeit, wen man noch kontakten könnte? Wäre klasse ... (PS: Ich hoffe, dass das jetzt nicht nur "Gesuch zu Videokopie" fällt, ansonsten wäre ich einfach froh, Kontakt mit Sandy Sandifer zu bekommen)
    Mario Schmucker (geb. 2029) am 25.12.2012: Ich kann mich noch erinnern das bei ein paar Sendungen Iggy Pop als Co Moderator dabei gewesen ist kann sich noch Jemand daran erinnern wann das war?????
    gerhard (geb. 1968) am 15.08.2006: Grüss euch was ist eigendlich mit Herwig Mitteregger ( immer mehr Tour,Georg Kranz Din da da ), Freur Konzertaufzeichnung von Alabama geworden, gibts die noch, gäbs eine Möglichkeit die mal wieder zu sehn, ? Gruss von einem live ausm Alabama Fan
    Michael (geb. 1972) am 09.11.2005: Du meinst sicher "Ernst Eiswürfel".
    bluejax am 08.11.2005: kann mir bitte jemand informationen über die damaligen produzenten geben?! http://www.myblog.de/bluejax

    Live aus dem Alabama – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Populäre Jugendsendung aus der Alabama-Halle in München mit Diskussionen und Popmusik.

    Die Diskussionen drehten sich um brisante Themen wie Drogen, Arbeitslosigkeit, Tschernobyl und Rechtsradikalismus und sorgten bei bayerischen Politikern für gespitzte Ohren und Proteste; der Konzertteil am Ende bot vielen unbekannten Bands die Möglichkeit, sich einem größeren Publikum zu präsentieren. Darüber hinaus galt die Sendung als Talentschmiede für Nachwuchsmoderatoren. Immer zwei moderierten zusammen. Zum Team der ersten Stunde gehörten Amelie Fried und Werner Schmidbauer, weitere Moderatoren, die später bekannt wurden, waren Giovanni di Lorenzo, Günther Jauch, Sandra Maischberger, Sabine Noethen und Georg Holzach.

    Für eine Ausgabe zum Thema Aids erhielt das Team 1986 den Adolf-Grimme-Preis. Die geplante Diskussion über Neofaschismus unter dem Titel „Der Tote von Spandau mobilisiert die Szene“ nach dem Tod von Rudolf Heß musste 1987 ausfallen, weil der empörte Alabama-Halle-Besitzer Wilfried Albrecht die Halle zugesperrt hatte. Im selben Jahr zog die Band „Die Ärzte“ über Uwe Barschel her, den gerade verstorbenen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, was Zuschauerproteste auslöste und eine Entschuldigung des BR folgen ließ. Der vom BR verhängte „Ärzte“-Boykott wurde später wieder aufgehoben.

    Im Lauf der Jahre wurde die Sendung vorsichtiger und braver. Die Moderatorin Michaela Haas, die 1996 ausschied, beklagte öffentlich, die Redaktion sei zu feige geworden. Man könne „doch nicht jedes Mal den Chefredakteur anrufen, wenn jemand in die Sendung eingeladen werden soll, der links von der CDU/CSU ist“. Ende 1997 wurde die Reihe eingestellt. Vorher machte sie noch zwei Namenswechsel durch, einhergehend mit dem Umzug zu neuen Veranstaltungsorten: Erst wurde sie zu Live aus dem Nachtwerk, dann zu Live aus dem Schlachthof.

    Auch interessant …