Deutsche Erstausstrahlung: 24.08.1969 ZDF

    Eigentlich hätte Kapitän Harmsen auf großen „Pötten“, wie Seebären liebevoll die Ozeanriesen nennen, Karriere machen können. Aber seiner Familie zuliebe fährt er nur als Schlepperkapitän auf der Elbe. Trotzdem kommt eines Tages so etwas wie der „Duft der großen Welt“ auf ihn zu. Er erbt eine Villa in Blankenese, Hamburgs vornehmen Stadtteil. Die alte Dame, die ihm das Prachtgrundstück vererbte, rettete er vor dreißig Jahren vor dem sicheren Tod. Kapitän Harmsen aber ist von dem Erbe zunächst wenig begeistert. (Text: Funk Uhr 34/1969)

    Kapitän Harmsen – Community

    ruedger am 21.12.2014: Habe damals in einer Folge auf dem Fischmarkt mitgespielt. Habe diese Folge leider nie gesehen.
    Stefan (geb. 1963) am 04.12.2006: Wahrscheinlich wohl nie mehr. Oder, "Premiere"?!?
    Ulrich Meier (geb. 1960) am 25.03.2006: Ich kann mich noch gut erinnern. Den Opa fand ich toll, die Athmosphäre kam so gut rüber. Wann wird sie endlich wiederholt ?????
    Dirk Wulfkühler (geb. 1961) am 14.08.2005: Ich erinnere mich z.B. noch, obwohl ich nicht alle Folgen gesehen hatte, an Olivia Molina, die sich anscheinend selbst spielte und auch "La Paloma" auf Spanisch sang. An Bord zog sie sich - laut Drehbuch - eine Fußverletzung zu, blieb aber sehr tapfer: "Ein schickes Bein", wie sie beim Anblick des Gipsverbandes sagte. Erst nach dieser Ausstrahlung wurde Olivia Molina für mich auch als Entertainerin bekannt. Außerdem in einer anderen Folge: eine Reise - mit VW Käfer - nach Bayern.
    Kaj Mortensen (geb. 1960) am 14.01.2004: Erinnere mich noch gut an die Serie. Der Käptn wurde gespielt von Karl-Heinz Kreienbaum, seine Frau von Marianne Hoppe, seine Tochter Brigitte Rohkohl, die noch heute Nachrichtensprecherin beim NDR ist. Außerdem mit Rudolf Beiswanger als Opa. Eine Folge ist mir noch in Erinnerung, die auf dem Original-Schiffwrack der Emmanuel M auf dem Großen Vogelsand in der Nordseemündung spielte.

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    13 tlg. dt. Familienserie von Werner Bruhns, Per Schwenzen, Rainer Avenarius, Wolfgang Kirchner und Helga Feddersen, Regie: Claus Peter Witt.

    Anstatt auf großen Pötten um die Welt zu fahren, ist Kapitän Wilhelm Harmsen (Hans Musäus) seiner Familie zuliebe auf einem Schlepperkapitän auf der Elbe geblieben. Als er in den Ruhestand geht und die Familie in eine geerbte Villa im vornehmen Hamburger Stadtteil Blankenese zieht, sind seine Frau Anna (Marianne Lindner), die Kinder Karl, genannt Kuddel (Gerhard Borman), und Ulla (Brigitte Rohkohl) sowie Opa (Rudolf Beiswanger) Feuer und Flamme, nur Wilhelm muss sich umgewöhnen.

    Nach Auftakt der Serie echauffierte sich der Autor Werner Bruhns, dass von seinem Drehbuch quasi nichts übrig geblieben sei, außer dass die Familie ein Haus erbt. Das war freilich eine Reaktion auf die recht vernichtende Kritik der Zeitungen, die Serie sei bieder und allzu klischeehaft. Laut Bruhns seien alle zeitkritischen und sozialkritischen Inhalte rausgestrichen worden. Eine Schlägerei z. B. wurde in seinem Drehbuch von farbentragenden Studenten angefangen, mit der Begründung: Eine Frau geht mit keinem Farbigen. In der Serie seien jedoch Betrunkene die Unruhestifter gewesen. Der Regisseur Claus Peter Witt bestritt jedoch, wesentliche Änderungen vorgenommen zu haben: Sozialkritische Züge waren in den Büchern nie drin. Ich halte sie auch für verfehlt in einer unterhaltenden Serie.

    Die 45 Minuten langen Folgen liefen sonntags um 20.15 Uhr.

    Auch interessant …