Die Muminfamilie

Die Muminfamilie

Augsburger Puppenkiste

D 1959–1960
Deutsche Erstausstrahlung: 16.08.1959 ARD

Die Muminfamilie – Eine drollige Gesellschaft (1959)

Als im jungen Frühling die Sonne endlich den Schnee verschwinden lässt und die saftigen Wiesen des Mumintales wieder zum Vorschein bringt, sind der kleine Mumin und Schnupferich die ersten, die aus dem Winterschlaf erwachen. Gemeinsam finden sie einen merkwürdigen Zylinderhut mit wundersamen Eigenschaften. Er folgt den beiden Frühaufstehern wie ein treuer Hund, scheint zu wachsen und sorgt auch sonst für mancherlei Überraschung. Die Angelegenheit wird richtig unheimlich, als sich heraus stellt, dass alle Mumins im vergangenen Winterschlaf den selben Traum hatten: Ein großer Mann mit einem großen schwarzen Hut und glutroten Augen spielte darin eine zentrale Rolle … doch noch ehe das Rätsel um den Hut gelöst ist, gibt es neue Probleme. Zwei kleine Fremde mit den Namen Tofslan und Vifslan bitten die Muminfamilie um Hilfe. Die eisige Morra verfolgt sie und will ihnen ihren einzigen Besitz, den sie verborgen in einem Koffer mit sich herum tragen, rauben. Da können die gutmütigen Mumins ihnen freilich die erbetene Hilfe nicht vorenthalten und damit beginnen die Probleme, denn mit eisigen Morras ist bekanntlich nicht zu spaßen …

Die Muminfamilie – Sturm im Mumintal (1960)

Der kleine Mumin wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr von Schnupferich, als der Vulkan am Rande des Mumintals ausbricht und eine Sturmflut verursacht.

Das ganze Tal wird überschwemmt, nur die obere Etage des Muminhauses guckt noch aus dem Wasser und dies steigt immer weiter. Es gilt also, einen anderen Unterschlupf zu finden.

Da kommt das Haus, das auf den Fluten vorbeitreibt, gerade recht. Doch handelt es sich bei dem Gebäude nicht um ein gewöhnliches Haus und verlassen ist es auch nicht, obwohl es zunächst den Anschein hat …

Zur gleichen Zeit macht Schnupferich neue Bekanntschaften. Da ist zum einen die liebe aber einsame und daher immer etwas traurige Filifionka. Eine erfreuliche Bekanntschaft. Zum anderen ist da der grimmige Parkwächter, der – so scheint es – aus purem Vergnügen überall Verbotsschilder aufgehängt hat und den kleinen Waldkindern auch sonst das Leben sauer macht. Schnupferich fühlt sich gefordert, den grimmigen Herrn die eigene Medizin kosten zu lassen … (Text: 

Kauftipps von Die Muminfamilie-Fans
Die Muminfamilie – Community
Ulrike Götting (geb. 1951) am 17.12.2005: Einer meiner größten Wünsche ist es, die Mumingeschichten noch eimal zu shen. Sie gehören zu einer meiner ersten und intensivsten Fernseherfahrungen.Es reicht mir einfach nicht, nur die Bücher zu haben.
Kevin Nolting (geb. 1989) am 26.08.2005: Hi ! Gute Nachricht an alle Fans : Der HR wird voraussichtlich im Februar eine Schatzkiste veröffentlichen. Vorraussichtlich enthalten sein wird: Die Schöne und das Biest Aladin sw Frau Holle Familie Löffelohr Doktor Faust Die Mumins 1+2 Jim Knopf 1+2 sw Kater Mikesch sw Die Steinzeitkinder Drachen hat nicht jeder + 1 Bonus DVD mit nie zuvor gezeigtem Material und Fragmenten. Bis dann, Kevin.
Silja (geb. 1979) am 03.01.2005: Hallo! Ich liebe die Mumins und die Augsburger Puppenkiste und bin begeistert, dass es mal beides zusammen gab. Gerne würde ich die eine oder andere Folge sehen. Gibt es die Mumin-Folgen der Augsburger Puppenkiste auf VHS/DVD? Wer weiß Bescheid? Gruß Silja
Nina (geb. 1980) am 01.05.2004: Hallo, mein Vater wird am Dienstag 50 und wünscht sich die Muminfamilie auf VHS oder DVD. Kann mir jemand sagen wo ich sie her bekomme? hab nur noch 3 Tage zeit. Vielen dank schonmal Gruss Nina
Stefan Fritzenwenger (geb. 1969) am 23.03.2004: Hallo! Ich bin ein großer Fan der Augsburger Puppenkiste und ganz besonders erinnere ich mich an den Pappa Schnupferich aus der "Muminfamilie". Ich würde mich sehr freuen wenn es die Mumins mal auf DVD geben würde.
Crew
BuchvorlageTove Jansson
Dies und das

Die zunächst sechsteilige Serie „Die Muminfamilie“ nach Tove Janssons Buch „Eine drollige Gesellschaft“ wurde live von einer Behelfsbühne auf der Rundfunk-Ausstellung (14.-23.08.1959) in Frankfurt gesendet. Täglich zwischen dem 16. und dem 21.08.1959 führte Hilde Nocker gemeinsam mit dem Mumin Snorki durch eine der jeweils 30min. langen Folgen.

Da die Sendungen live übertragen wurden, existierte nur ein Mitschnitt, welcher durch eine Kamera, die auf einen Monitor gerichtet war, aufgezeichnet wurde.

Im Folgejahr wurde dann der Fortsetzungsroman „Sturm im Mumintal“ verfilmt – erneut in sechs Teilen à ca. 30 Minuten. Diese wurden zwischen dem 18.09. und dem 23.10. mit je einer Woche Abstand ausgestrahlt.

Da nun die Folgen 7–12 jederzeit wiederholt werden konnten, die ersten sechs Teile jedoch nicht, beschloss man, die erste Serie nochmals zu drehen und diesmal aufzuzeichnen.

Am 12.02.1961 war es soweit. Die erste der neu erstellten Folgen 1–6 flimmerte über den Bildschirm. Mit Abstand einer Woche folgten die übrigen Teile, so dass der sechste Teil am 19.03.1961 zu sehen war. Das Drehbuch war so geändert worden, dass eine Moderation nicht mehr von Nöten war. Hilde Nocker war also nicht mehr zu sehen und auch der Mumin Snorki kam nur kurz zu Wort. Dies hatte zur Folge, dass die Laufzeit der Episoden auf etwa 25 Minuten zusammenschrumpfte.

(Matthias)

Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

12 tlg. Marionettenspiel aus der Augsburger Puppenkiste von Harald Schäfer nach den Kinderbüchern von Tove Jansson.

Die Mumins, verschiedenfarbige Trolle mit großen Nasen, erleben Abenteuer im Muminland. Außer Muminvater, Muminmutter und dem kleinen Mumin leben dort die Snorks, Hemul, Schnüferl, der Bisam und der kleine Wanderer Schnupferich.

Es war die erste Serie der Augsburger Puppenkiste, die bereits seit 1953 abgeschlossene Stücke für Erwachsene im Fernsehen gezeigt hatte. Hilde Nocker führte als Moderatorin durch die sechs Folgen der ersten Staffel (zusammen mit der Mumin-Marionette Snorki), die damals noch live (von der Rundfunkausstellung) übertragen wurden. Die zweite Staffel lief ein Jahr später als Aufzeichnung. Weil die technischen Möglichkeiten des Mitschnitts einer Live-Sendung Ende der 50er Jahre noch so unzureichend waren, dass eine Wiederholung zwar möglich, aber den Zuschauern nicht zumutbar gewesen wäre, wurden die ersten sechs Folgen später noch einmal aufgezeichnet, diesmal ohne Hilde Nocker, und in dieser neuen Version im Februar und März 1961 erstmals im Fernsehen gezeigt.

Die erste Staffel beruhte auf Janssons Buch Eine drollige Gesellschaft, die zweite auf der Fortsetzung Sturm im Mumintal. Der Stoff kam später unter dem Namen Mumins noch einmal als Puppentrick- und einmal als Zeichentrickserie ins Fernsehen.

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