Deutsche Erstausstrahlung: 14.09.1959 DFF
    Alternativtitel: Flimmerstunde / Flimmerkiste / Karli Kurbels Flimmerkiste / Professor Flimmrich / Wir treffen uns bei Professor Flimmrich

    Samstagsnachmittägliche Reihe mit Walther E. Fuß im DDR-Fernsehen. Neben Kinderfilmen wurden auch Spielfilme, Reportagen und Dokumentationen gezeigt. (Text: Axel Höber)

    Bei Professor Flimmrich – Community

    bibelpoint (geb. 1958) am 06.09.2016: Ich würde sonst was geben für den Film

    Der Mann mit dem Objektiv (1961)

    Mit Rolf Ludwig

    Sehr schön, wie der mit dem Objektiv Gedanken hörbar macht.
    Spielt im Jahr 2222
    bibelpoint (geb. 1958) am 02.09.2016: Ich suche einen (99%) sowjetischen Film, irgendwie in der Art "Ein Menschenschicksal" (Scholochow);

    2. Weltkrieg oder Kriegsende. 2 Jungens sind unterwegs. Sind sie 12 oder 15, ich weiß es nicht. Entweder wissen sie nicht wohin oder müssen sich in die Heimat, nachhause, durchschlagen. Welche Wirren sie durchmachen, ist mir nicht mehr bekannt. Am Ende des Filmes wird einer krank, kränkelte er schon immer oder wurde er überraschend krank, ich denke ersteres. Liegt im Sterben.
    Sein allergrößer Wunsch, noch einmal Äpfel aus der Heimat Essen. Das war seine liebste Erinnerung, die ihn bewegte.
    Der andere will ihm den Gefallen gerne tun und der Kranke wird zurückgelassen. Der andere läuft und läuft und schlägt sich durch und erreicht (nach Tagen?) tatsächlich diese Region. Man sieht den Jungen über den Hügel kommen und auf Wiesen voller blühender Apfelbäume schauen.

    Ende des Filmes.

    Haben die beiden vergessen, dass es Mai war oder war der so lange unterwegs (ohne dran zu denken, dass der Kranke sicher nicht so lange aushält), weiß ich nicht mehr, oder es blieb offen.

    Art des Filmes: 50-er oder 60-er Jahre.
    User 1173033 am 29.05.2016: Genau diesen Trickfilm suche ich auch schon seit Jahren . Er war sooooo schön. Ich finde es auch traurig, dass alle diese schönen Filme nicht mehr gezeigt werden. Es gibt Filme, die jedes Jahr aufs Neue gezeigt werden. Warum sucht man nicht in den DDR Filmarchiven,da muss man doch was finden. Kann uns da denn niemand helfen?
    User_1169672 am 08.05.2016: Es war einer meiner ersten Kinofilme, die ich als Kind in den 60er Jahren sah. Er war in Schwarzweißf und es ging um einen Schäferhund namens Flesch. Viel mehr weiß ich leider nicht mehr, es könnte sein, dass es in der unmittelbaren Nachkriegszeit handelte, um Grenzschmuggel ging oder ähnliches. Es war, glaube ich, kein deutscher Film. Kennt jemand diesen Film?
    Blubber1114 am 06.04.2016: Hallo zusammen,

    ich rätsele und suche nach einem Zeichentrickfilm, lief ca. 1962-1964 im DDR-Fernsehen, evtl. ein russischer Film.
    Ich erinnere mich nur noch an folgende Textzeile:
    "... Stöckchen, Stöckchen, Wunderstöckchen, werde jetzt zum Springestöckchen..." oder "... Grabestöckchen", die Geschichte weiß ich leider gar nicht mehr.

    Kann mir jemand weiterhelfen? Wäre prima, schon mal lieben Dank

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Wöchentliches 90-minütiges Kindermagazin für Acht- bis 12-Jährige mit Spielfilmen und einer Live-Rahmenhandlung.

    Der Junge Karli Kurbel besucht den freundlichen älteren Professor Flimmrich (Walter Eberhardt Fuß) in seinem Filmarchiv. Der Professor trägt aus unerfindlichen Gründen meist einen weißen Kittel und eine Fliege. In seinem Archiv, das er mit Filmplakaten dekoriert hat, stapeln sich die Filmrollen. Er plaudert über Filme, zeigt, wie sie gemacht werden, stellt Berufe und Schauspieler vor, erklärt Gattungen und erzählt Filmgeschichte – und natürlich zeigt er Karli und den Zuschauern auch einfach Filme, natürlich mit Hilfe der „Flimmerkiste“.

    Die Sendung begann mit dem Lied „Professor Flimmrich zeigt und erzählt, was euch allen gut gefällt“. Ihr pädagogischer Auftrag war ein doppelter: Sie sollte den jungen Zuschauern nicht nur die Welt des Films nahe bringen, sondern ihnen auch politische Botschaften vermitteln. 1959 baten Professor Flimmrich und Karli um Spenden für das „kämpfende algerische Volk“, Filme aus fernen, unbekannten Ländern sollten die Zuschauer „aufklären über unwürdige Lebensverhältnisse in den kapitalistischen Ländern“. Die Sendung war eine der erfolgreichsten und langlebigsten der DDR-Fernsehgeschichte, Professor Flimmrich wurde eine der beliebtesten Fernsehfiguren. Er ging auch auf Tournee und gestaltete Kindernachmittage, an denen er das Thema Film in ähnlicher Form behandelte. Den Platz von Karli nahm dabei die freche Berliner Puppe „Bürschte“ ein.

    Das Magazin hieß zunächst Karli Kurbels Flimmerkiste. 1960 wurde daraus Wir treffen uns bei Professor Flimmrich, später Bei Professor Flimmrich, ab 1969 Professor Flimmrich. In den 70er-Jahren legte der Professor seinen Kittel ab und zog vom Filmarchiv in ein ganz normales Fernsehstudio um; Karli tauchte nun nicht mehr auf. Krankheitsbedingt musste Walter E. Fuß 1978 aufhören. Die Sendung wurde zunächst in Flimmerkiste umbenannt und 1980 in Flimmerstunde. Moderiert wurde sie nun von Marita Gerasch, Thomas Rudnick, Mathias Zahlbaum, Dietmar Obst, Helmut Schreiber und Thomas Kuschel.

    Die Flimmerstunde lief im DDR-Fernsehen insgesamt rund 1500-mal, erst montags nachmittags, ab 1967 samstags nachmittags. Nach der Abwicklung des DFF führte der ORB die Reihe weiter, die jetzt von Robert Metcalf präsentiert wurde.

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