Île d’Ouessant – Frankreich
Folge 322 (30 Min.)
Aufstrich aus frischen Algen und Makrelen – die lokale Küche ist geprägt von dem, was die karge Landschaft und das umliegende Meer hergeben.Bild: Frederik Klose-GerlichWie eine Krabbe liegt die Île d’Ouessant vor der bretonischen Küste im offenen Atlantik. Knapp 850 Menschen leben auf der abgeschiedenen Insel – wobei ein Großteil nur im Sommer kommt, wenn die Tage lang und mild sind. Früher lebte die kleine Gemeinschaft von dem, was die karge Landschaft und das umliegende Meer hergaben. Heute kommen die meisten Lebensmittel vom Festland, doch wie vielerorts gewinnt das Thema Selbstversorgung auch auf der Insel an Bedeutung. Wildpflanzen, die in der Abgeschiedenheit üppig gedeihen, Algen und regionale Landwirtschaft erleben seit einigen Jahren ein Revival. Das liegt auch an jungen Frauen wie Gwenaëlle Héré-Mazé und Lucie Deck, die zurück oder neu auf die Insel gezogen sind, um das alte Wissen zu bewahren und kreativ weiterzuentwickeln. (Text: arte)Deutsche Streaming-Premiere Sa. 04.04.2026 arte.tv Deutsche TV-Premiere So. 05.04.2026 arte Aargau – Schweiz
Folge 323 (29 Min.)Rehkeule im Waldbett.Bild: Thomas FunkWarum der Schweizer Kanton Aargau den Namen Rüebliland bekommen hat, ist nicht genau geklärt. Sicher ist aber, dass eine Süßspeise weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt wurde: die Aargauer Rüeblitorte. Innen mit geriebenen Karotten, damit der Kuchen saftig bleibt, und außen dekoriert mit kleinen Marzipanrüebli. Der süße Geschmack von Karotten passt in viele Gerichte. Zudem lassen sich vom Blatt bis zur Wurzel alle Teile des Gemüses verwerten. Carla Brunner, die Tochter von Kurt, macht aus dem Karottengrün ein Pesto und serviert es zu gegrillten Rüebli. Eine Wähe, wie ein flacher Kuchen in der Schweiz heißt, belegt sie mit verschiedenfarbigen Rüebli, und ihren Rüeblisalat würzt sie mit Kardamom. Doch gute und schmackhafte Rüebli zu produzieren ist im Öko-Landbau eine Herausforderung. (Text: arte)Deutsche TV-Premiere So. 26.04.2026 arte Tropea – Italien
Folge 324 (30 Min.)Bild: ArteSalziges Meeresklima und sandige Böden sind für das süßliche Aroma der „Cipolla Rossa di Tropea Calabria“ verantwortlich. Seit drei Generationen baut die Familie Furchí die „Rote aus Tropea“ an. Domenico Furchí hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die „Cipolla Rossa di Tropea“ seit 2008 ein von der EU geschütztes Produkt ist. Die Zwiebelsorte wächst ausschließlich rund um das Städtchen Tropea im süditalienischen Kalabrien und ist ein Symbol der Stadt geworden. Überall sind die dekorativen Zwiebelzöpfe zu entdecken – eine traditionelle Methode, um die Zwiebeln aufzubewahren. Teresa Furchí verarbeitet die Tropea zu einem süßen Mus. Die Tropea-Zwiebel verfeinert außerdem die Soße für die hausgemachten Fileja-Nudeln und wird als Gratin serviert. Als Nachtisch gibt es einen Orangen-Zitronen-Creme-Kuchen. (Text: arte)Deutsche TV-Premiere So. 03.05.2026 arte
