unvollständige Folgenliste (alphabetisch) (Seite 47)
Südtirol – Zwischen Bomben und Autonomie
9. Dezember 1963. In Mailand beginnt der erste Südtirol-Prozess gegen 91 Attentäter, die Italien mit Bomben unter Druck setzten wollten. Das Medieninteresse ist groß. Erst einen Monat nach den Bombenanschlägen der Feuernacht wird das erste Mitglied des Befreiungsausschuss Südtirol (BAS), Franz Muther, verhaftet. Er wird schwer gefoltert und nennt schließlich Namen. Die folgende Verhaftungswelle erfasst auch Sepp Mitterhofer und Sepp. Die Aktivisten werden schwerstens gefoltert und misshandelt. Man versucht die Öffentlichkeit mittels aus dem Gefängnis geschmuggelter Briefe zu informieren.Einigen Attentätern ist die Flucht nach Nordtirol gelungen. Von Österreich aus führt man den Kampf weiter. Auf internationaler Ebene hofft Österreich erneut auf die Hilfe der Vereinten Nationen. In der Generalversammlung der Vereinten Nationen erwirkt Bruno Kreisky nicht zuletzt wegen der Folterungsberichte die zweite Südtirol-Resolution. In Südtirol selbst wird die Behandlung der Gefangenen erst nach dem Tod zweier Häftlinge ein öffentliches Thema. Im Jänner 1963 erhebt schließlich die Oberstaatsanwaltschaft Trient Anklage gegen einige der Folterer. Der Prozess endet mit Freisprüchen und Amnestie. Die Folterer werden in Rom empfangen und ausgezeichnet, einige befördert. Die Urteile gegen die Attentäter im Mailänder Prozess fallen mit größtmöglicher Härte. Das offizielle Österreich hat ein zwiespältiges Verhältnis zu den Südtirol Aktivisten. Einerseits steht man ihren Zielen mit Sympathie gegenüber, andererseits muss man dem ständigen Vorwurf Italiens, Österreich unterstütze Terroristen, etwas entgegensetzen. Vor allem in Nordtirol mangelt es der Gendarmerie mitunter an Diensteifer, obwohl die Fahndungsplakate mit den Südtirol Aktivisten auf den Posten evident sind. In Graz werden in drei Prozessen bekannte Aktivisten schlussendlich angeklagt. Die Situation in Südtirol verschärft sich weiter. Immer wieder werden Sprengstoffanschläge verübt; kommt auch zu Schusswechseln. Auch in Österreich werden Attentaten verübt. Erst 1964 kann man sich auf eine österreichisch/italienische Expertenkommission, die sogenannte 19er-Kommission einigen. Von Ende 1967 bis Herbst 1969 können die Verhandlungen ohne Störfeuer durch Attentate vorangetrieben werden. Mit dem Inkrafttreten des „zweiten Autonomiestatuts“ im Jahre 1972 kann Südtirols Aufbruch in eine bessere Zukunft beginnen. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Sa. 10.10.2020 ORF III Summer of Love: Kommunen und freie Liebe
Der Summer Of Love 1967: Höhepunkt der Hippiebewegung. Ein Sommer der Ausdruck eines ganzen Lebensgefühls wurde. Er begann mit dem Human Be-In, einem Happening, das am 14. Januar im Golden Gate Park in San Francisco die Massen anzog. Bis zu 30 000 Menschen sollen nach Kalifornien gepilgert sein. Unter den Teilnehmern: Timothy Leary, Allen Ginsberg, The Grateful Dead und Jefferson Airplane. Die Wirkung war groß. Die Hippiebewegung, die sich am Human Be-In präsentieren konnte, ermutigte die Menschen, Autoritäten in Bezug auf Bürgerrechte, Frauenrechte und Verbraucherrechte in Frage zu stellen.Außerdem wurden eigene alternative Medien geschaffen und in der Musik und Kunst neue Wege eingeschlagen. San Francisco wurde zum Mekka der Hippie Bewegung. Im Sommer 1967 strömten Tausende von jungen Leuten der ganzen USA in den Stadtteil Haight-Ashbury in San Francisco, um sich dieser Bewegung anzuschließen. Sein Höhepunkt: Das Festival von Monterey. Am 6. Oktober wurde der Summer Of Love beim Event „The Death Of Hippie“ symbolisch zu Grabe getragen. Achteinhalb Monate Flower Power, freie Liebe und eine musikalische Revolution – mit großer Wirkung. (Text: ORF) Original-TV-Premiere So. 06.08.2017 ORF III Surfer, Hippies und der Vietnamkrieg
Die perfekte Welle, braungebrannt Haut, unendliche Freiheit – das war Surfen Anfang der 60er Jahre. Heute kennt jeder diese Sportart, hat sie im Urlaub vielleicht auch schon ausprobiert aber begonnen hat alles mit selbstgeschnitzten Holzbrettern am Strand von Kalifornien. Malibu wird in den Sixties zum Surfer-Mekka und Schaufenster des amerikanischen Wohlstands. Denn nur eine Autostunde vom Strand entfernt liegt Hollywood. Dort entdeckten clevere Produzenten schon bald das Vermarktungspotenzial dieser Sportart, von der die kalifornische Jugend nicht genug kriegt.Der Strand wird zur Kulisse einer Reihe von Filmen fragwürdiger Qualität, der sogenannten „Beach Movies“. In ihnen tritt zum ersten Mal Stevie Wonder auf – damals noch „Little Stevie Wonder“ da er gerade erst 14 ist. Und auch die Beach Boys springen auf die Welle auf. Die Dokumentation zeigt erste Aufnahmen der Brüder als sie gerade erst ihre Karriere begannen. Doch neben den Freizeit-Wellenreitern gibt es die wahren, die eingefleischten Surfer. Für sie ist Surfen mehr als ein Sport, es ist eine Philosophie, die Suche nach der perfekten Welle, von der der Kultfilm „The Endless Summer“ (1964) erzählt. Die Unbeschwertheit der Sixties wird durch den Vietnamkrieg von den Stränden Malibus gefegt. Die Surfer sind Vorläufer der Hippiebewegung, die in Kalifornien ihren Siegeszug feiert – anarchistisch und ökologisch, lange bevor diese Begriffe in aller Munde sind. „Surfer, Hippies und der Vietnamkrieg“ erzählt von einer verlorenen Epoche, die aber unauslöschlich in unser Gedächtnis eingebrannt ist. (Text: ORF) Original-TV-Premiere So. 06.08.2017 ORF III Surviving Gusen
Surviving Gusen würdigt drei Überlebende eines Lagerkomplexes, von dem vor allem das KZ Gusen II als die Hölle aller Höllen beschrieben wird. Im Film aber sehen wir idyllische Landschaften, mit einer zarten Schneedecke oder hohem Gras überzogen, eine schmucke Einfamilienhaussiedlung am ehemaligen Lagerareal. Nur die Berichte der Zeitzeugen, im O-Ton oder mit den Stimmen von Maria Hofstätter und Peter Simonischek wirken wie Seziermesser, die etwas freilegen, von dem wir am liebsten unseren Blick abwenden möchten. Doch manchmal dringt auch etwas wie Hoffnung an die Oberfläche, wenn wir hören, dass oft nur kleine Hilfen genügten, um jemandem das Überleben zu ermöglichen. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Sa. 07.05.2022 ORF III Das System Holocaust – Hitlers Tötungsfabriken
Innerhalb weniger Jahre errichteten die Nationalsozialisten ein System unvergleichlicher Grausamkeit und Menschenverachtung: die Konzentrationslager. Quer über das Deutsche Reich verteilt sollten sie der nationalsozialistischen Macht- und Habgier und dem perversen Rassenwahn dienen. Doch wie funktionierten diese Lager des Massenmordes? Mittels neuer Forschungsergebnisse und archäologischer Analysen zeigt die Dokumentation, wie das System der Konzentrationslager so schnell und tödlich vorangetrieben werden konnte. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Sa. 01.02.2020 ORF III Täuschung – Die Methode Reagan
Mit Reagans Machtantritt ändert sich die Strategie der USA im Kalten Krieg grundlegend: Angriff statt Verteidigung. Sein geheimes „Komitee für Täuschungsoperationen“, dessen Existenz in dieser Dokumentation zum ersten Mal von Zeitzeugen bestätigt wird, plante brillante und perfide Geheimdienst-Operationen – gegen die Sowjets, aber auch gegen die Entspannungspolitik. Mit seinem Machtantritt im Jahre 1981 bestimmt Ronald Reagan die Strategie der USA im Kalten Krieg neu: Angriff statt Verteidigung. Sein „Komitee für Täuschungsoperationen“ ist neben der Aufrüstung eines der wichtigsten Instrumente im Kampf gegen die Sowjetunion.Gasleitungen werden mit eingeschleusten Computerchips und Trojanern sabotiert, Flug- und Seemanöver vor dem wichtigsten Stützpunkt der Sowjets in Murmansk durchgeführt. Das Ziel: Verunsicherung und Demütigung bei gleichzeitiger Demonstration von Stärke und technischer Überlegenheit. Diese Aktionen bringen die Welt an den Rand des Atomkrieges. Als in den 1980er Jahren der schwedische sozialdemokratische Ministerpräsident Olof Palme mit Willy Brandt und Egon Bahr seine Strategie der gemeinsamen Sicherheit vorschlägt und Schweden nicht mehr als „unsinkbaren Flugzeugträger“ der Nato zur Verfügung stellen will, macht er sich nicht nur die konservativen Machteliten im eigenen Land zum Feind. Sein Ansatz ist auch Reagan schon früh ein Dorn im Auge, denn ein Einlenken der Sowjetunion im Wettrüsten des Kalten Krieges wäre für seine Strategie kontraproduktiv. So werden die Annäherungsgespräche sabotiert und die Person Palme diskreditiert. Im Februar 1986 wird Palme von einem unbekannten Täter ermordet. Der Film zeigt die Bedeutung der geheimen Kriegsführung der USA im Kalten Krieg unter Bezugnahme auf hochkarätige Zeitzeugen und exklusives Filmmaterial. Einmal mehr wird deutlich, dass die USA zur Durchsetzung eigener Interessen auch vor der Souveränität demokratischer Staaten nicht Halt machte. Eine Thematik, die gerade in Anbetracht der aktuellen politischen Lage und der jüngsten Geheimdienstskandale von beachtenswerter Aktualität ist. (Text: ORF) Original-TV-Premiere So. 17.01.2021 ORF III Taferl & Co – Die legendärsten TV-Duelle der Zweiten Republik – Die legendärsten TV-Duelle der Zweiten Republik
Wahlkampf – das heißt seit den siebziger Jahren vor allem auch: Wahlkampf im Fernsehen. Die großen Siege sind in den letzten vier Jahrzehnten alle auf dem Bildschirm erfochten, die Niederlagen oft ebenfalls hier kassiert worden. Legendäre TV-Duelle sind im ORF-Archiv zu sehen: die „Mutter aller Konfrontationen“ von Bruno Kreisky gegen Josef Taus 1975 , ein Medienexperiment ohne Moderation, in dem beide Kandidaten erstmals die Bedeutung des Fernsehens für den Wahlausgang erfuhren, dann natürlich die Auseinandersetzung von Kurt Waldheim gegen Kurt Steyrer 1986, die ganz unter dem Eindruck der Affäre Waldheim stand, bis zu dem Duell Wolfgang Schüssel gegen Jörg Haider 1995, das von den beiden späteren Koalitionspartnern erbittert geführt wurde. Die Politikexperten Heidi Glück, Josef Kalina und Norbert Steger sowie Zeitzeugen kommentieren die damaligen Begegnungen, die allesamt in politischen Wendezeiten stattgefunden haben. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Sa. 14.10.2017 ORF III Der Tag, an dem Kennedy starb
Es war ein Tag, der die Welt schockierte. Der 22. November 1963. Der populäre US-Präsident John F. Kennedy ist auf einer Vorwahl-Tournee in der texanischen Stadt Dallas, wo er Opfer eines Attentats wird. In seiner offenen Limousine – vollkommen ungeschützt – wird er an der Seite seiner Frau Jackie um 12:30 Uhr von zwei Gewehrprojektilen tödlich getroffen. Wenig später kann sein Stellvertreter Lyndon B. Johnson nur mehr den Tod des 35. US-Präsidenten verkünden. Tatverdächtig ist Lee Harvey Oswald, der verhaftet und 2 Tage später selbst von einem Nachtclubbesitzer ermordet wird. Der plötzliche Tod des beliebten Präsidenten inmitten eines Konvois mit Hunderten Augenzeugen ist so unglaublich, dass es bis heute Zweifel an der offiziellen Version des Tathergangs gibt. Mithilfe von Augenzeugen, wie dem Leibwächter des Präsidenten, einem Reporter und Passanten, die den Mord aus nächster Nähe mitverfolgten, rekonstruiert diese Dokumentation noch einmal genau den Tag, an dem Kennedy starb. (Text: ORF)Original-TV-Premiere So. 17.01.2021 ORF III Der Tag, an dem Österreich frei wurde
„Österreich ist frei“ – so konnte es am 15.05.1955 der damalige Außenminister Leopold Figl endlich verkünden. Zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stimmen die Alliierten dem Ende der Besatzung zu, Österreich erhält seine volle Unabhängigkeit zurück. Der Staatsvertrag und der Tag seiner Verkündung nehmen einen ganz speziellen Platz im kollektiven Gedächtnis Österreichs ein. ORF III hat sich auf die Suche nach Zeitzeugen und Zeitzeuginnen jenes wichtigen Ereignisses gemacht, um so einen neuen, spannenden Blick auf den Tag zu werfen, an dem Österreich seine Souveränität wiedererlangte. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Fr. 15.05.2020 ORF III Tagebuch der Wende
Das Jahr 2000 wird vielfach als das Wendejahr in der österreichischen Politik beschrieben. Die Regierungsbeteilung der FPÖ unter dem umstrittenen Parteichef Jörg Haider sorgte innerpolitisch und auch international für großes Aufsehen und Aufregung. Musste doch die damalige Regierung unterirdisch zur Angelobung kommen, da auf den Straßen aufgebrachte Demonstranten protestierten. Wie kam es zum Regierungswechsel 2000, was geschah hinter den Kulissen, wann ist die Entscheidung für schwarz-blau gefallen? Die Dokumentation von Gerhard Jelinek rekonstruiert die Ereignisse zwischen der Nationalratswahl im Oktober 1999 und der Bildung der Koalitionsregierung von FPÖ und ÖVP im Februar 2000. In ausführlichen Interviews mit den zentralen Akteuren der Wende werden die damaligen Ereignisse und Entwicklungen nachgezeichnet. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Sa. 28.01.2017 ORF III Tage der Terrors – Der OPEC-Anschlag
Am 21. Dezember 1975 stürmt ein sechsköpfiges Terrorkommando kurz vor 12 Uhr das OPEC-Gebäude in Wien. Die Terroristen erschießen einen österreichischen Polizisten, bringen die Ölminister der OPEC-Länder in ihre Gewalt, zwingen die österreichische Regierung dazu, freies Geleit zu geben und fliegen mit einer AUA-Maschine und allen Geiseln ab. Erst später wird klar, wer der Anführer der Gruppe war: der internationale Terrorist Illich Ramirez Sanchez, genannt Carlos – der Schakal. Eine „Thema Spezial“-Dokumentation rekonstruiert die dramatischen Stunden – fast auf den Tag genau dreißig Jahre danach. Zeitzeugen schildern die Stunden der Angst, des Chaos und der Hoffnung auf eine gütliche Lösung dieses größten Terrorüberfalls im Europa der 70er Jahre, zum Teil nicht veröffentlichtes Archivmaterial aus den Beständen des ORF lässt die „Tage des Terrors“ noch einmal Revue passieren. (Text: ORF)Tage des Schreckens – Der Terroranschlag von Wien
Der Abend des 2. November 2020 versetzte Wien und das ganze Land in einen Zustand der Angst und des Schreckens. Ein islamistischer Attentäter erschoss vier Menschen und verletzte mehr als zwanzig weitere schwer. Der islamistische Terror, der in den Jahren zuvor mehrere Länder Europas erschütterte, war auch nach Österreich gekommen. Die ORFIII-Dokumentation erzählt die Chronologie der dramatischen Tage rund um das schreckliche Attentat in Wien und beschreibt wie in den Monaten danach die Aufarbeitung stattgefunden hat. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Sa. 04.11.2023 ORF III Tage des Schreckens – Die Chronologie eines Attentats
Der Abend des 2. November versetzte Wien und das ganze Land in einen Zustand der Angst und des Schreckens. Ein islamistischer Attentäter erschoss vier Menschen und verletzte mehr als zwanzig weitere schwer. ORFIII zeigt eine Chronologie der dramatischen Tage und liefert einen Rückblick auf die Woche des schrecklichen Attentats in Wien. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Sa. 07.11.2020 ORF III Tage des Terrors – OPEC
Am 21. Dezember 1975 stürmte ein sechsköpfiges Terrorkommando das OPEC-Gebäude in Wien und nahm 70 Geiseln, darunter die Ölminister der OPEC in seine Gewalt. Drei Menschen starben bei dem Attentat. Während die österreichischen Geiseln nach langen Verhandlungen freigelassen wurden, sollen die Erdölminister in ihren Ländern zu propalästinensischen Erklärungen gezwungen werden. Knapp vor dem Abflug nach Algerien kommt es zu einem Fauxpas: der Handschlag des internationalen Terroristen Carlos mit dem damaligen Innenminister Otto Rösch. Neun Tage wurde an Originalschauplätzen nachgedreht, in Originalkostümen der Siebziger Jahre. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 03.11.2020 ORF III Ein Tag in Auschwitz
Am 27. Januar 1945, befreite die Rote Armee Auschwitz. Bis heute gilt der Ort als Synonym für den Holocaust. Ausgangspunkt für die Dokumentation ist ein einzigartiges Dokument, das sich in der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem befindet: ein Fotoalbum von Auschwitz, angelegt von den SS-Tätern selbst. Fast alle Fotos darin entstanden Ende Mai 1944, an nur wenigen Tagen. Sie zeigen die grausame Routine im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau: die Ankunft der jüdischen Opfer in vollgepackten Viehwaggons, ihre „Selektion“ auf der Rampe in Arbeitsfähige und Todgeweihte, den Raub ihres Eigentums und die Verwandlung all derer, die nicht gleich getötet wurden, in kahl rasierte, uniformierte Arbeitssklaven. Der Film erzählt aus der Sicht der Opfer und einiger Täter von einem typischen Tag in Auschwitz im Mai 1944. Auch an diesem Tag war der Massenmord Routine. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Sa. 29.01.2022 ORF III Ein Tag in Dallas – Die Ermordung von John F. Kennedy
Der 22. November 1963 wurde zum Schicksalstag in den USA. Um 11:33 landet die Air Force One in Dallas, wo der Präsident John F. Kennedy Stimmung für seine Wiederwahl machen wollte. Mit einer offenen Limousine werden JFK und seine Frau Jackie durch die Stadt gefahren und von zahlreichen Zuschauern am Straßenrand bejubelt. Eine Stunde nach der Landung – am helllichten Tag und auf offener Straße – wird der 35. Präsident der Vereinigten Staaten zum Opfer eines Attentats. Jackie sitzt genau neben ihm im Wagen, als ihn zwei Schüsse in den Hals und in den Kopf trafen. Die Ermittlungen werden umgehend aufgenommen und noch am selben Tag kann ein Schuldiger ausfindig gemacht werden.Doch die Zweifel, den wahren Täter gefasst zu haben, bleiben. Mit einer minutiösen Rekonstruktion zeigt der französische Filmemacher Patrick Jeudy die Ereignisse dieses Schreckenstages im November 1963 bis zum Staatsbegräbnis am Nationalfriedhof Arlington. Die detaillierte Recherche präsentiert persönliche Erfahrungen über den Tag des Attentats, anders als die starren Bilder der amerikanischen Justiz. Zahlreiche Archivaufnahmen und Illustrationen skizzieren die Erlebnisse der Zeit- und Augenzeugen, um ein neues Licht auf den Mythos um Kennedys Tod zu werfen. (Text: ORF) Tango Korrupti – Österreich zwischen Korruption und Freunderlwirtschaft
Florian Scheuba.Bild: ORF / PAMMER FILMÖsterreich, so scheint es, ist in den letzten Jahren zu einem Paradies für Korruptionisten, Mauschler und obskure Geschäftemacher geworden. Amtsmissbrauch und Bestechung, unerlaubte Vorteilsannahme und verschiedene Formen der Freunderl-, Vettern- und Parteibuchwirtschaft gehören aber schon seit langem zum Inventar der politischen „Kultur“ in Österreich. Von der gekauften Berichterstattung des Zeitungszaren Imre Bekessy in den 1920er-Jahren bis zum AKH-Skandal, von der „Phönix-Affäre“, die Schuschniggs Ständestaat erschütterte über den Krauland-Skandal der frühen 1950er bis hin zu den diversen Affären der jüngeren Vergangenheit.Die Liste der österreichischen Korruptionsskandale seit 1918 ist lang. In der neuen ORF-III-Dokumentation von Günter Kaindlstorfer, bittet Kabarett-Star Florian Scheuba als Zeremonienmeister prominente Expertinnen und Experten wie Irmgard Griss, Florian Klenk, Eva Geiblinger, Peter Michael Lingens, Hubert Sickinger und Oliver Rathkolb zum „Tango Korrupti“ und geht mit ihnen der Korruptionsanfälligkeit der „österreichischen Seele“ auf den Grund. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Sa. 16.09.2023 ORF III Tatort Weißes Haus: Der Fall James Comey (You’re Fired)
Mit Donald Trump zieht ein Mann ins Weiße Haus ein, der keinen Hehl daraus macht, seine eigenen Regeln zu bevorzugen. Aber hat er sogar die Präsidentschaftswahl 2016 manipulieren lassen? Niemand steht über dem Gesetz, nicht einmal der Präsident der USA, so das Credo des FBI. Die Behörde ermittelt schon früh gegen Trump und dessen Team, sammelt Beweise für mögliches Fehlverhalten. Die Folge: Der Präsident entlässt den FBI-Chef James Comey. Was passiert, wenn die obersten Vertreter der USA die Gesetze brechen? Dann ermittelt das FBI als oberste und unabhängige Strafverfolgungsbehörde. Trumps Gegnerin im Wahlkampf 2016, Hillary Clinton, wurde die sogenannte E-Mail-Affäre zum Verhängnis, deren Veröffentlichung von Russland aus gesteuert worden war.Hatte Trump dabei persönlich die Hände im Spiel? Das FBI ermittelt, allen voran FBI-Chef James Comey, der sich dem Weißen Haus nicht beugen will. Zudem ist Comey Kummer mit der Regierung gewohnt: Zuvor hat er sich bereits gegen Präsident George W. Bush positioniert, weil dieser nach dem 11. September 2001 zu illegalen Mitteln gegriffen haben soll, um den „War on Terror“ zu rechtfertigen. Gegen Trump konnte Comey lange nichts ausrichten. Doch die Geschichte dieser beiden Männer ist möglicherweise noch nicht zu Ende. (Text: ORF) Tatort Weißes Haus: Der Watergate-Skandal (A Cancer on the Presidency)
Die Watergate-Affäre – Machtmissbrauch, Behinderung der Justiz und Vertuschungsversuche durch das Weiße Haus. Im Zentrum des Skandals der damalige US-Präsident Richard Nixon. Um seine Wiederwahl 1972 zu sichern, ist dem Republikaner Nixon jedes Mittel recht. Eine Truppe ehemaliger CIA-Agenten bricht in die Wahlkampfzentrale der Demokratischen Partei im Watergate-Hotel ein. Damit beginnt die größte politische Affäre in der US-Geschichte. Was passiert, wenn die obersten Regierungsvertreter der USA die Gesetze brechen? Dann ermittelt das FBI als oberste und unabhängige Strafverfolgungsbehörde. Die Dokumentarserie erzählt die lange und komplexe Geschichte von US-Präsidenten, von Nixon bis Trump, die die Rechtsstaatlichkeit und die Aufgabe des FBI, sie durchzusetzen, auf die Probe stellen.Im Fall der Watergate-Affäre untersucht das FBI den Einbruch in die Wahlkampfzentrale der Demokraten. Je tiefer die Ermittler graben und je mehr sie über die Hintergründe der Einbrecher erfahren, umso weniger können sie fassen, wie weit der Vorfall ins Weiße Haus hineinreicht. Um einem Amtsenthebungs- und Ermittlungsverfahren zuvorzukommen, tritt Nixon im August 1974 zurück – zum ersten Mal in der Geschichte der USA gibt ein amtierender Präsident sein Amt auf. (Text: ORF) Tatort Weißes Haus: Die Iran-Contra-Affäre (That’s What Friends Are For)
Mitte der 1980er-Jahre, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, fliegen illegale US-Waffendeals mit Nicaragua und dem Iran auf. Hat Präsident Ronald Reagan die Deals befohlen, das Gesetz gebrochen? Die Iran-Contra-Affäre reicht bis in die höchsten Kreise des Weißen Hauses. Das FBI findet bei seinen Ermittlungen um ein in Nicaragua abgestürztes US-Flugzeug heraus, die Regierung von Präsident Reagan hat sich über Beschlüsse des Parlaments hinweggesetzt. Was passiert, wenn die obersten Regierungsvertreter der USA die Gesetze brechen? Dann ermittelt das FBI als oberste und unabhängige Strafverfolgungsbehörde. Im Fall der Iran-Contra-Affäre staunen die Agenten des FBI nicht schlecht, als sie im Dschungel Nicaraguas im Zusammenhang eines abgestürzten, mit Waffen beladenen US-Flugzeugs ermitteln.Aufgrund der Erfahrung des Vietnamkriegs hatte der US-Kongress Waffenlieferungen an die mittelamerikanischen Rebellen verboten. Wer also hat sie geliefert? Die FBI-Ermittlungen ergeben eine schier unglaubliche Verbindung: Das Geld für die Waffen stammt aus einem geheimen Waffengeschäft der USA mit dem Iran, der damit für seine Hilfe bei der Befreiung von US-Bürgern im Libanon belohnt worden war. Zwei geheime und illegale Waffendeals – eingefädelt vom Weißen Haus. Bis heute ist ungeklärt, ob und wenn ja, wie tief US-Präsident Ronald Reagan darin verstrickt war. (Text: ORF) Tatort Weißes Haus: Die Lewinsky-Affäre (Witch Hunts)
Die Beziehung zur Praktikantin Monica Lewinsky hätte US-Präsident Bill Clinton 1998 fast sein Amt gekostet – nicht wegen der Affäre, sondern wegen Behinderung von FBI-Ermittlungen gegen ihn. Als die Lewinsky-Affäre bekannt wird, hätte sie vielleicht eine Privatsache des US-Präsidenten bleiben können. Doch Bill Clinton leugnet und versucht, seinen Fehltritt zu vertuschen. Dies ruft das FBI auf den Plan. Denn nun geht es um Meineid und Strafvereitelung. Was passiert, wenn die obersten Regierungsvertreter der USA die Gesetze brechen? Dann ermittelt das FBI als oberste und unabhängige Strafverfolgungsbehörde.Probleme mit dem FBI hat Bill Clinton aber schon vor der Lewinsky-Affäre. Es geht um eine pleitegegangene Immobilienfirma in Whitewater, an der Clinton als Generalstaatsanwalt von Arkansas beteiligt war. Clinton übersteht den Skandal, doch nur um den Preis der Schaffung des Postens eines Sonderermittlers beim FBI. Dessen Aufgabe soll es sein, Verfehlungen der Amtsträger im Weißen Haus zu verfolgen. Und dieser neue Sonderermittler heftet sich an Clintons Fersen, als dieser seine Affäre mit Monica Lewinsky zunächst abstreitet. (Text: ORF) Der taumelnde Kontinent: Das neue Gesicht Europas
Der große Konflikt zwischen Tradition und Moderne steht im Mittelpunkt der ersten Folge von „Der taumelnde Kontinent“. Während Europas Herrscher noch versuchen, die Zeit stillstehen zu lassen, schaffen die enorme Expansion der Industrie und das Leben in den rapide wachsenden Metropolen völlig neue Realitäten für Alltag, Politik, Kultur und Wissenschaft. Beindruckende Archivbilder und Interviews mit Experten erwecken diese Zeit zu neuem Leben. Autor und Historiker Philipp Blom berichtet von wichtigen Ereignissen von Originalschauplätzen in ganz Europa.Zu seinen Gesprächspartnern gehören Historiker und Wissenschaftler, aber auch Eduard Habsburg-Lothringen, ein direkter Nachfahre von Kaiser Franz Josef, und Jekaterina Samuzewitsch von der Band „Pussy Riot“. Blom berichtet von einer Periode, in der sich die Welt innerhalb eines Jahrzehnts völlig veränderte, vom Niedergang des Adels bis zum Feminismus, von der abstrakten Kunst bis zur Quantenphysik. Immer wieder werden Parallelen zwischen damals und heute sichtbar. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Sa. 21.06.2014 ORF III Der taumelnde Kontinent: Europas Traum und Wirklichkeit
Autor Philipp Blom und Regisseur Robert Neumüller konzentrieren sich im zweiten Teil von „Der taumelnde Kontinent“ auf die gewaltigen Auswirkungen der Veränderungen in den Jahren vor 1914 auf die Menschen jener Zeit. Die enorme Expansion der Industrie und das Leben in den großen Städten zwangen die Menschen dazu, sich neu zu erfinden. Kinos und Kaufhäuser, Fahrpläne und Fußballclubs, Werbung und die Faszination mit Geschwindigkeit bestimmten von nun an das Leben von Millionen. Während Arbeiter nur langsam zu mehr Rechten und mehr Lohn kamen, war es für die Mittelklasse eine Zeit des Wohlstands. Ein Teil dieses Wohlstandes wurde auch durch die Ausbeutung der Kolonien erwirtschaftet.Philipp Blom berichtet auch über diese dunkle Seite der europäischen Erfolgsgeschichte, besonders den grausamen Massenmord im Kongo. Die neuen gesellschaftlichen Realitäten forderten auch neue künstlerische Antworten. Pablo Picasso, Kasimir Malewitsch, Arnold Schönberg, Egon Schiele und Arthur Schnitzler gehörten zu den kreativen Geistern, die Kunst völlig neu definierten. Das 20. Jahrhundert war bereits in seiner noch heute gültigen Vielfalt geboren worden, als die Folgen der Schüsse von Sarajewo diese rasante gesellschaftliche Entwicklung unterbrachen und die Welt in eine ungeahnte Katastrophe stürzten. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Sa. 21.06.2014 ORF III Terror bei Olympia – München 1972 – Folge 1
Im Herbst 1972 erschüttert ein Terroranschlag die Olympischen Spiele in München. Am 5. September stürmen acht schwerbewaffnete palästinensische Terroristen das Wohnquartier der israelischen Olympiateilnehmer und nehmen elf Mannschaftsmitglieder als Geiseln – und die ganze Welt wird via Fernseher Zeuge dieser schrecklichen Tat. Eine neue vierteilige Dokumentation beleuchtet am 50. Jahrestag akribisch alle Geschehnisse von damals – von den Planungen der Terrororganisation „Schwarzer September“, über das Versagen der deutschen Polizei bis hin zur Vergeltung des israelischen Geheimdienstes an den palästinensischen Geiselnehmern.Die erste Folge beschreibt, wie sich Deutschland bei den Olympischen Spielen 1972 von der besten Seite zeigen möchte. Perfekt inszenierte Spiele sollen 27 Jahre nach dem Holocaust ein neues Bild von Deutschland zeichnen. Das letzte Olympia in Deutschland fand 1936 unter Adolf Hitler statt und diente als eine Machtdemonstration des nationalsozialistischen Regimes. Nun versucht sich Westdeutschland gegenteilig zu positionieren – und setzt bewusst auf lockere Sicherheitsbestimmungen und unbewaffnete Polizisten in Zivilkleidung, um negative Assoziationen zu vermeiden. Auch Warnungen von terroristischen Angriffen auf die Spiele werden ignoriert – nichts soll den perfekten Spielen im Weg stehen. Eine katastrophale Fehleinschätzung. Am Morgen des 5. September schlägt die Terrororganisation „Schwarzer September“ zu. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Sa. 17.09.2022 ORF III Österreichische Erstausstrahlung ursprünglich angekündigt für den 10.09.2022Terror bei Olympia – München 1972 – Folge 2
In der zweiten Folge der vierteiligen-Dokumentation wird beschrieben, wie die palästinensischen Terroristen die Räume der israelischen Athleten stürmen. Zwei Israelis sterben, neun werden als Geiseln genommen. Es beginnen Verhandlungen zwischen den Terroristen und der deutschen Regierung, die Palästinenser fordern die Freilassung von 200 gefangenen Kameraden. Dieser Teil der Dokumentationsreihe befasst sich neben der nervenzerreisenden Verhandlung auch mit der Geschichte hinter der Terrororganisation „Schwarzer September“ und den Ursprüngen des palästinensischen Terrors. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Sa. 17.09.2022 ORF III Österreichische Erstausstrahlung ursprünglich angekündigt für den 10.09.2022
zurückweiter
Erhalte Neuigkeiten zu zeit.geschichte direkt auf dein Handy. Kostenlos per App-Benachrichtigung. Kostenlos mit der fernsehserien.de App.
Alle Neuigkeiten zu zeit.geschichte und weiteren Serien
deiner Liste findest du in deinem
persönlichen Feed.
TV Wunschliste informiert dich kostenlos, wenn zeit.geschichte online als Stream verfügbar ist oder im Fernsehen läuft.Erinnerungs-Service per
E-Mail
