unvollständige Folgenliste (Seite 11)
Die Chefinnen – Wenn Frauen an der Macht sind
«Ich setze mich selber unter Druck», sagt Claudia Graf, die an der Spitze einer Brauerei steht. Ihr Vorgänger und Vater, Arnold Graf, wünschte sich immer einen Sohn als Nachfolger des Familienbetriebes. Die 33-jährige will ihrem Vater beweisen, dass sie es auch kann und verlangt nicht nur viel von sich, sondern auch von ihren 60 Angestellten. Sie sei strenger als der frühere Chef es war, sagen Mitarbeitende.Mit Fleiss und Ehrgeiz hat es Cornelia Marending zur Leiterin Verkauf Supermarkt der Migros Aare geschafft. Mehr als 5000 Menschen führt sie in ihrer Abteilung. Damit sich die zweifache Mutter auf ihre Karriere konzentrieren kann, übernimmt ihr Ehemann die Rolle des Hausmanns. Davon kann die Kaderfrau, Verwaltungsrätin und dreifache Mutter Nadine Caprez nur träumen. Ihr Mann hat zwar ursprünglich versprochen, Teilzeit zu arbeiten, doch es kam nie soweit. Nadine Caprez meistert deshalb ihren Alltag gleichzeitig als Hausfrau und Mitglied in der Geschäftsleitung von zwei Firmen. Zudem setzt sie sich für Frauenförderung ein. Filmautor Hanspeter Bäni beleuchtet die Lebenssituation von weiblichen Führungskräften und geht unter anderem der Frage nach, weshalb hierzulande nur knapp 17 Prozent der arbeitenden Frauen eine Vorgesetztenfunktion einnehmen. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Do. 05.03.2020 SRF 1 Chefwechsel – Wenn Alte gehen und Junge kommen
Die Schweiz ist das Land der kleinen und mittleren Betriebe. 75 Prozent davon sind Familienbetriebe. Die erfolgreiche Übergabe solcher Unternehmen ist von hoher volkswirtschaftlicher Bedeutung. Ob sie glückt oder misslingt, hat selten mit Fakten und Zahlen zu tun. Vielmehr liegt es an ideellen Werten, die eine Familie ausmachen. Haben die Alten genug Vertrauen in die Jungen? Verfolgen die Jungen dieselben Ziele wie die Alten? Was geschieht mit den Patrons und den Chefinnen, wenn sie aufhören? Was heisst es für die junge Generation, wenn sie die ganze Verantwortung tragen muss?„DOK“ begleitet den Luzerner Gastrobetrieb Remimag AG der Eltschingers mit 30 Betrieben. Patron Peter Eltschinger, 66, hat das Unternehmen gegründet. Der gelernte Koch macht jährlich einen Umsatz von 70 Millionen Franken. Seine Söhne Bastian, 37, und Florian, 38, Eltschinger wären schon längst in den Startlöchern und bereit, die Firma zu übernehmen. Doch der Patron hat Angst loszulassen – welche Rolle wartet auf ihn, wenn er abtritt? In der Töffgarage Schnyder corse GmbH im St. Galler Schänis übernimmt keines der beiden Kinder von Gründer und Inhaber Edgar Schnyder, 58, sein Geschäft. Glücklicherweise will der ehemalige Lehrling Samuel Seliner, 24, in seine Fussstapfen treten. Tochter Natalie, 28, und Ehefrau Margrit Schnyder, 55, arbeiten ebenfalls im Betrieb und sehnen sich nach einem Wechsel. Allen steht eine schwierige Übergangsphase bevor. Es kriselt innerhalb der Familie und auch zwischen altem und neuem Chef. Zudem: Der junge Seliner will das Geschäft dem Patron abkaufen. Schafft er es, die knapp zwei Millionen Franken aufzutreiben? Patron Hanspeter Zingre, 69, hatte einst die Zimmerei von seinem Vater übernommen und daraus die Zingre Chaletbau AG gegründet. 40 Jahre lang hat er all sein Herzblut ins Unternehmen gesteckt. Bis er vor sechs Jahren einen Herzinfarkt hatte. Seither führt seine Tochter Annabel Zingre, 41, das Geschäft. Dies in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit, wo sich die Zweitwohnungsinitiative spürbar im Betrieb auswirkt. Zudem ist sie Mutter zweier Mädchen. Schafft sie den Spagat zwischen Familie und Familienbetrieb? Die Secondhand-Ladenkette Anna K. der Kösslers in Basel: Anna-Maria Kössler hat vor 20 Jahren mit einer Boutique begonnen. Heute sind es vier Läden. Ihre Tochter Isabella Kössler, 30, führt drei davon als Geschäftsführerin. Bei Mutter und Tochter prallen zwei Welten aufeinander. Streitgründe sind: Die Einführung des Computers und ein fehlender Zeitplan. Die 66-jährige Mutter kann sich nicht festlegen, wann genau sie aufhören will. „DOK“ zeigt vier Familienbetriebe, vier typische Übernahmenszenarien, und doch vier völlig unterschiedliche Wege. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Do. 16.11.2017 SRF 1 Chinas Aufstieg zur Seemacht
Die Region rund um das Südchinesische Meer gleicht einem Pulverfass. Scharmützel zwischen Chinas Fischern, der Marine und den Nachbarstaaten sind bereits an der Tagesordnung. Grund dafür ist das Projekt «Nationale Wiedergeburt Chinas», das der chinesische Präsident Xi Jinping im Jahre 2012 startete. China soll nicht nur terrestrische Weltmacht werden, sondern auch die Meere beherrschen.Dem im Wege steht, dass viele Inseln vor Chinas Küste zu anderen Ländern gehören. China hat eine aggressive Strategie gewählt: Kleine Inseln werden kurzerhand annektiert und militärische Schiffe dringen in die Gewässer anderer Länder ein. Chinesische Fischer versenken mit Unterstützung der Armee und dem Segen des Präsidenten die Boote philippinischer Berufskollegen. Auf offener See und obwohl die betroffenen Gewässer den Philippinen gehören. Die Anrainerstaaten beginnen aufzurüsten. Darunter auch Japan, Indien, Australien und vor allem Taiwan. Auch die USA sind involviert und sehen sich vor einem existenziellen Dilemma: Soll ein bewaffneter Einsatz in Erwägung gezogen werden, um die Insel Taiwan im Notfall zu schützen? Oder soll die Insel geopfert werden, um einen Krieg mit China zu verhindern? (Text: SRF) Original-TV-Premiere So. 14.01.2024 SRF 1 Der chinesische Bürgermeister
Der Bürgermeister von Datong will die Altstadt neu aufbauen und die monumentale Stadtmauer wieder errichten. Das erfordert von den Bewohnern der Stadt beträchtliche Opfer: Für das Mega-Städtebauprojekt sollen 500 000 Menschen umgesiedelt werden, das heisst fast ein Drittel der Bewohner.Der Filmemacher Zhou Hao begleitet Geng Yanbo auf Baustellen, an Sitzungen und filmt auch die Konfrontationen mit protestierenden Bewohnern. Geng Yanbo gibt sich als bürgernahen Bürgermeister, der für die Probleme der Bewohner Verständnis zeigt. Aber auch als dynamischen Macher, der mit eiserner Faust regiert. Denn für ihn ist klar: Das Wohl der gesamten Stadt steht über jenem der einzelnen Bewohner. In Datong treffen Welten aufeinander: Hier Geng Yanbo, der die einzige Chance für die Zukunft der Stadt im monumentalen Neubau des Alten sieht. Und da die Bewohner, die für ihre einfachen, alten Häuser im Stadtzentrum kämpfen. Im Dokumentarfilm geht es denn auch um die Frage: Welchen Preis sollen die Menschen heute für das Wirtschaftswachstum von morgen zahlen? Wo liegt das Gleichgewicht zwischen der Entwicklung und dem Schutz einer Stadt? In China geht die Veränderung und Gentrifizierung in den Städten noch schneller und in noch grösserem Ausmass voran als in Europa: Hier werden einem die Folgen dieser Entwicklung mit aller Härte vor Augen geführt. Im Dokumentarfilm wird auch die Struktur des chinesischen politischen Systems sichtbar: Geng Yanbo wird noch vor Fertigstellung seines gigantischen Projekts in eine andere Stadt versetzt. Der Bürgermeister hinterlässt Datong Schulden in Höhe von umgerechnet drei Milliarden Dollar. Viele Bewohner bleiben ohne Wohnung. Der Dokumentarfilm hat zahlreiche Preise gewonnen, unter anderem den Special Jury Prize am Sundance Film Festival. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Mi. 02.05.2018 SRF 1 The Choice
Original-TV-Premiere Mi. 28.10.2020 SRF 1 Christoph Blocher – Leben und Kampf für seine Schweiz
Filmautor Hansjürg Zumstein traf Christoph Blocher über Jahre regelmässig für ausführliche Interviews über sein Leben. Daraus entstand ein 90-minütiger Film über Blochers Karriere. Im Zentrum: die Europadebatte. Anhand neuer Dokumente zeichnet der Film die emotionale Abstimmungskampagne um den Europäischen Wirtschaftsraum, kurz EWR genannt, nach.Die Dokumente, damals streng vertraulich, zeigen, wie der Bundesrat sich das Vetorecht, damals opting-out genannt, als rote Linie gab. Laut den Papieren von damals war dies eine der Mindestbedingungen der Schweiz für den EWR-Beitritt. Doch in einer Schlusssitzung strich die EU das Vetorecht – und obwohl der Bundesrat für diesen Fall den Ausstieg aus den Verhandlungen beschlossen hatte, passierte nichts. Ein streng vertrauliches Papier aus dem Bundesrat zeigt zwar, dass ein Bundesrat damals Abbruch der Verhandlungen mit der EU forderte. Doch die Mehrheit der Schweizer Regierung beschloss das Gegenteil: ein EU-Beitritt als Fernziel. Am 6. Dezember 1992 gewann Blocher, quasi als David gegen Goliath, die Abstimmung. Volk und Stände lehnten den EWR-Beitritt knapp ab. Dies war gewissermassen der Startschuss für Blochers Politkarriere. Ab dann fiel er auch mit aggressivem und teilweise den Gegnerinnen und Gegnern verhöhnenden Politstil auf. Thematisiert wird im Film auch Blochers persönliche Lebensgeschichte. Er erzählt, wie er in Laufen in der Nähe des Rheinfalls als eines von elf Kindern aufgewachsen ist und davon, wie er seine Frau Silvia kennenlernte, und wie sie am Anfang als Lehrerin für das Einkommen sorgte. Blocher erklärt, wie er nach dem Tod von Werner Oswald, dem Gründer der Ems-Chemie, das Unternehmen übernommen hat: Er erwarb für 20 Millionen Franken eine Holding, die mit Stimmrechtsaktien die Ems-Chemie kontrollierte. Mit anderen Worten: Er kaufte mit 20 Millionen Franken 17 Prozent des Aktienkapitals, ein Unternehmen, das damals laut Blocher einen Börsenwert von 125 Millionen Franken hatte. Im Interview betont er, dass die Übernahme risikoreich war: «Für mich war das sauviel Geld. Als ich es gekauft habe, habe ich meiner Frau gesagt: Vorwürfe kommen sowieso. Es wird solche geben, die sagen, wenn es schief geht, dann bin ich ein grosskotzter Typ ohne Geld, der alles in den Abgrund führt. Wenn es gut kommt, heisst es, der Typ hat es sich unter den Nagel gerissen. Und ich muss sagen, ich hoffe, es kommt der zweite Vorwurf.» Der Film rekapituliert seine Karriere als Bundesrat und seine umstrittene Abwahl nach nur vier Jahren. Und der Film zeigt, wie seine Tochter Magdalena Martullo-Blocher Jahre später als erfolgreiche Unternehmerin ebenfalls in die Politik einsteigt. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Mi. 13.12.2023 SRF 1 Der Clan der Tiere
Raj Bhera wird all ihre Kraft und Geschicklichkeit brauchen, um ihre Jungen durchzubekommen. Das ist im heutigen Indien schwerer denn je. Der Nationalpark Bandhavgarh ist eines der letzten Tigerreservate der Welt – und in ihm leben 80 Tiger. Raj Bheras Revier ist gerade gross genug, um ihre Familie zu versorgen. Es ist ringsum von den Territorien anderer Tiger umgeben. Und sie alle sind von menschlichen Siedlungen eingeschlossen.Die Konkurrenz ist gross. Raj Bhera hat neben der Jungenaufzucht kaum Zeit, ihr Revier zu markieren. Immer wieder versucht ihre erwachsene Tochter, die sich in der Nachbarschaft angesiedelt hat, in ihr Revier einzudringen. Eine Zeitlang kann die Mutter sie noch in die Schranken weisen – aber schliesslich beginnt die Tochter zu wildern. Als ihre vier Jungen älter sind, wird das Leben für Raj Bhera nicht leichter. In der Regenzeit verteilen sich die Beutetiere überall und lassen sich schwer jagen. Und der Appetit der jungen Tiger, die erst mit zwei Jahren selbständig sind, wird immer grösser. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Mo. 22.06.2020 SRF 1 Der Clan der Tiere – Kaiserpinguine – Penguins (5)
Bei klirrender Kälte und beissenden Winden müssen sich Männchen und Weibchen annähern, sich paaren, das Ei erfolgreich ausbrüten und in weiterer Folge alles daransetzen, den Nachwuchs weiter durchzubringen. Nur durch elterliche Zusammenarbeit können die Küken die rauen Bedingungen überstehen.Atka-Bucht, Antarktis: Hier treffen jedes Jahr im Herbst Tausende Kaiserpinguine zusammen, um sich zu paaren. Jeder einzelne der flugunfähigen Seevögel will den perfekten Partner finden. Denn die Tiere gehen zur Aufzucht ihres Nachwuchses ein aussergewöhnliches Bündnis ein. Gemeinsam sorgen sie sich zuerst um das wertvolle Ei, um danach – wieder zu zweit – die Versorgung ihres Kükens zu übernehmen. Nachdem das Kaiserpinguinweibchen ein Ei gelegt hat, übergibt es dieses dem angehenden Vater, der es in seiner Bauchtasche wärmt. Allein die Übergabe ist eine riesige Herausforderung. Denn wenn das Ei zu lange auf dem kalten Untergrund liegt, friert es ein, und das Küken hat keine Überlebenschance mehr. Ist das Küken geschlüpft, müssen die Elterntiere abwechselnd Nahrung heranschaffen. Bevor das Eis in der Atka-Bucht im nächsten Frühjahr wieder schmilzt, bietet es zwar einen soliden Untergrund für die Aufzucht. Aber Futter gibt es hier nicht. Und so müssen sich die Pinguine abwechselnd ans offene Meer begeben, in diesem Fall ist es nicht weniger als 20 Kilometer weit entfernt. (Text: SRF) Clay Regazzoni – Leben am Limit
Clay Regazzoni ist der erfolgreichste Schweizer Formel-1-Fahrer der Geschichte. Der Vizeweltmeister von 1974 kam am 15. Dezember 2006 bei einem Autounfall auf tragische Weise ums Leben. Der Film zeigt den Werdegang des aus einfachen Verhältnissen stammenden Karosseriesattlers an die Spitze der Formel 1. Ein Schicksalsschlag während der Rennsaison 1980 ändert sein Leben. Beim Grossen Preis der USA West in Long Beach prallt er mit seinem Boliden ungebremst in eine Betonmauer. Die Folge: Querschnittlähmung. Regazzoni kämpft sich zurück ins Leben und setzt sich nach seinem tragischen Unfall für die Rechte der Behinderten im Alltag ein. (Text: SRF)Coca-Cola und das Plastikproblem
Die Getränkeindustrie stellt jedes Jahr 470 Milliarden Plastikflaschen her, von denen die meisten nur einmal verwendet und dann weggeworfen werden. Coca-Cola setzte sich in einer neuen Kampagne ehrgeizige Ziele, um die Umweltverschmutzung durch Plastikflaschen zu vermeiden. Doch das Unternehmen hat seine eigenen Ziele zur Verringerung von Plastikmüll schon oft verfehlt. Wird es also dieses Mal anders sein? In diesem Film wird Coca-Colas «Eine Welt ohne Müll»-Strategie unter die Lupe genommen.In den 1950er-Jahren wurde Coca-Cola ausschliesslich in Glasflaschen verkauft, die das Unternehmen sammelte, wusch und wieder befüllte. Doch dann begann Coca-Cola, Mehrwegflaschen durch Einmal-Plastikflaschen zu ersetzen – ein Trend, der bis heute anhält. Nun verspricht Coca-Cola, Plastikmüll zu verringern, indem es seine Verpackungen zu 100 Prozent recycelbar macht, bis 2030 für jede Flasche oder Dose, die verkauft wird, eine zu sammeln, um zu recyceln – und zwar unabhängig davon, wo sie herkommt – und seine Flaschen zu 50 Prozent aus recyceltem Plastik herzustellen. Kritikerinnen und Kritiker argumentieren jedoch, dass dieser Plan, der ausschliesslich auf Recycling basiert, das Problem nicht lösen wird, und dass wiederbefüllbare Flaschen die beste Lösung sind, da sie die Menge des anfallenden Plastiks reduzieren und so die Abfallsysteme entlasten. Kann der weltgrösste Hersteller von Erfrischungsgetränken angesichts des dringenden Handlungsbedarfs bei der Bewältigung des Problems wirklich eine Trendwende beim Plastikmüll herbeiführen? (Text: SRF) Original-TV-Premiere So. 15.05.2022 SRF 1 Cold Cases Schweiz – Ungeklärte politische Kriminalfälle
Tod im Jura – Der Fall Flükiger Rudolf Flükiger, 21-jähriger Bauernsohn aus Jegenstorf BE, absolviert im Herbst 1977 im Jura die Unteroffiziersschule – nach einem nächtlichen Orientierungslauf wird er vermisst. «HG zerriss den Unteroffizier!», lautet eine Schlagzeile, und dann: «Höchstwahrscheinlich Selbstmord». An dieser offiziellen Sicht gibt es bis heute Zweifel.Das Verschwinden des Tessiner Terroristen – Der Fall Breguet Der Gymnasiast aus Minusio TI Bruno Breguet hatte sich Ende der 1960er-Jahre im Zug des Nahost-Konflikts radikalisiert und wollte für die palästinensische Terrororganisation PFLP in Israel einen Bombenanschlag verüben. Später schliesst er sich der Gruppe des bekannten Terroristen «Carlos» an. 1991 wird er Agent des CIA. 1995 besteigt er eine Fähre – und verschwindet spurlos. Verdacht Judenhass – Der Fall Grünbaum Rabbiner Abraham Grünbaum hatte als Kind den Holocaust überlebt, in Israel eine neue Heimat gefunden, und mit 70 Jahren wurde er an einem Sommerabend im Juni 2001 mitten in Zürich erschossen. Der Täter konnte flüchten. Wurde der Rabbi getötet, weil er als Jude erkennbar war? Beweise dafür fehlen, doch bleibt es die wahrscheinlichste Hypothese für ein Motiv. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Do. 08.02.2024 SRF 1 Colin Kaepernick
Original-TV-Premiere Mi. 20.11.2019 SRF 1 Das Comeback der Kamele – Die Götter der Anden
Schon seit Langem sind die höckerlosen Kamele ein Symbol für Südamerika. Das Lama und seine domestizierten oder wilden Vettern – Alpaka, Vikunja und Guanako – haben ausserordentliche Anpassungsfähigkeiten bewiesen. Dünne Luft und extreme Trockenheit machen ihnen nichts aus. Den Inka waren sie sogar heilig. Wie auch Trampeltier und Dromedar durchlebten sie im 20. Jahrhundert schwierige Zeiten. Durch die Konkurrenz des Autos und den Bedarf an Fleisch und Wolle wurden sie fast ausgerottet.Wie ihre Vettern sind aber auch sie wieder im Kommen und erobern sich ihren Platz in den Gesellschaften der Andenvölker zurück. Aber nicht nur dort: Alpakas und Vikunjas erobern die ganze Welt. Alpakawolle wird nun industriell produziert, und die Haare von Vikunjas, die feinsten Tierhaare überhaupt, sind in der Haute Couture äusserst begehrt. Eine Reise nach Südamerika, durch Peru, Chile und entlang der Anden – auf den Spuren der Götter der Anden. (Text: SRF) Das Comeback der Kamele – Die zweihöckrigen Überlebenskünstler
Trampeltiere kommen mit allem klar: mit Eiseskälte, sengender Hitze, extremer Trockenheit und sogar Salzwasser. Selbst in der unwirtlichsten Wüste der Erde sind manche dieser Tiere heimisch. Seit mehr als 4000 Jahren sichern die domestizierten Kamele Überleben und Handel. Ohne sie wäre die Seidenstrasse, die über 1500 Jahre lang Orient und Okzident verband, undenkbar gewesen.Obwohl sie zahlreichen Zivilisationen treue Dienste geleistet hatten, wendeten sich die Menschen nach und nach von ihnen ab. Nach mehreren Jahrzehnten der Gleichgültigkeit wird ihnen nun erneut Aufmerksamkeit geschenkt. Die Menschheit entdeckt ihre Vorzüge wieder, und somit erobern sie sich ihren Platz in der Welt von heute zurück. Die verbliebenen wilden Trampeltiere stehen in der Wüste Gobi mittlerweile unter Schutz. Wissenschaftler erforschen ihre geheimnisvollen Höcker und ihre Wolle und Milch bilden die Grundlage für ganz neue Wirtschaftszweige. Mit ihren feinen Haaren machen sie Kaschmir und Schafwolle Konkurrenz, und ihre Milch ist nicht nur äusserst nahrhaft, sondern hat auch anerkannte therapeutische Eigenschaften. Und dank der bei jungen Mongolen neu geweckten Begeisterung ist auch ein Fortbestehen der Tradition der Steppennomaden gesichert. (Text: SRF) Das Comeback der Kamele – Wüstenschiffe auf Überholspur
Dromedare – an ihrem einen, markanten Höcker zu erkennen – ermöglichen Nomadenstämmen seit 4000 Jahren ein Leben in unwirtlichen Wüstengegenden. Sie dienen dem Menschen als Reit- und Lasttier und versorgen ihn mit Fleisch, Milch und Wolle. Obwohl heute viele Nomaden sesshaft und immer mehr Karawanen durch Fahrzeuge abgelöst werden, sind Dromedare wieder im Kommen. Ihre besonderen Eigenschaften lassen ganz neue Wirtschaftszweige entstehen: Dromedarfarmen zur Milchproduktion und sogar Käsereien.Kamelrennen lösen in allen Gesellschaftsschichten Begeisterungsstürme aus und machen klassischen Pferderennen Konkurrenz. Mithilfe von Spitzentechnologie werden einzelne Rassen hochgezüchtet, aber auch „ehrgeizige“ Kreuzungen gewagt. Trotz dieser Modernisierung sehen die Menschen in ihnen immer noch etwas fast Mystisches und begehen zahlreiche Feste zu ihren Ehren. Eine Reise nach Tunesien, Saudi-Arabien, in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Indien – auf den Spuren der Wüstenschiffe. (Text: SRF) Corona-Vorsorge: Mangelhaft
Wie das Virus seinen Weg ins Pflegeheim Aergera im Kanton Fribourg fand, weiss niemand. Noch schlimmer aber war, dass es sich unerkannt ausbreiten konnte. Jeder dritte Bewohner steckte sich an. «Zu Beginn der Krise hatten wir zu wenige Tests und Masken», sagt Heimleiter Daniel Corpataux.Warum wurde die Bundesreserve an Hygienemasken nach der Schweinegrippe nicht mehr aufgestockt? Und wieso war das Pflichtlager für Atemschutzmasken fürs Gesundheitswesen viel zu klein für einen Pandemiefall? «DOK» hat die Protokolle der Pandemievorsorge ausgewertet. Sie dokumentieren, wie die Verantwortung zwischen Beamten und Wirtschaftsvertreterinnen hin- und hergeschoben wird. Ein Behördenkrimi, der zeigt, wie Spardruck und der Glaube an den freien Markt das Denken und Handeln bestimmen. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Do. 10.09.2020 SRF 1 Costa Rica – Paradies zwischen zwei Ozeanen
Alvaró Araya wusste diesen Reichtum schon als Kind zu nutzen. Heute wie damals erntet er eine seltene und sehr nahrhafte Palmenfrucht: Pejibaye. Daraus lässt sich so ziemlich alles machen: Brot, Kuchen, Saft, sogar Eis.Brüllaffen sind eine leichte Beute für Wilderer, die die Jungtiere fangen und verkaufen. Kann die Polizei das verhindern und die Tiere retten, bittet sie Enka Garcia um Hilfe. Die engagierte Biologin päppelt vor allem Babys auf und versucht, eine Adoptiv-Affenmutter für sie zu finden. In San José einen Brief zuzustellen, ist eine echte Herausforderung. Manche Adressen haben weder Strassennamen noch Hausnummern. «An der Ecke hinter dem Friedhof, wo früher der Hotdogverkäufer stand» steht dann auf den Briefen. Der Postbote Andres Madrigal liest seine Adressen täglich wie Schatzkarten. Etwa 600 Strände hat Costa Rica. Einige davon sind menschenleer, aber nicht ganz ungefährlich. Jedes Jahr ertrinken 150 Menschen in den Wellen. Daniela Fernandez quält sich, damit diese Zahl abnimmt. Die 18-Jährige möchte Rettungsschwimmerin werden. Ihr Lehrer hat den Ruf, besonders streng zu sein. Wer schwache Leistung zeigt, fällt durch. (Text: SRF) Cowboys
«Mein Büro», witzelt ein Cowboy, «ist so gross wie der Staat Rhode Island» – also wie der Kanton Tessin. Auf dieser riesigen Fläche weiden die 8000 Rinder der Babbitt Ranches. Trotz solcher Zahlen hat das nichts mit Massentierhaltung im heutigen Sinn zu tun. Die Kühe, Stiere und Kälber führen ein weitgehend freies Leben in den Prärien Arizonas. Gehütet von einem Dutzend Cowboys, ziehen sie den Jahreszeiten entsprechend immer dorthin, wo es genügend Gras und Wasser gibt.Die Regisseure John Langmore und Bud Force waren selbst ursprünglich Cowboys. In ihrem wunderbaren Film zeigen sie das Leben ihrer früheren Berufskollegen von seiner schönsten Seite – wie auch in seinen schwierigen und traurigen Momenten. Auch im 21. Jahrhundert spüren Cowboys die ewige Sehnsucht nach Freiheit und Weite, wie sie in den Spielfilmen zur Genüge abgehandelt worden ist. Aber sie müssen auch ganz alltägliche Probleme bewältigen: Wie erledige ich den Wocheneinkauf, und wo bringe ich meine Kinder zur Schule? Der grosse Verdienst dieses Films ist es, neben den traumhaft schönen Seiten des Cowboylebens auch die Schattenseiten zu zeigen. Die unaufdringliche Kamera schafft eine grosse Nähe zu den Protagonisten. Da ist zum Beispiel Jeff, der zwei seiner Kinder verloren hat und kaum darüber hinweggekommen ist. Oder der alte Boots, der schon in den 50er-Jahren im Sattel sass und heute mit seinem Leben als Pensionierter hadert, aber dessen Augen immer noch leuchten, wenn er von früher erzählt. «Es ist», sagt die Cowboy-Frau Marcia, «ein Privileg, hier zu sein. Aber es hat auch seinen Preis.» (Text: SRF) Original-TV-Premiere Mo. 19.04.2021 SRF 1 Crans-Montana – Weiterleben nach der Brandkatastrophe
Kerzen für die Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana.Bild: ZDF und SRF, RTSAlles deutet darauf hin, dass die Tragödie hätte verhindert werden können. Die anfängliche Fassungslosigkeit wich schnell der Wut. Dieser Film begleitet Familien, die sich in grosser Ungewissheit über das Überleben ihrer Kinder befanden. Einige müssen nun ihr ganzes Leben neu organisieren, um die Behandlung ihres Kindes in einem weit von ihrem Wohnort entfernten Spital so gut wie möglich zu begleiten. Während der Rechtsstreit gerade erst begonnen hat, sind die psychologischen Auswirkungen bereits immens. (Text: SRF)Original-TV-Premiere Mo. 02.02.2026 SRF 1 Cryptoqueen – Der Milliardenbetrug von Ruja Ignatova
Bitcoin, Ethereum, Tether, Binance, Ripple – in den letzten Jahren kamen zahlreiche Cryptowährungen auf den Markt. Eine von ihnen: OneCoin. 2014 kreierte Ruja Ignatova – eine promovierte Juristin und ehemalige McKinsey-Beraterin – das digitale Zahlungsmittel gemeinsam mit dem schwedischen Unternehmer Sebastian Greenwood. Mit durchschlagendem Erfolg: Innerhalb weniger Monate gelang es den beiden, Tausende, später gar Millionen, Investorinnen und Investoren weltweit von ihrem Geschäftsmodell zu überzeugen. Ignatova wurde von den Medien als «Cryptoqueen» und «Bitcoin-Killerin» gefeiert; «OneCoin»-Veranstaltungen glichen Rock-Konzerten, füllten sogar das Wembley-Stadion in London.Doch die glamouröse Fassade begann zunehmend zu bröckeln: Kritische Stimmen wurden laut, Behörden verschiedenerer Staaten nahmen Ignatova und Greenwood ins Visier. Denn was aussah wie eine einzigartige Erfolgsgeschichte, war in Wahrheit ein ausgeklügeltes Schneeballsystem. Während einige wenige Menschen damit Millionengewinne erzielten, verloren die meisten Investorinnen und Investoren ihr Geld – viele davon Kleinanleger. Für «Cryptoqueen – Der Milliardenbetrug von Ruja Ignatova» hat Filmemacher Johan von Mirbach diese Menschen getroffen: Einen deutschen Rentner, der auf finanzielle Sicherheit hoffte. Einen jungen ugandischen Studenten, der seiner Mutter erklären musste, dass von dem Geld, das seine Familie über Jahre angespart hatte, nichts mehr übrig war. Von Mirbach konnte auch mit Menschen sprechen, die Ruja Ignatova auf ihrem Weg an die Spitze begleitet haben. Asdis Ran stammt ursprünglich aus Island, lebt in Bulgarien und ist dort als Model, Influencerin und Reality-TV-Star bekannt. Sie öffnete Ignatova die Türen zu bulgarischen Polit- und Unternehmerkreisen. Und sie erlebte mit, wie ihre einstige Freundin von einem Tag auf den anderen spurlos verschwand. «Ich spürte, dass sie sich Sorgen machte», erinnert Asdis Ran sich an die letzten Monate, die sie mit Ignatova verbrachte. «Sie investierte mehr in ihre Sicherheit; stellte mehr Bodyguards an. Sie hatte Angst. Ich hatte den Eindruck, dass sie um ihr Leben fürchtete.» Seit Oktober 2017 fehlt von Ruja Ignatova jede Spur. Manche vermuten sie in Dubai, andere fragen sich, ob ihr Milliardenbetrug sie letztlich das Leben gekostet hat. Ruja Ignatova wurde 1980 in Bulgarien geboren und wuchs ab ihrem neunten Lebensjahr in Schramberg auf, einem Städtchen in Baden-Württemberg. Ihre Eltern hatten sich dort nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ein neues Leben aufgebaut. Schon während der Schulzeit machte Ignatova dank ihrer Intelligenz und ihres Ehrgeizes auf sich aufmerksam. Wie wurde aus dem klugen, ambitionierten Mädchen eine Frau, die heute gemeinsam mit Mördern, Mafiabossen und Drogenbaronen an der Spitze internationaler Fahndungslisten steht? (Text: SRF) Schweizer TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 12.05.2024Dabu Fantastic – Ein Schweizer Musiker geht all in
Musik-Dok: Dabu Fantastic Dabu Fantastic-Frontmann Dabu Bucher.Bild: SRF/Madcom«Es gab Zeiten, da dachte ich, jetzt löst sich diese Band auf», erinnert sich Frontmann Dabu Bucher in der Doku von Ivo Amarilli. Der Filmemacher begleitete Bucher, die Band und den Prozess auf dem Weg zum Album «Ciao Baby, Ciao» sehr nahe. Dabei entstanden Einblicke in das Bandleben einer Schweizer Band, wie man sie bisher wohl kaum je gesehen hat.Bucher verliebt sich, bricht aus bestehenden Gefügen aus und zieht zu seiner neuen Liebe nach Bern. Dies beeinflusst den Prozess und Fokus des geplanten Albums massgeblich und verunsichert das Umfeld des Musikers. Erste Demos, die auf den letzten Drücker kommen, stossen bei Label und Management zuerst auf wenig Begeisterung. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Do. 13.06.2024 SRF zwei Dahinden vor 500 Jahren (1)
Sabine Dahinden lernt in Folge 1 den Ritter Sir Angus de Brun kennen. Ihm steht sie am Mittelalterspektakel in Hinwil ZH als Knappe zu Diensten, kümmert sich um das Pferd und reicht im Kampf das Schwert und die Lanze. Keine leichte Aufgabe: Zuvor reiste Sabine Dahinden eigens nach Deutschland, um im Training der Mittelalter-Schaukampf-Truppe ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.Was wäre ein echter Ritter ohne Rüstung? In der Schweiz gibt es eine einzige Schmiedin, welche solche Rüstungen herstellt: Franziska Kiefer. Sabine Dahinden lässt sich von der 24-jährigen Bernerin einführen in die Geheimnisse des Rüstungsschmiedens und packt bei glühenden Temperaturen beherzt mit an. Hat sich ein Ritter im Mittelalter verletzt, so musste er sich auf ziemlich gewagte Heilmethoden gefasst machen: Zu der Zeit um 1517 war man überzeugt, dass Leichenteile eine speziell heilende Wirkung hätten. Sabine Dahinden trifft im pharmazeutischen Museum Basel die Historikerin Janine Kopp. Sie hat sich mit dem makabren Thema eingehend befasst und zeigt Sabine Dahinden echtes Menschenfleisch. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Fr. 21.07.2017 SRF 1 Dahinden vor 500 Jahren (2)
Eine Burg zu bauen war mit den technischen Voraussetzungen vor 500 Jahren eine wahre Meisterleistung. Im österreichischen Friesach entsteht zurzeit eine solche mittelalterliche Burg, gebaut mit Werkzeugen und Materialien wie damals. Sabine Dahinden reist nach Kärnten und spürt am eigenen Körper, was es für die Menschen damals hiess, ohne Hilfe von Strom und Maschinen und in mühsamer (Fron-)Arbeit an einer Burg zu bauen.Die Transportmöglichkeiten im Mittelalter waren relativ beschränkt. Die Strassen und Wege häufig schlecht ausgebaut, grosse Mengen an Waren wurden deshalb zu Wasser transportiert. Ein wichtiges, aber gefährliches Transportmittel war bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts hinein das Floss: Baumstämme wurden ans Wasser geschleift, zusammen gebunden und in bis zu 120 Tonnen schweren Flössen flussabwärts geleitet. Sabine Dahinden trifft am Rhein bei Leibstadt auf Captain JC, der sich der Flösserei verschrieben hat, und sie in dieses so aufregende wie gefährliche Handwerk einführt. Die Hexenverfolgung ist ein äusserst düsteres Kapitel. Bis ins 18. Jahrhundert wurden schweizweit vor allem Frauen der Hexerei beschuldigt und hingerichtet. Daran änderte auch die Reformation nichts – es kam weiterhin zu Hexenverfolgungen. Hexen gibt es auch heute noch. Geschätzte 3000 Personen bezeichnen sich in der Schweiz als Hexen. Sabine Dahinden trifft Wicca Meier. Seit Jahrzehnten befasst sie sich mit der Religion der „Wicca“ und hat ihr Leben gänzlich den Hexen verschrieben. Zusammen mit ihr feiert Sabine Walpurigsnacht – auch Beltane genannt – und versucht sich in der Kunst des Handlesens. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Fr. 28.07.2017 SRF 1 Dahinden vor 500 Jahren (3)
Zum 500-jährigen Reformationsjubiläum wird im Grossmünster in Zürich ein Mysterienspiel rund um Zwinglis Leben aufgeführt. Sabine Dahinden hat an einem Casting teilgenommen und den Regisseur Volker Hesse überzeugt: Sie ergatterte sich eine kleine Rolle, probt fleissig mit den anderen Schauspielern und taucht ein in die Welt rund um den Zürcher Reformator Ulrich Zwingli.Sabine Dahinden reist auch nach Wildhaus ins Toggenburg, wo Zwingli 1484 geboren wurde. Rund um Wildhaus finden dieses Jahr zahlreiche Aktivitäten statt: Zum Beispiel wird gerade neben Zwinglis Geburtshaus ein Pflanzgarten angelegt – Sabine Dahinden hilft mit, wenn die 500 Jahre alten Pflanzensorten gepflanzt werden. Ausserdem begibt sie sich sprichwörtlich auf Zwinglis Spuren und wandert mit Toggenburger Schülern, die sich zum Reformationsjubiläum eingehend mit ihrem prominenten Vorfahren beschäftigen, auf den Chäserrugg. Hoch über Wildhaus erfährt sie, wie der Reformator auch heute die Region noch prägt und wie sein Geist dort auch fünf Jahrhunderte später noch spürbar ist. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Fr. 04.08.2017 SRF 1 David und ich – 29 Jahre unschuldig im Knast
Ray Klonsky stammt aus einer mittelständischen, jüdisch-italienischen Familie aus Toronto. Als sich ihr Schicksal kreuzt, entsteht eine Freundschaft, die das Leben von beiden für immer verändert. Ray findet in David den älteren Bruder, den er nie hatte, als er aufwuchs, und für David ist Ray ein Fenster zur Aussenwelt, welche er selbst nicht erleben kann.Ray ist beeindruckt von Davids Wille, sich vom US-amerikanischen Justizsystem, durch das er unschuldig im Knast sitzt, nicht zerstören und nicht brechen zu lassen. Er stellt ein Team von Menschen zusammen, das nach neuen Beweismitteln sucht, um ihn zu entlasten und seine Unschuld zu beweisen. Obschon das Team viele neue Beweise findet, welche David entlasten oder ihm zumindest einen neuen Prozess ermöglichen sollte, werden Ray und seinem Team laufend neue Steine in den Weg gelegt – von einem System, das falsche Urteile nur schwer aufhebt. In den USA werden immer wieder falsche Urteile publik. Regelmässig müssen Menschen aus den Gefängnissen entlassen werden, weil nachträglich bekannt wurde, dass das Urteil nicht korrekt ist und die Verurteilten unschuldig sind. Zudem wurden in den USA schon mehrere Menschen hingerichtet – erst im Nachhinein wurde ihre Unschuld bewiesen. Die Gründe für diese Fehlurteile liegen meist in rassistischer Grundhaltung der Ermittler und in schlampiger Polizeiarbeit. Der Film „David und ich“ wühlt auf, geht unter die Haut. Und er zeigt, wie weit eine Freundschaft gehen kann. Eine Freundschaft zwischen zwei ungleichen Männern, David und Ray, die für die gleiche Sache kämpfen: für Gerechtigkeit und Wahrheit. (Text: SRF)
zurückweiter
Erhalte Neuigkeiten zu SRF DOK direkt auf dein Handy. Kostenlos per App-Benachrichtigung. Kostenlos mit der fernsehserien.de App.
Alle Neuigkeiten zu SRF DOK und weiteren Serien
deiner Liste findest du in deinem
persönlichen Feed.
