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Dahinden vor 500 Jahren (2)
Eine Burg zu bauen war mit den technischen Voraussetzungen vor 500 Jahren eine wahre Meisterleistung. Im österreichischen Friesach entsteht zurzeit eine solche mittelalterliche Burg, gebaut mit Werkzeugen und Materialien wie damals. Sabine Dahinden reist nach Kärnten und spürt am eigenen Körper, was es für die Menschen damals hiess, ohne Hilfe von Strom und Maschinen und in mühsamer (Fron-)Arbeit an einer Burg zu bauen.Die Transportmöglichkeiten im Mittelalter waren relativ beschränkt. Die Strassen und Wege häufig schlecht ausgebaut, grosse Mengen an Waren wurden deshalb zu Wasser transportiert. Ein wichtiges, aber gefährliches Transportmittel war bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts hinein das Floss: Baumstämme wurden ans Wasser geschleift, zusammen gebunden und in bis zu 120 Tonnen schweren Flössen flussabwärts geleitet. Sabine Dahinden trifft am Rhein bei Leibstadt auf Captain JC, der sich der Flösserei verschrieben hat, und sie in dieses so aufregende wie gefährliche Handwerk einführt. Die Hexenverfolgung ist ein äusserst düsteres Kapitel. Bis ins 18. Jahrhundert wurden schweizweit vor allem Frauen der Hexerei beschuldigt und hingerichtet. Daran änderte auch die Reformation nichts – es kam weiterhin zu Hexenverfolgungen. Hexen gibt es auch heute noch. Geschätzte 3000 Personen bezeichnen sich in der Schweiz als Hexen. Sabine Dahinden trifft Wicca Meier. Seit Jahrzehnten befasst sie sich mit der Religion der „Wicca“ und hat ihr Leben gänzlich den Hexen verschrieben. Zusammen mit ihr feiert Sabine Walpurigsnacht – auch Beltane genannt – und versucht sich in der Kunst des Handlesens. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Fr. 28.07.2017 SRF 1 Dahinden vor 500 Jahren (3)
Zum 500-jährigen Reformationsjubiläum wird im Grossmünster in Zürich ein Mysterienspiel rund um Zwinglis Leben aufgeführt. Sabine Dahinden hat an einem Casting teilgenommen und den Regisseur Volker Hesse überzeugt: Sie ergatterte sich eine kleine Rolle, probt fleissig mit den anderen Schauspielern und taucht ein in die Welt rund um den Zürcher Reformator Ulrich Zwingli.Sabine Dahinden reist auch nach Wildhaus ins Toggenburg, wo Zwingli 1484 geboren wurde. Rund um Wildhaus finden dieses Jahr zahlreiche Aktivitäten statt: Zum Beispiel wird gerade neben Zwinglis Geburtshaus ein Pflanzgarten angelegt – Sabine Dahinden hilft mit, wenn die 500 Jahre alten Pflanzensorten gepflanzt werden. Ausserdem begibt sie sich sprichwörtlich auf Zwinglis Spuren und wandert mit Toggenburger Schülern, die sich zum Reformationsjubiläum eingehend mit ihrem prominenten Vorfahren beschäftigen, auf den Chäserrugg. Hoch über Wildhaus erfährt sie, wie der Reformator auch heute die Region noch prägt und wie sein Geist dort auch fünf Jahrhunderte später noch spürbar ist. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Fr. 04.08.2017 SRF 1 David und ich – 29 Jahre unschuldig im Knast
Ray Klonsky stammt aus einer mittelständischen, jüdisch-italienischen Familie aus Toronto. Als sich ihr Schicksal kreuzt, entsteht eine Freundschaft, die das Leben von beiden für immer verändert. Ray findet in David den älteren Bruder, den er nie hatte, als er aufwuchs, und für David ist Ray ein Fenster zur Aussenwelt, welche er selbst nicht erleben kann.Ray ist beeindruckt von Davids Wille, sich vom US-amerikanischen Justizsystem, durch das er unschuldig im Knast sitzt, nicht zerstören und nicht brechen zu lassen. Er stellt ein Team von Menschen zusammen, das nach neuen Beweismitteln sucht, um ihn zu entlasten und seine Unschuld zu beweisen. Obschon das Team viele neue Beweise findet, welche David entlasten oder ihm zumindest einen neuen Prozess ermöglichen sollte, werden Ray und seinem Team laufend neue Steine in den Weg gelegt – von einem System, das falsche Urteile nur schwer aufhebt. In den USA werden immer wieder falsche Urteile publik. Regelmässig müssen Menschen aus den Gefängnissen entlassen werden, weil nachträglich bekannt wurde, dass das Urteil nicht korrekt ist und die Verurteilten unschuldig sind. Zudem wurden in den USA schon mehrere Menschen hingerichtet – erst im Nachhinein wurde ihre Unschuld bewiesen. Die Gründe für diese Fehlurteile liegen meist in rassistischer Grundhaltung der Ermittler und in schlampiger Polizeiarbeit. Der Film „David und ich“ wühlt auf, geht unter die Haut. Und er zeigt, wie weit eine Freundschaft gehen kann. Eine Freundschaft zwischen zwei ungleichen Männern, David und Ray, die für die gleiche Sache kämpfen: für Gerechtigkeit und Wahrheit. (Text: SRF) Die DC-3-Story – Das Flugzeug, das die Welt verändert hat
Im Zweiten Weltkrieg war die DC-3 am Erfolg der Normandie-Invasion 1944 beteiligt. Sie flog alliierte Fallschirmspringer hinter die deutschen Linien und versorgte sie. Aussergewöhnlich ist der Bau brandneuer Motoren aus uralten Ersatzteilen, die schon im Jahr 1944 produziert wurden, aber noch keine Minute Flugzeit auf der Uhr haben. Dieses kleine Wunder ist bei der DC-3 aufgrund des hohen Lagerbestands militärischer Ersatzteile möglich.Der Film begleitet den Schweizer Unternehmer Hugo Mathys in seiner silbernen Swissair DC-3 aus den 1940er-Jahren beim Flug über die Alpen. Mathys stiess per Zufall auf diese fliegende Schönheit, als sie nach Dubai verkauft werden sollte, um dort ein Autobahnkreuz zu schmücken. Er rettete die Old Lady und liess sie bei den Basler-Werken in Oshkosh für viel Geld originalgetreu restaurieren. Die Basler-Werke in den USA haben sich darauf spezialisiert, aus alten DC-3-Rümpfen neue Flugzeuge herzustellen und sie mit einem modernen Cockpit sowie einem Turboantrieb auszurüsten. Basler macht aus 80-jährigen Oldtimern Hightech-Flieger, die in extremen Gegenden ausser Konkurrenz in ein zweites Leben fliegen: kein Flugzeug unserer Tage kann es mit ihren Fähigkeiten und ihrer Robustheit aufnehmen. (Text: SRF) Original-TV-Premiere SRF 1 Deep Fake Porno – Mein Gesicht auf fremdem Körper
SRF DOK Deep Fake Porno – Mein Gesicht auf fremdem Körper Deepfakes können relativ einfach hergestellt werden. Es reichen schon ein paar Fotos aus den sozialen Medien, was bedeutet, dass fast alle Opfer von Deepfakes werden können.Bild: SRFDeepfakes sind falsche, aber täuschend echte Medieninhalte, die mittels künstlicher Intelligenz relativ einfach und schnell hergestellt werden können. Es lassen sich zum Beispiel Gesichter auf fremde Körper setzen und dazu werden lediglich ein paar Ferienfotos aus den sozialen Medien benötigt. Diese manipulierten Videos sind nur schwer oder gar nicht von echten Inhalten zu unterscheiden.90 Prozent der Deepfakes im Internet sind pornografische Inhalte von Frauen ohne deren Einverständnis. So passierte es auch der 23-jährigen Maschinenbaustudentin Taylor, die eines Tages pornografische Inhalte von sich selbst im Internet entdeckt – ohne diese jemals hergestellt zu haben. Ein klassischer Fall von Deepfake. Diese falschen Videos haben reale Konsequenzen für die betroffenen Personen. Die eigentlich klare Grenzüberschreitung wird von Polizei und Justiz aber noch nicht wirklich anerkannt und oft werden die Schäden bagatellisiert. Auch die Rechtslage hinkt noch hinterher, denn kein Gesetz greift wirklich im Falle von Deepfakes. Der Kampf gegen Deepfakes scheint fast aussichtlos – auf juristischer und technischer Ebene. Denn Videos, die einmal online sind, sind nur schwer wieder zu entfernen. Zudem verdoppelt sich die Zahl der Deepfakes alle sechs Monate. Dieser selbstreferentielle «DOK» untersucht anhand konkreter Fälle die Problematiken rundum Deepfakes: Die juristisch blinden Flecken, die psychologischen Folgen für die Betroffenen und die soziologischen Umstände, die das Entstehen von Deepfakes überhaupt möglich machen. Darüber hinaus verwendet der Film selber die Technik des Deepfakes, um die Opfer im Film zu schützen. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Do. 21.11.2024 SRF 1 Dein Gesicht gehört uns – Die Gefahr automatischer Gesichtserkennung
Neue Technologien durchdringen unser Leben, zum Guten und manchmal auch zum Schlechten. Jaime Ramirez ist Leiter der Abteilung für Ermittlungen mithilfe künstlicher Intelligenz bei der Polizei von Miami – eine der Behörden, die bereits jetzt intensiv mit Gesichtserkennungssoftware arbeitet: «Wir bekommen ein Foto einer bestimmten Person», erklärt er, «lassen es durch das Programm laufen und dieses liefert uns Bilder, die diesem Foto ähnlich sehen.» Einen mutmasslichen Täter oder eine mutmassliche Täterin zu identifizieren, dauere so nicht wie früher Tage, Wochen oder Monate, sondern im Idealfall nur wenige Sekunden.Das Programm, das die Polizei von Miami – sowie hunderte andere Polizeistationen in den USA – für die Gesichtserkennung einsetzt, wurde von einem Unternehmen namens Clearview AI entwickelt. Der Gründer Hoan Ton-That gilt als brillanter Programmierer. Kritikerinnen und Kritiker werfen ihm vor, Kontakte zu rechtsextremen Kreisen in den USA zu pflegen. Der Hauptvorwurf richtet sich jedoch gegen die Datenbank, auf der die Software von Clearview basiert: Sie enthält Milliarden von Fotos aus unterschiedlichsten Quellen, darunter Zeitungsartikel, Firmenwebseiten und persönliche Profile auf Social Media-Plattformen wie LinkedIn, Twitter oder Instagram. Hoan Ton-That betont, dass es sich dabei ausschliesslich um öffentlich zugängliche Bilder handle und es Clearview deshalb erlaubt sei, sie zu sammeln. In den meisten US-Bundesstaaten verstösst diese Praxis tatsächlich nicht gegen das Gesetz – in der EU hingegen schon. Clearview AI hat deshalb mit verschiedenen Klagen zu kämpfen. Die Kritik an Clearview kommt vor allem vonseiten von Datenschutzexpertinnen und Menschenrechtsaktivisten. Auch zahlreiche NGOs prangern an, dass die Verwendung von Gesichtserkennungstechnologie nicht der Sicherheit im öffentlichen Raum diene, sondern der Einschüchterung der Bevölkerung. Und dies nicht nur in den USA: Neben China als bekanntestes Beispiel setzen auch andere autoritäre Regime auf modernste Überwachungstechnologien. Was also ist wichtiger: das Potenzial, Verbrechen häufiger und schneller aufklären zu können oder das Recht auf Privatsphäre? (Text: SRF) Original-TV-Premiere So. 01.10.2023 SRF 1 Dem Esel auf der Spur
Sei es für Wüstendurchquerungen mit Karawanen, die Errichtung der Pyramiden oder den Bau der Chinesischen Mauer – der Mensch macht sich den Esel seit Urzeiten zunutze. Und das weltweit: Bis heute gibt es kein Land, in dem der Esel nicht zu finden wäre. Überall dort, wo motorisierte Fahrzeuge nicht hinkommen und Menschen ohne die Hilfe von Maschinen arbeiten müssen, sind Esel als Nutztiere heute noch von essenzieller Bedeutung. Um die besondere Beziehung zwischen Mensch und Esel besser zu verstehen, begeben sich Forscher auf die Spur des Tieres und reisen dabei in der Evolutionskette zurück bis zu seinen wilden Vorfahren.Die wenigen Wildesel, die heute noch leben, sind vom Aussterben bedroht. Ihr Lebensraum ist die Danakil-Senke in Ostafrika, eine der trockensten Wüsten der Erde, wo fortwährend mindestens 46 Grad Celsius herrschen. In der Wüste geboren und von ihren extremen klimatischen Bedingungen geprägt, hat der Esel Sinne entwickelt, die es ihm ermöglichen, in der rauen und feindlichen Umgebung zu überleben. (Text: SRF) Dem Rechtsruck auf der Spur – Eine Zeitung sucht Antworten
Der Autor Frank Zintner rückt drei Journalisten der «Sächsischen Zeitung» ins Zentrum seines Films und begleitet diese über einen längeren Zeitraum bei ihren Recherchen. Die Reporter Andreas Weller, Ulrich Wolf und Tobias Wolf treffen auf AfD-Politiker und -Insider und berichten über die aktuellen Entwicklungen im Wahlkampf in Sachsen. Auch bei Pegida- und Neonazi-Aufmärschen sowie in Bautzen – einer tief polarisierten Stadt in Ostsachsen – machen sie Station. Dabei zeigen die Reporter, wie sich das Land, über das sie schon länger berichten, verändert. Der Rechtsruck greift zunehmend auf die bürgerliche Mitte über. Und: Chefredakteur Uwe Vetterick berichtet, wie sehr die Stimmung in Sachsen auch die eigene Arbeit beeinflusst. Denn die Zeitung will und muss sich mit ihren Lesern direkt auseinandersetzen. Für die Reporter gehören Drohungen und Anfeindungen im Internet oft dazu. (Text: SRF)Original-TV-Premiere Mi. 28.08.2019 SRF 1 Dianas Tod – Sieben Tage, die die Welt bewegten
Es war ein Sonntag wie kein anderer in Grossbritannien: Statt wie gewohnt in Ruhe zu frühstücken, schalteten die meisten Briten den Fernseher oder das Radio an, um zu erfahren, ob es wirklich stimmt – dass Diana, die ehemalige Prinzessin von Wales, tatsächlich tot ist. Nur auf Schloss Balmoral blieben die Empfangsgeräte stumm: Queen Elizabeth II. hatte sie entfernen lassen – aus Angst, dass ihre Enkel William und Harry die grausigen Details über den tödlichen Unfall ihrer Mutter erfahren könnten.Vor allem Prinz Philip sorgte dafür, dass mit den damals zwölf- und 15-jährigen Prinzen behutsam umgegangen wurde, erinnert sich Anji Hunter, die als Beraterin des damaligen Premierministers Tony Blair an der Planung des Trauerzugs zu Dianas Beerdigung teilnahm. Als das Komitee, zu dem neben Mitgliedern der Royals und der Familie Spencer auch Polizei- und Regierungsvertreter gehörten, darüber diskutierte, dass die Jungen nicht hinter dem Sarg laufen wollen, schaltete sich ihr Grossvater ein: «Wir redeten, und aus dem Lautsprecher des Telefons kam plötzlich Prinz Philips Stimme», erinnert sich Hunter. «Gequält sagte er: ‚Diese Jungen haben gerade ihre Mama verloren.‘ Das hat uns alle auf den Boden der Tatsachen geholt.» Letztlich war es Prinz Charles, der seine Söhne überzeugte, am Trauerzug teilzunehmen. Während in London die Planung der Beerdigung auf Hochtouren lief, standen Dianas Butler Paul Burrell und ihr Chauffeur Colin Tebbutt in Paris vor ganz anderen Herausforderungen: Sie mussten im Pitie-Salpetriere Hospital, in dem ihre Arbeitgeberin gerade verstorben war, eine improvisierte Leichenhalle errichten. «Ich war besorgt, weil der Raum immer heisser wurde», erinnert sich Tebbutt. «Wir sahen, dass draussen vor dem Fenster Menschen anfingen, auf Dächer zu klettern und drauflos zu fotografieren. Wir liessen uns sofort Decken bringen, um die Fenster zu verhängen. Dadurch wurde es im Zimmer doppelt so heiss.» (Text: SRF) Dingomaro – Irans schwarzer Süden
Neben Persern, Indern, Arabern und Europäern prägten vor allem Nachkommen von Sklaven und Kaufleuten aus Afrika die Provinz Hormozgan, Irans „schwarzen Süden“. Sie sind Schiiten, aber sie halten Voodoo-Zeremonien ab wie ihre afrikanischen Ahnen. Und Trauerzeremonien in Hormozgan erinnern eher an Szenen aus New Orleans: Die Menschen tanzen zu schwarzen Rhythmen, heiter und beschwingt. Der Filmemacher Kamran Heidari hat Hamid Said bei dem Versuch begleitet, seinen Traum zu verwirklichen. Dafür muss er zahlreiche Hindernisse überwinden: Hormozgans gleichermassen menschenfeindliche wie atemberaubende Landschaft – von der Küste über schroffe Berge bis zur Wüste – die afrikanischen Geisterriten und den Widerstand seiner Frau, die sein Vorhaben rundweg ablehnt. Gleichzeitig kämpft auch der zehnjährige Hossein gegen grosse Widerstände für seinen Traum, Musiker zu werden. Er ist ein Schüler von Hamid Said. (Text: SRF)„DOK“ über den Sieger/die Siegerin der Présidentielle 2017
Original-TV-Premiere So. 07.05.2017 SRF 1 Dominique Gisin
Die Sportkarriere der Skirennfahrerin Dominque Gisin war geprägt von Rückschlägen und Verletzungen – neunmal musste sie sich am Knie operieren lassen. Doch sie gab nie auf und gewann 2014 in Sotschi die Goldmedaille in der Abfahrt. Nachdem sie sich 2015 aus dem Skirennsport zurückzog, absolvierte Dominique Gisin ein Physik-Studium an der ETH in Zürich. Ausserdem ist sie Pilotin und Botschafterin für das Schweizerische Rote Kreuz in Togo.Der Dokumentarfilm der RSI begleitet Dominique Gisin an Orte, die ihr Leben geprägt haben: Ins Kloster Einsiedeln, wo sie als Gymnasiastin ihre Passion für die Physik entdeckte. Sie fliegt am Steuer eines Privatflugzeugs mit Michela Figini nach Sarajevo, wo beide Frauen Schlüsselmomente ihrer Ski-Karrieren erlebten und nach Lake Louise , wo sie als Coach ihre Schwester Michelle beim Training unterstützte. Die Filmemacher zeigen eine Persönlichkeit, die neugierig und zuversichtlich immer wieder etwas Neues im Leben anpackt und immer nur das Beste geben will – ein Leben zwischen Ehrgeiz und Leidenschaft. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Mi. 29.04.2020 SRF 1 Das Dorf der wilden Tiere
Dieser verspielte und unterhaltsame Film zeigt die faszinierende Tierwelt auf dem Land und erforscht die Welt aus der Perspektive der Tiere. Die Hauptdarsteller sind dabei Eichhörnchen, eine Hornissenkönigin, eine Maus, ein Maulwurf und andere Tiere, die ihrem alltäglichen Leben im Dorf nachgehen. Wird es ihnen gelingen, die Dorfbewohner auszutricksen und das Jahr zu überleben? Aus der Perspektive der scheuen Tiere erzählt der Film die aufregenden Abenteuer, die sich direkt vor unserer Nase abspielen.Der Dokumentarfilm begleitet die Tiere durch Frühling, Sommer, Herbst und Winter und bietet eine neue Perspektive auf das romantische Landleben. (Text: SRF) Ein Dorf will überleben
Während drei Jahren haben Heinz und Regula Tobler neuzugezogene und alteingesessene Schongauerinnen und Schongauer filmisch begleitet.Auf der Mülihalde, wo einst die Dorfmühle das Korn der Schongauer mahlte, steht heute das neue Quartier. Doch der Bau der musterhausähnlichen Siedlung sorgt für heisse Köpfe. Zuvor haben sich hier alle gekannt. In kurzer Zeit vergrössert sich das Dorf von 750 auf über 1000 Einwohner. Neuzugezogen sind zum Beispiel Caroline Scheidegger und ihr Partner Andres Rüegg. Während er die Ruhe im Garten geniesst, knüpft sie Kontakte und übernimmt im Dorftheater ihre erste Rolle. Auch Thierry Kramis und seine Familie beziehen ihr Traumhaus. Bald wird er sein Debüt in der Gemeindepolitik geben, doch dann kommt es zum Eklat. Und die Mühle? Die hat Josef Müller, ein umtriebiger Schongauer Unternehmer, gerettet und etwas weiter oben in seinem Erlebnispark wiederaufgebaut. Aber auch hier läuft nicht alles wie geplant. «Solange die Mühle mahlt» dokumentiert den Wandel, der sich vielerorts unmerklich vollzieht: Vom traditionellen Bauerndorf zur Gemeinde mit Online-Selfservice-Desk. Geschichten aus einem Dorf, das kein Schlafdorf sein will. (Text: SRF) Drachennest – Abschied vom Elternhaus
Das Anwesen der Impeys in Cumnor ist kein gewöhnliches Haus. Unter 47 Dachschrägen befinden sich Dutzende Räume, die das Leben der ganzen Familie geprägt haben. Doch nach dem Tod beider Elternteile muss alles weg. Die Erbschaftssteuer ist zu hoch, als dass die vier Kinder Harriet, Lawrence, Matthew und Edward ihr Elternhaus behalten könnten. Es geht ans Aufräumen tausender Gegenstände. Behalten oder wegwerfen? Erinnerungen kommen hoch. Sinnieren oder verdrängen? Die Räumung des Hauses zwingt die Familie dazu, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Mit einer Mutter, die nur selten gelacht hat. Mit einem Vater, der nicht allen seiner Kinder gleich viel Aufmerksamkeit schenkte. Und mit Drachen, die allgegenwärtig waren und manchmal Angst, manchmal Faszination hervorriefen.Dank des Verkaufs eines Drachenbildes war das grosse Haus in Cumnor erst in den Familienbesitz der Impeys gekommen. Vater Oliver Impey war fasziniert von diesen Wesen, so finden sich auch in allen Winkeln von Cumnor Spuren der Drachen: Auf Tellern und Schüsseln, in Büchern und Briefen, auf dem Dachboden sind gar drachenähnliche Eidechsen in Einmachgläsern gelagert. Tochter Harriet Impey – die aufgrund einer Immunerkrankung am meisten Zeit zu Hause verbrachte – hat sich von der Besessenheit ihres Vaters anstecken lassen. Sie ist fasziniert von den Drachen, andererseits fürchtet sie sich bis heute. Doch mit der Aufarbeitung der Vergangenheit gelingt es Harriet und auch ihren Brüdern, die Ängste und Geschichten aus der Kindheit ruhen zu lassen. «Drachennest» ist ein intimes und bezauberndes Porträt von Kindheitsängsten, Fantasien und der bleibenden Kraft von Familienmythen. (Text: SRF) Original-TV-Premiere So. 05.10.2025 SRF 1 Dragon Women – Mächtige Frauen in der Finanzwelt
Frauen machen in den oberen Führungsgremien der Finanzbranche nur gerade drei Prozent aus. Sie gelten oft als «Dragon Women», als Drachen. Im Dokumentarfilm der belgischen Filmemacherin Frédérique de Montblanc – gedreht in Hongkong, London, Paris, Lausanne und Frankfurt – lassen sich fünf hochrangige Frauen der Finanzbranche aus nächster Nähe porträtieren. Sie erzählen, wie sie sich den Herausforderungen in diesem stark patriarchalisch geprägten Umfeld stellen, wie sie Erfolg haben, was sie in der Arbeit und im Privatleben gesucht, gefunden oder nicht gefunden haben. Verhaltensweisen werden sichtbar, aber auch hinterfragt und erneuert, kleine Veränderungen in der Finanzwelt werden erkennbar.Der Film umkreist Themen wie Work-Life-Balance, Macht, Verantwortung, Ehrgeiz, Weiblichkeit, Diversität, Netzwerke, Partnerschaft, Familienleben. Aber auch die Hintergründe und Motivation für die Arbeit in der wettbewerbsorientierten und schnelllebigen Branche sind Thema – bis hin zur Frage, wie weit Arbeit die eigene Identität definiert. (Text: SRF) Original-TV-Premiere So. 21.01.2024 SRF 1 The Driven Ones – Die Wirtschaftselite von morgen
Während sieben Jahren werden die fünf jungen Frauen und Männer, die aus ganz unterschiedlichen Ländern stammen, vom Studium bis zu den ersten Berufsjahren begleitet.Sie haben unterschiedliche Hintergründe, Träume und Werte. Aber sie haben alle das gleiche Ziel: so schnell wie möglich beruflich erfolgreich zu sein. Die fünf, die entwaffnend offen sind, sind bereit, Opfer zu bringen und ihr Privatleben dem beruflichen Fortkommen unterzuordnen. Sie erleben berauschende Triumphe ebenso wie bittere Niederlagen – und stellen vieles immer wieder in Frage. (Text: SRF) Original-TV-Premiere So. 08.12.2024 SRF 1 Duck Academy
Reis ist für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ein Grundnahrungsmittel. Zu den grössten Produzenten und Exporteuren des Kulturgetreides gehört Thailand. Doch die meisten Reisbäuerinnen des Landes sind arm und leiden nicht selten unter Gesundheitsproblemen. Vor allem wegen der massiven Verwendung von Chemikalien.Der Landwirt Somnuek beschloss, seine Reisfelder ohne Chemie zu bewirtschaften. Jahrelang sammelten er und seine Familie Tag für Tag Insekten und Schnecken von den Feldern, bis es seiner Frau irgendwann zu viel wurde und sie heimlich Pestizide einsetzte. Doch Somnuek suchte weiter nach Alternativen. Nach Fehlschlägen fand er schliesslich die Lösung: Enten, die darauf abgerichtet sind, Reispflanzen vor Schädlingen zu schützen. Mit mehreren Tausend Enten, einer Trillerpfeife und unglaublicher Geduld entwickelte Somnuek sein eigenes Schulungsprogramm. Die Dokumentation begleitet das zwölfwöchige Training, bei dem die Federtiere zu «Reisschützenden» ausgebildet werden. (Text: SRF) Duck Academy – Enten auf der Schulbank
Original-TV-Premiere So. 06.06.2021 SRF 1 Das Duell
Zwei Skirennfahrer, eine Rivalität. Das legendäre Duell zweier Helden sorgte in den 70er-Jahren in der Schweiz für Emotionen und Schlagzeilen. Hier Russi, der smarte Sportler, zuverlässig, elegant auf und neben der Piste. Da Collombin, der talentierte, wilde und unberechenbare Walliser Haudegen. Die Rivalen hielten die Schweiz in Atem, hatten unzählige Fans. Ihre Rennen waren regelrechte Strassenfeger und fesselten ein Millionenpublikum vor die Bildschirme. Der «DOK»-Film von Pierre Morath bringt dieses atemberaubende Duell zweier Skihelden zurück in die Gegenwart. Russi und Collombin schauen zurück auf eine bewegte und verrückte Zeit – ehrlich, offen und respektvoll. (Text: SRF)Original-TV-Premiere Mi. 07.02.2018 SRF 1 Duell auf dem Gipfel
The Eagle Huntress – Die Adler-Jägerin
Aisholpan ist ein 13-jähriges Mädchen aus dem Nordwesten der Mongolei, die hart dafür trainiert, die erste weibliche Adlerjägerin ihrer zwölf Generationen umfassenden kasachischen Familie zu werden. Damit würde sie einen Platz an der Spitze einer männerdominierten Tradition einnehmen, die seit Jahrtausenden klassischerweise vom Vater an den Sohn weitergegeben wird.Viele der älteren Vertreter der Adlerjagd in Kasachstan und der Mongolei beäugen das Vorhaben mit Skepsis und können sich nicht mit der Idee anfreunden, einer jungen Frau einen Platz in den Reihen ihrer alten Tradition zuzugestehen. Doch Aisholpans Vater Nurgaiv setzt andere Massstäbe an: Er ist fest davon überzeugt, dass ein Mädchen ebenso viel erreichen kann wie ein Junge, wenn sie nur die dafür notwendige Entschlossenheit aufbringt. Eine berührende Vater-Tochter-Geschichte – gefilmt vor der visuell berauschenden Naturkulisse der nordwestlichen Mongolei. (Text: SRF) Effi-Hasi – Freud und Leid an einem kleinen Theater
„Effi-Hasi“ begleitet drei Inszenierungen durch die Zeit ihres Entstehens: Regisseur Gilles Tschudi kämpft gegen das Aufführungsverbot seines Stücks und gleichzeitig um die Inspiration seines Hauptdarstellers. Schauspieler Uwe Schönbeck hadert mit seiner Gesundheit und dem Erlernen des Textes. Und der Theaterleiter Markus Keller steuert durch die Tragödie nicht nur in „Romeo und Julia auf dem Dorfe“, sondern auch in der anstehenden Budgetplanung für die nächste Saison. (Text: SRF)Original-TV-Premiere Mi. 02.08.2017 SRF 1 Einblick in die Gastro-Branche – Von Druck, Preispolitik und Leidenschaft
Die Schweizer Gastroszene ist vielleicht nicht systemrelevant, aber – das hat die Pandemie gezeigt – sie hat eine gesellschaftliche Relevanz. Alle haben realisiert, wie wichtig das Verwöhntwerden im Restaurant ist. Viele Beizer wirten am Existenzminimum und die Corona-Pandemie hat zu etlichen Betriebsschliessungen geführt. Denn die Gastronomie ist eine harte Branche. Die Löhne sind schlecht, die Arbeitszeiten lang und unregelmässig, und die sozialen Kontakte beschränken sich meist auf das Netzwerk innerhalb der Branche. Und doch werden Köchinnen und Köche in den letzten Jahren von den Branchenblätter zu Superstars hochgejubelt und es wäre nur folgerichtig, wenn diese Vorbilder für genügend Nachwuchs sorgen würden. Aber dem ist nicht so, im Gegenteil: Die Anzahl der Lernenden nimmt seit Jahren ab und jede zweite Ausgebildete hängt den Job innerhalb weniger Jahre an den Nagel.Der Filmemacher Christian Rösch hat im Alter von 55 Jahren eine Lehre als Koch in der Wirtschaft Ziegelhütte am Stadtrand von Zürich begonnen und im Sommer 2021 abgeschlossen. Diese Ausbildung hat ihm Einblick in eine Branche gegeben, die jeder zu kennen glaubt. Mit diesem Film zeigt er die laute Welt einer Restaurantküche und die harte Preispolitik für Lieferanten und Produzenten. Er zeigt, welchen Aufwand Gastronomen betreiben müssen, um die Gäste anzulocken und zufriedenzustellen. Er beschreibt, warum ein Bio-Rindfilets im Restaurant eigentlich circa 80 Franken kosten müsste und wieso die Pommes Frites dabei eine entscheidende Rolle spielen. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Do. 22.12.2022 SRF 1 Der Einsiedler
Bruder Markus lebt in einer kleinen Hütte hoch oben in den Walliser Bergen. Der einstige Informatiker aus Bern ist vor einigen Jahren in die Stille und Abgeschiedenheit gezogen. Dort meditiert er und studiert heilige Schriften.Er versucht das scheinbar Einfachste der Welt: Nichts tun! «Ich habe mit der Welt gelebt und alles erreicht, was ich erreichen wollte», sagt der Mönch in dem orangenen Gewand und fährt fort: «Ruhig zu werden und ruhig zu bleiben, die tiefe innere Zufriedenheit aufsteigen zu lassen, ist das einzige, was zählt.» Das Glück stecke in uns allen drin, ist Bruder Markus überzeugt, Äusserlichkeiten und Materielles würden uns bloss davon ablenken. Sein Entscheid hat Opfer gefordert. Materielle Dinge besitzt er praktisch keine mehr. Beziehungen hat er aufgegeben. Auch seine Tochter Alexandra hat er zurückgelassen. Erstmals redet nun die 21-jährige Bernerin über diese schwierige Zeit, als ihr Vater den Weg eines Einsiedler-Mönchs einschlug und für immer wegging. «DOK» begleitet sie auf der Reise in die Klause, wo sie ihren Vater besucht. Bruder Markus, wie ihn die Walliser nennen, lebt ein radikales Leben. Doch er ist ein Mönch des 21. Jahrhunderts. Er ist online, er betreibt eine Homepage, und das Wenige, das er zum Leben braucht, lässt er sich per Helikopter liefern. (Text: SRF) Original-TV-Premiere Do. 15.11.2018 SRF 1
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