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  • Im Zweiten Weltkrieg war die DC-3 am Erfolg der Normandie-Invasion 1944 beteiligt. Sie flog alliierte Fallschirmspringer hinter die deutschen Linien und versorgte sie. Aussergewöhnlich ist der Bau brandneuer Motoren aus uralten Ersatzteilen, die schon im Jahr 1944 produziert wurden, aber noch keine Minute Flugzeit auf der Uhr haben. Dieses kleine Wunder ist bei der DC-3 aufgrund des hohen Lagerbestands militärischer Ersatzteile möglich. Der Film begleitet den Schweizer Unternehmer Hugo Mathys in seiner silbernen Swissair DC-3 aus den 1940er-Jahren beim Flug über die Alpen. Mathys stiess per Zufall auf diese fliegende Schönheit, als sie nach Dubai verkauft werden sollte, um dort ein Autobahnkreuz zu schmücken. Er rettete die Old Lady und liess sie bei den Basler-Werken in Oshkosh für viel Geld originalgetreu restaurieren. Die Basler-Werke in den USA haben sich darauf spezialisiert, aus alten DC-3-Rümpfen neue Flugzeuge herzustellen und sie mit einem modernen Cockpit sowie einem Turboantrieb auszurüsten. Basler macht aus 80-jährigen Oldtimern Hightech-Flieger, die in extremen Gegenden ausser Konkurrenz in ein zweites Leben fliegen: kein Flugzeug unserer Tage kann es mit ihren Fähigkeiten und ihrer Robustheit aufnehmen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere SRF 1
  • SRF DOK Deep Fake Porno – Mein Gesicht auf fremdem Körper Deepfakes können relativ einfach hergestellt werden. Es reichen schon ein paar Fotos aus den sozialen Medien, was bedeutet, dass fast alle Opfer von Deepfakes werden können.
    Deepfakes sind falsche, aber täuschend echte Medieninhalte, die mittels künstlicher Intelligenz relativ einfach und schnell hergestellt werden können. Es lassen sich zum Beispiel Gesichter auf fremde Körper setzen und dazu werden lediglich ein paar Ferienfotos aus den sozialen Medien benötigt. Diese manipulierten Videos sind nur schwer oder gar nicht von echten Inhalten zu unterscheiden. 90 Prozent der Deepfakes im Internet sind pornografische Inhalte von Frauen ohne deren Einverständnis. So passierte es auch der 23-jährigen Maschinenbaustudentin Taylor, die eines Tages pornografische Inhalte von sich selbst im Internet entdeckt – ohne diese jemals hergestellt zu haben. Ein klassischer Fall von Deepfake. Diese falschen Videos haben reale Konsequenzen für die betroffenen Personen. Die eigentlich klare Grenzüberschreitung wird von Polizei und Justiz aber noch nicht wirklich anerkannt und oft werden die Schäden bagatellisiert. Auch die Rechtslage hinkt noch hinterher, denn kein Gesetz greift wirklich im Falle von Deepfakes. Der Kampf gegen Deepfakes scheint fast aussichtlos – auf juristischer und technischer Ebene. Denn Videos, die einmal online sind, sind nur schwer wieder zu entfernen. Zudem verdoppelt sich die Zahl der Deepfakes alle sechs Monate. Dieser selbstreferentielle «DOK» untersucht anhand konkreter Fälle die Problematiken rundum Deepfakes: Die juristisch blinden Flecken, die psychologischen Folgen für die Betroffenen und die soziologischen Umstände, die das Entstehen von Deepfakes überhaupt möglich machen. Darüber hinaus verwendet der Film selber die Technik des Deepfakes, um die Opfer im Film zu schützen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 21.11.2024 SRF 1
  • Neue Technologien durchdringen unser Leben, zum Guten und manchmal auch zum Schlechten. Jaime Ramirez ist Leiter der Abteilung für Ermittlungen mithilfe künstlicher Intelligenz bei der Polizei von Miami – eine der Behörden, die bereits jetzt intensiv mit Gesichtserkennungssoftware arbeitet: «Wir bekommen ein Foto einer bestimmten Person», erklärt er, «lassen es durch das Programm laufen und dieses liefert uns Bilder, die diesem Foto ähnlich sehen.» Einen mutmasslichen Täter oder eine mutmassliche Täterin zu identifizieren, dauere so nicht wie früher Tage, Wochen oder Monate, sondern im Idealfall nur wenige Sekunden. Das Programm, das die Polizei von Miami – sowie hunderte andere Polizeistationen in den USA – für die Gesichtserkennung einsetzt, wurde von einem Unternehmen namens Clearview AI entwickelt. Der Gründer Hoan Ton-That gilt als brillanter Programmierer. Kritikerinnen und Kritiker werfen ihm vor, Kontakte zu rechtsextremen Kreisen in den USA zu pflegen. Der Hauptvorwurf richtet sich jedoch gegen die Datenbank, auf der die Software von Clearview basiert: Sie enthält Milliarden von Fotos aus unterschiedlichsten Quellen, darunter Zeitungsartikel, Firmenwebseiten und persönliche Profile auf Social Media-Plattformen wie LinkedIn, Twitter oder Instagram. Hoan Ton-That betont, dass es sich dabei ausschliesslich um öffentlich zugängliche Bilder handle und es Clearview deshalb erlaubt sei, sie zu sammeln. In den meisten US-Bundesstaaten verstösst diese Praxis tatsächlich nicht gegen das Gesetz – in der EU hingegen schon. Clearview AI hat deshalb mit verschiedenen Klagen zu kämpfen. Die Kritik an Clearview kommt vor allem vonseiten von Datenschutzexpertinnen und Menschenrechtsaktivisten. Auch zahlreiche NGOs prangern an, dass die Verwendung von Gesichtserkennungstechnologie nicht der Sicherheit im öffentlichen Raum diene, sondern der Einschüchterung der Bevölkerung. Und dies nicht nur in den USA: Neben China als bekanntestes Beispiel setzen auch andere autoritäre Regime auf modernste Überwachungstechnologien. Was also ist wichtiger: das Potenzial, Verbrechen häufiger und schneller aufklären zu können oder das Recht auf Privatsphäre? (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 01.10.2023 SRF 1
  • Sei es für Wüstendurchquerungen mit Karawanen, die Errichtung der Pyramiden oder den Bau der Chinesischen Mauer – der Mensch macht sich den Esel seit Urzeiten zunutze. Und das weltweit: Bis heute gibt es kein Land, in dem der Esel nicht zu finden wäre. Überall dort, wo motorisierte Fahrzeuge nicht hinkommen und Menschen ohne die Hilfe von Maschinen arbeiten müssen, sind Esel als Nutztiere heute noch von essenzieller Bedeutung. Um die besondere Beziehung zwischen Mensch und Esel besser zu verstehen, begeben sich Forscher auf die Spur des Tieres und reisen dabei in der Evolutionskette zurück bis zu seinen wilden Vorfahren. Die wenigen Wildesel, die heute noch leben, sind vom Aussterben bedroht. Ihr Lebensraum ist die Danakil-Senke in Ostafrika, eine der trockensten Wüsten der Erde, wo fortwährend mindestens 46 Grad Celsius herrschen. In der Wüste geboren und von ihren extremen klimatischen Bedingungen geprägt, hat der Esel Sinne entwickelt, die es ihm ermöglichen, in der rauen und feindlichen Umgebung zu überleben. (Text: SRF)
  • Der Autor Frank Zintner rückt drei Journalisten der «Sächsischen Zeitung» ins Zentrum seines Films und begleitet diese über einen längeren Zeitraum bei ihren Recherchen. Die Reporter Andreas Weller, Ulrich Wolf und Tobias Wolf treffen auf AfD-Politiker und -Insider und berichten über die aktuellen Entwicklungen im Wahlkampf in Sachsen. Auch bei Pegida- und Neonazi-Aufmärschen sowie in Bautzen – einer tief polarisierten Stadt in Ostsachsen – machen sie Station. Dabei zeigen die Reporter, wie sich das Land, über das sie schon länger berichten, verändert. Der Rechtsruck greift zunehmend auf die bürgerliche Mitte über. Und: Chefredakteur Uwe Vetterick berichtet, wie sehr die Stimmung in Sachsen auch die eigene Arbeit beeinflusst. Denn die Zeitung will und muss sich mit ihren Lesern direkt auseinandersetzen. Für die Reporter gehören Drohungen und Anfeindungen im Internet oft dazu. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mi. 28.08.2019 SRF 1
  • Es war ein Sonntag wie kein anderer in Grossbritannien: Statt wie gewohnt in Ruhe zu frühstücken, schalteten die meisten Briten den Fernseher oder das Radio an, um zu erfahren, ob es wirklich stimmt – dass Diana, die ehemalige Prinzessin von Wales, tatsächlich tot ist. Nur auf Schloss Balmoral blieben die Empfangsgeräte stumm: Queen Elizabeth II. hatte sie entfernen lassen – aus Angst, dass ihre Enkel William und Harry die grausigen Details über den tödlichen Unfall ihrer Mutter erfahren könnten. Vor allem Prinz Philip sorgte dafür, dass mit den damals zwölf- und 15-jährigen Prinzen behutsam umgegangen wurde, erinnert sich Anji Hunter, die als Beraterin des damaligen Premierministers Tony Blair an der Planung des Trauerzugs zu Dianas Beerdigung teilnahm. Als das Komitee, zu dem neben Mitgliedern der Royals und der Familie Spencer auch Polizei- und Regierungsvertreter gehörten, darüber diskutierte, dass die Jungen nicht hinter dem Sarg laufen wollen, schaltete sich ihr Grossvater ein: «Wir redeten, und aus dem Lautsprecher des Telefons kam plötzlich Prinz Philips Stimme», erinnert sich Hunter. «Gequält sagte er: ‚Diese Jungen haben gerade ihre Mama verloren.‘ Das hat uns alle auf den Boden der Tatsachen geholt.» Letztlich war es Prinz Charles, der seine Söhne überzeugte, am Trauerzug teilzunehmen. Während in London die Planung der Beerdigung auf Hochtouren lief, standen Dianas Butler Paul Burrell und ihr Chauffeur Colin Tebbutt in Paris vor ganz anderen Herausforderungen: Sie mussten im Pitie-Salpetriere Hospital, in dem ihre Arbeitgeberin gerade verstorben war, eine improvisierte Leichenhalle errichten. «Ich war besorgt, weil der Raum immer heisser wurde», erinnert sich Tebbutt. «Wir sahen, dass draussen vor dem Fenster Menschen anfingen, auf Dächer zu klettern und drauflos zu fotografieren. Wir liessen uns sofort Decken bringen, um die Fenster zu verhängen. Dadurch wurde es im Zimmer doppelt so heiss.» (Text: SRF)
  • Neben Persern, Indern, Arabern und Europäern prägten vor allem Nachkommen von Sklaven und Kaufleuten aus Afrika die Provinz Hormozgan, Irans „schwarzen Süden“. Sie sind Schiiten, aber sie halten Voodoo-Zeremonien ab wie ihre afrikanischen Ahnen. Und Trauerzeremonien in Hormozgan erinnern eher an Szenen aus New Orleans: Die Menschen tanzen zu schwarzen Rhythmen, heiter und beschwingt. Der Filmemacher Kamran Heidari hat Hamid Said bei dem Versuch begleitet, seinen Traum zu verwirklichen. Dafür muss er zahlreiche Hindernisse überwinden: Hormozgans gleichermassen menschenfeindliche wie atemberaubende Landschaft – von der Küste über schroffe Berge bis zur Wüste – die afrikanischen Geisterriten und den Widerstand seiner Frau, die sein Vorhaben rundweg ablehnt. Gleichzeitig kämpft auch der zehnjährige Hossein gegen grosse Widerstände für seinen Traum, Musiker zu werden. Er ist ein Schüler von Hamid Said. (Text: SRF)
  • Original-TV-Premiere So. 07.05.2017 SRF 1
  • Die Sportkarriere der Skirennfahrerin Dominque Gisin war geprägt von Rückschlägen und Verletzungen – neunmal musste sie sich am Knie operieren lassen. Doch sie gab nie auf und gewann 2014 in Sotschi die Goldmedaille in der Abfahrt. Nachdem sie sich 2015 aus dem Skirennsport zurückzog, absolvierte Dominique Gisin ein Physik-Studium an der ETH in Zürich. Ausserdem ist sie Pilotin und Botschafterin für das Schweizerische Rote Kreuz in Togo. Der Dokumentarfilm der RSI begleitet Dominique Gisin an Orte, die ihr Leben geprägt haben: Ins Kloster Einsiedeln, wo sie als Gymnasiastin ihre Passion für die Physik entdeckte. Sie fliegt am Steuer eines Privatflugzeugs mit Michela Figini nach Sarajevo, wo beide Frauen Schlüsselmomente ihrer Ski-Karrieren erlebten und nach Lake Louise , wo sie als Coach ihre Schwester Michelle beim Training unterstützte. Die Filmemacher zeigen eine Persönlichkeit, die neugierig und zuversichtlich immer wieder etwas Neues im Leben anpackt und immer nur das Beste geben will – ein Leben zwischen Ehrgeiz und Leidenschaft. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mi. 29.04.2020 SRF 1
  • Dieser verspielte und unterhaltsame Film zeigt die faszinierende Tierwelt auf dem Land und erforscht die Welt aus der Perspektive der Tiere. Die Hauptdarsteller sind dabei Eichhörnchen, eine Hornissenkönigin, eine Maus, ein Maulwurf und andere Tiere, die ihrem alltäglichen Leben im Dorf nachgehen. Wird es ihnen gelingen, die Dorfbewohner auszutricksen und das Jahr zu überleben? Aus der Perspektive der scheuen Tiere erzählt der Film die aufregenden Abenteuer, die sich direkt vor unserer Nase abspielen. Der Dokumentarfilm begleitet die Tiere durch Frühling, Sommer, Herbst und Winter und bietet eine neue Perspektive auf das romantische Landleben. (Text: SRF)
  • Während drei Jahren haben Heinz und Regula Tobler neuzugezogene und alteingesessene Schongauerinnen und Schongauer filmisch begleitet. Auf der Mülihalde, wo einst die Dorfmühle das Korn der Schongauer mahlte, steht heute das neue Quartier. Doch der Bau der musterhausähnlichen Siedlung sorgt für heisse Köpfe. Zuvor haben sich hier alle gekannt. In kurzer Zeit vergrössert sich das Dorf von 750 auf über 1000 Einwohner. Neuzugezogen sind zum Beispiel Caroline Scheidegger und ihr Partner Andres Rüegg. Während er die Ruhe im Garten geniesst, knüpft sie Kontakte und übernimmt im Dorftheater ihre erste Rolle. Auch Thierry Kramis und seine Familie beziehen ihr Traumhaus. Bald wird er sein Debüt in der Gemeindepolitik geben, doch dann kommt es zum Eklat. Und die Mühle? Die hat Josef Müller, ein umtriebiger Schongauer Unternehmer, gerettet und etwas weiter oben in seinem Erlebnispark wiederaufgebaut. Aber auch hier läuft nicht alles wie geplant. «Solange die Mühle mahlt» dokumentiert den Wandel, der sich vielerorts unmerklich vollzieht: Vom traditionellen Bauerndorf zur Gemeinde mit Online-Selfservice-Desk. Geschichten aus einem Dorf, das kein Schlafdorf sein will. (Text: SRF)
  • Das Anwesen der Impeys in Cumnor ist kein gewöhnliches Haus. Unter 47 Dachschrägen befinden sich Dutzende Räume, die das Leben der ganzen Familie geprägt haben. Doch nach dem Tod beider Elternteile muss alles weg. Die Erbschaftssteuer ist zu hoch, als dass die vier Kinder Harriet, Lawrence, Matthew und Edward ihr Elternhaus behalten könnten. Es geht ans Aufräumen tausender Gegenstände. Behalten oder wegwerfen? Erinnerungen kommen hoch. Sinnieren oder verdrängen? Die Räumung des Hauses zwingt die Familie dazu, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Mit einer Mutter, die nur selten gelacht hat. Mit einem Vater, der nicht allen seiner Kinder gleich viel Aufmerksamkeit schenkte. Und mit Drachen, die allgegenwärtig waren und manchmal Angst, manchmal Faszination hervorriefen. Dank des Verkaufs eines Drachenbildes war das grosse Haus in Cumnor erst in den Familienbesitz der Impeys gekommen. Vater Oliver Impey war fasziniert von diesen Wesen, so finden sich auch in allen Winkeln von Cumnor Spuren der Drachen: Auf Tellern und Schüsseln, in Büchern und Briefen, auf dem Dachboden sind gar drachenähnliche Eidechsen in Einmachgläsern gelagert. Tochter Harriet Impey – die aufgrund einer Immunerkrankung am meisten Zeit zu Hause verbrachte – hat sich von der Besessenheit ihres Vaters anstecken lassen. Sie ist fasziniert von den Drachen, andererseits fürchtet sie sich bis heute. Doch mit der Aufarbeitung der Vergangenheit gelingt es Harriet und auch ihren Brüdern, die Ängste und Geschichten aus der Kindheit ruhen zu lassen. «Drachennest» ist ein intimes und bezauberndes Porträt von Kindheitsängsten, Fantasien und der bleibenden Kraft von Familienmythen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 05.10.2025 SRF 1
  • Frauen machen in den oberen Führungsgremien der Finanzbranche nur gerade drei Prozent aus. Sie gelten oft als «Dragon Women», als Drachen. Im Dokumentarfilm der belgischen Filmemacherin Frédérique de Montblanc – gedreht in Hongkong, London, Paris, Lausanne und Frankfurt – lassen sich fünf hochrangige Frauen der Finanzbranche aus nächster Nähe porträtieren. Sie erzählen, wie sie sich den Herausforderungen in diesem stark patriarchalisch geprägten Umfeld stellen, wie sie Erfolg haben, was sie in der Arbeit und im Privatleben gesucht, gefunden oder nicht gefunden haben. Verhaltensweisen werden sichtbar, aber auch hinterfragt und erneuert, kleine Veränderungen in der Finanzwelt werden erkennbar. Der Film umkreist Themen wie Work-Life-Balance, Macht, Verantwortung, Ehrgeiz, Weiblichkeit, Diversität, Netzwerke, Partnerschaft, Familienleben. Aber auch die Hintergründe und Motivation für die Arbeit in der wettbewerbsorientierten und schnelllebigen Branche sind Thema – bis hin zur Frage, wie weit Arbeit die eigene Identität definiert. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 21.01.2024 SRF 1
  • Während sieben Jahren werden die fünf jungen Frauen und Männer, die aus ganz unterschiedlichen Ländern stammen, vom Studium bis zu den ersten Berufsjahren begleitet. Sie haben unterschiedliche Hintergründe, Träume und Werte. Aber sie haben alle das gleiche Ziel: so schnell wie möglich beruflich erfolgreich zu sein. Die fünf, die entwaffnend offen sind, sind bereit, Opfer zu bringen und ihr Privatleben dem beruflichen Fortkommen unterzuordnen. Sie erleben berauschende Triumphe ebenso wie bittere Niederlagen – und stellen vieles immer wieder in Frage. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 08.12.2024 SRF 1
  • Reis ist für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ein Grundnahrungsmittel. Zu den grössten Produzenten und Exporteuren des Kulturgetreides gehört Thailand. Doch die meisten Reisbäuerinnen des Landes sind arm und leiden nicht selten unter Gesundheitsproblemen. Vor allem wegen der massiven Verwendung von Chemikalien. Der Landwirt Somnuek beschloss, seine Reisfelder ohne Chemie zu bewirtschaften. Jahrelang sammelten er und seine Familie Tag für Tag Insekten und Schnecken von den Feldern, bis es seiner Frau irgendwann zu viel wurde und sie heimlich Pestizide einsetzte. Doch Somnuek suchte weiter nach Alternativen. Nach Fehlschlägen fand er schliesslich die Lösung: Enten, die darauf abgerichtet sind, Reispflanzen vor Schädlingen zu schützen. Mit mehreren Tausend Enten, einer Trillerpfeife und unglaublicher Geduld entwickelte Somnuek sein eigenes Schulungsprogramm. Die Dokumentation begleitet das zwölfwöchige Training, bei dem die Federtiere zu «Reisschützenden» ausgebildet werden. (Text: SRF)
  • Original-TV-Premiere So. 06.06.2021 SRF 1
  • Zwei Skirennfahrer, eine Rivalität. Das legendäre Duell zweier Helden sorgte in den 70er-Jahren in der Schweiz für Emotionen und Schlagzeilen. Hier Russi, der smarte Sportler, zuverlässig, elegant auf und neben der Piste. Da Collombin, der talentierte, wilde und unberechenbare Walliser Haudegen. Die Rivalen hielten die Schweiz in Atem, hatten unzählige Fans. Ihre Rennen waren regelrechte Strassenfeger und fesselten ein Millionenpublikum vor die Bildschirme. Der «DOK»-Film von Pierre Morath bringt dieses atemberaubende Duell zweier Skihelden zurück in die Gegenwart. Russi und Collombin schauen zurück auf eine bewegte und verrückte Zeit – ehrlich, offen und respektvoll. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mi. 07.02.2018 SRF 1
  • Aisholpan ist ein 13-jähriges Mädchen aus dem Nordwesten der Mongolei, die hart dafür trainiert, die erste weibliche Adlerjägerin ihrer zwölf Generationen umfassenden kasachischen Familie zu werden. Damit würde sie einen Platz an der Spitze einer männerdominierten Tradition einnehmen, die seit Jahrtausenden klassischerweise vom Vater an den Sohn weitergegeben wird. Viele der älteren Vertreter der Adlerjagd in Kasachstan und der Mongolei beäugen das Vorhaben mit Skepsis und können sich nicht mit der Idee anfreunden, einer jungen Frau einen Platz in den Reihen ihrer alten Tradition zuzugestehen. Doch Aisholpans Vater Nurgaiv setzt andere Massstäbe an: Er ist fest davon überzeugt, dass ein Mädchen ebenso viel erreichen kann wie ein Junge, wenn sie nur die dafür notwendige Entschlossenheit aufbringt. Eine berührende Vater-Tochter-Geschichte – gefilmt vor der visuell berauschenden Naturkulisse der nordwestlichen Mongolei. (Text: SRF)
  • „Effi-Hasi“ begleitet drei Inszenierungen durch die Zeit ihres Entstehens: Regisseur Gilles Tschudi kämpft gegen das Aufführungsverbot seines Stücks und gleichzeitig um die Inspiration seines Hauptdarstellers. Schauspieler Uwe Schönbeck hadert mit seiner Gesundheit und dem Erlernen des Textes. Und der Theaterleiter Markus Keller steuert durch die Tragödie nicht nur in „Romeo und Julia auf dem Dorfe“, sondern auch in der anstehenden Budgetplanung für die nächste Saison. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mi. 02.08.2017 SRF 1
  • Die Schweizer Gastroszene ist vielleicht nicht systemrelevant, aber – das hat die Pandemie gezeigt – sie hat eine gesellschaftliche Relevanz. Alle haben realisiert, wie wichtig das Verwöhntwerden im Restaurant ist. Viele Beizer wirten am Existenzminimum und die Corona-Pandemie hat zu etlichen Betriebsschliessungen geführt. Denn die Gastronomie ist eine harte Branche. Die Löhne sind schlecht, die Arbeitszeiten lang und unregelmässig, und die sozialen Kontakte beschränken sich meist auf das Netzwerk innerhalb der Branche. Und doch werden Köchinnen und Köche in den letzten Jahren von den Branchenblätter zu Superstars hochgejubelt und es wäre nur folgerichtig, wenn diese Vorbilder für genügend Nachwuchs sorgen würden. Aber dem ist nicht so, im Gegenteil: Die Anzahl der Lernenden nimmt seit Jahren ab und jede zweite Ausgebildete hängt den Job innerhalb weniger Jahre an den Nagel. Der Filmemacher Christian Rösch hat im Alter von 55 Jahren eine Lehre als Koch in der Wirtschaft Ziegelhütte am Stadtrand von Zürich begonnen und im Sommer 2021 abgeschlossen. Diese Ausbildung hat ihm Einblick in eine Branche gegeben, die jeder zu kennen glaubt. Mit diesem Film zeigt er die laute Welt einer Restaurantküche und die harte Preispolitik für Lieferanten und Produzenten. Er zeigt, welchen Aufwand Gastronomen betreiben müssen, um die Gäste anzulocken und zufriedenzustellen. Er beschreibt, warum ein Bio-Rindfilets im Restaurant eigentlich circa 80 Franken kosten müsste und wieso die Pommes Frites dabei eine entscheidende Rolle spielen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 22.12.2022 SRF 1
  • Bruder Markus lebt in einer kleinen Hütte hoch oben in den Walliser Bergen. Der einstige Informatiker aus Bern ist vor einigen Jahren in die Stille und Abgeschiedenheit gezogen. Dort meditiert er und studiert heilige Schriften. Er versucht das scheinbar Einfachste der Welt: Nichts tun! «Ich habe mit der Welt gelebt und alles erreicht, was ich erreichen wollte», sagt der Mönch in dem orangenen Gewand und fährt fort: «Ruhig zu werden und ruhig zu bleiben, die tiefe innere Zufriedenheit aufsteigen zu lassen, ist das einzige, was zählt.» Das Glück stecke in uns allen drin, ist Bruder Markus überzeugt, Äusserlichkeiten und Materielles würden uns bloss davon ablenken. Sein Entscheid hat Opfer gefordert. Materielle Dinge besitzt er praktisch keine mehr. Beziehungen hat er aufgegeben. Auch seine Tochter Alexandra hat er zurückgelassen. Erstmals redet nun die 21-jährige Bernerin über diese schwierige Zeit, als ihr Vater den Weg eines Einsiedler-Mönchs einschlug und für immer wegging. «DOK» begleitet sie auf der Reise in die Klause, wo sie ihren Vater besucht. Bruder Markus, wie ihn die Walliser nennen, lebt ein radikales Leben. Doch er ist ein Mönch des 21. Jahrhunderts. Er ist online, er betreibt eine Homepage, und das Wenige, das er zum Leben braucht, lässt er sich per Helikopter liefern. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 15.11.2018 SRF 1
  • Eisbären sind die Könige der Arktis. Sie sind auf wunderbare Weise an ihre Welt aus Schnee und Eis angepasst. Während der Wintermonate, wenn weite Teile des arktischen Ozeans gefroren sind, sind sie in ihrem Element, denn ihre Hauptnahrungsquelle sind Robben und andere Meeressäuger, die sie auf dem Packeis erbeuten. Doch auch in der Arktis gibt es eine Zeit, in der die Tage lang sind und die Temperaturen über den Gefrierpunkt steigen. In der Hudson Bay, dem südlichsten Teil des arktischen Ozeans, bilden sich im Spätfrühling Risse im Packeis. Grosse Eisschollen entstehen, die mit zunehmender Kraft der Sonne zu immer kleineren Schollen zusammenschmelzen – bis die Hudson Bay Anfang Juli eisfrei ist. Die Eisbären müssen an Land schwimmen und sind nun dort «gefangen». Schwierige Zeiten brechen jetzt an, denn ihre Hauptbeute, die Robben, meiden die flachen Küstenstreifen der Hudson Bay. Die Gefahr bei einsetzender Ebbe an Land zu stranden und zur leichten Beute zu werden, ist für die Robben hier besonders gross. Eisbären wiederum sind zwar hervorragende Schwimmer, aber im offenen Meer den wendigen Robben weit unterlegen. Die Konsequenz: Ohne Packeis, auf dem sie jagen können, sind die Bären ihrer wichtigsten Energiequelle beraubt und die Sommermonate werden für sie zur Fastenzeit. An der Küste angespülte Walkadaver, gelegentlich erbeutete Kleinsäuger, Wasservögel sowie Beeren und Pflanzen bilden dann den kargen Speiseplan. Doch damit können die riesigen Tiere ihren Appetit kaum stillen und so zehren sie die meiste Zeit von ihren im Winter angelegten Fettreserven. Die an Land gestrandeten Eisbären müssen sich an eine Umwelt anpassen, die ihnen eigentlich fremd ist. (Text: SRF)
  • Konrad Steffen vor den roten Haupt-Zelten des „Swiss Camp“
    Im August 2020 erschütterte die Nachricht vom tragischen Unfall des Schweizer Polarforschers Konrad Steffen die Öffentlichkeit und die wissenschaftliche Gemeinschaft weltweit. Koni kehrte von einem Routinegang zu einer Messstation auf dem grönländischen Eisschild nicht mehr zum Basislager, dem «Swiss Camp», zurück. Sein rätselhaftes Verschwinden beschäftigt bis heute seine Freunde, wissenschaftlichen Weggefährten und seine Familie. Ein Jahr nach Steffens Tod musste das «Swiss Camp» aufgegeben werden, da der Eisschild durch die zunehmende Schmelze und die wachsenden Gletscherspalten zu instabil und gefährlich für die Wissenschaftler wurde. Für seine Kinder und seine Schwester ist der Verlust besonders schmerzhaft, da sie keinen Abschied nehmen konnten. Der Ort, den Konrad Steffen am meisten liebte, ist nun zu seiner letzten Ruhestätte geworden. Erstausstrahlung: 10.05.2026 (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 10.05.2026 SRF 1
  • Wie die Zugvögel und all die anderen Tiere sind auch die Elche in diesem besonderen Lebensraum streng geschützt. Doch die Natur selbst hält viele Herausforderungen bereit, die es zu bewältigen gilt. Wie etwa lässt sich das Herz einer Elchkuh erobern? Im Herbst stellen sich die Elchbullen den vertrackten Schwierigkeiten der Brautwerbung. Sie müssen sich nicht nur mit ihren Rivalen messen, sondern auch die Elchkühe beeindrucken. Denn selbst wenn die Konkurrenten in ihre Schranken gewiesen wurden, kann man als Elchbulle leer ausgehen. Schliesslich sind es die Elchkühe, die das letzte Wort in Sachen Paarung haben. Bald darauf bricht der Winter an und die Elche müssen die Matsalu-Bucht verlassen, denn die überfluteten Sumpflandschaften frieren zu und bieten ihren Hufen keinen Halt mehr. Die rutschigen Eisflächen sind gefährlich und so wandern die Tiere ab in die angrenzenden Wälder. Hier finden sie zumindest die notwendige Nahrung, indem sie Rinde von den Bäumen schälen – magere Kost, aber sie hilft zu überleben. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mo. 01.06.2020 SRF 1

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