bisher 170 Folgen, Folge 149⁠–⁠170

  • Folge 149 (33 Min.)
    rec. Privatschulen – Warum wenden sich Familien von der Volksschule ab? Der 14-jährige Gian war in der Volksschule überfordert. – Bild: SRF
    rec. Privatschulen – Warum wenden sich Familien von der Volksschule ab? Der 14-jährige Gian war in der Volksschule überfordert.
    Überforderung, Leistungsdruck oder schlechte Vorbereitung auf die Berufswelt: Viele Eltern in der Schweiz hinterfragen die Volksschule und suchen nach Alternativen. «rec.» begleitet Familien, die ihre Kinder an Privatschulen schicken und zeigt, wie unterschiedlich die Gründe für diesen Schritt sind. Der 14-jährige Gian wollte irgendwann nicht mehr in die Schule. Er litt unter Bauchschmerzen, konnte nachts kaum schlafen und fühlte sich im Unterricht überfordert. «Er war ein Häufchen Elend», sagt seine Mutter. In der Volksschule erhielt er aus ihrer Sicht zu wenig Unterstützung für seine Lernschwäche. Der Druck belastete die ganze Familie. Schliesslich zog sie ein Vorerbe vor, um ihm eine Privatschule zu finanzieren – eine Schule ohne Noten und Leistungsdruck. Pan ist Vater von drei Kindern und unterrichtete früher an der Volksschule. Er fand das Arbeiten im Klassenzimmer unzumutbar – und wollte auch seinen drei Kindern eine andere Lernumgebung ermöglichen. Bei Wind und Wetter lernen die Kinder draussen, frei nach ihren Interessen. In der Schweiz besuchen rund 5 Prozent der schulpflichtigen Kinder eine Privatschule. Das Interesse an Alternativen steigt – in den letzten 10 Jahren hat die Anzahl der Privatschulen um die Hälfte zugenommen. Die Kosten für Privatschulen in der Schweiz variieren sehr stark je nach Schule, Region und Angebot. Die in der Reportage gezeigten Schulen kosten die Eltern zwischen 1150 bis 2180 Franken pro Kind und Monat. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 09.02.2026 YouTubeDeutsche TV-Premiere Di. 07.07.2026 3satOriginal-TV-Premiere Mo. 16.02.2026 SRF zwei
  • Folge 150
    Mia ist 23 Jahre alt und sieht sich als selbstständige Unternehmerin im Sexgewerbe. Für sie ist der Job der Inbegriff von Unabhängigkeit. Sie setzt die Regeln, zieht die Grenzen, räumt aber auch mit dem Mythos vom schnellen Reichtum auf: «Ich verdiene nicht mehr als in einem 0815-Job.» Maria, 41 Jahre alt, blickt auf über 20 Jahre Sexarbeit zurück. Ihre Erfahrungen mit Escort-Agenturen fallen nüchterner aus. «Ich musste vieles über mich ergehen lassen», sagt sie. Schutz habe es kaum gegeben. Zwar habe sie gut verdient, «aber es hatte seinen Preis». (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 23.02.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 02.03.2026 SRF zwei
  • Folge 151 (26 Min.)
    Benjamin Stettler-Gruntz ist leidenschaftlicher Hausarzt, trotz der Belastung.
    In den ländlichen Regionen der Schweiz fehlen Hausärztinnen und Hausärzte. Grosse Verantwortung, lange Tage und weniger Lohn als in der Stadt scheinen viele abzuschrecken. Nicht so das Ärztepaar Stettler-Gruntz in Bürglen, Kanton Uri. Ein Ort, der dank ihnen nach vier Jahren wieder eine Praxis hat. «Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen», sagt Benjamin Stettler-Gruntz. Zusammen mit seiner Frau Katharina, die ebenfalls Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin ist, hat er vor einem Jahr seine eigene Praxis eröffnet. «Ich hätte das niemals ohne Beni gemacht», sagt Katharina Stettler-Gruntz. «Ich kenne niemanden, der heute noch als junger Mensch allein eine Praxis eröffnet». Bei den Stettlers in Bürglen ist kürzlich die dritte Tochter zur Welt gekommen. Das junge Ärztepaar jongliert zwischen Job und Familienleben. Das ist anspruchsvoll, denn kaum ein Tag ist wie der andere. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 09.03.2026 YouTubeDeutsche TV-Premiere Di. 30.06.2026 3satOriginal-TV-Premiere Mo. 16.03.2026 SRF zwei
  • Folge 152 (24 Min.)
    Mirco Biscioni leidet an einer Zwangsstörung.
    «Ich hatte Angst, mich anzustecken.» Für Mirco wurde selbst das Berühren eines Türgriffs zur Bedrohung, aus Angst vor Vergiftung. Bis heute lebt er mit Wasch- und Kontrollzwängen. Auch Céline kämpfte mit belastenden Zwangsgedanken. Eine «rec.»‑Reportage über Alltag und Umgang mit Zwangsstörungen. «Es hat mir komplett die Lebensfreude entzogen», sagt Céline über ihre Zwangsgedanken. Erste Symptome traten in ihrer Teenagerzeit auf. Immer wieder drängte sich derselbe beunruhigende Gedanke auf: «Was, wenn ich jemanden in der Öffentlichkeit sexuell belästige?» Wie eine Schallplatte mit Sprung liefen die irrationalen Befürchtungen in Dauerschleife. Aus Scham sprach sie jahrelang mit niemandem darüber. Psychologe Paul Lukas bestätigt: Viele Betroffene leiden im Verborgenen aus Angst vor Unverständnis. Der Weg zur Heilung führt oft über Konfrontation. «rec.»‑Reporterin Anna Kreidler begleitet Mirco bei einer Expositionstherapie, in der er sich seiner Furcht vor einer Kontamination stellt und schmutzige Wäsche anfassen und in die Waschmaschine legen muss: «Wenn ich Angst habe, dann mache ich es halt mit Angst.» (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 16.03.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 23.03.2026 SRF zwei
  • Folge 153 (23 Min.)
    Lino fängt abends um 23 Uhr seine Schicht im Shoppi Tivoli in Spreitenbach an.
    Wenn alle andere schlafen, fangen sie erst an: Lino und Firdeusa arbeiten in der Nacht. Lino als Sicherheitsmitarbeiter im grössten Shoppingcenter der Schweiz, Firdeusa putzt Busse des öffentlichen Verkehrs. Ihr Einsatz wird oft erst bemerkt, wenn er mal fehlen würde. Firdeusas Nachtschicht beginnt um 3:30 Uhr. Seit 20 Jahren putzt sie die grossen Gelenkbusse, damit diese am Morgen sauber wieder losfahren können. Als ihre drei Kinder noch klein waren, sei der Job ideal für sie gewesen: «Ich war tagsüber für meine Kinder da und konnte gleichzeitig Geld verdienen.» Denn, so ist Firdeusa überzeugt, eine Frau sollte finanziell unabhängig sein. Trotzdem wünscht sie sich für ihre Töchter einen anderen Job. Lino ist vor Kurzem zum zweiten Mal Vater geworden. Auch er kümmert sich um die Kinder und fängt abends um 23 Uhr seine Schicht im Shoppi Tivoli in Spreitenbach an. Rund 25 Kilometer läuft er während seiner Arbeit. Besonders kritisch wird es zwischen 3 und 5 Uhr morgens. Es ist der Moment, in dem der Körper rebelliert, die Konzentration schwindet und nur noch ein Energydrink gegen das biologische Tief hilft. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 30.03.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 13.04.2026 SRF zwei
  • Folge 154 (28 Min.)
    Evi erzählt, wie die sexualisierte Gewalt bis heute nachwirkt.
    Evi wurde als Kind sexuell missbraucht. In der «rec.»-Reportage erzählt sie, wie die sexualisierte Gewalt bis heute nachwirkt. Im Alltag, in ihrer Beziehung und vor allem in ihrer Arbeit als Prostituierte. Seit ihrem achten Lebensjahr wurde Evi von ihrem Grossvater missbraucht. «Nach dem Missbrauch gab er mir jeweils zehn oder zwanzig Franken». Danach sei sie wie gelähmt gewesen und habe als Kind nicht verstanden, was mit ihr geschah. Vier Jahre bleibt alles unentdeckt. Dann wagt Evi das Unaussprechbare auszusprechen. «Mein Vater schlug mich, als ich vom Missbrauch erzählte. Er stelle mich als Lügnerin dar.» Heute ist Evi 42 Jahre alt und arbeitet seit über zwanzig Jahren in der Prostitution. «Meine Vergangenheit hat mit meinem heutigen Job zu tun. Ich bin quasi an diese Arbeit herangeführt worden.» Grenzen habe sie sich erst mit der Zeit erarbeitet. Heute sei sie kein Spielball mehr. Mit ihrem Mann Tom führt Evi ihre bislang längste Beziehung. «Ich kenne ihre Triggerpunkte», sagt er. Und Evi ergänzt: «Manchmal weiss er sogar vor mir, wie am besten zu reagieren ist.» Den Umgang mit dem Erlebten bleibt ein fortlaufender Prozess. Mit Strategien, die sich im Laufe der Zeit verändern. Dazu gehört auch das zeitweise Verdrängen. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 06.04.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 20.04.2026 SRF zwei
  • Folge 155
    Sandro lebt seit 23 auf der Gasse.
    «Das Leben auf der Strasse ist der Horror», sagt der 40-jährige Sandro. Er lebte 23 Jahre lang mehrheitlich auf der Gasse. Wenn er an seinem ehemaligen Schlafplatz in einer Tiefgarage steht, wird das Ausmass dieser Erfahrung deutlich. Nach seiner Lehre als Mauerer sei er in die Drogen gerutscht und auf der Strasse gelandet. Besonders zu schaffen machen ihm die Vorurteile und Äusserungen der Mitmenschen: «Sie denken, wir seien gerne in dieser Szene, aber das sind wir überhaupt nicht. Das Leben auf der Strasse ist ein einziger Kampf.» In der Notschlafstelle «Schlafguet» in Olten verbringt die Reporterin eine Nacht und spricht mit Saiko. Nach einem Ehebruch hat er seine Wohnung verloren und lebt seither auf der Strasse. Wann immer möglich schläft er in der Notschlafstelle, wo er auch ein warmes Abendessen und ein Frühstück kriegt. Es könne schnell passieren, dass man kein Dach mehr über dem Kopf habe, sagt er. Ein Schicksalsschlag genüge. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 13.04.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 27.04.2026 SRF zwei
  • Folge 156 (32 Min.)
    Philippe Brügger, Lena Hochuli, Elena Landös und Leandra Gubser leben gemeinsam n einer WG mit insgesamt neun Personen.
    Neun Menschen, ein gemeinsamer Alltag. Rec.-Reporterin Viktoria Seger taucht ein in das Leben einer 9er‑WG. Zwischen Frühlingsputz und WG-Sitzung zeigt sich, ob die Wohnform entlasten kann, welche Herausforderungen sie mit sich bringt und welche Rolle die Angst vor Isolation spielt. Aus finanziellen Gründen haben sich die Mitbewohnerinnen und Mitbewohner der 9er-WG in Zürich nicht für die Grosswohnform entschieden. Es ist das Leben in der Gemeinschaft, was sie suchen. Den Alltag gemeinsam zu bestreiten und nicht alles allein stemmen zu müssen. Doch das Zusammenleben mit so Vielen braucht Struktur. Die Wohngemeinschaft organisiert sich über diverse Whatsapp-Chats und regelmässige WG-Sitzungen. Das Finden von Kompromissen gehört dabei zur Tagesordnung. Vor allem wenn es um finanzielle Themen gehe, kann es auch zu längeren Diskussionen kommen, erzählen die Mitbewohnenden. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 27.04.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 04.05.2026 SRF zwei
  • Folge 157 (24 Min.)
    Maurer und Geschäftsinhaber Carlos Heller
    Energydrinks, Zigaretten und kaputte Rücken: Die Realität auf dem Bau ist weit entfernt von romantischer Handwerksidylle. «rec.»-Reporterin Elma Softic begleitet den Maurer und Geschäftsinhaber Carlos Heller und seinen Hilfsarbeiter «Fippi» bei der Arbeit. Wer baut eigentlich unsere Häuser? Das fragt sich Reporterin Elma Softic und kann mit Carlos auf die Baustelle. Er und seine Mitarbeiter arbeiten im Akkord – am Ende des Tages zählen die vermauerten Steine. «Hier läuft alles auf Leistung. Der Konkurrenzkampf auf dem Bau ist extrem», sagt der 36-Jährige mit einer Zigarette in der einen und dem Energydrink in der anderen Hand. Carlos erzählt, dass praktisch jeder von ihnen ein körperliches Gebrechen hat. Fippi hat seit Jahren Rückenschmerzen vom Steine buckeln und Mörtel anrühren. Trotzdem wolle er es bis zum Rentenalter 60 durchziehen, sagt er. Fast 40 Prozent der gelernten Maurer verlassen den Beruf nach wenigen Jahren. Doch Carlos würde mit niemandem tauschen. «Wenn ich am Abend an der Bar neben einem Mann im Anzug stehe, bin ich eindeutig stolzer», sagt er. In jeder fertigen Mauer sieht er, was er geleistet hat. Nur die Wertschätzung und Sichtbarkeit fehlen ihm. «Wir Maurer werden häufig übersehen.» (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 04.05.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 11.05.2026 SRF zwei
  • Folge 158 (33 Min.)
    Shaolin-Schüler Sacha Wenk
    Härte und Schmerz statt Komfort: Sacha Wenk brach mit 17 Jahren alle Zelte ab, um in China Kung-Fu zu meistern. Heute gibt der Shaolin-Schüler und Social-Media-Star seine Grenzerfahrungen in Retreats weiter. «rec.»-Reporter Livio Chistell besucht ihn und wagt sich selbst an seine Schmerzgrenzen. Warum suchen Menschen freiwillig Härte und Schmerz in einer Gesellschaft, die Komfort zum Ideal erhoben hat? Für Sacha Wenk, halb Schweizer, halb Deutscher, war der Ausbruch aus dieser Zone lebensverändernd. «Vor Kung-Fu war ich komplett orientierungslos», gesteht er heute. Er fand sich im europäischen Schulsystem nicht zurecht, brach sein Abitur ab und ging nach China zu einem Kung-Fu-Meister. Bis heute trainiert der 26-Jährige mit ihm, um die Kampfkunst zu perfektionieren. «Ich kann sagen, ich habe den härtesten Lehrer, den es gibt.» Im Reich der Mitte lebt der Walliser den Klosteralltag als Shaolin-Schüler. Im Westen wurde er mit seinen Kung-Fu-Videos unter dem Namen «Sachka» zum Social-Media-Star. In beiden Welten ist Selbstoptimierung durch körperliche und mentale Grenzerfahrung ein Thema. In mehrwöchigen Retreats fordert er Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt körperlich und mental heraus mit Ausdauertraining, Kung‑Fu‑Formen und Übungen, in denen es darum geht, Schmerzen auszuhalten. «Leute fragen mich immer, ob ich nicht wahnsinnig sei», sagt eine der Teilnehmerinnen. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 18.05.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 25.05.2026 SRF zwei
  • Folge 159 (30 Min.)
    Maja Juzwiak plant den Alltag nach ihrem Menstruationszyklus.
    Immer mehr Frauen richten ihren Alltag nach dem Menstruationszyklus aus. Sie planen Sport, Arbeit und Sex entlang der verschiedenen Phasen. «rec.»-Reporterin Rahel Lenz probiert das zyklische Leben selbst aus und fragt: Superpower oder Selbstoptimierung? «Zyklustag 2: ein weinendes Elend. Zyklustag 3: Streit.» Marina trackt ihren Zyklus seit Jahren und fühlt sich dadurch entlastet. «Ich kann mich besser verstehen.» Auch ihr Partner bezieht ihn mit ein. Ihr Liebesleben verändert sich je nach Phase. «In der ersten Zyklushälfte bin ich viel lustvoller, dann haben wir mehr Sex.» Ähnlich bei Maja: Der Zyklus prägt ihren Alltag und ihre Arbeit. Rund um den Eisprung ist sie besonders aktiv, vor der Menstruation plant die Fotografin bewusst weniger ein. Zykluscoachin Josianne Hosner unterstützt seit Jahren Frauen dabei, zyklisch zu leben. Die meisten dieser Frauen erleben die Auseinandersetzung mit ihrem Körper als befreiend. «Frauen merken nach Jahren, wie ihr eigener Körper funktioniert. Das fühlt sich richtig an.» Doch wie fundiert ist das wissenschaftlich? Und wann wird aus Selbstbeobachtung Druck? (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 25.05.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 01.06.2026 SRF zwei
  • Folge 160 (32 Min.)
    Städter Martin Lustenberger verbringt drei Tage auf dem Bauernhof seines Cousins Thomas Staffelbach
    Für Thomas Staffelbach war der Weg vorgegeben: Er ist auf dem Bauernhof in Hergiswil bei Wilisau aufgewachsen und hat ihn vom Vater übernommen. Seit jeher bestimmt der Hof den Rhythmus in seinem Leben: Um 3:30 Uhr geht’s in den Stall, später auf den Traktor, dazwischen die Tiere und viel körperliche Arbeit auf den Weiden. Reporter Martin Lustenberger hingegen ist in der Agglomeration aufgewachsen und liebt sein Leben in der Stadt. Als Kind machte er Ferien bei seinem Götti und seinem Cousin auf dem Hof – aber selbst Bauer werden? Das wäre ihm nicht im Traum in den Sinn gekommen. Nun spürt er am eigenen Leib die Knochenarbeit, die das Lebenswerk seiner Familie mütterlicherseits fordert. Zwischen der Geburt eines Kalbes und Gesprächen am Küchentisch wird der Hofbesuch zu einer ehrlichen Begegnung zweier Verwandter, die in völlig anderen Welten leben. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 08.06.2026 YouTubeDeutsche TV-Premiere Di. 25.08.2026 3satOriginal-TV-Premiere Mi. 24.06.2026 SRF 1
    • Play SRF: Matchmaking – Lohnt sich Luxus-Partnervermittlung?
    Folge 161 (33 Min.)
    Christophe Diserens aus Lausanne zahlt einer High-Class-Vermittlerin in Dubai 30’000 Dollar.
    Ghosting, Dating-App-Burnout und Einsamkeit: Immer mehr Menschen verlieren die Geduld beim Swipen. Auf der Suche nach der ganz grossen Liebe setzen einige stattdessen auf professionelle Matchmakerinnen und zahlen dafür tausende Franken. Doch hält der exklusive Service, was er verspricht? Johanna von Ott aus Chur weiss genau, was sie will: Einen Mann fürs Leben, beruflich erfolgreicher als sie, mit dem sie eine Familie gründen kann. Nach unzähligen Enttäuschungen mit Dating-Apps hat sie nun 5’000 Euro in eine Partnervermittlung investiert. «rec.»-Reporterin Anne-Sophie Galli ist dabei, wenn Johanna mit ihrer Matchmakerin Dealbreaker und Dates bespricht, ein Dating-Coaching und eine Stilberatung kriegt. Gleichzeitig blickt die Reporterin hinter die Kulissen der Partnervermittlung: Luxus-Matchmakerin Elena Sachs sucht an exklusiven Locations, wie einem Pilates-Kurs in einem 5-Sterne-Hotel in Luzern, gezielt nach Frauen für ihre zahlenden Kunden. Das sind meistens beruflich erfolgreiche Männer, die bereit sind, mindestens 12’000 Franken für den perfekten Match hinzublättern. Noch einen Schritt weiter geht Christophe Diserens aus Lausanne: Er zahlt einer High-Class-Vermittlerin in Dubai stolze 30’000 Dollar. Für ihn ein rationales Investment in seine Traumfrau. Wie viel ist uns die Hoffnung auf die grosse Liebe wert? Und sind sie eine gute Alternative zu Dating-Apps? (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 15.06.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Sa. 27.06.2026 SRF zwei
  • Folge 162 (22 Min.)
    Emre steht vor einem Operationssaal.
    Nur wenige Monate nach dem Abschluss ihrer Ausbildung hat die 23-jährige Melanie eine eigene Bäckerei eröffnet. Sie steht sieben Tage pro Woche in der Backstube, mehr als vier Stunden Schlaf am Stück gibt es selten. Ein Sozialleben hat da kaum Platz. Für Melanie kein Hindernis: «Ausgang sagt mir nichts – ich gehe arbeiten.» Der 26-jährige Emre steht derweil am Beginn eines neuen Abenteuers. Nach seinem Medizinstudium tritt er seine erste Stelle als Assistenzarzt auf der Neurochirurgie an. Es ist eine der Königsdisziplinen der Medizin: Hirnoperationen sind Millimeterarbeit unter dem Mikroskop und Fehler können schwerwiegende Folgen haben. Emre erwarten endlose Arbeitswochen und viel Verantwortung. «Wenn ich nicht Feuer und Flamme für dieses Fach wäre, würde ich mir das nie im Leben antun», sagt er. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 22.06.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 03.08.2026 SRF zwei
  • Folge 163 (27 Min.)
    «Als Schwarzer bist du sicher gut im Bett und hast ein grosses Geschlechtsteil.» Solche Sprüche beim Dating sind keine Komplimente, sondern purer Rassismus. «rec.»-Reporterin Sofika Yogarasa spricht mit Betroffenen über Exotisierung und Sexualisierung aufgrund ihrer Herkunft. Ablexu ist queer und hört beim Dating immer wieder unverschämte Sprüche von weissen Männern. «Ich werde nicht als Mensch gesehen, sondern als das, was ich zwischen den Beinen habe», erzählt er. Basketballspieler Joel erging es ähnlich. Von Frauen und Teamkollegen wurde er ständig mit dem Klischee konfrontiert, Schwarze Männer hätten ein grosses Geschlechtsteil. Als junger Mann verunsicherten ihn die Sprüche und setzten ihn unter Druck. Er hatte das Gefühl, diesen Vorstellungen entsprechen zu müssen. Auch Yanê hat als halb Schweizerin, halb Brasilianerin Erfahrungen mit Sexualisierung und Exotisierung aufgrund ihrer Herkunft erlebt: «Sie denken, ich könne mich als Latina gut bewegen und sei gut im Bett.» Vanessa hat vietnamesische Wurzeln und erzählt vom sogenannten «Yellow Fever» – ein Begriff, der die sexuelle Vorliebe von westlichen Männern für ost- und südostasiatische Frauen beschreibt. Sie glaubt, dass Pornos ein stereotypes Bild asiatischer Frauen verbreiten: «Die asiatische Frau wird in Pornos als unterwürfig dargestellt. Als könnte man alles mit ihre machen.» (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 29.06.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 06.07.2026 SRF zwei
  • Folge 164 (31 Min.)
    Markus ist von der unheilbaren Muskelerkrankung SMA betroffen.
    Ein normales Leben führen, studieren, abends selbst entscheiden, wann man ins Bett geht, oder mit Freunden an den Gottéronmatch gehen und einen Eistee trinken: Was für viele selbstverständlich ist, ist für den Juristen und Studenten Markus Fankhauser ein ständiger Kampf um Selbstbestimmtheit und Freiheit. «Ich möchte kein Bürger zweiter Klasse sein, sondern hier an der Uni mitdiskutieren können und ein Teil der gesunden Welt sein», sagt er. Der 35-Jährige und sein Bruder Dominik leben auf dem elterlichen Bauernhof im Emmental. Ein Leben in einem Wohnheim oder einer Pflegeeinrichtung kommt für die Brüder nicht infrage. Möglich macht das ein engmaschiges Netz aus Familie, Freunden und 13 Assistentinnen und Assistenten, die von den Brüdern angestellt sind und von der IV bezahlt werden. Markus und Dominik können sie bei Bedarf einsetzen und so ihren Alltag so weit wie möglich selbst steuern. Die Hände der Assistentinnen sind dann die Hände von Markus: Sie drücken den Liftknopf in der Uni, putzen die Zähne oder öffnen Türen. Freiheit bedeutet für Markus auch, einfach mal nur Freund zu sein. Es ist für ihn besonders schön und bereichernd, wenn er mit einem Freund unterwegs sein kann: «Das tut einem eine neue Welt auf. Dafür bin ich mega dankbar.» (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 13.07.2026 Play SRFOriginal-TV-Premiere Mo. 10.08.2026 SRF zwei
  • Folge 165
    Immer mehr Frauen in der Schweiz lassen vorsorglich ihre Eizellen einfrieren: Léa (36) entscheidet sich für diesen emotional und körperlich enorm belastenden Weg
    Immer mehr Frauen in der Schweiz lassen vorsorglich ihre Eizellen einfrieren, um sich ihren Kinderwunsch für später offenzuhalten. «rec.»-Reporter Samuel Konrad begleitet seine Kollegin durch den Prozess und zeigt die Realität von Frauen, die auf «Social Freezing» setzen oder setzen mussten. Léa (36) entscheidet sich trotz Partner für diesen emotional und körperlich enorm belastenden Weg. «Ich habe mich lange dagegen gewehrt, dass ich mich als Frau allein mit dem Thema Kinderwunsch auseinandersetzen muss», sagt sie. «Wenn meine Beziehung hält, kaufe ich uns damit Zeit. Wenn nicht, kaufe ich mir Zeit.» Diese Zeit hat ihren Preis: Für einen Social-Freezing-Zyklus müssen Frauen in der Schweiz mit Kosten von 6’000 bis 9’000 Franken rechnen, hinzu kommt eine jährliche Lagerungsgebühr. Die Hormonstimulation mittels Spritzen dauert in der Regel zwei Wochen. Ziel ist es, möglichst viele Eizellen zur Reifung anzuregen, idealerweise rund 20. Viele Frauen benötigen dafür jedoch zwei oder sogar drei Behandlungszyklen. So auch Whitney Toyloy (35), die nach dem ersten Durchgang fast aufgegeben hätte: «Als man mir sagte, man könne nur drei Eizellen entnehmen, bin ich zusammengebrochen. Ich dachte, ich werde vielleicht nie Mutter.» Das vorsorgliche Einfrieren von Eizellen ist in der Schweiz seit etwas mehr als zehn Jahren erlaubt. Die Verwendung der Eizellen bleibt jedoch Paaren vorbehalten. «Das ist ein Skandal», sagt Toyloy. «Der Staat bestimmt über meinen Körper als Frau – das stört mich.» Zudem habe sie den Eindruck gewonnen, dass hinter der Behandlung auch ein lukratives Geschäft stecke: «Man spielt hier auch mit der Dringlichkeit, die wir als Frauen verspüren.» (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 20.07.2026 Play SRFOriginal-TV-Premiere Mo. 17.08.2026 SRF zwei
  • Folge 166 (31 Min.)
    rec.-Reporterin Michèle Rüedi trainiert für ihren ersten Triathlon.
    Marathon, Triathlon, Ultra-Trail: Immer mehr junge Menschen treiben ihren Körper an die Grenze und lassen auf Social Media Tausende daran teilhaben. «rec.»-Reporterin Michèle Rüedi begleitet Fitfluencer Peter Bolliger und setzt sich selbst ein hohes Ziel. «Social Media ist wie ein Commitment-Buddy für mich», sagt Peter Bolliger, während er bei 30 Grad über eine Schotterstrasse joggt. «Wenn ich mein Ziel öffentlich teile, muss ich auch dafür trainieren». Der 30-jährige Content Creator aus dem Kanton Aargau dokumentiert seinen Trainingsalltag für hunderttausende Follower:innen. Letzten Sommer lief er 26 Marathons in 26 Tagen, durch alle Kantone der Schweiz. Seine nächste Challaenge: Ein Ultra-Trail-Run mit 101-Kilometer und 6’700 Höhenmeter. Michèle Rüedi hat selbst noch nie an einem solchen Event teilgenommen. In ihrem Umfeld und vor allem auf Social Media scheint das inzwischen aber die normalste Sache der Welt zu sein. «Ich bin keine Läuferin, absolut kein Ausdauer-Mensch», sagt die Reporterin. Trotzdem meldet sie sich für ihren ersten Triathlon an. Zwischen Schwimmtraining, Prüfungsstress und neuen Follower:innen auf Social Media stellt sie sich die Frage: Wieso quälen wir uns bis an unsere Grenzen? (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 27.07.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 24.08.2026 SRF zwei
  • Folge 167 (29 Min.)
    Hund Angus uns seine Besitzer:innen auf dem Sofa
    «Ob ein Mensch stirbt oder ein Tier – das macht gar keinen Unterschied», sagt ein Mann an einem Trauergottesdienst für Tiere. Er habe selbst schon erlebt, dass er um ein Tier mehr getrauert habe als um einen Menschen. Auch der Tierarzt Bronek Nowicki erlebt hautnah mit, wie eng viele Menschen mit ihren Tieren verbunden sind. Er macht Hausbesuche und hat schon über tausend Tiere eingeschläfert. Dennoch gehen die Einsätze nicht spurlos an ihm vorbei: «Auch wenn ein Tier ein volles, schönes Leben hinter sich hatte – es ist trotzdem immer schwierig.» Das Paar Sascha und Tabea kämpft um das Leben seines unheilbar kranken Hundes Angus. Der zehnjährige Vierbeiner schrammte schon mehrmals knapp am Tod vorbei – und hat die Ersparnisse der beiden aufgebraucht. «Ein Tier nur wegen der Kosten einzuschläfern, fände ich nicht fair», sagt Tabea. Doch der Tag des Abschieds rückt näher und der Gedanke daran macht ihnen Angst. (Text: Play SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 24.08.2026 Play SRFOriginal-TV-Premiere Mi. 26.08.2026 SRF 1
  • Folge 168
    Original-TV-Premiere Mi. 14.10.2026 SRF 1
  • Folge 169 (27 Min.)
    Boris Garcia beim Wakeboarden auf dem Zürichsee
    Die Schweizer Seen werden immer voller. SUP, Fischer, Ruderer, Wakeboarder und Surfer teilen sich denselben begrenzten Raum. Was passiert, wenn es zu eng wird? «rec.»-Reporterin Rahel Osterwalder geht auf dem Zürichsee den zunehmenden Konflikten auf dem Wasser nach. Auf dem Vierwaldstätter-, Genfer-, Thuner- oder Zürichsee herrscht im Hochsommer oft Verkehrschaos. Die unterschiedlichsten Interessen treffen aufeinander. Während die einen auf der Suche nach Sport und Abkühlung sind, müssen Berufsfischer ihre Netze ausbringen und Kursschiffe täglich tausende Menschen sicher ans Ziel bringen. Je voller der See ist, desto häufiger kommt es zu gefährlichen Manövern und brenzligen Situationen. Der Berufsfischer Adrian Gerny erlebt die Folgen fast täglich. Boote können seine Netze beschädigen und sie mit den Schiffsschrauben mitreissen. Bis zu 20’000 Franken Schaden im Jahr entstehen ihm dadurch. Auch für die Ruderin Pascale Walker wird es auf dem Wasser zunehmend schwierig. Die ehemalige Profi-Ruderin und Olympiateilnehmerin kennt die Gefahr aus eigener Erfahrung: «Ich wurde von einem Boot überfahren.» Auch die Schifffahrt spürt den zunehmenden Druck. Im Sommer sind täglich 16 Kursschiffe auf dem Zürichsee unterwegs. Chefkapitän Marco Pfister muss immer wieder ausweichen oder abbremsen, obwohl die Kursschiffe Vortritt haben. Seine Beobachtung: «Die Menschen sind egoistisch, sie halten sich nicht an die Regeln.» (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 07.09.2026 Play SRFOriginal-TV-Premiere Mo. 14.09.2026 SRF zwei
  • Folge 170
    Original-TV-Premiere Mo. 21.09.2026 SRF zwei

zurückweiter

Erhalte Neuigkeiten zu rec. direkt auf dein Handy. Kostenlos per App-Benachrichtigung. Kostenlos mit der fernsehserien.de App.
Alle Neuigkeiten zu rec. und weiteren Serien deiner Liste findest du in deinem persönlichen Feed.

Erinnerungs-Service per E-Mail

TV Wunschliste informiert dich kostenlos, wenn rec. online als Stream verfügbar ist oder im Fernsehen läuft.

Hol dir jetzt die fernsehserien.de App