rec Q&A

  • Folge 1
    Hochwasser, Brände, Unfälle – in ländlichen Gebieten rückt die Miliz-Feuerwehr aus. Doch während die Einsätze zunehmen, fehlt es an Freiwilligen. Warum sinkt die Bereitschaft, diesen Dienst zu leisten? Ein Besuch bei der Feuerwehr Hindelbank zeigt Herausforderungen und Leidenschaft der Helfenden. Es ist zeitintensiv und nicht ungefährlich. Trotzdem sagt der 23-jährige Mick Fankhauser: «Ich könnte nicht ohne die Feuerwehr.» Schon als Kind faszinierten ihn die Einsatzkräfte in ihrer roten Uniform. Doch immer weniger Menschen sind bereit, alles stehen und liegen zu lassen, wenn der Alarm losgeht. In den letzten 20 Jahren ist die Zahl der Feuerwehrleute in der Schweiz um ein Drittel gesunken. «Die Leute sind heute nicht mehr bereit, etwas für die Gesellschaft zu tun. Es herrscht eine Nehmermentalität», sagt Feuerwehrkommandant Reto Portner. Auch er kämpft darum, Nachwuchs zu finden – eine zunehmend schwierige Aufgabe. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mi. 09.04.2025 SRF 1
  • Folge 2 (7 Min.)
    Ghosting, Dating-App-Burnout und Einsamkeit: Immer mehr Menschen verlieren die Geduld beim Swipen. Auf der Suche nach der ganz grossen Liebe setzen einige stattdessen auf professionelle Matchmakerinnen und zahlen dafür Tausende Franken. Doch hält der exklusive Service, was er verspricht? Johanna von Ott aus Chur weiss genau, was sie will: Einen Mann fürs Leben, beruflich so erfolgreich wie sie, mit dem sie eine Familie gründen kann. Nach unzähligen Enttäuschungen mit Dating-Apps hat sie nun 5000 Euro in eine Partnervermittlung investiert. «rec.»-Reporterin Anne-Sophie Galli ist dabei, wenn Johanna mit ihrer Matchmakerin Dealbreaker und Dates bespricht, ein Dating-Coaching und eine Stilberatung bekommt. Gleichzeitig blickt die Reporterin hinter die Kulissen der Partnervermittlung: Luxus-Matchmakerin Elena Sachs sucht an exklusiven Locations, wie einem Pilates-Kurs in einem 5-Sterne-Hotel in Luzern, gezielt nach Frauen für ihre zahlenden Kunden. Das sind meistens beruflich erfolgreiche Männer, die bereit sind, mindestens 12’000 Franken für den perfekten Match hinzublättern. Noch einen Schritt weiter geht Christophe Diserens aus Lausanne: Er zahlt einer High-Class-Vermittlerin in Dubai stolze 30’000 Dollar. Für ihn ein rationales Investment in seine Traumfrau. Wie viel ist uns die Hoffnung auf die grosse Liebe wert? Und sind Luxus-Partnervermittlungen eine gute Alternative zu Dating-Apps? (Text: Play SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 19.06.2026 Play SRF
  • Folge 3 (8 Min.)
    Sie sei arbeitsfaul und ambitionslos, hört man über die Gen Z. Melanie und Emre widerlegen das gängige Bild. Die Bäckereichefin und der angehende Neurochirurg leben für ihren Job. «rec.»-Reporter Noah Knüsel begleitet die beiden und fragt sich: Welches Preisschild hängt an dieser Leidenschaft? Nur wenige Monate nach dem Abschluss ihrer Ausbildung hat die 23-jährige Melanie eine eigene Bäckerei eröffnet. Sie steht sieben Tage pro Woche in der Backstube, mehr als vier Stunden Schlaf am Stück gibt es selten. Ein Sozialleben hat da kaum Platz. Für Melanie kein Hindernis: «Ausgang sagt mir nichts – ich gehe arbeiten.» Der 26-jährige Emre steht derweil am Beginn eines neuen Abenteuers. Nach seinem Medizinstudium tritt er seine erste Stelle als Assistenzarzt auf der Neurochirurgie an. Es ist eine der Königsdisziplinen der Medizin: Hirnoperationen sind Millimeterarbeit unter dem Mikroskop und Fehler können schwerwiegende Folgen haben. Emre erwarten endlose Arbeitswochen und viel Verantwortung. «Wenn ich nicht Feuer und Flamme für dieses Fach wäre, würde ich mir das nie im Leben antun», sagt er. (Text: Play SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 26.06.2026 Play SRF
  • Folge 4 (15 Min.)
    «Als Schwarzer bist du sicher gut im Bett und hast ein grosses Geschlechtsteil.» Solche Sprüche beim Dating sind keine Komplimente, sondern purer Rassismus. «rec.»-Reporterin Sofika Yogarasa spricht mit Betroffenen über Exotisierung und Sexualisierung aufgrund ihrer Herkunft. Ablexu ist queer und hört beim Dating immer wieder unverschämte Sprüche von weissen Männern. «Ich werde nicht als Mensch gesehen, sondern als das, was ich zwischen den Beinen habe», erzählt er. Basketballspieler Joel erging es ähnlich. Von Frauen und Teamkollegen wurde er ständig mit dem Klischee konfrontiert, Schwarze Männer hätten ein grosses Geschlechtsteil. Als junger Mann verunsicherten ihn die Sprüche und setzten ihn unter Druck. Er hatte das Gefühl, diesen Vorstellungen entsprechen zu müssen. Auch Yanê hat als halb Schweizerin, halb Brasilianerin Erfahrungen mit Sexualisierung und Exotisierung aufgrund ihrer Herkunft erlebt: «Sie denken, ich könne mich als Latina gut bewegen und sei gut im Bett.» Vanessa hat vietnamesische Wurzeln und erzählt vom sogenannten «Yellow Fever» – ein Begriff, der die sexuelle Vorliebe von westlichen Männern für ost- und südostasiatische Frauen beschreibt. Sie glaubt, dass Pornos ein stereotypes Bild asiatischer Frauen verbreiten: «Die asiatische Frau wird in Pornos als unterwürfig dargestellt. Als könnte man alles mit ihr machen.» (Text: Play SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 06.07.2026 Play SRF
  • Folge 5 (12 Min.)
    Wie führt man ein selbstbestimmtes Leben, wenn man praktisch keinen Handgriff allein machen kann? Markus und sein Bruder Dominik haben die unheilbare Muskelerkrankung SMA. Trotz maximaler Einschränkung kämpft Markus für ein Leben auf Augenhöhe – zwischen Uni, elterlichem Bauernhof und Fankurve. Ein normales Leben führen, studieren, abends selbst entscheiden, wann man ins Bett geht, oder mit Freunden an den Gottéronmatch gehen und einen Eistee trinken: Was für viele selbstverständlich ist, ist für den Juristen und Studenten Markus Fankhauser ein ständiger Kampf um Selbstbestimmtheit und Freiheit. «Ich möchte kein Bürger zweiter Klasse sein, sondern hier an der Uni mitdiskutieren können und ein Teil der gesunden Welt sein», sagt er. Der 35-Jährige und sein Bruder Dominik leben auf dem elterlichen Bauernhof im Emmental. Ein Leben in einem Wohnheim oder einer Pflegeeinrichtung kommt für die Brüder nicht infrage. Möglich macht das ein engmaschiges Netz aus Familie, Freunden und 13 Assistentinnen und Assistenten, die von den Brüdern angestellt sind und von der IV bezahlt werden. Markus und Dominik können sie bei Bedarf einsetzen und so ihren Alltag so weit wie möglich selbst steuern. Die Hände der Assistentinnen sind dann die Hände von Markus: Sie drücken den Liftknopf in der Uni, putzen die Zähne oder öffnen Türen. Freiheit bedeutet für Markus auch, einfach mal nur Freund zu sein. Es ist für ihn besonders schön und bereichernd, wenn er mit einem Freund unterwegs sein kann: «Das tut einem eine neue Welt auf. Dafür bin ich mega dankbar.» (Text: Play SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 17.07.2026 Play SRF
  • Folge 6 (14 Min.)
    Immer mehr Frauen in der Schweiz lassen vorsorglich ihre Eizellen einfrieren, um sich ihren Kinderwunsch für später offenzuhalten. «rec.»-Reporter Samuel Konrad begleitet seine Kollegin durch den Prozess und zeigt die Realität von Frauen, die auf «Social Freezing» setzen oder setzen mussten. Léa (36) entscheidet sich trotz Partner für diesen emotional und körperlich enorm belastenden Weg. «Ich habe mich lange dagegen gewehrt, dass ich mich als Frau allein mit dem Thema Kinderwunsch auseinandersetzen muss», sagt sie. «Wenn meine Beziehung hält, kaufe ich uns damit Zeit. Wenn nicht, kaufe ich mir Zeit.» Diese Zeit hat ihren Preis: Für einen Social-Freezing-Zyklus müssen Frauen in der Schweiz mit Kosten von 6’000 bis 9’000 Franken rechnen, hinzu kommt eine jährliche Lagerungsgebühr. Die Hormonstimulation mittels Spritzen dauert in der Regel zwei Wochen. Ziel ist es, möglichst viele Eizellen zur Reifung anzuregen, idealerweise rund 20. Viele Frauen benötigen dafür jedoch zwei oder sogar drei Behandlungszyklen. So auch Whitney Toyloy (35), die nach dem ersten Durchgang fast aufgegeben hätte: «Als man mir sagte, man könne nur drei Eizellen entnehmen, bin ich zusammengebrochen. Ich dachte, ich werde vielleicht nie Mutter.» Das vorsorgliche Einfrieren von Eizellen ist in der Schweiz seit etwas mehr als zehn Jahren erlaubt. Die Verwendung der Eizellen bleibt jedoch Paaren vorbehalten. «Das ist ein Skandal», sagt Toyloy. «Der Staat bestimmt über meinen Körper als Frau – das stört mich.» Zudem habe sie den Eindruck gewonnen, dass hinter der Behandlung auch ein lukratives Geschäft stecke: «Man spielt hier auch mit der Dringlichkeit, die wir als Frauen verspüren.» (Text: Play SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 24.07.2026 Play SRF
  • Folge 7 (14 Min.)
    Marathon, Triathlon, Ultra-Trail: Immer mehr junge Menschen treiben ihren Körper an die Grenze und lassen auf Social Media Tausende daran teilhaben. «rec.»-Reporterin Michèle Rüedi begleitet Fitfluencer Peter Bolliger und setzt sich selbst ein hohes Ziel. «Social Media ist wie ein Commitment-Buddy für mich», sagt Peter Bolliger, während er bei 30 Grad über eine Schotterstrasse joggt. «Wenn ich mein Ziel öffentlich teile, muss ich auch dafür trainieren». Der 30-jährige Content Creator aus dem Kanton Aargau dokumentiert seinen Trainingsalltag für hunderttausende Follower:innen. Letzten Sommer lief er 26 Marathons in 26 Tagen, durch alle Kantone der Schweiz. Seine nächste Challaenge: Ein Ultra-Trail-Run mit 101-Kilometer und 6’700 Höhenmeter. Michèle Rüedi hat selbst noch nie an einem solchen Event teilgenommen. In ihrem Umfeld und vor allem auf Social Media scheint das inzwischen aber die normalste Sache der Welt zu sein. «Ich bin keine Läuferin, absolut kein Ausdauer-Mensch», sagt die Reporterin. Trotzdem meldet sie sich für ihren ersten Triathlon an. Zwischen Schwimmtraining, Prüfungsstress und neuen Follower:innen auf Social Media stellt sie sich die Frage: Wieso quälen wir uns bis an unsere Grenzen? (Text: Play SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 31.07.2026 Play SRF
  • Folge 8 (14 Min.)
    Rund jeder fünfte Haustierbesitzer gibt an, mehr um sein Haustier als um einen nahestehenden Menschen getrauert zu haben. Warum bauen Menschen eine so starke Beziehung zu Haustieren auf? «rec.»-Reporterin Lia Perbo spricht mit Betroffenen und einem Tierarzt über die Trauer um verstorbene Haustiere. «Ob ein Mensch stirbt oder ein Tier – das macht gar keinen Unterschied», sagt ein Mann an einem Trauergottesdienst für Tiere. Er habe selbst schon erlebt, dass er um ein Tier mehr getrauert habe als um einen Menschen. Auch der Tierarzt Bronek Nowicki erlebt hautnah mit, wie eng viele Menschen mit ihren Tieren verbunden sind. Er macht Hausbesuche und hat schon über tausend Tiere eingeschläfert. Dennoch gehen die Einsätze nicht spurlos an ihm vorbei: «Auch wenn ein Tier ein volles, schönes Leben hinter sich hatte – es ist trotzdem immer schwierig.» Das Paar Sascha und Tabea kämpft um das Leben seines unheilbar kranken Hundes Angus. Der zehnjährige Vierbeiner schrammte schon mehrmals knapp am Tod vorbei – und hat die Ersparnisse der beiden aufgebraucht. «Ein Tier nur wegen der Kosten einzuschläfern, fände ich nicht fair», sagt Tabea. Doch der Tag des Abschieds rückt näher und der Gedanke daran macht ihnen Angst. (Text: Play SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 31.08.2026 Play SRF
  • Folge 9 (11 Min.)
    Die Schweizer Seen werden immer voller. SUP, Fischer, Ruderer, Wakeboarder und Surfer teilen sich denselben begrenzten Raum. Was passiert, wenn es zu eng wird? «rec.»-Reporterin Rahel Osterwalder geht auf dem Zürichsee den zunehmenden Konflikten auf dem Wasser nach. Auf dem Vierwaldstätter-, Genfer-, Thuner- oder Zürichsee herrscht im Hochsommer oft Verkehrschaos. Die unterschiedlichsten Interessen treffen aufeinander. Während die einen auf der Suche nach Sport und Abkühlung sind, müssen Berufsfischer ihre Netze ausbringen und Kursschiffe täglich tausende Menschen sicher ans Ziel bringen. Je voller der See ist, desto häufiger kommt es zu gefährlichen Manövern und brenzligen Situationen. Der Berufsfischer Adrian Gerny erlebt die Folgen fast täglich. Boote können seine Netze beschädigen und sie mit den Schiffsschrauben mitreissen. Bis zu 20’000 Franken Schaden im Jahr entstehen ihm dadurch. Auch für die Ruderin Pascale Walker wird es auf dem Wasser zunehmend schwierig. Die ehemalige Profi-Ruderin und Olympiateilnehmerin kennt die Gefahr aus eigener Erfahrung: «Ich wurde von einem Boot überfahren.» Auch die Schifffahrt spürt den zunehmenden Druck. Im Sommer sind täglich 16 Kursschiffe auf dem Zürichsee unterwegs. Chefkapitän Marco Pfister muss immer wieder ausweichen oder abbremsen, obwohl die Kursschiffe Vortritt haben. Seine Beobachtung: «Die Menschen sind egoistisch, sie halten sich nicht an die Regeln.» (Text: Play SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 11.09.2026 Play SRF
  • Folge 10 (14 Min.)
    In den Sozialen Medien feiern Millionen Menschen das scheinbar perfekte Leben als Hausfrau und Mutter. Der Tradwife-Trend boomt. Doch was steckt hinter der Sehnsucht nach traditionellen Rollenbildern? Lea, 25, arbeitet als Bioanalytikerin und sieht sich selbst als selbstbewusste Frau mit starkem Charakter. Trotzdem wünscht sie sich für ihre Zukunft eine klassische Rollenverteilung. Sie möchte zu einem Mann aufschauen können, der, wie sie sagt, ihr «Protector» und «Leader» ist. Im Gegenzug würde sie sich um Haushalt und Familie kümmern, kochen, backen und den Alltag organisieren. Später möchte sie ganz auf Erwerbsarbeit verzichten und sich voll und ganz der Familie widmen. Auch die finanzielle Abhängigkeit von ihrem Partner nimmt sie bewusst in Kauf: «Ich vertraue meinem Partner.» Valeria, 29, hat ein solches Leben bereits geführt. Während ihrer Zeit in den USA bewegte sie sich in einer Gemeinschaft von Frauen, die einen besonders traditionellen Lebensstil pflegten. Auf Social Media zeigte sie Bilder idyllischer Momente mit ihrem Kind und einem erfüllten Dasein als Hausfrau. «Ich war in einer Bubble, in der man als Mutter und Hausfrau perfekt sein musste», erzählt sie heute. Der Anspruch, den hohen Erwartungen ständig gerecht zu werden, brachte sie zunehmend an ihre Grenzen. Inzwischen hat sich Valeria vom Tradwife-Trend abgewandt. Hinter den romantischen Bildern verbirgt sich oft eine Realität, die deutlich weniger perfekt ist, als die Posts auf Instagram und Tiktok vermuten lassen. (Text: Play SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 21.09.2026 Play SRF
  • Folge 11 (14 Min.)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 21.09.2026 Play SRF

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