rec. Folge 149: Privatschulen – Warum wenden sich Familien von der Volksschule ab?
Folge 149
149. Privatschulen – Warum wenden sich Familien von der Volksschule ab?
Folge 149 (33 Min.)
rec. Privatschulen – Warum wenden sich Familien von der Volksschule ab? Der 14-jährige Gian war in der Volksschule überfordert.
Bild: SRF
Überforderung, Leistungsdruck oder schlechte Vorbereitung auf die Berufswelt: Viele Eltern in der Schweiz hinterfragen die Volksschule und suchen nach Alternativen. «rec.» begleitet Familien, die ihre Kinder an Privatschulen schicken und zeigt, wie unterschiedlich die Gründe für diesen Schritt sind.
Der 14-jährige Gian wollte irgendwann nicht mehr in die Schule. Er litt unter Bauchschmerzen, konnte nachts kaum schlafen und fühlte sich im Unterricht überfordert. «Er war ein Häufchen Elend», sagt seine Mutter. In der Volksschule erhielt er aus ihrer Sicht zu wenig Unterstützung für seine Lernschwäche. Der Druck belastete die ganze Familie. Schliesslich zog sie ein Vorerbe vor, um ihm eine Privatschule zu finanzieren – eine Schule ohne
Noten und Leistungsdruck.
Pan ist Vater von drei Kindern und unterrichtete früher an der Volksschule. Er fand das Arbeiten im Klassenzimmer unzumutbar – und wollte auch seinen drei Kindern eine andere Lernumgebung ermöglichen. Bei Wind und Wetter lernen die Kinder draussen, frei nach ihren Interessen.
In der Schweiz besuchen rund 5 Prozent der schulpflichtigen Kinder eine Privatschule. Das Interesse an Alternativen steigt – in den letzten 10 Jahren hat die Anzahl der Privatschulen um die Hälfte zugenommen. Die Kosten für Privatschulen in der Schweiz variieren sehr stark je nach Schule, Region und Angebot. Die in der Reportage gezeigten Schulen kosten die Eltern zwischen 1150 bis 2180 Franken pro Kind und Monat. (Text: SRF)
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