160. Mein Cousin, der Bauer – Begegnung zwischen Stadt und Land
Folge 160 (32 Min.)
Städter Martin Lustenberger verbringt drei Tage auf dem Bauernhof seines Cousins Thomas StaffelbachBild: SRFFür Thomas Staffelbach war der Weg vorgegeben: Er ist auf dem Bauernhof in Hergiswil bei Wilisau aufgewachsen und hat ihn vom Vater übernommen. Seit jeher bestimmt der Hof den Rhythmus in seinem Leben: Um 3:30 Uhr geht’s in den Stall, später auf den Traktor, dazwischen die Tiere und viel körperliche Arbeit auf den Weiden.Reporter Martin Lustenberger hingegen ist in der Agglomeration aufgewachsen und liebt sein Leben in der Stadt. Als Kind machte er Ferien bei seinem Götti und seinem Cousin auf dem Hof – aber selbst Bauer werden? Das wäre ihm nicht im Traum in den Sinn gekommen. Nun spürt er am eigenen Leib die Knochenarbeit, die das Lebenswerk seiner Familie mütterlicherseits fordert. Zwischen der Geburt eines Kalbes und Gesprächen am Küchentisch wird der Hofbesuch zu einer ehrlichen Begegnung zweier Verwandter, die in völlig anderen Welten leben. (Text: SRF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 08.06.2026 YouTube Deutsche TV-Premiere Di. 25.08.2026 3sat Original-TV-Premiere Mi. 24.06.2026 SRF 1 161. Partnersuche mit teurem Matchmaking – Lohnt sich das?
- Play SRF: Matchmaking – Lohnt sich Luxus-Partnervermittlung?
Folge 161 (33 Min.)Christophe Diserens aus Lausanne zahlt einer High-Class-Vermittlerin in Dubai 30’000 Dollar.Bild: SRFGhosting, Dating-App-Burnout und Einsamkeit: Immer mehr Menschen verlieren die Geduld beim Swipen. Auf der Suche nach der ganz grossen Liebe setzen einige stattdessen auf professionelle Matchmakerinnen und zahlen dafür tausende Franken. Doch hält der exklusive Service, was er verspricht?Johanna von Ott aus Chur weiss genau, was sie will: Einen Mann fürs Leben, beruflich erfolgreicher als sie, mit dem sie eine Familie gründen kann. Nach unzähligen Enttäuschungen mit Dating-Apps hat sie nun 5’000 Euro in eine Partnervermittlung investiert. «rec.»-Reporterin Anne-Sophie Galli ist dabei, wenn Johanna mit ihrer Matchmakerin Dealbreaker und Dates bespricht, ein Dating-Coaching und eine Stilberatung kriegt. Gleichzeitig blickt die Reporterin hinter die Kulissen der Partnervermittlung: Luxus-Matchmakerin Elena Sachs sucht an exklusiven Locations, wie einem Pilates-Kurs in einem 5-Sterne-Hotel in Luzern, gezielt nach Frauen für ihre zahlenden Kunden. Das sind meistens beruflich erfolgreiche Männer, die bereit sind, mindestens 12’000 Franken für den perfekten Match hinzublättern. Noch einen Schritt weiter geht Christophe Diserens aus Lausanne: Er zahlt einer High-Class-Vermittlerin in Dubai stolze 30’000 Dollar. Für ihn ein rationales Investment in seine Traumfrau. Wie viel ist uns die Hoffnung auf die grosse Liebe wert? Und sind sie eine gute Alternative zu Dating-Apps? (Text: SRF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 15.06.2026 YouTube Original-TV-Premiere Sa. 27.06.2026 SRF zwei 162. Gen Z und ehrgeizig – Sie trotzen den Klischees
Folge 162 (22 Min.)Emre steht vor einem Operationssaal.Bild: SRFNur wenige Monate nach dem Abschluss ihrer Ausbildung hat die 23-jährige Melanie eine eigene Bäckerei eröffnet. Sie steht sieben Tage pro Woche in der Backstube, mehr als vier Stunden Schlaf am Stück gibt es selten. Ein Sozialleben hat da kaum Platz. Für Melanie kein Hindernis: «Ausgang sagt mir nichts – ich gehe arbeiten.»Der 26-jährige Emre steht derweil am Beginn eines neuen Abenteuers. Nach seinem Medizinstudium tritt er seine erste Stelle als Assistenzarzt auf der Neurochirurgie an. Es ist eine der Königsdisziplinen der Medizin: Hirnoperationen sind Millimeterarbeit unter dem Mikroskop und Fehler können schwerwiegende Folgen haben. Emre erwarten endlose Arbeitswochen und viel Verantwortung. «Wenn ich nicht Feuer und Flamme für dieses Fach wäre, würde ich mir das nie im Leben antun», sagt er. (Text: SRF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 22.06.2026 YouTube Original-TV-Premiere Mo. 03.08.2026 SRF zwei 163. Dating als Asiatin, Latina oder Schwarzer – Sexualisiert und exotisiert
Folge 163 (27 Min.)Bild: SF2«Als Schwarzer bist du sicher gut im Bett und hast ein grosses Geschlechtsteil.» Solche Sprüche beim Dating sind keine Komplimente, sondern purer Rassismus. «rec.»-Reporterin Sofika Yogarasa spricht mit Betroffenen über Exotisierung und Sexualisierung aufgrund ihrer Herkunft.Ablexu ist queer und hört beim Dating immer wieder unverschämte Sprüche von weissen Männern. «Ich werde nicht als Mensch gesehen, sondern als das, was ich zwischen den Beinen habe», erzählt er. Basketballspieler Joel erging es ähnlich. Von Frauen und Teamkollegen wurde er ständig mit dem Klischee konfrontiert, Schwarze Männer hätten ein grosses Geschlechtsteil. Als junger Mann verunsicherten ihn die Sprüche und setzten ihn unter Druck. Er hatte das Gefühl, diesen Vorstellungen entsprechen zu müssen. Auch Yanê hat als halb Schweizerin, halb Brasilianerin Erfahrungen mit Sexualisierung und Exotisierung aufgrund ihrer Herkunft erlebt: «Sie denken, ich könne mich als Latina gut bewegen und sei gut im Bett.» Vanessa hat vietnamesische Wurzeln und erzählt vom sogenannten «Yellow Fever» – ein Begriff, der die sexuelle Vorliebe von westlichen Männern für ost- und südostasiatische Frauen beschreibt. Sie glaubt, dass Pornos ein stereotypes Bild asiatischer Frauen verbreiten: «Die asiatische Frau wird in Pornos als unterwürfig dargestellt. Als könnte man alles mit ihre machen.» (Text: SRF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 29.06.2026 YouTube Original-TV-Premiere Mo. 06.07.2026 SRF zwei 164. Selbstbestimmt trotz Muskelerkrankung – Wie viel Freiheit ist möglich?
Folge 164 (31 Min.)Markus ist von der unheilbaren Muskelerkrankung SMA betroffen.Bild: SRFEin normales Leben führen, studieren, abends selbst entscheiden, wann man ins Bett geht, oder mit Freunden an den Gottéronmatch gehen und einen Eistee trinken: Was für viele selbstverständlich ist, ist für den Juristen und Studenten Markus Fankhauser ein ständiger Kampf um Selbstbestimmtheit und Freiheit. «Ich möchte kein Bürger zweiter Klasse sein, sondern hier an der Uni mitdiskutieren können und ein Teil der gesunden Welt sein», sagt er.Der 35-Jährige und sein Bruder Dominik leben auf dem elterlichen Bauernhof im Emmental. Ein Leben in einem Wohnheim oder einer Pflegeeinrichtung kommt für die Brüder nicht infrage. Möglich macht das ein engmaschiges Netz aus Familie, Freunden und 13 Assistentinnen und Assistenten, die von den Brüdern angestellt sind und von der IV bezahlt werden. Markus und Dominik können sie bei Bedarf einsetzen und so ihren Alltag so weit wie möglich selbst steuern. Die Hände der Assistentinnen sind dann die Hände von Markus: Sie drücken den Liftknopf in der Uni, putzen die Zähne oder öffnen Türen. Freiheit bedeutet für Markus auch, einfach mal nur Freund zu sein. Es ist für ihn besonders schön und bereichernd, wenn er mit einem Freund unterwegs sein kann: «Das tut einem eine neue Welt auf. Dafür bin ich mega dankbar.» (Text: SRF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 13.07.2026 Play SRF Original-TV-Premiere Mo. 10.08.2026 SRF zwei 165. Social Egg Freezing – Kinderwunsch auf Eis gelegt
Folge 165Immer mehr Frauen in der Schweiz lassen vorsorglich ihre Eizellen einfrieren, um sich ihren Kinderwunsch für später offenzuhalten. «rec.»-Reporter Samuel Konrad begleitet seine Kollegin durch den Prozess und zeigt die Realität von Frauen, die auf «Social Freezing» setzen oder setzen mussten.Léa (36) entscheidet sich trotz Partner für diesen emotional und körperlich enorm belastenden Weg. «Ich habe mich lange dagegen gewehrt, dass ich mich als Frau allein mit dem Thema Kinderwunsch auseinandersetzen muss», sagt sie. «Wenn meine Beziehung hält, kaufe ich uns damit Zeit. Wenn nicht, kaufe ich mir Zeit.» Diese Zeit hat ihren Preis: Für einen Social-Freezing-Zyklus müssen Frauen in der Schweiz mit Kosten von 6’000 bis 9’000 Franken rechnen, hinzu kommt eine jährliche Lagerungsgebühr. Die Hormonstimulation mittels Spritzen dauert in der Regel zwei Wochen. Ziel ist es, möglichst viele Eizellen zur Reifung anzuregen, idealerweise rund 20. Viele Frauen benötigen dafür jedoch zwei oder sogar drei Behandlungszyklen. So auch Whitney Toyloy (35), die nach dem ersten Durchgang fast aufgegeben hätte: «Als man mir sagte, man könne nur drei Eizellen entnehmen, bin ich zusammengebrochen. Ich dachte, ich werde vielleicht nie Mutter.» Das vorsorgliche Einfrieren von Eizellen ist in der Schweiz seit etwas mehr als zehn Jahren erlaubt. Die Verwendung der Eizellen bleibt jedoch Paaren vorbehalten. «Das ist ein Skandal», sagt Toyloy. «Der Staat bestimmt über meinen Körper als Frau – das stört mich.» Zudem habe sie den Eindruck gewonnen, dass hinter der Behandlung auch ein lukratives Geschäft stecke: «Man spielt hier auch mit der Dringlichkeit, die wir als Frauen verspüren.» (Text: SRF) Deutsche Streaming-Premiere Mo. 20.07.2026 Play SRF Original-TV-Premiere Mo. 17.08.2026 SRF zwei
