rec. Folge 169: Schweizer Seen am Limit – Zu viele Boote, SUPs und Surfer?
Folge 169
169. Schweizer Seen am Limit – Zu viele Boote, SUPs und Surfer?
Folge 169 (27 Min.)
Boris Garcia beim Wakeboarden auf dem Zürichsee
Bild: SRG SSR
Die Schweizer Seen werden immer voller. SUP, Fischer, Ruderer, Wakeboarder und Surfer teilen sich denselben begrenzten Raum. Was passiert, wenn es zu eng wird? «rec.»-Reporterin Rahel Osterwalder geht auf dem Zürichsee den zunehmenden Konflikten auf dem Wasser nach.
Auf dem Vierwaldstätter-, Genfer-, Thuner- oder Zürichsee herrscht im Hochsommer oft Verkehrschaos. Die unterschiedlichsten Interessen treffen aufeinander. Während die einen auf der Suche nach Sport und Abkühlung sind, müssen Berufsfischer ihre Netze ausbringen und Kursschiffe täglich tausende Menschen sicher ans Ziel bringen. Je voller der See ist, desto häufiger kommt es zu gefährlichen Manövern und brenzligen Situationen.
Der Berufsfischer
Adrian Gerny erlebt die Folgen fast täglich. Boote können seine Netze beschädigen und sie mit den Schiffsschrauben mitreissen. Bis zu 20’000 Franken Schaden im Jahr entstehen ihm dadurch. Auch für die Ruderin Pascale Walker wird es auf dem Wasser zunehmend schwierig. Die ehemalige Profi-Ruderin und Olympiateilnehmerin kennt die Gefahr aus eigener Erfahrung: «Ich wurde von einem Boot überfahren.»
Auch die Schifffahrt spürt den zunehmenden Druck. Im Sommer sind täglich 16 Kursschiffe auf dem Zürichsee unterwegs. Chefkapitän Marco Pfister muss immer wieder ausweichen oder abbremsen, obwohl die Kursschiffe Vortritt haben. Seine Beobachtung: «Die Menschen sind egoistisch, sie halten sich nicht an die Regeln.» (Text: SRF)
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