bisher 155 Folgen, Folge 137⁠–⁠155

  • Folge 137 (29 Min.)
    Pamela hat alles, was sie sich gewünscht hat: Einen unterstützenden Mann, einen spannenden Job und seit ein paar Monaten ein Kind. Und doch fühlt sie sich häufig einsam und isoliert. «rec.» -Reporterin Anna Kreidler fragt sich, warum Einsamkeit gerade Mütter und Väter trifft. Tobias Gerber lebt getrennt von seiner Familie. Die drei Kinder sind nur am Wochenende bei ihm. «Am schlimmsten ist der Sonntagabend, wenn sie wieder weg sind. Dann ist es so still.» Auch Pamela Heiniger kennt die Einsamkeit – obwohl sie mitten im Familienleben steht. Sie will alles perfekt machen, hat Mühe Kontrolle abzugeben: «Ich fühle mich einsam in den eigenen vier Wänden.» Laut Pro Familia und dem Elternnotruf ist die Einsamkeit ein Thema bei Müttern und Vätern. Häufig geht sie einher mit sozialer Isolation oder fehlender Unterstützung. Und wenn die Einsamkeit chronisch wird, kann sie zu Depression oder Angststörungen führen. Wie finden Eltern aus der Einsamkeit heraus? Davon handelt diese Reportage. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 06.10.2025 YouTubeDeutsche TV-Premiere Di. 05.05.2026 3satOriginal-TV-Premiere Mo. 20.10.2025 SRF zwei
  • Folge 138 (23 Min.)
    rec. Mobbing Célines Gedenkstätte
    Leutnant Georgina Mermod ist 22 Jahre alt und führt im Wiederholungskurs in St. Gallen ein Team von Männern. Als Quartiermeisterin ist sie verantwortlich für Finanzen, Logistik und Versorgung – und kämpft dabei auch gegen Vorurteile. «Wenn man wirklich mehr Frauen in der Armee will, muss endlich mehr geschehen. Bisher tut sich schlicht zu wenig», sagt sie. Noch immer ist vieles auf Männerkörper ausgelegt: Schutzwesten drücken, Uniformen sind zu gross und sogar der Hodenschutz gehört zur Standardausrüstung. Eine weibliche Anpassung gibt es kaum. Gleichzeitig erleben laut einer Studie 94 Prozent der Soldatinnen eine Form von sexualisierter Gewalt. Lisa, angehende Offiziersanwärterin, wurde von einem Vorgesetzten belästigt. «Ich habe mich getraut, etwas zu sagen und trotzdem ist er weiterhin an der Schule tätig.» «rec.»-Reporterin Elma Softic geht der Frage nach, wie schwer es Frauen im Militär haben, und ob die Armee für Veränderung wirklich bereit ist. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 20.10.2025 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 27.10.2025 SRF zwei
  • Folge 139 (30 Min.)
    rec. Traumjob mit Trisomie 21 – Welche Chance hat mein Kind? Reporterin Rachel Spirig und ihre Tochter Pamina
    Die 14-jährige Pamina hat das Down-Syndrom – und einen grossen Traum: Sie will Lehrerin werden. Für ihre Mutter, «rec.» -Reporterin Rachel Spirig, wird dieser Traum zur Gratwanderung. Soll sie ihre Tochter bestärken oder sie vor möglichen Enttäuschungen bewahren? Auf der Suche nach Antworten begegnet die Reporterin Menschen mit Trisomie 21, die ihren Platz in der Arbeitswelt bereits gefunden haben. In der Schweiz leben rund 5000 Menschen mit Down-Syndrom. Die meisten arbeiten in geschützten Institutionen, doch manche wagen den Schritt in die freie Wirtschaft. So wie Lukas Hämmerli (23), der nach Rückschlägen einen Job als Pferdepfleger gefunden hat. Oder Julia Wyss (31), die in einer Schulküche eine Aufgabe entdeckt, die ihr Selbstvertrauen stärkt: «Hier fühle ich mich wie ein normaler Mensch, andernorts weniger.» Julia möchte einmal ihr eigenes Restaurant eröffnen. Für Lukas und Julia bedeutet ihre Arbeit weit mehr als blossen Lohnerwerb. Es geht um Selbstständigkeit, Anerkennung und das Gefühl dazuzugehören. Das wünscht sich die Reporterin auch für ihre Tochter. Die Reportage erzählt von Hoffnungen, Hindernissen und Erfolgen. Sie zeigt, wie viel möglich ist, wenn Chancen eröffnet werden – und wie viel Kraft es kostet, sie zu ergreifen. Am Ende bleibt die Frage: Wann ist es richtig, an einem Traum festzuhalten und wann ist es besser ihn loszulassen? (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 27.10.2025 YouTubeDeutsche TV-Premiere Di. 20.01.2026 3satOriginal-TV-Premiere Mo. 10.11.2025 SRF zwei
  • Folge 140 (25 Min.)
    rec. Mein Schweizer Pass – Mehr als nur ein Stück Papier. Reporterin Sofika Yogarasa mit ihrem Schweizer Pass.
    Für viele Menschen mit Migrationsgeschichte steht der Schweizer Pass für Identität, Sicherheit und Anerkennung. Doch der Weg dorthin ist oft von Unsicherheit, Ablehnung und dem schmerzhaften Gefühl des Nicht-Dazugehörens geprägt. «rec.» -Reporterin Sofika Yogarasa begibt sich auf eine persönliche Spurensuche. Elf Jahre nach ihrer eigenen Einbürgerung kehrt sie an den Ort ihres damaligen Einbürgerungsgesprächs in Geroldswil zurück. Als junge Frau mit tamilischen Eltern, in der Schweiz geboren und aufgewachsen, war ihr der Schweizer Pass ein grosses Anliegen. Sie erhoffte sich Schutz, Sicherheit und das Gefühl dazuzugehören. Artina Ahmeti wurde der Schweizer Pass gleich zweimal verwehrt – eine Erfahrung, die sie zutiefst erschütterte: «Wie soll ich dann erklären, dass ich ein Teil von der Schweiz bin, wenn Sie mich gar nicht als Teil sehen wollen?» Alişiyar Sürensoy, ebenfalls in der Schweiz geboren und aufgewachsen, konnte sich erst kürzlich einbürgern lassen. Für ihn ist der Schweizer Pass ein Stück Freiheit und der offizielle Beweis seiner Identität. «Ich bin Schweizer und basta!», betont er und muss doch immer wieder beweisen, dass er «genug Schweizer» ist. Für viele ist der Weg zum Schweizer Pass seit der Überarbeitung der Einbürgerungsbestimmungen im Jahr 2018 nicht einfacher geworden. Dies bestätigt eine neue Studie der Eidgenössischen Kommission für Migrationsfragen (EKM), die die Regierung berät. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 10.11.2025 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 17.11.2025 SRF zwei
  • Folge 141 (32 Min.)
    rec. Schweizerin gegen Genitalverstümmelung – Der lange Weg aus der Tradition Sara Aduse draussen auf der Strasse
    Mit sieben Jahren durchlebte Sara Aduse in Äthiopien die Beschneidung. Nachdem sie mit zwölf in die Schweiz ausgewandert ist, wurde sie hier zur Aktivistin gegen die Beschneidung. Nach über 20 Jahren kehrt sie nun in ihre alte äthiopische Heimat zurück, um dieser Praxis ein Ende zu setzen. Sara Aduse hat alles aufgegeben für ihre Vision: «Ich werde das machen, bis ich sterbe.» Die 34-Jährige will im Osten Äthiopiens die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung beenden. Dort werden rund 80 Prozent der Mädchen beschnitten. Weltweit haben 230 Millionen Frauen eine Form von genitaler Verstümmelung erlebt. Die Genitalverstümmelung ist grausam. Trotzdem ist die Tradition tief verankert. «Das Gute überwiegt», sagt eine Befürworterin. «Die Mädchen würden ruhiger», so eine weitere Befürworterin. Sara setzt auf Aufklärung und Dialog. «Meine direkte Art kommt nicht immer gut an», sagt sie. Aber aufgeben kommt nicht in Frage: Kein Mädchen solle erleben, was sie habe durchmachen müssen. «rec.»-Reporter Livio Chistell begleitet Sara Aduse in Äthiopien. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 17.11.2025 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 24.11.2025 SRF zwei
  • Folge 142 (23 Min.)
    rec. Druck in der Spitzenküche – Zwischen Perfektion und Nervenzusammenbruch Eric kam in der Spitzenküche an sein persönliches Limit
    In der Spitzengastronomie ist der Stress enorm, die Arbeitstage lang und der Lohn tief. Für perfekte Gerichte gehen viele an ihr Limit – doch zu welchem Preis? rec.-Reporterin Milena Burch begleitet Personen in der Sternenküche und blickt auf die Schattenseiten der Spitzengastronomie. Bis heute leidet Lukas unter den Folgen seiner Vergangenheit in der Spitzenküche. Während seiner Lehrzeit in einem Sternenrestaurant wurde er so von seinem Chef schikaniert und unter Druck gesetzt, dass er unter anderem Schlafprobleme bekam und als Beruhigung zu Suchtmitteln griff. «Der.Anspruch war Perfektionismus, ja nicht den Stern verlieren. Dafür wurde sehr viel in Kauf genommen.» Mit seinen Erlebnissen ist Lukas leider nicht allein. Die Gastronomie gilt als eine der stressigsten Branchen und fast jede dritte Person bricht die Ausbildung ab. Auch Eric kam in der Spitzenküche an sein persönliches Limit. Wegen dem hohen Druck in der Spitzengastronomie erlitt er einen Nervenzusammenbruch. «Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen und konnte es mir nicht vorstellen, zurück in die Küche zu gehen, weil ich sofort zusammengebrochen wäre.» (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 24.11.2025 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 01.12.2025 SRF zwei
  • Folge 143
    rec. – Mobbing – Célines Gedenkstätte; SRF
    Seit der ersten Klasse wurde Margaux von Gleichaltrigen gedemütigt und sogar geschlagen. «Ich habe geschwiegen, als würde mir alles nichts ausmachen», sagt die 28-Jährige heute. Als das Mobbing in der Berufslehre weitergeht, bricht sie zusammen. «Mein Körper hat Stopp geschrien. Ich war seelisch und körperlich am Ende und konnte nicht mehr aus dem Haus.» Auch Thomas wird in der Schulzeit und im Berufsleben wegen seines «Andersseins» verspottet. Die ständigen Anfeindungen verunsichern ihn zutiefst: «Das Mobbing hat mich verletzt und einsam gemacht. Ich habe mich gefragt, was mit mir nicht stimmt. Und ob ein Leben so noch Sinn macht.» Wie gefährlich Mobbing werden kann, zeigt Célines Geschichte. Die 13-Jährige nimmt sich nach monatelangem Cybermobbing das Leben. Ihre Eltern kämpfen mit der Trauer und für Aufklärung: «Mobbing muss enttabuisiert werden, jeder soll Verantwortung übernehmen.» (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 01.12.2025 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 08.12.2025 SRF zwei
  • Folge 144 (28 Min.)
    rec. Zwischen Freundschaft und Isolation – Wie sozial ist Geben? Gamerin Nadie Leimbacher an der SwitzerLAN
    Über zwei Millionen Menschen in der Schweiz gamen regelmässig – und doch hält sich ein hartnäckiges Bild: Gaming mache einsam. «rec.»-Reporterin Michèle Rüedi trifft Menschen, die durch Gaming Freundschaften gefunden haben und solche, die sich darin verloren haben. LAN-Partys feiern gerade ein Comeback: An der SwitzerLAN in Bern treffen sich 2’000 Gamerinnen und Gamer, hängen sich ans gleiche Netz und spielen 72 Stunden lang durch. Für viele ist das nicht einfach ein Event, sondern ein sozialer Treffpunkt: Ein Ort, an dem Online-Freundschaften plötzlich real werden. So auch für Adrian, Meli und Nadine, die sich durchs Gamen zusammengefunden haben und mehrmals im Jahr gemeinsam an LAN-Partys reisen. Doch Gaming hat auch eine andere Seite: Der 34-jährige Fotograf Flavio verlor während der Coronapandemie fast alle Aufträge und flüchtete sich bis zu 16 Stunden pro Tag in Videospiele. Während sein Umfeld vor allem seine Erschöpfungsdepression bemerkte, wusste kaum jemand, wie sehr ihn Gaming zusätzlich isolierte. «Ich gebe nicht dem Gaming die Schuld, sondern mir selbst», sagt er rückblickend. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 08.12.2025 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 15.12.2025 SRF zwei
    • Alternativtitel: Sexuelle Übergriffe im ÖV – Wie reagieren?
    Folge 145 (27 Min.)
    rec. Sexuelle Belästigung im ÖV – Wie reagieren? Ursina hat sexuelle Belästigung im Zug erlebt: ein Mann masturbierte vor ihr.
    Jede dritte Frau in der Schweiz erlebt sexuelle Belästigung im öffentlichen Verkehr – auch «rec.» -Reporterin Manuela Morgenthaler. Sie und weitere Betroffene erzählen, wie es ist, wenn die Fahrt im Zug oder Bus plötzlich zum Albtraum wird. Ursina fühlte sich auf der Zugfahrt beobachtet und blickte von ihrem Handy auf: «Ich sah sein entblösstes Glied. Er war voll im Akt.» Obwohl sie sonst eine schlagfertige Person ist, war sie in diesem Moment geschockt und wie gelähmt. «Ich konnte nicht reagieren, schaute wieder in mein Handy und versuchte das Geschehen zu verdrängen», erzählt sie. Auch Lena (Name geändert) hatte ein Horrorerlebnis während einer Zugreise. Das Bild des Mannes, der neben ihr masturbierte, geht ihr seither nicht mehr aus ihrem Kopf. Sie fährt heute nicht mehr gleich Zug wie vor diesem Ereignis. Lena konnte den Vorfall zwar bei einem Zugbegleiter melden, verzichtete dann aber auf eine Anzeige. «rec.»-Reporterin Manuela Morgenthaler zeigte den jungen Mann an, der sie im öffentlichen Verkehr belästigte. Das war wichtig und richtig, wie sich später herausstellte. Wie kann man sich vor Belästigungen und Übergriffen schützen? Und lohnt sich eine Anzeige auch gegen Unbekannt? Im Gespräch mit Polizist:innen und einem Transportpolizisten wird deutlich, dass Anzeigen wichtig und sinnvoll sind. Sie setzen ein klares Zeichen und können weitere Taten verhindern. (Text: SRR)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 15.12.2025 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 22.12.2025 SRF zwei
  • Folge 146
    rec. Postpartale Depression Gabriela Caprez und ihr Kind
    Nach der Geburt ihres zweiten Kindes erlebt Lina zum zweiten Mal eine postpartale Depression. Statt Freude bestimmen Trauer, Hoffnungslosigkeit und Ängste ihren Alltag. Die Bindung zu ihrem Kind blieb aus, was sie bitter bereut. Schuldgefühle belasten zusätzlich. 15 bis 20 Prozent der Frauen haben nach der Geburt mit Depressionen zu tun. Auch Gabriela und Rahel kennen den langen Weg aus dem seelischen Tief. Mit Therapie und Unterstützung finden sie Schritt für Schritt zurück in den Alltag, fühlen Hoffnung und die Kraft, als Mutter voll da zu sein. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 29.12.2025 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 05.01.2026 SRF zwei
  • Folge 147 (28 Min.)
    rec. Sexarbeit – Gezeichnetes Leben einer Prostituierten. Evi tauscht Sex gegen Geld.
    Evi arbeitet seit über 20 Jahren in der Prostitution. Die «rec.»-Reportage begleitet sie während eines langen Arbeitstags in ihrem Studio in einem Schweizer Dorf. Ein Alltag zwischen Kunden und Routinen – freiwillig, aber körperlich und psychisch fordernd. Evi begann mit 17 Jahren in der Prostitution zu arbeiten. «Sex ist für mich ganz normal. Und ob man dafür zahlt oder nicht, kommt nicht darauf an», sagt sie. Doch ihr Verhältnis zur Sexualität ist geprägt durch Missbrauch in der Kindheit. «Ich spüre meine Grenzen nicht immer.» Über Jahre arbeitete sie in Erotikstudios, teilweise bis zu 21 Stunden am Stück. Die Belastung führte zu gesundheitlichen Problemen wie Leistenbrüchen. Seit sieben Monaten arbeitet Evi selbstständig und will die Kontrolle bei sich behalten. «Wenn jemand fragt, ob ich es ohne Kondom mache, blockiere ich ihn auf WhatsApp.» «rec.»-Reporterin Rahel Lenz wartet während der Kundenkontakte in der Küche nebenan. Der Film zeigt den ungeschminkten Alltag: Putzen, Waschen, das Bett neu beziehen, bedienen – immer wieder von vorne. «Ich esse den ganzen Tag nichts, sonst kann ich nicht gut bedienen.» Und: «Manchmal ist es schon deprimierend, wie eine ewige Schlaufe.» (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 12.01.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 19.01.2026 SRF zwei
  • Folge 148
    rec. Im Sog der Verschwörungstheorien – Wenn Misstrauen das Weltbild prägt Roland Schätti misstraut unter anderem den Medien.
    Für Roland Schätti ist seit der Corona-Pandemie klar: Eine geheime Elite diktiert das Weltgeschehen und steuert Politik, Wissenschaft und die Medien. «Die Nahrungsmittelindustrie vergiftet uns, damit die Pharmaindustrie Geld an uns verdienen kann», sagt er – überzeugt von einem System, das gegen die Bevölkerung arbeitet. Auch für Prisca Würgler hat die Corona-Pandemie das Leben auf den Kopf gestellt. Weil sie sich weigerte, im Schulunterricht eine Maske zu tragen, verlor sie ihre Stelle als Primarlehrerin. «Die Corona-Massnahmen waren ein Verbrechen an der Menschheit. Eine Maske tragen zu müssen, fühlte sich für mich wie ein Missbrauch, wie eine Vergewaltigung an.» Heute gibt sie ihrer Wut und ihrem Misstrauen in Staat und System eine Stimme: mit der Gründung der Zeitschrift «Die Freien». Sie ist der Meinung, kritischen und unabhängigen Journalismus zu machen. Doch die publizierten Inhalte stehen im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen. Für den Reporter ist diese Reportage ein Balanceakt: aufmerksam zuhören und verstehen – ohne dabei journalistische Verantwortung zu verlieren oder Verschwörungstheorien eine Bühne zu bieten. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 26.01.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 26.01.2026 SRF zwei
  • Folge 149 (33 Min.)
    rec. Privatschulen – Warum wenden sich Familien von der Volksschule ab? Der 14-jährige Gian war in der Volksschule überfordert.
    Überforderung, Leistungsdruck oder schlechte Vorbereitung auf die Berufswelt: Viele Eltern in der Schweiz hinterfragen die Volksschule und suchen nach Alternativen. «rec.» begleitet Familien, die ihre Kinder an Privatschulen schicken und zeigt, wie unterschiedlich die Gründe für diesen Schritt sind. Der 14-jährige Gian wollte irgendwann nicht mehr in die Schule. Er litt unter Bauchschmerzen, konnte nachts kaum schlafen und fühlte sich im Unterricht überfordert. «Er war ein Häufchen Elend», sagt seine Mutter. In der Volksschule erhielt er aus ihrer Sicht zu wenig Unterstützung für seine Lernschwäche. Der Druck belastete die ganze Familie. Schliesslich zog sie ein Vorerbe vor, um ihm eine Privatschule zu finanzieren – eine Schule ohne Noten und Leistungsdruck. Pan ist Vater von drei Kindern und unterrichtete früher an der Volksschule. Er fand das Arbeiten im Klassenzimmer unzumutbar – und wollte auch seinen drei Kindern eine andere Lernumgebung ermöglichen. Bei Wind und Wetter lernen die Kinder draussen, frei nach ihren Interessen. In der Schweiz besuchen rund 5 Prozent der schulpflichtigen Kinder eine Privatschule. Das Interesse an Alternativen steigt – in den letzten 10 Jahren hat die Anzahl der Privatschulen um die Hälfte zugenommen. Die Kosten für Privatschulen in der Schweiz variieren sehr stark je nach Schule, Region und Angebot. Die in der Reportage gezeigten Schulen kosten die Eltern zwischen 1150 bis 2180 Franken pro Kind und Monat. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 09.02.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 16.02.2026 SRF zwei
  • Folge 150
    rec. Reportage – Escort und Glamour – Was steckt hinter dem Klischee? Mia ist 23 Jahre alt und sieht sich als selbständige Unternehmerin im Sexgewerbe
    Mia ist 23 Jahre alt und sieht sich als selbstständige Unternehmerin im Sexgewerbe. Für sie ist der Job der Inbegriff von Unabhängigkeit. Sie setzt die Regeln, zieht die Grenzen, räumt aber auch mit dem Mythos vom schnellen Reichtum auf: «Ich verdiene nicht mehr als in einem 0815-Job.» Maria, 41 Jahre alt, blickt auf über 20 Jahre Sexarbeit zurück. Ihre Erfahrungen mit Escort-Agenturen fallen nüchterner aus. «Ich musste vieles über mich ergehen lassen», sagt sie. Schutz habe es kaum gegeben. Zwar habe sie gut verdient, «aber es hatte seinen Preis». (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 23.02.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 02.03.2026 SRF zwei
  • Folge 151 (26 Min.)
    Benjamin Stettler-Gruntz ist leidenschaftlicher Hausarzt, trotz der Belastung.
    In den ländlichen Regionen der Schweiz fehlen Hausärztinnen und Hausärzte. Grosse Verantwortung, lange Tage und weniger Lohn als in der Stadt scheinen viele abzuschrecken. Nicht so das Ärztepaar Stettler-Gruntz in Bürglen, Kanton Uri. Ein Ort, der dank ihnen nach vier Jahren wieder eine Praxis hat. «Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen», sagt Benjamin Stettler-Gruntz. Zusammen mit seiner Frau Katharina, die ebenfalls Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin ist, hat er vor einem Jahr seine eigene Praxis eröffnet. «Ich hätte das niemals ohne Beni gemacht», sagt Katharina Stettler-Gruntz. «Ich kenne niemanden, der heute noch als junger Mensch allein eine Praxis eröffnet». Bei den Stettlers in Bürglen ist kürzlich die dritte Tochter zur Welt gekommen. Das junge Ärztepaar jongliert zwischen Job und Familienleben. Das ist anspruchsvoll, denn kaum ein Tag ist wie der andere. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 09.03.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 16.03.2026 SRF zwei
  • Folge 152 (24 Min.)
    Mirco Biscioni leidet an einer Zwangsstörung.
    «Ich hatte Angst, mich anzustecken.» Für Mirco wurde selbst das Berühren eines Türgriffs zur Bedrohung, aus Angst vor Vergiftung. Bis heute lebt er mit Wasch- und Kontrollzwängen. Auch Céline kämpfte mit belastenden Zwangsgedanken. Eine «rec.»‑Reportage über Alltag und Umgang mit Zwangsstörungen. «Es hat mir komplett die Lebensfreude entzogen», sagt Céline über ihre Zwangsgedanken. Erste Symptome traten in ihrer Teenagerzeit auf. Immer wieder drängte sich derselbe beunruhigende Gedanke auf: «Was, wenn ich jemanden in der Öffentlichkeit sexuell belästige?» Wie eine Schallplatte mit Sprung liefen die irrationalen Befürchtungen in Dauerschleife. Aus Scham sprach sie jahrelang mit niemandem darüber. Psychologe Paul Lukas bestätigt: Viele Betroffene leiden im Verborgenen aus Angst vor Unverständnis. Der Weg zur Heilung führt oft über Konfrontation. «rec.»‑Reporterin Anna Kreidler begleitet Mirco bei einer Expositionstherapie, in der er sich seiner Furcht vor einer Kontamination stellt und schmutzige Wäsche anfassen und in die Waschmaschine legen muss: «Wenn ich Angst habe, dann mache ich es halt mit Angst.» (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 16.03.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 23.03.2026 SRF zwei
  • Folge 153 (23 Min.)
    Lino fängt abends um 23 Uhr seine Schicht im Shoppi Tivoli in Spreitenbach an.
    Wenn alle andere schlafen, fangen sie erst an: Lino und Firdeusa arbeiten in der Nacht. Lino als Sicherheitsmitarbeiter im grössten Shoppingcenter der Schweiz, Firdeusa putzt Busse des öffentlichen Verkehrs. Ihr Einsatz wird oft erst bemerkt, wenn er mal fehlen würde. Firdeusas Nachtschicht beginnt um 3:30 Uhr. Seit 20 Jahren putzt sie die grossen Gelenkbusse, damit diese am Morgen sauber wieder losfahren können. Als ihre drei Kinder noch klein waren, sei der Job ideal für sie gewesen: «Ich war tagsüber für meine Kinder da und konnte gleichzeitig Geld verdienen.» Denn, so ist Firdeusa überzeugt, eine Frau sollte finanziell unabhängig sein. Trotzdem wünscht sie sich für ihre Töchter einen anderen Job. Lino ist vor Kurzem zum zweiten Mal Vater geworden. Auch er kümmert sich um die Kinder und fängt abends um 23 Uhr seine Schicht im Shoppi Tivoli in Spreitenbach an. Rund 25 Kilometer läuft er während seiner Arbeit. Besonders kritisch wird es zwischen 3 und 5 Uhr morgens. Es ist der Moment, in dem der Körper rebelliert, die Konzentration schwindet und nur noch ein Energydrink gegen das biologische Tief hilft. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 30.03.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 13.04.2026 SRF zwei
  • Folge 154 (28 Min.)
    Evi erzählt, wie die sexualisierte Gewalt bis heute nachwirkt.
    Evi wurde als Kind sexuell missbraucht. In der «rec.»-Reportage erzählt sie, wie die sexualisierte Gewalt bis heute nachwirkt. Im Alltag, in ihrer Beziehung und vor allem in ihrer Arbeit als Prostituierte. Seit ihrem achten Lebensjahr wurde Evi von ihrem Grossvater missbraucht. «Nach dem Missbrauch gab er mir jeweils zehn oder zwanzig Franken». Danach sei sie wie gelähmt gewesen und habe als Kind nicht verstanden, was mit ihr geschah. Vier Jahre bleibt alles unentdeckt. Dann wagt Evi das Unaussprechbare auszusprechen. «Mein Vater schlug mich, als ich vom Missbrauch erzählte. Er stelle mich als Lügnerin dar.» Heute ist Evi 42 Jahre alt und arbeitet seit über zwanzig Jahren in der Prostitution. «Meine Vergangenheit hat mit meinem heutigen Job zu tun. Ich bin quasi an diese Arbeit herangeführt worden.» Grenzen habe sie sich erst mit der Zeit erarbeitet. Heute sei sie kein Spielball mehr. Mit ihrem Mann Tom führt Evi ihre bislang längste Beziehung. «Ich kenne ihre Triggerpunkte», sagt er. Und Evi ergänzt: «Manchmal weiss er sogar vor mir, wie am besten zu reagieren ist.» Den Umgang mit dem Erlebten bleibt ein fortlaufender Prozess. Mit Strategien, die sich im Laufe der Zeit verändern. Dazu gehört auch das zeitweise Verdrängen. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 06.04.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 20.04.2026 SRF zwei
  • Folge 155
    Sandro lebt seit 23 auf der Gasse.
    «Das Leben auf der Strasse ist der Horror», sagt der 40-jährige Sandro. Er lebte 23 Jahre lang mehrheitlich auf der Gasse. Wenn er an seinem ehemaligen Schlafplatz in einer Tiefgarage steht, wird das Ausmass dieser Erfahrung deutlich. Nach seiner Lehre als Mauerer sei er in die Drogen gerutscht und auf der Strasse gelandet. Besonders zu schaffen machen ihm die Vorurteile und Äusserungen der Mitmenschen: «Sie denken, wir seien gerne in dieser Szene, aber das sind wir überhaupt nicht. Das Leben auf der Strasse ist ein einziger Kampf.» In der Notschlafstelle «Schlafguet» in Olten verbringt die Reporterin eine Nacht und spricht mit Saiko. Nach einem Ehebruch hat er seine Wohnung verloren und lebt seither auf der Strasse. Wann immer möglich schläft er in der Notschlafstelle, wo er auch ein warmes Abendessen und ein Frühstück kriegt. Es könne schnell passieren, dass man kein Dach mehr über dem Kopf habe, sagt er. Ein Schicksalsschlag genüge. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mo. 27.04.2026 SRF zwei

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