bisher 161 Folgen, Folge 143⁠–⁠161

  • Folge 143 (35 Min.)
    rec. Mobbing – Ausgrenzug bis zum Suizid Célines Gedenkstätte – Bild: SRF1
    rec. Mobbing – Ausgrenzug bis zum Suizid Célines Gedenkstätte
    Seit der ersten Klasse wurde Margaux von Gleichaltrigen gedemütigt und sogar geschlagen. «Ich habe geschwiegen, als würde mir alles nichts ausmachen», sagt die 28-Jährige heute. Als das Mobbing in der Berufslehre weitergeht, bricht sie zusammen. «Mein Körper hat Stopp geschrien. Ich war seelisch und körperlich am Ende und konnte nicht mehr aus dem Haus.» Auch Thomas wird in der Schulzeit und im Berufsleben wegen seines «Andersseins» verspottet. Die ständigen Anfeindungen verunsichern ihn zutiefst: «Das Mobbing hat mich verletzt und einsam gemacht. Ich habe mich gefragt, was mit mir nicht stimmt. Und ob ein Leben so noch Sinn macht.» Wie gefährlich Mobbing werden kann, zeigt Célines Geschichte. Die 13-Jährige nimmt sich nach monatelangem Cybermobbing das Leben. Ihre Eltern kämpfen mit der Trauer und für Aufklärung: «Mobbing muss enttabuisiert werden, jeder soll Verantwortung übernehmen.» (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 01.12.2025 YouTubeDeutsche TV-Premiere Di. 23.06.2026 3satOriginal-TV-Premiere Mo. 08.12.2025 SRF zwei
  • Folge 144 (28 Min.)
    rec. Zwischen Freundschaft und Isolation – Wie sozial ist Geben? Gamerin Nadie Leimbacher an der SwitzerLAN
    Über zwei Millionen Menschen in der Schweiz gamen regelmässig – und doch hält sich ein hartnäckiges Bild: Gaming mache einsam. «rec.»-Reporterin Michèle Rüedi trifft Menschen, die durch Gaming Freundschaften gefunden haben und solche, die sich darin verloren haben. LAN-Partys feiern gerade ein Comeback: An der SwitzerLAN in Bern treffen sich 2’000 Gamerinnen und Gamer, hängen sich ans gleiche Netz und spielen 72 Stunden lang durch. Für viele ist das nicht einfach ein Event, sondern ein sozialer Treffpunkt: Ein Ort, an dem Online-Freundschaften plötzlich real werden. So auch für Adrian, Meli und Nadine, die sich durchs Gamen zusammengefunden haben und mehrmals im Jahr gemeinsam an LAN-Partys reisen. Doch Gaming hat auch eine andere Seite: Der 34-jährige Fotograf Flavio verlor während der Coronapandemie fast alle Aufträge und flüchtete sich bis zu 16 Stunden pro Tag in Videospiele. Während sein Umfeld vor allem seine Erschöpfungsdepression bemerkte, wusste kaum jemand, wie sehr ihn Gaming zusätzlich isolierte. «Ich gebe nicht dem Gaming die Schuld, sondern mir selbst», sagt er rückblickend. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 08.12.2025 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 15.12.2025 SRF zwei
    • Alternativtitel: Sexuelle Übergriffe im ÖV – Wie reagieren?
    Folge 145 (27 Min.)
    rec. Sexuelle Belästigung im ÖV – Wie reagieren? Ursina hat sexuelle Belästigung im Zug erlebt: ein Mann masturbierte vor ihr.
    Jede dritte Frau in der Schweiz erlebt sexuelle Belästigung im öffentlichen Verkehr – auch «rec.» -Reporterin Manuela Morgenthaler. Sie und weitere Betroffene erzählen, wie es ist, wenn die Fahrt im Zug oder Bus plötzlich zum Albtraum wird. Ursina fühlte sich auf der Zugfahrt beobachtet und blickte von ihrem Handy auf: «Ich sah sein entblösstes Glied. Er war voll im Akt.» Obwohl sie sonst eine schlagfertige Person ist, war sie in diesem Moment geschockt und wie gelähmt. «Ich konnte nicht reagieren, schaute wieder in mein Handy und versuchte das Geschehen zu verdrängen», erzählt sie. Auch Lena (Name geändert) hatte ein Horrorerlebnis während einer Zugreise. Das Bild des Mannes, der neben ihr masturbierte, geht ihr seither nicht mehr aus ihrem Kopf. Sie fährt heute nicht mehr gleich Zug wie vor diesem Ereignis. Lena konnte den Vorfall zwar bei einem Zugbegleiter melden, verzichtete dann aber auf eine Anzeige. «rec.»-Reporterin Manuela Morgenthaler zeigte den jungen Mann an, der sie im öffentlichen Verkehr belästigte. Das war wichtig und richtig, wie sich später herausstellte. Wie kann man sich vor Belästigungen und Übergriffen schützen? Und lohnt sich eine Anzeige auch gegen Unbekannt? Im Gespräch mit Polizist:innen und einem Transportpolizisten wird deutlich, dass Anzeigen wichtig und sinnvoll sind. Sie setzen ein klares Zeichen und können weitere Taten verhindern. (Text: SRR)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 15.12.2025 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 22.12.2025 SRF zwei
  • Folge 146
    rec. Postpartale Depression Gabriela Caprez und ihr Kind
    Nach der Geburt ihres zweiten Kindes erlebt Lina zum zweiten Mal eine postpartale Depression. Statt Freude bestimmen Trauer, Hoffnungslosigkeit und Ängste ihren Alltag. Die Bindung zu ihrem Kind blieb aus, was sie bitter bereut. Schuldgefühle belasten zusätzlich. 15 bis 20 Prozent der Frauen haben nach der Geburt mit Depressionen zu tun. Auch Gabriela und Rahel kennen den langen Weg aus dem seelischen Tief. Mit Therapie und Unterstützung finden sie Schritt für Schritt zurück in den Alltag, fühlen Hoffnung und die Kraft, als Mutter voll da zu sein. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 29.12.2025 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 05.01.2026 SRF zwei
  • Folge 147 (28 Min.)
    rec. Sexarbeit – Gezeichnetes Leben einer Prostituierten. Evi tauscht Sex gegen Geld.
    Evi arbeitet seit über 20 Jahren in der Prostitution. Die «rec.»-Reportage begleitet sie während eines langen Arbeitstags in ihrem Studio in einem Schweizer Dorf. Ein Alltag zwischen Kunden und Routinen – freiwillig, aber körperlich und psychisch fordernd. Evi begann mit 17 Jahren in der Prostitution zu arbeiten. «Sex ist für mich ganz normal. Und ob man dafür zahlt oder nicht, kommt nicht darauf an», sagt sie. Doch ihr Verhältnis zur Sexualität ist geprägt durch Missbrauch in der Kindheit. «Ich spüre meine Grenzen nicht immer.» Über Jahre arbeitete sie in Erotikstudios, teilweise bis zu 21 Stunden am Stück. Die Belastung führte zu gesundheitlichen Problemen wie Leistenbrüchen. Seit sieben Monaten arbeitet Evi selbstständig und will die Kontrolle bei sich behalten. «Wenn jemand fragt, ob ich es ohne Kondom mache, blockiere ich ihn auf WhatsApp.» «rec.»-Reporterin Rahel Lenz wartet während der Kundenkontakte in der Küche nebenan. Der Film zeigt den ungeschminkten Alltag: Putzen, Waschen, das Bett neu beziehen, bedienen – immer wieder von vorne. «Ich esse den ganzen Tag nichts, sonst kann ich nicht gut bedienen.» Und: «Manchmal ist es schon deprimierend, wie eine ewige Schlaufe.» (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 12.01.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 19.01.2026 SRF zwei
  • Folge 148
    rec. Im Sog der Verschwörungstheorien – Wenn Misstrauen das Weltbild prägt Roland Schätti misstraut unter anderem den Medien.
    Für Roland Schätti ist seit der Corona-Pandemie klar: Eine geheime Elite diktiert das Weltgeschehen und steuert Politik, Wissenschaft und die Medien. «Die Nahrungsmittelindustrie vergiftet uns, damit die Pharmaindustrie Geld an uns verdienen kann», sagt er – überzeugt von einem System, das gegen die Bevölkerung arbeitet. Auch für Prisca Würgler hat die Corona-Pandemie das Leben auf den Kopf gestellt. Weil sie sich weigerte, im Schulunterricht eine Maske zu tragen, verlor sie ihre Stelle als Primarlehrerin. «Die Corona-Massnahmen waren ein Verbrechen an der Menschheit. Eine Maske tragen zu müssen, fühlte sich für mich wie ein Missbrauch, wie eine Vergewaltigung an.» Heute gibt sie ihrer Wut und ihrem Misstrauen in Staat und System eine Stimme: mit der Gründung der Zeitschrift «Die Freien». Sie ist der Meinung, kritischen und unabhängigen Journalismus zu machen. Doch die publizierten Inhalte stehen im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen. Für den Reporter ist diese Reportage ein Balanceakt: aufmerksam zuhören und verstehen – ohne dabei journalistische Verantwortung zu verlieren oder Verschwörungstheorien eine Bühne zu bieten. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 26.01.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 26.01.2026 SRF zwei
  • Folge 149 (33 Min.)
    rec. Privatschulen – Warum wenden sich Familien von der Volksschule ab? Der 14-jährige Gian war in der Volksschule überfordert.
    Überforderung, Leistungsdruck oder schlechte Vorbereitung auf die Berufswelt: Viele Eltern in der Schweiz hinterfragen die Volksschule und suchen nach Alternativen. «rec.» begleitet Familien, die ihre Kinder an Privatschulen schicken und zeigt, wie unterschiedlich die Gründe für diesen Schritt sind. Der 14-jährige Gian wollte irgendwann nicht mehr in die Schule. Er litt unter Bauchschmerzen, konnte nachts kaum schlafen und fühlte sich im Unterricht überfordert. «Er war ein Häufchen Elend», sagt seine Mutter. In der Volksschule erhielt er aus ihrer Sicht zu wenig Unterstützung für seine Lernschwäche. Der Druck belastete die ganze Familie. Schliesslich zog sie ein Vorerbe vor, um ihm eine Privatschule zu finanzieren – eine Schule ohne Noten und Leistungsdruck. Pan ist Vater von drei Kindern und unterrichtete früher an der Volksschule. Er fand das Arbeiten im Klassenzimmer unzumutbar – und wollte auch seinen drei Kindern eine andere Lernumgebung ermöglichen. Bei Wind und Wetter lernen die Kinder draussen, frei nach ihren Interessen. In der Schweiz besuchen rund 5 Prozent der schulpflichtigen Kinder eine Privatschule. Das Interesse an Alternativen steigt – in den letzten 10 Jahren hat die Anzahl der Privatschulen um die Hälfte zugenommen. Die Kosten für Privatschulen in der Schweiz variieren sehr stark je nach Schule, Region und Angebot. Die in der Reportage gezeigten Schulen kosten die Eltern zwischen 1150 bis 2180 Franken pro Kind und Monat. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 09.02.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 16.02.2026 SRF zwei
  • Folge 150
    rec. Reportage – Escort und Glamour – Was steckt hinter dem Klischee? Mia ist 23 Jahre alt und sieht sich als selbständige Unternehmerin im Sexgewerbe
    Mia ist 23 Jahre alt und sieht sich als selbstständige Unternehmerin im Sexgewerbe. Für sie ist der Job der Inbegriff von Unabhängigkeit. Sie setzt die Regeln, zieht die Grenzen, räumt aber auch mit dem Mythos vom schnellen Reichtum auf: «Ich verdiene nicht mehr als in einem 0815-Job.» Maria, 41 Jahre alt, blickt auf über 20 Jahre Sexarbeit zurück. Ihre Erfahrungen mit Escort-Agenturen fallen nüchterner aus. «Ich musste vieles über mich ergehen lassen», sagt sie. Schutz habe es kaum gegeben. Zwar habe sie gut verdient, «aber es hatte seinen Preis». (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 23.02.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 02.03.2026 SRF zwei
  • Folge 151 (26 Min.)
    Benjamin Stettler-Gruntz ist leidenschaftlicher Hausarzt, trotz der Belastung.
    In den ländlichen Regionen der Schweiz fehlen Hausärztinnen und Hausärzte. Grosse Verantwortung, lange Tage und weniger Lohn als in der Stadt scheinen viele abzuschrecken. Nicht so das Ärztepaar Stettler-Gruntz in Bürglen, Kanton Uri. Ein Ort, der dank ihnen nach vier Jahren wieder eine Praxis hat. «Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen», sagt Benjamin Stettler-Gruntz. Zusammen mit seiner Frau Katharina, die ebenfalls Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin ist, hat er vor einem Jahr seine eigene Praxis eröffnet. «Ich hätte das niemals ohne Beni gemacht», sagt Katharina Stettler-Gruntz. «Ich kenne niemanden, der heute noch als junger Mensch allein eine Praxis eröffnet». Bei den Stettlers in Bürglen ist kürzlich die dritte Tochter zur Welt gekommen. Das junge Ärztepaar jongliert zwischen Job und Familienleben. Das ist anspruchsvoll, denn kaum ein Tag ist wie der andere. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 09.03.2026 YouTubeDeutsche TV-Premiere Di. 30.06.2026 3satOriginal-TV-Premiere Mo. 16.03.2026 SRF zwei
  • Folge 152 (24 Min.)
    Mirco Biscioni leidet an einer Zwangsstörung.
    «Ich hatte Angst, mich anzustecken.» Für Mirco wurde selbst das Berühren eines Türgriffs zur Bedrohung, aus Angst vor Vergiftung. Bis heute lebt er mit Wasch- und Kontrollzwängen. Auch Céline kämpfte mit belastenden Zwangsgedanken. Eine «rec.»‑Reportage über Alltag und Umgang mit Zwangsstörungen. «Es hat mir komplett die Lebensfreude entzogen», sagt Céline über ihre Zwangsgedanken. Erste Symptome traten in ihrer Teenagerzeit auf. Immer wieder drängte sich derselbe beunruhigende Gedanke auf: «Was, wenn ich jemanden in der Öffentlichkeit sexuell belästige?» Wie eine Schallplatte mit Sprung liefen die irrationalen Befürchtungen in Dauerschleife. Aus Scham sprach sie jahrelang mit niemandem darüber. Psychologe Paul Lukas bestätigt: Viele Betroffene leiden im Verborgenen aus Angst vor Unverständnis. Der Weg zur Heilung führt oft über Konfrontation. «rec.»‑Reporterin Anna Kreidler begleitet Mirco bei einer Expositionstherapie, in der er sich seiner Furcht vor einer Kontamination stellt und schmutzige Wäsche anfassen und in die Waschmaschine legen muss: «Wenn ich Angst habe, dann mache ich es halt mit Angst.» (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 16.03.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 23.03.2026 SRF zwei
  • Folge 153 (23 Min.)
    Lino fängt abends um 23 Uhr seine Schicht im Shoppi Tivoli in Spreitenbach an.
    Wenn alle andere schlafen, fangen sie erst an: Lino und Firdeusa arbeiten in der Nacht. Lino als Sicherheitsmitarbeiter im grössten Shoppingcenter der Schweiz, Firdeusa putzt Busse des öffentlichen Verkehrs. Ihr Einsatz wird oft erst bemerkt, wenn er mal fehlen würde. Firdeusas Nachtschicht beginnt um 3:30 Uhr. Seit 20 Jahren putzt sie die grossen Gelenkbusse, damit diese am Morgen sauber wieder losfahren können. Als ihre drei Kinder noch klein waren, sei der Job ideal für sie gewesen: «Ich war tagsüber für meine Kinder da und konnte gleichzeitig Geld verdienen.» Denn, so ist Firdeusa überzeugt, eine Frau sollte finanziell unabhängig sein. Trotzdem wünscht sie sich für ihre Töchter einen anderen Job. Lino ist vor Kurzem zum zweiten Mal Vater geworden. Auch er kümmert sich um die Kinder und fängt abends um 23 Uhr seine Schicht im Shoppi Tivoli in Spreitenbach an. Rund 25 Kilometer läuft er während seiner Arbeit. Besonders kritisch wird es zwischen 3 und 5 Uhr morgens. Es ist der Moment, in dem der Körper rebelliert, die Konzentration schwindet und nur noch ein Energydrink gegen das biologische Tief hilft. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 30.03.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 13.04.2026 SRF zwei
  • Folge 154 (28 Min.)
    Evi erzählt, wie die sexualisierte Gewalt bis heute nachwirkt.
    Evi wurde als Kind sexuell missbraucht. In der «rec.»-Reportage erzählt sie, wie die sexualisierte Gewalt bis heute nachwirkt. Im Alltag, in ihrer Beziehung und vor allem in ihrer Arbeit als Prostituierte. Seit ihrem achten Lebensjahr wurde Evi von ihrem Grossvater missbraucht. «Nach dem Missbrauch gab er mir jeweils zehn oder zwanzig Franken». Danach sei sie wie gelähmt gewesen und habe als Kind nicht verstanden, was mit ihr geschah. Vier Jahre bleibt alles unentdeckt. Dann wagt Evi das Unaussprechbare auszusprechen. «Mein Vater schlug mich, als ich vom Missbrauch erzählte. Er stelle mich als Lügnerin dar.» Heute ist Evi 42 Jahre alt und arbeitet seit über zwanzig Jahren in der Prostitution. «Meine Vergangenheit hat mit meinem heutigen Job zu tun. Ich bin quasi an diese Arbeit herangeführt worden.» Grenzen habe sie sich erst mit der Zeit erarbeitet. Heute sei sie kein Spielball mehr. Mit ihrem Mann Tom führt Evi ihre bislang längste Beziehung. «Ich kenne ihre Triggerpunkte», sagt er. Und Evi ergänzt: «Manchmal weiss er sogar vor mir, wie am besten zu reagieren ist.» Den Umgang mit dem Erlebten bleibt ein fortlaufender Prozess. Mit Strategien, die sich im Laufe der Zeit verändern. Dazu gehört auch das zeitweise Verdrängen. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 06.04.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 20.04.2026 SRF zwei
  • Folge 155
    Sandro lebt seit 23 auf der Gasse.
    «Das Leben auf der Strasse ist der Horror», sagt der 40-jährige Sandro. Er lebte 23 Jahre lang mehrheitlich auf der Gasse. Wenn er an seinem ehemaligen Schlafplatz in einer Tiefgarage steht, wird das Ausmass dieser Erfahrung deutlich. Nach seiner Lehre als Mauerer sei er in die Drogen gerutscht und auf der Strasse gelandet. Besonders zu schaffen machen ihm die Vorurteile und Äusserungen der Mitmenschen: «Sie denken, wir seien gerne in dieser Szene, aber das sind wir überhaupt nicht. Das Leben auf der Strasse ist ein einziger Kampf.» In der Notschlafstelle «Schlafguet» in Olten verbringt die Reporterin eine Nacht und spricht mit Saiko. Nach einem Ehebruch hat er seine Wohnung verloren und lebt seither auf der Strasse. Wann immer möglich schläft er in der Notschlafstelle, wo er auch ein warmes Abendessen und ein Frühstück kriegt. Es könne schnell passieren, dass man kein Dach mehr über dem Kopf habe, sagt er. Ein Schicksalsschlag genüge. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 13.04.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 27.04.2026 SRF zwei
  • Folge 156 (32 Min.)
    Philippe Brügger, Lena Hochuli, Elena Landös und Leandra Gubser leben gemeinsam n einer WG mit insgesamt neun Personen.
    Neun Menschen, ein gemeinsamer Alltag. Rec.-Reporterin Viktoria Seger taucht ein in das Leben einer 9er‑WG. Zwischen Frühlingsputz und WG-Sitzung zeigt sich, ob die Wohnform entlasten kann, welche Herausforderungen sie mit sich bringt und welche Rolle die Angst vor Isolation spielt. Aus finanziellen Gründen haben sich die Mitbewohnerinnen und Mitbewohner der 9er-WG in Zürich nicht für die Grosswohnform entschieden. Es ist das Leben in der Gemeinschaft, was sie suchen. Den Alltag gemeinsam zu bestreiten und nicht alles allein stemmen zu müssen. Doch das Zusammenleben mit so Vielen braucht Struktur. Die Wohngemeinschaft organisiert sich über diverse Whatsapp-Chats und regelmässige WG-Sitzungen. Das Finden von Kompromissen gehört dabei zur Tagesordnung. Vor allem wenn es um finanzielle Themen gehe, kann es auch zu längeren Diskussionen kommen, erzählen die Mitbewohnenden. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 27.04.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 04.05.2026 SRF zwei
  • Folge 157 (24 Min.)
    Maurer und Geschäftsinhaber Carlos Heller
    Energydrinks, Zigaretten und kaputte Rücken: Die Realität auf dem Bau ist weit entfernt von romantischer Handwerksidylle. «rec.»-Reporterin Elma Softic begleitet den Maurer und Geschäftsinhaber Carlos Heller und seinen Hilfsarbeiter «Fippi» bei der Arbeit. Wer baut eigentlich unsere Häuser? Das fragt sich Reporterin Elma Softic und kann mit Carlos auf die Baustelle. Er und seine Mitarbeiter arbeiten im Akkord – am Ende des Tages zählen die vermauerten Steine. «Hier läuft alles auf Leistung. Der Konkurrenzkampf auf dem Bau ist extrem», sagt der 36-Jährige mit einer Zigarette in der einen und dem Energydrink in der anderen Hand. Carlos erzählt, dass praktisch jeder von ihnen ein körperliches Gebrechen hat. Fippi hat seit Jahren Rückenschmerzen vom Steine buckeln und Mörtel anrühren. Trotzdem wolle er es bis zum Rentenalter 60 durchziehen, sagt er. Fast 40 Prozent der gelernten Maurer verlassen den Beruf nach wenigen Jahren. Doch Carlos würde mit niemandem tauschen. «Wenn ich am Abend an der Bar neben einem Mann im Anzug stehe, bin ich eindeutig stolzer», sagt er. In jeder fertigen Mauer sieht er, was er geleistet hat. Nur die Wertschätzung und Sichtbarkeit fehlen ihm. «Wir Maurer werden häufig übersehen.» (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 04.05.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 11.05.2026 SRF zwei
  • Folge 158 (33 Min.)
    Shaolin-Schüler Sacha Wenk
    Härte und Schmerz statt Komfort: Sacha Wenk brach mit 17 Jahren alle Zelte ab, um in China Kung-Fu zu meistern. Heute gibt der Shaolin-Schüler und Social-Media-Star seine Grenzerfahrungen in Retreats weiter. «rec.»-Reporter Livio Chistell besucht ihn und wagt sich selbst an seine Schmerzgrenzen. Warum suchen Menschen freiwillig Härte und Schmerz in einer Gesellschaft, die Komfort zum Ideal erhoben hat? Für Sacha Wenk, halb Schweizer, halb Deutscher, war der Ausbruch aus dieser Zone lebensverändernd. «Vor Kung-Fu war ich komplett orientierungslos», gesteht er heute. Er fand sich im europäischen Schulsystem nicht zurecht, brach sein Abitur ab und ging nach China zu einem Kung-Fu-Meister. Bis heute trainiert der 26-Jährige mit ihm, um die Kampfkunst zu perfektionieren. «Ich kann sagen, ich habe den härtesten Lehrer, den es gibt.» Im Reich der Mitte lebt der Walliser den Klosteralltag als Shaolin-Schüler. Im Westen wurde er mit seinen Kung-Fu-Videos unter dem Namen «Sachka» zum Social-Media-Star. In beiden Welten ist Selbstoptimierung durch körperliche und mentale Grenzerfahrung ein Thema. In mehrwöchigen Retreats fordert er Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt körperlich und mental heraus mit Ausdauertraining, Kung‑Fu‑Formen und Übungen, in denen es darum geht, Schmerzen auszuhalten. «Leute fragen mich immer, ob ich nicht wahnsinnig sei», sagt eine der Teilnehmerinnen. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 18.05.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 25.05.2026 SRF zwei
  • Folge 159 (30 Min.)
    Immer mehr Frauen richten ihren Alltag nach dem Menstruationszyklus aus. Sie planen Sport, Arbeit und Sex entlang der verschiedenen Phasen. «rec.»-Reporterin Rahel Lenz probiert das zyklische Leben selbst aus und fragt: Superpower oder Selbstoptimierung? «Zyklustag 2: ein weinendes Elend. Zyklustag 3: Streit.» Marina trackt ihren Zyklus seit Jahren und fühlt sich dadurch entlastet. «Ich kann mich besser verstehen.» Auch ihr Partner bezieht ihn mit ein. Ihr Liebesleben verändert sich je nach Phase. «In der ersten Zyklushälfte bin ich viel lustvoller, dann haben wir mehr Sex.» Ähnlich bei Maja: Der Zyklus prägt ihren Alltag und ihre Arbeit. Rund um den Eisprung ist sie besonders aktiv, vor der Menstruation plant die Fotografin bewusst weniger ein. Zykluscoachin Josianne Hosner unterstützt seit Jahren Frauen dabei, zyklisch zu leben. Die meisten dieser Frauen erleben die Auseinandersetzung mit ihrem Körper als befreiend. «Frauen merken nach Jahren, wie ihr eigener Körper funktioniert. Das fühlt sich richtig an.» Doch wie fundiert ist das wissenschaftlich? Und wann wird aus Selbstbeobachtung Druck? (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 25.05.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mo. 01.06.2026 SRF zwei
  • Folge 160 (32 Min.)
    Für Thomas Staffelbach war der Weg vorgegeben: Er ist auf dem Bauernhof in Hergiswil bei Wilisau aufgewachsen und hat ihn vom Vater übernommen. Seit jeher bestimmt der Hof den Rhythmus in seinem Leben: Um 3:30 Uhr geht’s in den Stall, später auf den Traktor, dazwischen die Tiere und viel körperliche Arbeit auf den Weiden. Reporter Martin Lustenberger hingegen ist in der Agglomeration aufgewachsen und liebt sein Leben in der Stadt. Als Kind machte er Ferien bei seinem Götti und seinem Cousin auf dem Hof – aber selbst Bauer werden? Das wäre ihm nicht im Traum in den Sinn gekommen. Nun spürt er am eigenen Leib die Knochenarbeit, die das Lebenswerk seiner Familie mütterlicherseits fordert. Zwischen der Geburt eines Kalbes und Gesprächen am Küchentisch wird der Hofbesuch zu einer ehrlichen Begegnung zweier Verwandter, die in völlig anderen Welten leben. (Text: SRF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 08.06.2026 YouTubeOriginal-TV-Premiere Mi. 24.06.2026 SRF 1
  • Folge 161?

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