Dokumentation in 3 Teilen, Folge 1–3

    • Folge 1 (58 Min.)
      Bild: arte
      Zur ARTE-Sendung Pharao im heutigen ?gypten (1/3) (1): Gamal Abdel Nasser 4: Der ?gyptische Revolutionsrat mit Ministerpr?sident Nagib (2.v.r.) und Generalstabschef Nasser (sitzend 3.v.r.) an der Spitze tritt f?r die Modernisierung des Landes ein. ? Bibalex Foto: ARTE France Honorarfreie Verwendung nur im Zusammenhang mit genannter Sendung und bei folgender Nennung "Bild: Sendeanstalt/Copyright". Andere Verwendungen nur nach vorheriger Absprache: ARTE-Bildredaktion, Silke W?lk Tel.: +33 3 881 422 25, E-Mail: bildredaktion@arte.tv – © arte

      Nach dem Militärputsch bestimmt Gamal Abdel Nasser ab 1954 als Präsident die Politik Ägyptens. Irgendwo zwischen Demokratie und Militärdiktatur versucht er einen maßgeschneiderten Sozialismus durchzusetzen, um die enormen Klassenunterschiede zu beseitigen. Aber der Zweck heiligt die Mittel: Die Regierung geht hart gegen Regimegegner vor, macht die Opposition mundtot und unterdrückt die Zivilgesellschaft dabei noch mehr. Nach Nassers unerwartetem Tod wirkt sein Sozialismus überholt. Sein Nachfolger wird Anwar el-Sadat. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 19.01.2016 arte
    • Folge 2 (57 Min.)
      Bild: arte
      Anwar el-Sadat beim Gebet – © arte

      Als Nasser 1970 starb und das fragwürdige Erbe eines pan-arabischen Sozialismus autoritärer Prägung hinterließ, trat Anwar el-Sadat, bis dahin Vizepräsident, die Nachfolge an und schlug einen völlig anderen Kurs ein. Das strikte Einparteiensystem schaffte er ab, die Presse wurde freier, die Allmacht des Unterdrückungsapparats zurückgedrängt, der rigide Laizismus zurückgenommen, die Wirtschaft liberalisiert. Nach den Jahrzehnten der „revolutionären Diktatur“ atmeten die Menschen zunächst die freiere Luft eines offeneren Systems. Aber anders als sein Vorgänger Gamal Abdel Nasser suchte Sadat die Unterstützung der Muslimbruderschaft, einer der einflussreichsten islamisch-fundamentalistischen Bewegungen in Ägypten. Zugleich bildeten sich in den 70er Jahren radikale islamistische Gruppierungen heraus. Darunter die späteren Attentäter Sadats: der ägyptische Ableger der Muslimbruderschaft „Jihad Islami“ („Islamischer Dschihad“) sowie die „Al-Gama’a al-Islamiyya“ („Islamische Gemeinschaft“). Er bezahlt seine Entscheidung am 6. Oktober 1981 mit seinem Leben. Auch die restliche Welt bleibt von den Folgen nicht verschont. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 19.01.2016 arte
    • Folge 3 (59 Min.)
      Bild: arte
      Nach der Ermordung Sadats wurde Mubarak am 14. Oktober 1981 Staats- und Ministerpräsident Ägyptens. – © arte

      Nach dem tödlichen Kugelhagel radikaler Islamisten auf Anwar el-Sadat wird sein damaliger Stellvertreter Husni Mubarak zum Staatsoberhaupt Ägyptens und bleibt die kommenden 30 Jahre an der Macht. Innenpolitisch verfolgt Mubarak einen harten Kurs und präsentiert sich nach außen als „Bollwerk gegen die Islamisten“. Als Mittel für seinen autoritären Regierungsstil führte Mubarak kurz nach seinem Amtsantritt die aus der Zeit Sadats stammenden Notstandsgesetze wieder ein. Ein Großteil des ägyptischen Volkes ist verarmt und muss ohnmächtig dabei zusehen, wie soziale Konflikte immer schärfer zutage treten – ein günstiges Klima für die Verbreitung islamistischer Strömungen. Armee und Muslimbruderschaft sind seit der Unabhängigkeit Ägyptens die beiden einzigen politischen Mächte im Land. Der Sturz von Präsident Husni Mubarak im Februar 2011 eröffnete den Muslimbrüdern, die heute in Ägypten offiziell als Terrororganisation eingestuft sind, neue Möglichkeiten. Im Juni 2012 gewann ihr Kandidat Mohammed Mursi die Präsidentenwahl, ehe er ein Jahr später nach Massenprotesten vom Militär gestürzt wurde. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 19.01.2016 arte

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