Zum Start der dritten Staffel „Babylon Berlin“: Filmklassiker der 20er- und 30er-Jahren in der ARD Mediathek

    „Der blaue Engel“, „Metropolis“, „Berlin Alexanderplatz“ und mehr

    Vera Tidona – 16.09.2020, 17:23 Uhr

    Filmklassiker zum Start der dritten Staffel „Babylon Berlin“ ab Oktober im Ersten.

    Zur Einstimmung auf die anstehende Free-TV-Premiere der dritten Staffel von „Babylon Berlin“ ab dem 11. Oktober im Ersten, nimmt der Sender zwölf ausgewählte Filmklassiker der 1920er- und frühen 1930er-Jahre in die ARD-Mediathek auf. Ab dem 18. September stehen Klassiker wie „Der blaue Engel“ mit Marlene Dietrich, Fritz Langs „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ mit Peter Lorre oder Alfred Döblins „Berlin – Alexanderplatz“ mit Heinrich George aus dem Jahr 1931 zur Verfügung.

    Zudem werden Ende September die drei „Babylon Berlin“-Regisseure Henk Handloegten, Achim von Borries und Tom Tykwer sowie einige Hauptdarsteller der Serie jeweils einem Film als Pate vorstehen und ihre ganz persönliche Empfehlung zum jeweiligen Klassiker geben (fernsehserien.de berichtete).

    Zu den zwölf Filmklassikern gehören zudem noch Fritz Langs Stummfilmklassiker „Dr. Mabuse“ (1921) (Teil 1 und 2), „Metropolis“ (1927) und „Die Frau im Mond“ (1929). Weitere Stummfilmklassiker sind „Tagebuch einer Verlorenen“ (1929) mit dem US-amerikanischen Hollywoodstar Louise Brooks, „Die Büchse der Pandora“ (1929), „Menschen am Sonntag“ (1930) von Billy Wilder, der Trickfilm „Aschenputtel“ (1922) und „Der letzte Mann“ (1924) von Friedrich Wilhelm Murnau.

    Florian Hager, Channel-Manager der ARD Mediathek freut sich über die hochkarätige Ergänzung: Die Filmklassiker, persönlich präsentiert von Darsteller*innen und Regisseuren, sind ein großartiges Angebot für die Fans und eine perfekte Einstimmung auf die neuen Folgen von ‚Babylon Berlin‘.

    Produzent Stefan Arndt ergänzt: Während der Vorbereitung unserer Serie haben wir jede Woche alle gemeinsam, vom Techniker bis zum Schauspieler, uns einen Film aus den 1920ern angesehen, und dabei geschah es dann, der ein oder andere verguckte sich, denn es ist wirklich genial, was diese Filmkünstler schon vor 100 Jahren erzählen konnten – in vielem besser und interessanter als wir heute … 

    Das Erste zeigt die dritte Staffel „Babylon Berlin“ ab dem 11. Oktober um 20:15 Uhr mit jeweils drei bzw. zwei Folgen am Stück erstmals im Free-TV. Die neue Staffel fällt mit zwölf Episoden deutlich umfangreicher aus als die ersten beiden Staffeln mit jeweils acht Folgen. Bereits ab dem 9. Oktober stehen die ersten drei Episoden, gefolgt von den restlichen Folgen der dritten Staffel ab dem 11. Oktober in der ARD Mediathek zur Verfügung (fernsehserien.de berichtete).

    Die Erstausstrahlung von „Babylon Berlin“ fand bereits auf dem Pay-TV-Sender Sky statt. Die dritte Staffel wurde zwischen Januar und Februar diesen Jahres auf Sky One gezeigt.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Sehr schön. :-) Ich hoffe, die Filme bleiben dauerhaft in der Mediathek (obwohl ich nicht so wirklich dran glaube). Und die Aussage "es ist wirklich genial, was diese Filmkünstler schon vor 100 Jahren erzählen konnten - in vielem besser und interessanter als wir heute ..." kann ich nur voll und ganz unterstreichen.

      Babelsberg war in den 20ern die Metropole von Monumentalfilmen. Fast alles mit opulenter Ausstattung, Massenszenen, riesigen Kulissen und ungewöhnlichen Kostümen, was in dieser Zeit gedreht wurde kam aus Babelsberg. Dazu noch die expressionistischen Filme, die Fantasyelemente enthielten und geschickt mit Licht und Schatten spielten und für so ziemlich jeden Filmschaffenden, der nach ihnen kam als Lehrstücke gelten.
      Passenderweise gibt es auch in der 3. Staffel von Babylon Berlin einen Handlungsstrrang, in dem es um eine Filmproduktion geht.
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        Ja. Auch ich finde das eine gute Idee! Ich habe mir gestern auch gleich die beiden Mabuse-Filme reingezogen, die ich schon immer mal sehen wollte. Ich finde es allerdings bedauerlich, dass die damaligen Filme noch kein 90 Minuten Format hatten. Gerade bei Stummfilmen ist es doch ziemlich anstrengend über Stunden gebannt auf den Bildschirm/Kinoleinwand zu schauen zumal man ohne gesprochene Dialoge ja nicht mitbekommt, ob gerade was wichtiges passiert, wenn man mal wegguckt oder die Augen schließt. Und in der Mediathek kann man die Filme ja leider auch nicht unterbrechen und am nächsten Tag an gleicher Stelle weiterschauen.

        Es wäre schön, wenn man diese Vorgehensweise Filme in die Mediathek zu stellen, auch bei anderen Gelegenheiten umsetzen würde. Ich denke dabei z.B. an runde Geburts- oder Todestage von berühmten deutschen Schauspielern. Dass man zur Würdigung des jeweiligen Schauspielers für eine bestimmte Zeit eine Auswahl von Filmen mit ihm in die Mediathek einstellt.
        Aber wahrscheinlich sieht das bei Filmen aus den 50/60 Jahren schon wieder anders aus, bzw. es ist teurer oder komplizierter mit den Ausstrahlungsrechten als bei "Uraltschinken", bei denen die Rechte wohl eh alle bei der Murnau-Stiftung liegen.

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