ZDF bringt „Better Call Saul“ ins Free-TV

    „Breaking Bad“-Ableger für serielle Nachtschwärmer

    Ralf Döbele – 03.03.2020, 11:46 Uhr

    „Better Call Saul“

    Fünf Jahre nach dem Start steht „Better Call Saul“ nun endlich auch vor seiner Free-TV-Premiere, wenn auch nicht auf dem allerbesten Sendeplatz. Das ZDF nutzt das Spin-Off von „Breaking Bad“, um sein Serienprogramm in den Nächten von Freitag auf Samstag aufzufüllen, wo bislang vor allem Klassiker wie „Starsky & Hutch“ oder „Magnum“ zu sehen waren. Die ersten beiden Episoden stehen am 17. April um 0:45 Uhr im Programm. Geplant ist die Ausstrahlung der ersten vier Staffeln im wöchentlichen Doppelpack.

    „Better Call Saul“ erzählt die Vorgeschichte des Mannes, der in „Breaking Bad“ längst zum windigen Anwalt Saul Goodman geworden ist. Jahre zuvor heißt er noch Jimmy McGill (Bob Odenkirk), der die ständige Missachtung durch seine Berufskollegen inzwischen gewohnt ist. Aber auch sein Bruder, der einst erfolgreiche Staranwalt Chuck McGill (Michael McKean), will ihn nicht ernstnehmen, obwohl sich Jimmy aufopferungsvoll um ihn kümmert. Chuck hat sich aufgrund einer extremen Elektrosensibilität aus dem Leben zurückgezogen und versucht sich in seinem Haus jeder Form elektrischen Stroms zu entziehen. Immerhin die Zuneigung seiner Anwaltskollegin Kim Wexler (Rhea Seehorn) ist Jimmy sicher. Die verurteilt zwar seine halbseidenen Methoden, unterstützt ihn als seine Freundin aber auch.

    Zeitgleich arbeitet der ehemalige Polizist Mike Ehrmantraut (Jonathan Banks) nach dem Tod seines Sohnes inzwischen als Parkplatzwächter. Aus dem stoischen Herrn der Schranke wird schließlich für Jimmy eine Art Komplize, ein Beinahe-Freund und mitunter auch ein Gegenspieler. Mike ist ein Mann, der der Witwe seines Sohnes und seiner Enkelin mit allen Mitteln ein gutes Leben ermöglichen will.

    In den USA ist Mitte Februar die mittlerweile fünfte Staffel von „Better Call Saul“ gestartet. Zeitgleich steht fest, dass das Prequel mit dem sechsten Jahr zu Ende gehen wird (fernsehserien.de berichtete). Im Laufe der Staffeln tauchen auch weitere alte Bekannte aus „Breaking Bad“ in dem Ableger auf. Giancarlo Esposito stößt als Los Pollos Hermanos-Betreiber und Drogenbaron Gus Fring zum Hauptcast und auch Gastauftritte von Raymond Cruz als Tuco oder Kyle Bornheimer als arroganter Börsenmakler Ken dürfen nicht fehlen. Entwickelt wurde „Better Call Saul“ von Peter Gould gemeinsam mit „Breaking Bad“-Schöpfer Vince Gilligan.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1957) am melden

      Die Sendezeit macht ja nun mal gar keinen Sinn. Bei Lizenzserien ist auch nicht sichergestellt, dass es in die Mediathek kommt. Wenn doch ist es allerdings für mich ok (auch wenn es dann trotzdem nicht alle Interessierten sehen werden können - es soll tatsächlich Leute geben, die keinen HD-Recorder und keinen streamingfähigen TV haben).
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      • (geb. 1963) am melden

        Für mich erst mal nicht interessant.
        Hab das ja noch nicht mal geschafft, die Hauptserie "Breaking Bad" zu gucken...
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          Wann etwas läuft, ist doch heutzutage dank Mediathek und HDD PVR egal. Kenne niemand, der sich fiktionalen Content noch live gibt.
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            Ich bin schon froh darüber, dass nur zwei Folgen am Stück gesendet werden und nicht womöglich die ganze Staffel in zwei Nächten oder so ähnlich wie das zuletzt bei der 3.Staffel von Fargo war. Für mich persönlich ist die Zeit gerade noch akzeptabel.
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            • (geb. 1979) am melden

              Dann gebt die Serie doch ZDFneo. Die haben bestimmt einen besseren Sendeplatz zur Verfügung. Muss das sein das qualitative und beliebte Serien immer in der Nacht versendet werden? Als ob Serienfans ausschließlich nachts schauen. TELE5 scheint das ja auch zu denken...
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